Auf der Bürenstrasse bei Nennigkofen hat sich am frühen Donnerstagmorgen, 29. Mai 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet.
Dabei ist der Fahrzeuglenker leicht verletzt worden.
Nahezu der gesamte Birchgletscher oberhalb von Blatten im Lötschental ist abgebrochen und hat einen gewaltigen Bergsturz ausgelöst. Die dadurch im Talboden entstandene, mehrere Dutzend Meter dicke und rund zwei Kilometer lange Eis- und Geröllablagerung hat den Grossteil des Dorfes Blatten verschüttet. Die Schäden sind erheblich.
Das Absturzmaterial blockiert den Abfluss der Lonza, wodurch sich ein See zu bilden beginnt. Die zentrale Gefahr liegt darin, wie sich das aufgestaute Wasser und die Lonza verhalten – bei einem Überlauf über das Ablagerungsgebiet könnte eine Murganglawine ausgelöst werden. Derzeit wird eine Person vermisst.
Ein massiver Gletscherabbruch hat am Mittwochnachmittag (28. Mai 2025) oberhalb von Blatten im Lötschental eine verheerende Lawine aus Eis, Geröll und Fels ausgelöst. Rund 90 % des Dorfes wurden verschüttet.
Blatten ist seit dem 19. Mai evakuiert – doch ein 64-jähriger Einheimischer wird vermisst. Die Behörden haben die besondere Lage ausgerufen. Die Situation bleibt angespannt.
Im Rahmen gezielter Arbeitsmarktkontrollen führte die Tripartite Arbeitsmarktkommission (TAK) der Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden am 20. Mai 2025 in Sarnen (Kägiswilerstrasse) sowie am 27. Mai 2025 in Lungern (Bahnhofstrasse) Kontrollen aufgrund des Verdachts auf illegale Erwerbstätigkeit durch.
Die Kantonspolizei Obwalden wurde zwecks Unterstützung beigezogen.
Die Kantonspolizei Appenzell I.Rh. sucht per sofort oder nach Vereinbarung eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter Mobile Polizei in einem 80–100% Pensum.
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Am Donnerstag, 29. Mai 2025, kurz vor 01.30 Uhr, hat die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt zu einem Brand an die Lehenmattstrasse ausrücken müssen.
Sie konnte das Feuer unter Kontrolle bringen und löschen. Beim Brand starb eine Person. Die Kantonspolizei Basel-Stadt sperrte während des Einsatzes die betroffenen Abschnitte der Lehenmatt- und der Stadionstrasse.
Ein Autofahrer hat sich am Mittwochabend bei einem Selbstunfall in Amriswil verletzt.
Nach mehreren Kollisionen kam sein Fahrzeug auf dem Dach zum Stillstand.
Am Mittwochnachmittag (28.05.2025) kam es auf der Dufourstrasse, Höhe Tambourenstrasse, zu einer Kollision zwischen einem St.Gallerbus und einem schwarzen Personenwagen.
Das Auto wurde weitergelenkt, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Berschis: Am Mittwoch (28.05.2025), zwischen 00:30 Uhr und 4 Uhr, ist es an der Schwarzrietstrasse zu einem Selbstunfall mit einem entwendeten Traktor gekommen.
Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Ein 36-jähriger Mann konnte als Fahrer des Traktors ausfindig gemacht werden. Er wurde festgenommen.
Am Mittwoch, 28. Mai 2025, gegen 18:15 Uhr kam es auf dem Autobahnkreuz Vauseyon (N20) in Fahrtrichtung La Chaux-de-Fonds, kurz vor der Ausfahrt Vauseyon, zu einer Kollision zwischen drei Fahrzeugen.
Die linke Fahrspur wurde für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt.
Am Mittwochnachmittag, 28. Mai 2025, ist oberhalb Blatten (Lötschental) ein grosser Teil des Birch-Gletschers abgebrochen und hat einen massiven Erdrutsch ausgelöst.
Seither wird eine Person vermisst. Eine Such- und Rettungsaktion ist im Gange.
Eine derzeit unbekannte Täterschaft hat zwischen Dienstag und Mittwoch, 27./28. Mai 2025, an der Leuzigenstrasse, Wydenstrasse, Neckarsulmstrasse und Niklaus Wengistrasse in Grenchen in mehreren Firmen Einbrüche begangen.
Die Polizei hat umgehend Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Am Mittwoch (28. Mai 2025, ca. 07:15 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Autobahn A2 Richtung Süden.
Im Reussporttunnel musste er das Auto aufgrund des stockenden Verkehrs abbremsen.
Der Mann, der Anfang Mai mit einem Gleitschirm in Klosters abgestürzt und schwer verletzt worden war (>>Polizei.news berichtete<<), ist am Sonntag verstorben.
Der 52-jährige Gleitschirmpilot verlor unkontrolliert an Höhe und verschwand hinter einem Grat.
Berg TG: Grossrazzia auf Baustelle – Sechs Schwarzarbeiter erwischt
Bei einer Kontrolle in Berg TG wurden sechs Männer ohne Arbeitsbewilligung erwischt – insgesamt rund 120 Personen überprüft.
Zürich ZH: Zwei mutmassliche Taschendiebe in Schulhaus auf frischer Tat ertappt
Zivilfahnder schnappen zwei Männer nach Taschendiebstahl in Zürcher Schule – Diebesgut vor Ort sichergestellt.
Auf der A2 Richtung Süden staut sich der Verkehr auf sechs Kilometern – Zeitverlust bis zu einer Stunde.
