Schweiz

Spier-Tunnel LU: Alkoholisierte Lenkerin (0.55 mg/l) fährt ungebremst in Stauende

Am Sonntag (25. Mai 2025, 06:20 Uhr) fuhr eine Autofahrerin auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden. Im Tunnel Spier staute sich der Verkehr zurück, was die Autofahrerin zu spät bemerkte.

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Gonten AI: Oel-Vandalismus auf Baustelle – Polizei vermutet gezielte Manipulation

Es mussten zwei Lastwagenladungen mit verschmutztem Kies und Erdreich ordentlich entsorgt werden. Während der Zeit zwischen Freitagabend (23.05.2025) und Montagmorgen (26.05.2025) kam es auf der Baustelle "Sportplatz" in Gonten zu einer Verschmutzung durch ausgelaufenes Oel.

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Kanton Uri: Neue Regeln für Rollskifahren auf Passstrassen – nur für lizenzierte Sportler

Rollskifahren auf öffentlichen Urner Strassen war bisher unter bestimmten Voraussetzungen bereits möglich. Aufgrund geänderter rechtlicher Grundlagen sowie der spezifischen Gegebenheiten im Kanton Uri – insbesondere in Bezug auf das Verkehrsaufkommen – wird die bestehende Regelung nun angepasst und präzisiert.

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Zürich ZH: E-Trottinettfahrer (62) stirbt nach schwerem Unfall im Kreis 4

Der Mann, der am Donnerstagabend, 22. Mai 2025, bei einem Selbstunfall mit einem E-Trottinett schwer verletzt worden war, ist im Spital verstorben. Die Stadtpolizei Zürich teilte am Freitagmorgen, 23. Mai 2025 mit, dass sich ein E-Trottinettfahrer bei einem Selbstunfall im Kreis 4 schwer verletzte.

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Hulftegg SG/ZH: Polizei kontrolliert 80 Töffs – Dutzende Verstösse und Anzeigen

Am Samstag (24.05.2025), in der Zeit zwischen 10 Uhr und 17 Uhr, haben die Kantonspolizei St.Gallen und die Kantonspolizei Zürich auf beiden Seiten des Hulftegg-Passes Verkehrskontrollen durchgeführt. Es wurden insgesamt rund 80 Motorräder und einige Autos kontrolliert.

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Kanton Zug: 5 Zweiradunfälle am Wochenende – Senioren und Jugendliche betroffen

Am vergangenen Wochenende ist es zu mehreren Verkehrsunfällen mit Motorradlenkenden gekommen. Weiter stürzte eine Velofahrerin selbstständig und musste mit Kopfverletzungen ins Spital eingeliefert werden.

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Appenzell AI: Einbrecher schlagen Fenster ein, stehlen E-Bike und Bargeld in Tausenderhöhe

Es wurde ein E-Bike und mehrere Tausend Franken Bargeld gestohlen. Während der Nacht auf Sonntag (25.05.2025) drang eine unbekannte Täterschaft durch ein unverschlossenes Garagentor an der Sonnenfeldstrasse in Appenzell in ein Haus und stahl ein E-Bike im Wert von 3500 Franken.

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Walterswil SO: Selbstunfall bei Nacht – 18-Jähriger kracht mit Auto gegen mehrere Bäume

Auf der Engelbergstrasse bei Walterswil hat sich in der Nacht auf Sonntag, 25. Mai 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Der Fahrzeuglenker blieb dabei unverletzt.

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Gotthard UR: Stauwarnung an Auffahrt & Pfingsten – Pass offen, Alternativen empfohlen

Über Auffahrt und Pfingsten dürfte es am Gotthard zu längeren Wartezeiten kommen. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist die Passstrasse über den Gotthard bereits offen, was eine Entlastung für den Strassentunnel ist. Reisende aus der Westschweiz Richtung Italien benutzen am besten den Tunnel durch den Grossen St. Bernhard oder den Montblanc-Tunnel, wobei es voraussichtlich auch dort zu Staus kommt.

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Kapo Obwalden: Vom Pflegeberuf zur Polizei – mit Hund Tyson im Einsatz für Sicherheit

Abwechslungsreich, sinnstiftend und mit tierischer Unterstützung: Der Weg zur Polizei kann viele Gesichter haben – so wie bei diesem Polizisten, der von der Pflege ins Polizeiwesen wechselte und heute mit seinem Diensthund Tyson im Einsatz steht. Seine Geschichte zeigt, wie vielfältig der Beruf als Polizist oder Polizistin sein kann – und wie wertvoll Motivation, Leidenschaft und Teamgeist sind.  Lest selbst!

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Flüelen UR: Zwei Autofahrer (22, 28) sorgen mit Lärm für Aufsehen – Polizei schreitet ein

Am Samstag, 24. Mai 2025, kurz vor 23.00 Uhr, hat die Kantonspolizei Uri in Flüelen zwei Autofahrer gestoppt, die mit ihren Fahrzeugen mit Luzerner und Zürcher Kontrollschildern unnötigen Lärm verursachten. Die Männer im Alter von 22 und 28 Jahren beschleunigten auf der Allmendstrasse wiederholt grundlos stark und liessen den Motor ihres Autos aufheulen.

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Schattdorf UR: Ukrainer (17) klaut Schnaps für 1200 Franken – Passant stoppt ihn nach Flucht

Am Samstag, 24. Mai 2025, ca. 13.00 Uhr, wurde in einem Detailhandelsgeschäft in Schattdorf ein 17-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger beim Diebstahl erwischt. Der Jugendliche steckte mehrere Flaschen Spirituosen in seinen Rucksack und verliess das Geschäft, ohne die Ware zu bezahlen.

