Nein zu Zwangsheirat / Zwangsehe: Um auf das wichtige Thema aufmerksam zu machen, hat die Koordinationsstelle Gewaltprävention zwei Kurzvideos zu „NEIN zu Zwangsheirat“ und „NEIN zu Zwangsehe“ lanciert.
Die je zehnsekündigen Videos werden den gesamten Monat auf diversen Social-Media-Plattformen gestreut. Gleichzeitig werden sie zwei Wochen lang in allen Bussen und Postautos des Kantons zu sehen sein. Wie bereits in den letzten Jahren werden wiederum alle Bildungsinstitutionen gezielt zu diesem Thema kontaktiert. Ziel ist es, potenziell Betroffene, Lehrpersonen und Lehrbetriebe zu sensibilisieren sowie die Bevölkerung auf das Phänomen aufmerksam gemacht werden.
Immer wieder nutzen Betrüger bezahlte Suchanzeigen, um gefälschte Angebote zu verbreiten – darunter auch Eintrittstickets für beliebte Ausflugsziele.
Wer online nach Tickets sucht, kann über eine Google-Anzeige auf eine gefälschte Verkaufsseite weitergeleitet werden.
Die Luzerner Bike Police feiert ihr 10-jähriges Bestehen – ein Jahrzehnt Einsatz mit Tempo, Nähe und Herz.
Seit 2015 sind die speziell ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten auf zwei Rädern im urbanen Raum unterwegs – schnell, wendig und mitten im Geschehen.
Bei einer Fusspatrouille in Arbon entdeckte die Kantonspolizei Thurgau mehrere unverschlossene Autos.
Die Polizei nutzte die Gelegenheit, um auf die Diebstahlsgefahr aufmerksam zu machen und Präventionsflyer in den Fahrzeugen zu hinterlassen.
Vor genau 50 Jahren landete die Swissair-Coronado im Verkehrshaus Luzern – eine Ikone der Luftfahrtgeschichte.
Die Swissair stellte das Passagierflugzeug Convair CV-990A "Coronado" Ende 1974 ausser Dienst und schenkte es dem Verkehrshaus.
Am 2. Juni 2025 haben im Kanton Schaffhausen die kantonalen Veloprüfungen begonnen.
Bis Freitag sind Polizistinnen und Polizisten im ganzen Kanton unterwegs und begleiten Kinder der 5. Primarschulklasse bei ihren Fahrprüfungen.
Am 2. Juni 2025, kurz nach 3 Uhr morgens, wurde ein Einbruchdiebstahl in ein Juweliergeschäft im Ferienort Crans-Montana verübt.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Walliser Kantonspolizei bittet um Zeugenhinweise.
Am Montagnachmittag (02.06.2025) ist in Stein am Rhein ein Reisebus auf einem Parkplatz mit einem Baum kollidiert.
Der Vorfall ereignete sich um 16.15 Uhr, als ein 73-jähriger Chauffeur das Fahrzeug manövrierte. Dabei schlug ein Ast durch die linke Seitenscheibe des Busses.
Bei einem Selbstunfall auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden ist heute Morgen in Beckenried ein Motorradfahrer tödlich verletzt worden.
Aufgrund des Unfalls musste die Autobahn zwischen den Ausfahrten Buochs und Beckenried für rund fünf Stunden gesperrt werden.
Ein Mann flüchtete am Montag während einer Polizeikontrolle in Frauenfeld und wurde kurze Zeit später festgenommen und inhaftiert.
Es konnte Deliktsgut sichergestellt werden.
In der Nacht auf Montag hat eine unbekannte Täterschaft in Hasle bei Burgdorf einen Geldautomaten aus der Verankerung gerissen.
Umgehend wurden Fahndungsmassnahmen ergriffen. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen.
In Chur, im Kreisel Ring-/Scalettastrasse ist es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem E-Bike gekommen. Der E-Biker verletzte sich dabei.
Am Montagnachmittag (02.06.2025), um 13.45 Uhr fuhr ein Personenwagenlenker über die Ringstrasse zum Kreisel Ring-/Scalettastrasse.
Am Flüelapass ist am Sonntag ein Personenwagen nach einem Überholmanöver von der Fahrbahn abgekommen. Er überrollte sich in einer abfallenden Böschung.
Ein 63-Jähriger fuhr am Sonntag kurz vor 20 Uhr auf der Flüelastrasse H28 von der Passhöhe kommend talwärts in Richtung Davos.
Am Montagmorgen, 2. Juni 2025, ging bei den Behörden eine Meldung über einen Steinschlag auf der Julierpassstrasse bei Surses ein.