Aktuell staut sich der Verkehr auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Gotthard zwischen Amsteg und Göschenen.
Neuenburg NE: Polizei startet grossflächige Sommer-Kontrollen auf Kantonsstrassen
Die Neuenburger Polizei kündigt diverse Verkehrskontrollen im Kanton an. Ziel ist es, sichtbar Präsenz zu zeigen, unangemessenes Verhalten und Strassenlärm zu bekämpfen sowie gefährliches Fahrverhalten zu sanktionieren.
Am Donnerstag (29.05.2025) findet in St.Gallen der Auffahrtslauf statt.
Start und Ziel befinden sich im Westen der Stadt St.Gallen beim Kybunpark. Aufgrund der Veranstaltung kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Von Montag (02.06.2025) bis Freitag (06.06.2025) führt die Schaffhauser Polizei im Kanton Schaffhausen Veloprüfungen durch.
Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden in diesem Zusammenhang um Rücksicht und erhöhte Aufmerksamkeit.
Heiden AR: 131 Schüler zeigen ihr Können bei der Radfahrerprüfung im Dorfverkehr
124 Sechstklässler aus dem Vorderland bestehen in Heiden die Veloprüfung – 30 mit Prädikat „vorzüglich“.
Am Mittwoch, 28. Mai 2025, fiel einer Patrouille der Kantonspolizei Schwyz um 02.30 Uhr auf dem Rastplatz Wolfsprung an der Axenstrasse in Brunnen ein parkierter Personenwagen mit ausländischen Kontrollschildern auf.
Bei der darauffolgenden Kontrolle des Autos stellten unsere Einsatzkräfte einen Mann fest, der auf dem Fahrersitz am Schlafen war.
Ein Motorradfahrer wurde am Dienstag bei einer Kollision mit einem Auto in Hörhausen leicht bis mittelschwer verletzt.
Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
In der Zeit zwischen Freitag und Dienstag (27.05.2025), ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Kirchstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch eine Terrassentüre gewaltsam Zutritt in das Haus.
Am Dienstag (27.05.2025), kurz nach 13:30 Uhr, ist es an der Rickenstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Es entstand Sachschaden im Wert von rund 6'000 Franken. Der genaue Unfallhergang ist unklar. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Flauschige Verkehrsstörung der etwas anderen Art: Eine Entenfamilie sorgte am 26. Mai 2025 in Arlesheim für einen Polizeieinsatz.
Auf einem Parkplatz an der Talstrasse entdeckte eine Patrouille der Polizei Basel-Landschaft die watschelnden Ausreisser – offenbar auf dem Weg zur Birs.
Wir begleiten junge Kaderanwärter in den verschiedenen Lehrverbänden während ihrer Führungsausbildung in der Schweizer Armee.
In diesem Video sind wir bei der Führungsunterstützungs-Schule 63.
Trotz wiederholter Warnungen häufen sich im Kanton die Raserdelikte. Im Mai 2025 wurden drei neue Fälle registriert. Die Lenker müssen mit Freiheitsstrafen von bis zu vier Jahren und einem Führerausweisentzug von mindestens zwei Jahren rechnen.
Die Kantonspolizei erinnert daran, dass solche Geschwindigkeitsüberschreitungen das Leben anderer Verkehrsteilnehmer massiv gefährden.
Schwingen, Sicherheit und starke Gespräche: Das 105. Kantonale Schwingfest in Root hatte alles.
In die Schwinghosen sind wir zwar nicht gestiegen – den „Hoselupf“ überlassen wir den Profis. Doch wir waren mittendrin statt nur dabei: Einerseits mit einem engagierten Rekrutierungsteam am Stand, andererseits auch im Einsatz für die Sicherheit vor Ort.
Bei einer Verkehrskontrolle auf der Autobahn stellte die Polizei Basel-Stadt bei jedem dritten Fahrzeug Mängel fest.
Die Kontrolle fand am Freitag, 23. Mai 2025, statt und richtete sich auf die Verkehrssicherheit.
Polizeiluft geschnuppert: Am Samstag, 24. Mai 2025, fand in der Gutsmatte in Liestal ein Infoanlass zum Polizeiberuf statt.
Rund 50 Interessierte nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Polizei Basel-Landschaft zu werfen und mehr über die Ausbildung zur Polizistin bzw. zum Polizisten zu erfahren.
Gemeinsame Töffunfall-Prävention auf dem Lukmanierpass: Die Kantonspolizei Graubünden und die Polizia cantonale führten gestern (27.05.2025) eine Informationsaktion für Motorradfahrende durch.
Im Rahmen dieser gemeinsamen Präventionsmassnahme wurden am Wochenende insgesamt 84 Töfffahrerinnen und Töfffahrer auf dem Lukmanierpass angesprochen.
Fantasy Basel 2025 – und die Kantonspolizei Basel-Stadt ist mittendrin!
Der Stand der Polizei nimmt Gestalt an – der Auftritt an der grössten Schweizer Popkultur-Messe verspricht einiges.
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2025 tauschen sich in Singapur im Rahmen des „International Institute for Strategic Studies Shangri-La Dialogue“ (SLD) Vertreterinnen und Vertreter aus der Asien-Pazifik Region, Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen aus.
Vertreten wird die Schweiz durch Markus Mäder, Staatssekretär für Sicherheitspolitik, und Korpskommandant Thomas Süssli, Chef der Armee.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.