Am Donnerstag (29.05.2025), kurz nach 17 Uhr, ist es am Fischmarktplatz in Rapperswil zu einem unbewaffneten Raub gekommen.
Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Freitagmorgen geriet ein Elektrogerät in einem Zimmer an der Landstrasse in Gebenstorf in Brand.
Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Eine Person wurde vor Ort, aufgrund des Verdachts einer Rauchgasvergiftung, durch die Sanität betreut. Im betroffenen Zimmer entstand erheblicher Sachschaden.
Am Mittwochabend (28. Mai 2025, kurz nach 20:15 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer auf der Kantonsstrasse von Rotkreuz in Richtung Root.
In einer Linkskurve in Gisikon verlor er aus noch ungeklärten Gründen die Herrschaft über sein Motorrad, kam zu Fall und prallte gegen die rechtsseitige Leitplanke.
Am Donnerstag (29. Mai 2025, ca. 03:40 Uhr) hatten mehrere Personen an der Zentralstrasse in Luzern eine Auseinandersetzung.
Ein Mann wurde dabei verletzt und musste schliesslich durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren werden.
Am Donnerstagmorgen (29. Mai 2025, ca. 09:15 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Ed.-Huberstrasse von Grosswangen Richtung Ruswil.
Aufgrund eines abbiegenden Autos musste er sein Fahrzeug anhalten.
Am Donnerstag (29. Mai 2025, kurz nach 17:00 Uhr) wurde der Polizei gemeldet, dass in Flühli eine Frau abgestürzt sei.
Sie zog sich tödliche Verletzungen zu.
In einem Waldstück bei Zuchwil ist am Donnerstagabend, 29. Mai 2025, ein leerstehendes Gebäude in Brand geraten.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Auf dem Wydeneck-Areal in Dornach ist es am Donnerstagnachmittag, 29. Mai 2025, zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung eines Industriegebäudes gekommen.
Verletzt wurde niemand.
In einem Raum einer leerstehenden Liegenschaft in Dulliken hat es am Donnerstagabend, 29. Mai 2025, gebrannt.
Verletzt wurde niemand. Als Brandursache steht ein menschliches Verschulden im Vordergrund. Die Polizei sucht Zeugen.
Heute Mittag ist es in Udligenswil zu einem Selbstunfall gekommen.
Ein Mann fuhr aus noch ungeklärten Gründen über eine Wiese in einen Garten. Er wurde hospitalisiert.
Am Freitag, 30. Mai 2025, kurz vor 12:30 Uhr, fuhr eine 19-jährige Autofahrerin in Sattel auf der Schlagstrasse in Richtung Schwyz.
Dabei kollidierte sie rechtsseitig mit dem Dach einer Bahn- und Strassenunterführung, welches die Form einer Rampe hat.
Die Kantonspolizei Bern hat Ende Mai in Reutigen und Därstetten insgesamt drei Hanf-Indooranlagen mit rund 3’000 Hanfpflanzen ausgehoben.
Im Zuge der Ermittlungen konnten zusätzlich rund 27.5 Kilogramm konsumfertiges Marihuana und 21 Gramm Haschisch sichergestellt werden.
In der vergangenen Nacht brach in einem Einfamilienhaus in Alterswil ein Feuer aus.
Das Gebäude wurde zerstört, Personen wurden nicht verletzt. Die Ermittlungen sind im Gange.
Der See, der sich durch das Abbruchmaterial des Birchgletschers und die Geröllmassen vom Kleinen Nesthorn gebildet hat, ist nahezu bis zum oberen Rand des Schuttkegels angestiegen und wird wahrscheinlich im Laufe des Tages überlaufen.
Die betroffene Zone sowie das Verhalten des Sees, des Flusses und des Stausees Ferden werden laufend überwacht und Messgeräte wurden im betroffenen Gebiet installiert. Insgesamt wurden 365 Personen evakuiert.
Zwischen Mittwochabend und Donnerstagvormittag (29.05.2025) ist es in den Gemeinden Thal/Rheineck/Balgach und Rebstein zu insgesamt 14 vollendeten oder versuchten Diebstählen aus Fahrzeugen gekommen.
