Schweiz

Richterswil ZH: Velofahrer bei Crash mit Auto schwer verletzt – Rega im Einsatz

Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo ist am Montagabend (9.6.2025) in Richterswil der Velofahrer schwer verletzt worden. Gegen 17.45 Uhr fuhr ein 51-jähriger Velofahrer auf der Seestrasse in Richtung Horgen.

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Reichenburg SG: Frau stirbt bei Frontalcrash im Balmraintunnel – Kind schwer verletzt

Am Montagabend (09.06.2025), kurz nach 18:15 Uhr, ist auf der Autobahn A15, im Balmraintunnel zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Eine 59-jährige, im Kanton Glarus wohnhafte Schweizerin, verstarb auf der Unfallstelle. Zwei weitere Personen wurden unbestimmt verletzt. Die nicht richtungsgetrennte Autobahn musste mehrere Stunden gesperrt werden. Ein Grossaufgebot an Rettungskräften rückte an die Unfallstelle aus.

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Rega: Über 100 Einsätze an Pfingsten – Bergrettungen und Rückflüge aus dem Ausland

Die Hilfe der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega war über das Pfingstwochenende mehr als 100-mal gefragt – unter anderem bei akuten Erkrankungen, nach Verkehrs-, Sport- und Bergunfällen oder bei blockierten Personen im unwegsamen Gelände. Auch im Ausland war die Rega im Einsatz: An Bord der drei Ambulanzjets wurden Patientinnen und Patienten zurück in die Schweiz geflogen.

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Chur GR: Fussgängerin angefahren – Polizei mit 51 Einsätzen am Pfingstwochenende

Über das vergangene Pfingstwochenende ist die Stadtpolizei Chur zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Bei Verkehrskontrollen wurden mehrere Fahrzeuglenker kontrolliert und wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz angezeigt.

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St.Gallen SG: 9 Fahrunfähige über Pfingsten – Ausweise entzogen, Kokain sichergestellt

In der Zeit zwischen Freitagabend und Pfingstmontagmorgen (09.06.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen neun Personen wegen Fahrunfähigkeit zur Anzeige gebracht. Sechs Personen wurde der Führerausweis abgenommen. Einem Mann wurde der Führerausweis aberkannt, zudem konnte bei ihm eine kleine Menge Kokain sichergestellt werden. Ein Autofahrer war nicht im Besitze eines Führerausweises. Zwei Männer fuhren mit Autos ohne Versicherungsschutz.

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Wil SG: Auto schleudert in E-Bike – beide Lenker bei Unfall verletzt

Am Sonntag (08.06.2025), kurz vor 15 Uhr, ist es auf der Glärnischstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem E-Bike gekommen. Sowohl die Autofahrerin wie auch der E-Bikefahrer wurden unbestimmt verletzt. Der genaue Unfallhergang wird abgeklärt.

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Pfäffikon/Schwyz SZ: 11 Verzeigungen bei Tuningkontrollen – fünf Autos stillgelegt

Die Kantonspolizei Schwyz führte am Donnerstag, 29. Mai 2025 in Pfäffikon und am Samstag, 7. Juni 2025 in Schwyz je eine Verkehrskontrolle durch. Dabei lag der Fokus auf unerlaubten Anbauteilen und Abänderungen, unerlaubten Lichtern, abgefahrenen Reifen oder auch manipulierten Auspuffanlagen. Insgesamt wurden 11 Personen verzeigt und 5 Fahrzeuge vor Ort stillgelegt.

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Brugg AG: Frau missachtet Rotlicht – heftige Kollision bei Einmündung

Weil eine Automobilistin das Rotlicht missachtete, kam es bei einer Einmündung eingangs Brugg zu einer heftigen Kollision. Verletzt wurde niemand. Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 8. Juni 2025, kurz nach 18.30 Uhr auf der Aarauerstrasse in Brugg.

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Lenzerheide GR: Verkehrseinschränkungen wegen Motor Classics vom 13. bis 16. Juni

Im Raum Lenzerheide-Valbella findet vom Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Juni 2025 die Motor Classics Lenzerheide statt. Vor, während und nach der Veranstaltung ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Hauptstrasse wird vom Freitag 13. Juni 2025 ab 06.00 Uhr bis Montag, 16. Juni 2025 ca. 18.00 Uhr zwischen Valbella und Lenzerheide gesperrt.

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St.Gallen SG: Verstärkung gesucht – Sachbearbeiter/in für Drogenfahndung 100 %

Verantwortung, Abwechslung und ein sinnstiftender Job im Kampf gegen die Kriminalität? Genau das erwartet dich bei der Kantonspolizei St.Gallen. Für unsere Abteilung Betäubungsmitteldelikte am Standort St.Gallen suchen wir eine/n Sachbearbeiter/in (w/m/d).

