Am Gotthard-Nordportal staut sich aktuell der Ferienverkehr auf 11 Kilometern Länge.
Autofahrer müssen mit einem Zeitverlust von bis zu 1 Stunde und 50 Minuten rechnen.
Das mehrheitlich schöne Wetter lockte am verlängerten Auffahrtswochenende die Menschen nach draussen.
Entsprechend oft standen die Crews der Rega im Einsatz: Sie wurden zu rund 180 Einsätzen aufgeboten – rund 25 Prozent mehr als im Vorjahr.
Gestern Abend rückten Krankenwagen, Notarzt, Feuerwehr und Polizei zu einem Verkehrsunfall in Neirivue aus.
Sechs Personen wurden verletzt. Der Bahnverkehr wurde unterbrochen. Die Ermittlungen dauern an.
Die Kantonspolizei Zürich führte am verlängerten Wochenende am Fusse des Irchels Geschwindigkeitskontrollen durch.
Drei Temposündern wurden die Führerausweise auf der Stelle abgenommen.
Am Samstagabend ist es in Gwatt bei einem Grillplatz zu einem Unfall gekommen.
Eine Frau und ein Mann wurden dabei schwer verletzt. Ermittlungen zur Ursache des Grillunfalles sind im Gang.
In der Nacht auf Sonntag, 1. Juni 2025, kam es um 00:45 Uhr an der Kollegiumstrasse in Schwyz zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Eine Person wurde durch den Rettungsdienst mit erheblichen Verletzungen in ein kantonales Spital gebracht und wenig später mit der Rega in ein ausserkantonales Spital überführt.
Gestern Abend kam es auf der Umfahrungsstrasse H189 in Bulle zu einem Frontalzusammenstoss, bei dem zwei Personen verletzt wurden.
Sie wurden mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht. Die Ermittlungen laufen. Der Verkehr wurde behindert.
An der Maienstrasse in Grenchen hat am Samstagabend, 31. Mai 2025, eine eritreische Veranstaltung stattgefunden.
Aufgrund möglicher Ausschreitungen stand ein grösseres Polizeiaufgebot im Einsatz. Die Veranstaltung verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.
Die Kantonspolizei Thurgau hat in der Nacht auf Sonntag in Amlikon-Bissegg und Roggwil zwei Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die alkoholisiert unterwegs waren.
Die beiden Männer werden bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit Freitag über die gesamte Länge des Kegels ab.
Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden.
Ein Rollerfahrer musste am Samstagabend auf der Bruggerstrasse einem Auto ausweichen, das auf die Gegenfahrbahn geraten war.
Der Mann stürzte und verletzte sich.
Der Kanton Obwalden ruft dazu auf, das Campierverbot in Schutzgebieten einzuhalten, insbesondere in Moorlandschaften, Jagdbanngebieten sowie in geschützten Auen und Naturschutzzonen.
Das Campierverbot dient dem Schutz der Natur. Wildtiere sollen in ihrem Lebensraum möglichst wenig gestört werden.
Zwei Tatverdächtige wurde bei einem Diebstahl aus einem Auto in Kreuzlingen am Samstag von der Besitzerin des Autos überrascht.
Die Männer wurden festgenommen.
Mit dem nahenden Sommer werden Zentralschweizer Gewässer wieder vermehrt genutzt.
Damit steigt das Risiko, dass invasive Arten wie die Quaggamuschel von See zu See verschleppt werden.
Am Samstag (31.05.2025), kurz vor 15 Uhr, ist es auf der Haagerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Eine 45-jährige Frau war fahrunfähig unterwegs.
Am Samstag (31.05.2025), kurz vor 17:30 Uhr, ist es auf der Staatsstrasse im Bereich Schäferweid zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Am Sonntag (01.06.2025), kurz vor 2 Uhr, ist es auf der Grabserbergstrasse, im Bereich Amasis, zu einem Selbstunfall mit einem Traktor gekommen.
Ein 17-jähriger Mann wurde unbestimmt verletzt.
Am Samstagnachmittag kam es in Döttingen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos.
Zwei Personen wurden dabei schwer verletzt. Die Strasse blieb für mehrere Stunden gesperrt.
Ein E-Roller-Fahrer wurde am Samstagabend bei einem Selbstunfall in Frauenfeld mittelschwer verletzt.
Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Am Samstagabend, 31. Mai 2025, brach um 21.25 Uhr in der Asylunterkunft Kaltbach in Schwyz ein Brand aus.
Die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz konnte das ausgebrochene Feuer rasch löschen.
Der Kanton Luzern und die Gemeinde Rothenburg setzen sich für eine verträgliche Abwicklung des Verkehrs im Gebiet des Entwicklungsschwerpunkts Rothenburg (ESP Rothenburg) ein.
Nach sorgfältiger Prüfung verzichten Kanton und Gemeinde auf eine Mitnutzung des Schwerverkehrskontrollzentrums (SVKZ), da der Nutzen zu gering und die technischen Anforderungen für Zufahrtskontrollen zu hoch wären. Stattdessen konzentrieren sich Kanton und Gemeinde auf vielfältige und nachhaltige Lösungen.
Wir wurden am Sonntag, 25. Mai 2025 um 00:13 zu einem Brand auf einem Parkplatz alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein ToiToi-WC bereits in Vollbrand und war komplett zusammengeschmolzen.
Am Samstagnachmittag haben sich in Bern zahlreiche Personen zu einer unbewilligten Kundgebung versammelt.
Anlässlich des Umzuges durch die Innenstadt wurden die Einsatzkräfte mehrfach mit gefährlichen Gegenständen, wie Steinen, Holzlatten, Flaschen und Feuerwerkskörpern, beworfen. Es mussten mehrmals Mittel eingesetzt werden. Fünf Polizisten und eine Polizistin wurden beim Einsatz verletzt. Es werden Zeugen gesucht.