Gegen 6.30 Uhr hatten sich rund 600 Kubikmeter Felsmaterial gelöst und die Strasse verschüttet.
Beim Bahnhof Zug ist ein Mann von zwei Männern tätlich angegriffen und verletzt worden. Dank intensiven Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige ermittelt werden. Der Zeugenaufruf wird revoziert.
In der Nacht auf Samstag, den 17. Mai 2025, ist es bei der Alpenstrasse in der Stadt Zug zu einer Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde ein 36-Jähriger von zwei Männern mit Fusstritten und Faustschlägen traktiert und verletzt (>>Polizei.news berichtete<<).
Beim Brand in einem Industriegebäude in Weinfelden wurden zwei Personen leicht verletzt. Die Brandursache ist noch unklar.
Kurz nach 9 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass es an der Fichtenstrasse in einem Industriegebäude brenne.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen hat am 23. September 2024 mehrere Verfahren wegen Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord (Art. 115 StGB) eröffnet.
In diesem Zusammenhang wurde vom Zwangsmassnahmengericht des Kantons Schaffhausen gegen eine tatverdächtige Person Untersuchungshaft angeordnet (>>Polizei.news berichtete<<). Die Staatsanwaltschaft hat diese beschuldigte Person am 2. Dezember 2024 aus der Untersuchungshaft entlassen. (>>Polizei.news berichtete<<)
Am Montagnachmittag (02. Juni 2025, ca. 13:00 Uhr) brannte auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden vor dem Rastplatz Knutwil ein Sattelmotorfahrzeug.
Verletzt wurde niemand. Im Einsatz steht die Feuerwehr Region-Sursee.
Ein junger Mann, der an einem Fussballspiel in La Chaux-de-Fonds teilnahm, erlitt einen medizinischen Notfall. Trotz der Bemühungen der Rettungskräfte verstarb er leider.
Am Sonntag, 1. Juni 2025, gegen 16:00 Uhr, wurde die Notrufzentrale 144 wegen eines Spielers alarmiert, der am Rande des Fussballplatzes Les Forges in La Chaux-de-Fonds kollabiert war.
Schädliche E-Mails sind eine Gefahr für die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) der Armee und können den Auftakt für weitreichende Cyberangriffe sein.
Das Erkennen solcher E-Mails und der sichere Umgang mit ihnen trägt wesentlich zum Schutz bei und muss regelmässig trainiert werden. Denn fingierte Mails sind immer besser getarnt und daher teilweise sehr schwierig zu erkennen. Um das Bewusstsein für diese Gefahr zu schärfen, werden Angehörige der Armee mit dienstlichen @mil.admin.ch-E-Mail-Adressen ab dem 01. Juni 2025 im Rahmen der Sensibilisierungskampagne "attenziun" mit simulierten Phishing-E-Mails konfrontiert.
Ein Motorradfahrer wurde am Sonntagabend in Müllheim als fahrunfähig beurteilt und war trotz Führerausweisentzug unterwegs.
Er wird bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Am Montag, den 2. Juni 2025 und nach dem grünen Licht des kantonalen Führungsorgans wurde die Suche nach dem vermissten Mann auf dem Schuttkegel in Blatten wieder aufgenommen.
Nachdem das kantonale Führungsorgan grünes Licht gegeben hatte, wurde die Suche in einem abgegrenzten Gebiet am 2. Juni 2025 ab 12:30 Uhr unter der Leitung der Kantonspolizei Wallis wieder aufgenommen.
Am Sonntag, 1. Juni 2025, wurde der Kantonspolizei Schwyz kurz nach 07:30 Uhr gemeldet, dass ein Gefängnisinsasse in einer Zelle im Sicherheitsstützpunkt in Biberbrugg reglos aufgefunden wurde.
Der Mann ist trotz sofort eingeleiteter Erstversorgung und Reanimation verstorben.
Am Sonntag (01.06.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen in Mühlrüti sowie in Gams mehrere Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.
25 Fahrzeuge wurden angehalten und 12 Personen verzeigt.
In der Nacht auf Montag ist eine Meldung eingegangen, wonach in Hundwil drei Sprayer unterwegs sind.
Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmassnahmen konnte die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden in derselben Nacht drei Jugendliche anhalten und kontrollieren.
Ein E-Bike-Fahrer wurde am Sonntagnachmittag bei einem Zusammenstoss mit einem Auto in Amriswil mittelschwer verletzt.
Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Sonntagnachmittag ist es in Thun zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Motorradlenker wurde schwer verletzt mit einer Ambulanz ins Spital gefahren.
Am Sonntag, 1. Juni 2025, kurz vor 16.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung über einen Verkehrsunfall bei der Guntelsey in Thun ein.