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Basel BS: Leiche in Wohnung gefunden – Polizei geht von Tötungsdelikt aus

Am Donnerstag, 5. Juni 2025, kurz vor 17.30 Uhr, hat die Kantonspolizei während eines Einsatzes am Riehenring in einer Erdgeschosswohnung eine leblose Person entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt geht aufgrund der rechtsmedizinischen Untersuchung von einem Tötungsdelikt aus. Beim Opfer handelt es sich um einen 49-jährigen Mann.

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Oensingen SO: SBB-Brücke über A1-Zubringer wird ab 10. Juni 2025 saniert

Die SBB-Brücke in Oensingen, die über den A1-Zubringer und die Staadackerstrasse führt, wird ab dem 10. Juni 2025 saniert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte November 2025. Während der Bauzeit bleibt der Verkehr auf dem A1-Zubringer zweispurig. Auf der Staadackerstrasse gilt ein Einbahnregime in Richtung VEBO-Knoten.

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Schweiz: Nach drei Wochen Regen folgt nun eine trockene und heisse Sommerwoche

Auf die vielen Niederschläge folgt nun eine trockene und zunehmend warme, gegen Ende Woche auch heisse Periode. Der letzte Tag, an dem es in der ganzen Schweiz niederschlagsfrei blieb, war am 30. Mai. Um einen weiteren solchen Tag zu finden, muss man zurück gehen bis zum 17. Mai. Also etwa 3 Wochen lang hat es nun fast täglich in der Schweiz geregnet (natürlich nicht immer in allen Regionen und nicht immer grosse Mengen). Dem wird nun ein Ende gesetzt.

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Zürich ZH: Feuerwehr rettet zehn Küken von Turm – Tierrettung im Wind (Video)

Eine Entenmama hatte sich ihr Nest hoch oben auf einem Turm gebaut. Nach dem Sprung nach unten wartete sie – aber die Küken steckten fest: zu wohlgenährt, um durch den Maschendrahtzaun zu passen. Ein Fall für die Feuerwehr.

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Solothurn SO: Schüler zählen Verkehr an 270 Stellen – Zählung für Verkehrsplanung

An 270 Zählstellen wird nächste Woche der motorisierte und der Veloverkehr erfasst – ein Mix aus Handzählung durch 960 Schülerinnen und Schüler sowie automatischer Datenerhebung. Die Resultate der kantonalen Strassenverkehrszählung liefern Grundlagen für die künftige Verkehrsplanung.

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Zürich ZH: Wasserrohrbruch flutet Häuser und stoppt Zugverkehr beim Weinbergtunnel

Am Sonntag kam es an der Wehntalerstrasse zu einem Wasserrohrbruch grossen Ausmasses. Das Wasser und der weggespülte Schutt verteilten sich über die tieferliegenden Strassen und fluteten mehrere Wohnhäuser. Das sich rasch ausbreitende Wasser unterspülte weiter das Gleistrassee beim Eingang des Weinbergtunnels, bildete einen Schuttkegel, woraufhin der Zugverkehr teilweise unterbrochen werden musste.

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St.Gallen SG: 31-Jähriger fahrunfähig – Selbstunfall mit hohem Schaden verursacht

In der Nacht von Freitag (06.06.2025) auf Samstag (07.06.2025) ist ein Autofahrer auf der Lindenstrasse gegen ein parkiertes Auto gefahren. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, entfernte er sich von der Örtlichkeit. Die Stadtpolizei St.Gallen konnte den 31-jährigen Lenker ermitteln. Er wurde als fahrunfähig eingestuft. Verletzt wurde niemand, es entstand erheblicher Sachschaden.

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Piotta TI: Lastwagen überschlägt sich – Lenker (44) lebensgefährlich verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute gegen 18:45 Uhr bei der Gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) ein Verkehrsunfall im Gebiet von Piotta gemeldet wurde. Gemäss einer ersten Rekonstruktion fuhr ein 44-jähriger Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Leventina auf der Via Giof in Richtung Piotta mit einem Lastwagen.

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Castel San Pietro TI: Chemieunfall in Edelmetallfirma – Mitarbeiter evakuiert

Am Mittwochabend, 4. Juni 2025, gegen 17:45 Uhr, kam es in Castel San Pietro an der Via alle Zocche zu einem Chemieunfall. In einem auf Edelmetallverarbeitung spezialisierten Betrieb trat während eines Produktionsprozesses eine geringe Menge verdünnte Wasserstoffperoxid- und Salzsäurelösung aus.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.