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Kandersteg BE: Lawine am Morgenhorn reisst drei mit – 29-Jähriger stirbt bei Skitour

Am Samstagnachmittag ist es am Morgenhorn in Kandersteg zu einem Lawinenniedergang gekommen. Es wurden insgesamt drei Personen verschüttet. Zwei Männer wurden leicht verletzt in Spitäler geflogen, ein Mann konnte nur noch tot geborgen werden.

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Zermatt VS: Fünf Tote am Rimpfischhorn entdeckt – Skitourenunfall auf 4'000 Metern

Am 24. Mai 2025 alarmierten Alpinisten die Rettungskräfte, nachdem sie unterhalb des Rimpfischhorns auf etwa 4000 m Höhe verlassene Skier bemerkt hatten. Ein Überflug über das Gebiet und eine Suche am Boden führten auf dem Adlergletscher zur Lokalisierung von fünf leblosen Körpern.

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Netstal GL: Sekundenschlaf führt zu Crash – Lenkerin (20) rammt Kandelaber und Zaun

Am Sonntag, 25.05.2025, gegen 07:35 Uhr, ereignete sich auf der Landstrasse in Netstal, auf Höhe Breite, ein Selbstunfall. Eine 20-jährige Fahrzeuglenkerin fuhr mit ihrem Personenwagen auf der Landstrasse von Näfels kommend in Richtung Glarus.

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Rebstein SG: Algerier (17) nach Einbruch und Diebstahl festgenommen – Deliktsgut sichergestellt

In der Zeit zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen (25.05.2025) kam es an der Rebbergstrasse zu einem Fahrzeugeinschleichediebstahl und an der Bahnhofstrasse zu einem Einbruchdiebstahl in ein Restaurant. Im Zuge der Ermittlungen konnte die Kantonspolizei St.Gallen einen mutmasslichen Täter in einem Asylzentrum antreffen und festnehmen.

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Gotthard UR: 4 km Stau vor Göschenen – bis zu 40 Minuten Zeitverlust auf A2

Auf der A2 in Fahrtrichtung Gotthard kommt es aktuell zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Zwischen Amsteg und der Dosierstelle Göschenen staut sich der Verkehr auf einer Länge von rund 4 Kilometern. Der Grund dafür ist eine temporäre Überlastung im Bereich der Tunnelzufahrt.

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St. Gallen SG: Rasante Flucht mit BMW – Polizei ermittelt wegen Gefährdung Dritter

In der Samstagnacht (24.05.2025) ist der Lenker eines grauen BMW 330xi bei der Waisenhausstrasse vor einer Polizeipatrouille geflüchtet. Das Auto konnte kurze Zeit später an der Fontanastrasse sichergestellt werden. Der mutmassliche Lenker konnte vor Ort nicht mehr angetroffen werden. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Wil SG: Senior (83) überschlägt sich mit Auto – Rega fliegt ihn nach Crash ins Spital

Am Samstag (24.05.2025), kurz nach 22 Uhr, ist es auf der Neugrubenstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Dabei wurde ein 83-jähriger Mann verletzt. Der Rettungsdienst überführte ihn ins Spital. Am Auto entstand Totalschaden.

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Basel-Stadt: 136 mobile Begrünungselemente für kühlere Sommer an 40 Standorten

Um die Aufenthaltsqualität an heissen Tagen zu erhöhen und Schutz vor der Sonne zu bieten, platziert das Bau- und Verkehrsdepartement an 40 Standorten unterschiedliche mobile Elemente: Pflanzgefässe bringen mehr Grün, Sonnenschirme bieten einen Platz im Schatten und Sprühnebler sorgen für Abkühlung. Die mobilen Elemente werden an Orten platziert, an denen keine oder noch keine dauerhafte Begrünung möglich ist. Die mobilen Massnahmen sind Teil der Umsetzung des Stadtklimakonzepts und ergänzen die parallel dazu laufenden dauerhaften Entsiegelungs- und Begrünungsmassnahmen.

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Reinach BL: Zwei Regionalfeuerwehren als Leuchtturmprojekte vorgestellt

Der Regierungsrat hat basierend auf den nationalen und kantonalen Anforderungen festgelegt, wie das Feuerwehrwesen im Kanton künftig auch in einem Umfeld erfolgreich sein kann, das sich laufend verändert. Zusammen mit der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (BGV), allen Feuerwehren, Gemeinden und interessierten Partnern hat der Regierungsrat die Unterstützung und Förderung von Zusammenschlüssen als einen der Grundpfeiler in der Sicherstellung des Feuerwehreinsatzes definiert.

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Schafisheim AG: Sanierte Prüfhalle offiziell eröffnet – effizienter, nachhaltiger, moderner

Die sanierte Prüfhalle des Strassenverkehrsamts in Schafisheim ist seit Anfang Jahr in Betrieb. Am 24. Mai 2025 wurde sie offiziell eingeweiht und vom Departement Finanzen und Ressourcen an das Strassenverkehrsamt übergeben. Mit der Gesamtsanierung wird sichergestellt, dass der Prüfbetrieb der knapp 72'000 Fahrzeuge jährlich auch in Zukunft effizient abgewickelt werden kann.

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Haag SG: Mädchen (8) rennt auf Strasse und wird von Auto erfasst – ins Spital gebracht

Am Samstag (24.05.2025), kurz nach 13 Uhr, ist es auf der Tscheggenaustrasse zu einem Unfall zwischen einem Kind und einem Auto gekommen. Das 8-jährige Mädchen wurde dabei verletzt und wurde zur Kontrolle vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.