Am Sonntag ist kurz nach Mitternacht in Alvaneu Dorf ein schwer verletzter Fahrradfahrer aufgefunden worden.
Umgehend wurde eine Reanimation eingeleitet, der Mann verstarb noch vor Ort.
Am Freitag wurde ein Fussgänger von einem Unbekannten mehrfach ins Gesicht geschlagen. Dabei wurde er verletzt und musste ins Spital.
Am Freitag, 30. Mai 2025, kurz vor 23.00 Uhr, ging bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei Aargau die Meldung über einen verletzten Fussgänger in Aarau ein.
Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit Freitag über die gesamte Länge des Kegels ab.
Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden.
Während des Auffahrtswochenendes führte die Kantonspolizei Aargau an mehreren Orten Geschwindigkeitskontrollen durch.
Mit dem Lasermessgerät nahm die Kantonspolizei Aargau am Donnerstag, 29. Mai 2025, Schnellfahrer im Ausserortsbereich ins Visier.
Am Montag (02.06.2025), um ca. 02:45 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Geschäft an der Bionstrasse eingebrochen.
Die Täterschaft verschaffte sich durch eine Schaufensterscheibe gewaltsam Zutritt und stahl mehrere elektronische Geräte von noch unbekanntem Wert.
Am Samstag (31.05.2025), in der Zeit zwischen 22:30 Uhr und 22:50 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus am Gatterrain eingebrochen.
Sie öffnete gewaltsam eine Terassentür und verschaffte sich so Zutritt ins Haus.
Am Montag (02.06.2025), in der Zeit vor 05:20 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Sonnenbühlstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch eine Terassentür gewaltsam Zutritt ins Haus und von dort in die Garage.
Am Sonntag, 1. Juni 2025, um 20.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri die Mitteilung ein, dass im Gebiet Derelen in der Gemeinde Spiringen Wasser über die Klausenstrasse läuft.
Kurz darauf trafen weitere Meldungen über ähnliche Vorkommnisse ein. Hauptbetroffen ist die Kantonsstrasse zwischen Spiringen und Unterschächen.
Am Samstagabend ist auf der A13 in Mesocco ein Zugfahrzeug in Brand geraten.
Der San Bernardinotunnel war während des Feuerwehreinsatzes für eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
Leadership ist Teil der DNA der Schweizer Armee - die Möglichkeit in jungen Jahren Führungserfahrung zu sammeln, bietet wohl keine andere Institution in dieser Form.
Laura Müller, Expertin für Leadership, hat darum die Armee zu ihrem nächsten Event eingeladen.
Am Samstag, 21. Juni 2025, lädt das Bau- und Raumentwicklungsdepartement Obwalden von 10 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Baustelle zum Hochwasserstollen in Alpnach ein.
Beim Auslaufbauwerk Etschi erhalten Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in das grösste Bauprojekt der Kantonsgeschichte. Der Rundgang mit Infoposten, Virtual-Reality-Erlebnis und Festwirtschaft ist frei zugänglich.
Auf der Hauptstrasse in Oberhofen wird der Belag erneuert. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 2. Juni 2025, und dauern voraussichtlich bis Ende Herbst 2025.
Der Belag auf der Kantonsstrasse (K287) in Oberhofen hat seine Gebrauchsdauer erreicht und weist Schäden wie Ausmagerungen und Risse auf.
Ab Dienstag, 10. Juni 2025, bis Ende November 2025 wird in Kreuzlingen der Knoten Berg- / Brunnenstrasse saniert.
Das Projekt umfasst eine Belagssanierung, bei der die Bushaltestellen mit einer hohen Buskante barrierefrei gestaltet werden.
Departement Sicherheit und Justiz • Die Koordinationsstelle Bevölkerungsschutz hat im Rahmen der jährlichen Kontrollen die drei Betreiberinnen von Stauanlagen im Kanton überprüft.
Alle Tests verliefen erfolgreich.
Anlässlich der Frauen-EM 2025, die vom 2. bis 27. Juli in der Schweiz stattfindet, hat der Staatsrat eine Verordnung über die für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit rund um die Spiele notwendigen Verkehrsbeschränkungen verabschiedet.
Die Einschränkungen gelten an Spieltagen im Stade de Genève in Lancy zu folgenden Zeiten:
Was verbindet eine Spitzensportlerin mit einem hohen Offizier der Schweizer Armee?
In dieser Podcastfolge treffen sich zwei Welten – und zeigen, wie nah sie sich eigentlich sind.
Am Sonntagabend ist ein Mann nach dem Cupfinal beim Bahnhof Wankdorf in Bern von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt worden.
Der Unfall wird untersucht.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.