In einem Fall wurde versucht, ein Auto zu entwenden. Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 17-jähriger Algerier festgenommen werden. Er dürfte für mindestens sechs Diebstähle verantwortlich sein.
Am Donnerstag (29.05.2025), zwischen 10 und 17 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen zusammen mit dem Strassenverkehrsamt St.Gallen in Rapperswil eine technische Verkehrskontrolle durchgeführt.
Dabei wurden rund 22 Fahrzeuge auf ihren technischen Zustand überprüft.
Am Freitag (30.05.2025), kurz nach 2 Uhr, meldete der Bewohner einer Wohnung an der Fröbelstrasse der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen, dass seine Wohnung voller Rauch sei.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte einen Abfalleimer fest, welcher zuvor in Brand geraten war und eine starke Rauchentwicklung zur Folge hatte.
Am Freitag (30.05.2025), kurz nach 3 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass es in einer Wohnung an der Zürcherstrasse brenne.
Die ausgerückte Feuerwehr stellte in der betroffenen Wohnung diverse Glutnester fest, die starken Rauch verursachten.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (30.05.2025), zwischen 21:30 Uhr und 6 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Geschäft an der Hinterwis eingebrochen.
Sie verschaffte sich über ein Fenster gewaltsam Zugang zum Innern der Liegenschaft.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kollidierte ein Automobilist mit einem parkierten Fahrzeug.
Beim Lenker wurde ein qualifizierter Atemalkoholwert festgestellt. Es entstand Sachschaden.
Die Kantonspolizei Thurgau hat in der Nacht zum Freitag einen Mann kontrolliert, der zuvor Betäubungsmittel konsumiert hatte und mit dem Auto unterwegs war.
Sein Führerausweis wurde eingezogen.
Am Auffahrtsdonnerstag, 29. Mai 2025, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden zusammen mit dem Strassenverkehrsamt schwerpunktmässig Zweiradfahrzeuge kontrolliert.
Am Auffahrtstag führte die Kantonspolizei zusammen mit Experten des Strassenverkehrsamtes Appenzell Ausserrhoden Verkehrskontrollen in Gais und Urnäsch durch. Nebst dem Zustand der Fahrzeuglenker stand insbesondere auch der technische Zustand der Fahrzeuge im Fokus der Kontrollen.
Muttenz BL. Am Donnerstagnachmittag, 29. Mai 2025, kurz nach 14.15 Uhr, kam es bei der Tramhaltestelle „Zum Park“, an der St. Jakobstrasse in Muttenz BL, zu einem Unfall zwischen einem Tram und einer Fussgängerin.
Die Fussgängerin wurde bei dem Unfall verletzt.
Nach einem Einbruch in ein Verkaufsgeschäft konnten drei Tatverdächtige festgenommen werden.
Bei ihnen handelt es sich um zwei Jugendliche sowie einen jungen Erwachsenen.
Gestern Abend galoppierte ein Pferd auf die Hauptstrasse in Brunegg direkt vor einen fahrenden Personenwagen.
Trotz Vollbremsung prallte der Personenwagen in das Pferd hinein. Die Insassen des Personenwagens blieben unverletzt. Das Pferd erlitt diverse Verletzungen. Am Fahrzeug entstand grosser Sachschaden.
Am Donnerstagabend (29.05.2025) geriet ein Gasgrill auf einer Terrasse in der Stadt Schaffhausen in Brand.
Das Feuer konnte durch den Grillbesitzer und einen Nachbarn rasch gelöscht werden.
Unsere Genfer Crew bereitet sich aktiv auf den Hubschrauberwechsel vor, und das durchläuft hochmoderne Trainings!
Die Rega Flugschule organisiert maßgeschneiderte Schulungen, betreut von erfahrenen Ausbildern, um sicherzustellen, dass unsere Gesten in jeder Situation reibungslos und präzise bleiben. Durch dieses kontinuierliche Fortbildungssystem sind unsere Crews immer top in ihren Fähigkeiten.
Am frühen Donnerstagmorgen (29.05.2025) hat sich ein heftiger Alleinunfall mit einem Personenwagen in Osterfingen ereignet.