Bei der Spurensicherung erhielt eine Mitarbeiterin des Kriminaltechnischen Dienstes unerwarteten Besuch: Ein neugieriger Vierbeiner beobachtete aufmerksam ihre Arbeit und wich ihr nicht von der Seite.
Auch Samtpfoten scheinen sich für kriminaltechnische Präzision zu interessieren.
Am Samstagnachmittag geriet in Orpund das Dach eines Einfamilienhauses in Brand.
Die ausgerückten Feuerwehren konnten das Feuer rasch löschen. Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens sind im Gang.
Phishing? Nicht mit LINDA! So schützt du dich vor Kreditkartenbetrug im Internet.
Debit- und Kreditkartenbetrug findet heute meist online statt – deshalb heisst es: #ufpasse!
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Sprinkleralarm löst Feuerwehreinsatz in Ostermundigen aus – Rauch und Wasserschaden nach Feuer.
Keine Verletzten bei Brand in einem Elektronikgeschäft – Feuerwehr verhindert grösseren Schaden.
Am Freitag, 30.05.2025, wurde ein Mann bei einem Quad-Unfall in Moudon tödlich verletzt.
Ein Mann verliert am Freitagabend auf einer Privatstrasse die Kontrolle über sein Fahrzeug und stirbt noch am Unfallort.
Die Kantone Nidwalden und Uri kennen Notorganisationen, die bei einem Ereignis mit vielen Verletzten zum Einsatz gelangen. Die Sanitätshilfsstellen werden dabei mit Milizpersonen alimentiert. Diese hatten im Rahmen einer gemeinsamen Übung in Buochs Gelegenheit, ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis zu stellen. Ein Busunfall mit 25 Verletzten bildete das realistische Szenario.
Am Samstagmorgen ist ein Auto in Deisswil bei Münchenbuchsee mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden.
Der Lenker konnte angehalten werden. Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.
Am Sonntag wird im Stadion Wankdorf der Schweizer Cupfinal zwischen dem FC Biel-Bienne und dem FC Basel stattfinden.
Aufgrund des voraussichtlich grossen Besucheraufkommens, sowie zwei Fanmärschen kommt es in Bern zu Strassensperrungen und Verkehrseinschränkungen. Es wird empfohlen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Am Samstag, 31. Mai 2025, ca. 15.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens auf der Spielhofstrasse zur Kreuzung mit der Hauptstrasse.
Dabei übersah er den vor ihm an der Kreuzung vor dem Fussgängerstreifen anhaltenden Motorradlenker, worauf es zur Kollision kam und der Motorradlenker zu Boden stürzte.
Am Samstag, 31. Mai 2025, ca. 09.45 Uhr, überholte ein auf der Klausenpassstrasse oberhalb Linthal talwärts fahrender Motorradlenker einen Viehtransporter und touchierte dabei einen entgegenkommenden Motorradlenker derart, dass beide stürzten.
Der unfallverursachende Motorradlenker zog sich eine Handverletzung zu, der andere Motorradlenker verletzte sich am linken Bein und Fuss.
Am Samstag, 31. Mai 2025, ca. 09.20 Uhr, fuhr ein 81-jähriger Autolenker nach der Kreuzung beim Gemeindehaus Glarus in die Burgstrasse und dort ungebremst in zwei erwachsene Fussgänger und ein Kleinkind, die zum Zeitpunkt der Kollision auf dem Fussgängerstreifen unterwegs waren.
Das Kind musste zur näheren Abklärung der unbestimmten Verletzungen ins Kinderspital Chur überführt werden, die beiden erwachsenen Personen wurden zur Behandlung ins Kantonsspital Glarus überführt.
Susch GR: Motorradfahrer stürzt bei Überholversuch auf Flüelapass – Rega im Einsatz
Ein 61-jähriger Töfffahrer verlor auf dem Flüelapass die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Die Rega flog ihn ins Spital.
An der Aarestrasse in Luterbach hat am Samstagmorgen, 31. Mai 2025, eine Lagerhalle gebrannt.
Durch den Brand ist das Gebäude stark beschädigt worden. Verletzt wurde niemand.
Am Samstagvormittag kam es auf der Bellikerstrasse in Berikon zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos.
Eine 77-jährige Lenkerin wurde verletzt und musste aus ihrem Fahrzeug befreit werden.
In der Nacht auf Samstag brach in einem Gebäude eines Gartenbauunternehmens in Bad Zurzach ein Brand aus. Verletzt wurde niemand. Das Gebäude wurde stark beschädigt.
Am Samstag (31.05.2025), kurz vor 03:30 Uhr, hat eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen einen 24-jährigen Mann angehalten.
Er war fahrunfähig mit seinem Auto unterwegs und versuchte, sich zu Fuss der Kontrolle zu entziehen.
Am Samstagmittag ist im San Bernardino Tunnel ein Raser mit seinem Personenwagen vom Radargerät erfasst worden.
Eine Patrouille der Kantonspolizei Graubünden stoppte das Fahrzeug in Chur.
Die Lonza, die sich oberhalb des Schuttkegels angestaut hat, fliesst seit gestern über die gesamte Länge des Kegels ab.
Da die Sedimentbelastung des ablaufenden Wassers sehr hoch ist, kann dieses von den Turbinen des Stausees Ferden nicht mehr turbiniert werden. Der Grundablass des Stausees wurde am Freitagabend teilweise geöffnet, damit das Wasser vom See weiterhin in den darunter liegenden Fluss abfliessen kann.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.