Nach dem Verkehrsunfall entfernte sich der Junglenker pflichtwidrig von der Unfallstelle. Der Personenwagenlenker wurde dabei leicht verletzt. Der Unfallwagen erlitt Totalschaden.
Danke an das Familientreff Entlebuch: Euer Besuch war für uns eine willkommene Abwechslung und für euch ein hoffentlich spannendes Erlebnis.
Es war uns eine Freude, den Kindern unsere Arbeit näherzubringen – vom Polizeiauto bis zum Polizeihund.
Bei einem Parkschaden einfach einen Zettel mit der Telefonnummer unter den Scheibenwischer zu klemmen, ist nicht genug.
Die Kantonspolizei Graubünden klärt auf: Wer so handelt, riskiert eine Anzeige wegen pflichtwidrigem Verhalten bei einem Unfall.
Ein Blick in den Fuhrpark der Kantonspolizei St.Gallen um 1965: Diverse Einsatzfahrzeuge und Motorräder standen damals für die verschiedensten Aufgaben bereit, ob Verkehrskontrolle, Patrouille oder Unfallaufnahme.
Heute ist die Flotte grösser, vernetzter und umweltfreundlicher.
Schweizer Armee: Militärische Katastrophenhilfe wird primär im Inland geleistet.
Einsätze im grenznahen Ausland erfolgen im Rahmen bestehender Abkommen mit den Nachbarstaaten und nach entsprechender Bewilligung des Bundesrates.
Zu Beginn des verlängerten Auffahrtswochenendes ruft die Kantonspolizei die Verkehrsteilnehmer zu verantwortungsbewusstem und vorsichtigem Fahren auf.
Die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsregeln bleibt entscheidend für die Sicherheit aller.
Seit dem Gletscherabbruch beim Birchgletscher in Blatten (VS) überschlagen sich die Ereignisse.
Hier dokumentieren wir die laufende Entwicklung rund um den Bergsturz, die Gefahr durch Murgänge und den Einsatz von Armee und Zivilschutz. Die Übersicht wird bei neuen Informationen regelmässig aktualisiert.
In der Nacht auf Donnerstag, 29. Mai 2025, sind Unbekannte in zwei Gewerbebetriebe in Bühler eingebrochen.
Die Täterschaft entwendete diverse Wertgegenstände und verursachte hohen Sachschaden.
Nach dem Bergsturz und den Murgängen in Blatten (VS) haben die zivilen Behörden und Vertreter der Armee heute die Lage beurteilt.
Sie kamen zum Schluss, dass aus Sicherheitsgründen aktuell weder zivile Kräfte noch die Armee im Bergsturzgebiet eingesetzt werden können. Die Armee intensiviert ihre Einsatzvorbereitungen in unmittelbarer Nähe des Einsatzgebietes.
Am Donnerstagnachmittag, 29. Mai 2025, kam es bei Ocourt zu einer schweren Frontalkollision zwischen mehreren Motorrädern.
Vier Personen wurden schwer verletzt und mussten per Helikopter in die Spitäler von Basel und Bern geflogen werden.
Der See, der sich durch die Ablagerung des abgebrochenen Birchgletschers sowie durch das Material der Felstürze am Kleinen Nesthorn gebildet hat, füllt sich rasch.
Ein Überlaufen der Lonza über den Schuttkegel könnte sich im Verlauf der Nacht ereignen. Im schlimmsten Fall könnten dadurch Murgänge ausgelöst werden.
Am Donnerstagnachmittag, 29. Mai 2025, kam es in Seen zu einem Brand in einer Wohnung.
Die Brandursache ist ein angelassener Herd. Verletzt wurde niemand.
Auf der Saalstrasse bei Kienberg ist es in der Nacht auf Donnerstag, 29. Mai 2025, zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen.
Dabei sind vier Personen verletzt worden.
Die Suche nach dem vermissten Mann in der Region Tennmatten im Lötschental wurde am Donnerstagmorgen fortgesetzt.
Diese blieb ohne Erfolg. Nun wurde sie eingestellt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.