Schweiz

Bennau SZ: Töfffahrer (72) bei Crash mit Auto schwer verletzt – Rega-Einsatz

Schwerer Unfall in Bennau: Ein 72-jähriger Töfffahrer wurde am Samstagmorgen bei einer Kollision mit einem Auto erheblich verletzt. Der Mann musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit der Rega in ein ausserkantonales Spital geflogen werden.

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Herisau AR: Einschleich- und Einbruchserie – E-Bike, Bargeld und Roller gestohlen

In den Nächten von Montag, 26.05.25 auf Dienstag, 27.05.25 und Donnerstag, 29.05.25 auf Freitag, 30.05.25, sind Unbekannte in ein Einfamilienhaus eingebrochen und in verschiedene Einfamilienhäuser eingeschlichen. Die Täterschaft entwendete diverse Wertgegenstände und verursachte Sachschaden.

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St. Ursen FR: 87-jähriger Radfahrer schwer verletzt – Zeugen dringend gesucht

Gestern Nachmittag wurde ein älterer Radfahrer schwer verletzt und bewusstlos am Rand der Kantonsstrasse St-Ursen – Tafers, auf der Höhe des Grundstücks Engertswil 36, aufgefunden. Der Verunglückte wurde mit der Rega in ein Spital geflogen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise!

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Liedertswil BL: Scheune in Vollbrand – Bevölkerung musste Fenster schliessen

Scheune in Vollbrand – Bevölkerung musste Fenster schliessen Am Freitagnachmittag, 31. Mai 2025, kurz nach 17.00 Uhr, kam es an der Hinterhofstrasse in Liedertswil BL zu einem Brandausbruch. Dabei wurde eine Scheune komplett zerstört. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr stand mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

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Schweiz: Wann Sie den Polizeinotruf wählen sollten – klare Antworten

117 - Wann darf ich anrufen? Viele sind unsicher, ob sie die Nummer 117 anrufen sollen. Wir klären auf!

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Neuhausen SH: Motorradfahrer überfährt Chihuahua – Hündin stirbt, Fahrer flüchtet

Motorrad überfährt Chihuahua – Fahrer flüchtet von Unfallstelle Am frühen Donnerstagnachmittag (29.05.2025) kam es auf der Schaffhauserstrasse in Neuhausen am Rheinfall zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und Hund. Der Motorradfahrer hielt nicht an und setzte die Fahrt fort, während der Hund unmittelbar nach dem Unfall verstarb.

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Blatten/Ferden VS: Lonza fliesst über ganzen Schuttkegel – Grundablass zur Entlastung offen

Die Lonza fliesst mittlerweile über die gesamte Länge des Schuttkegels. Der Stausee Ferden, der vorsorglich entleert worden ist, füllt sich erneut. Aufgrund der hohen Sedimentbelastung im Wasser ist ein Turbinieren derzeit nicht mehr möglich. Damit der Stausee seine Rückhaltefunktion im Falle eines Murgangs weiterhin erfüllen kann, hat der Staatsrat den Betreiber des Kraftwerks in Ferden angewiesen, das Grundablasssystem bedarfsgemäss zu öffnen.

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Winterthur ZH: Pfefferspray-Attacke nach Dorffest – 18-Jähriger verletzt (Zeugenaufruf)

Am Sonntag, 25.05.2025, kurz vor 00.30 Uhr, kam es nach dem Veltheimer Dorffest an der Wülflingerstrasse zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern und mehreren Jugendlichen. Dabei wurde Pfefferspray eingesetzt und ein junger Mann verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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St. Margrethen SG: Bub (4) unter Auto eingeklemmt – Passanten reagieren blitzschnell

St. Margrethen: Verkehrsunfall zwischen Auto und Kind Am Freitag (30.05.2025), kurz vor 11:30 Uhr, ist es auf dem Parkplatz der Landi an der Industriestrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Kind gekommen. Ein 4-jähriger Junge wurde unbestimmt verletzt.

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Gebenstorf AG: Elektrogerät fängt Feuer – Zimmer zerstört, Rauchvergiftung vermutet

Am Freitagmorgen geriet ein Elektrogerät in einem Zimmer an der Landstrasse in Gebenstorf in Brand. Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Eine Person wurde vor Ort, aufgrund des Verdachts einer Rauchgasvergiftung, durch die Sanität betreut. Im betroffenen Zimmer entstand erheblicher Sachschaden.

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Gisikon LU: Töfffahrer prallt in Leitplanke – schwer verletzt ins Spital gebracht

Am Mittwochabend (28. Mai 2025, kurz nach 20:15 Uhr) fuhr ein Motorradfahrer auf der Kantonsstrasse von Rotkreuz in Richtung Root. In einer Linkskurve in Gisikon verlor er aus noch ungeklärten Gründen die Herrschaft über sein Motorrad, kam zu Fall und prallte gegen die rechtsseitige Leitplanke.

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Sattel SZ: Auto kippt nach Kollision mit Unterführung – 19-Jährige leicht verletzt

Am Freitag, 30. Mai 2025, kurz vor 12:30 Uhr, fuhr eine 19-jährige Autofahrerin in Sattel auf der Schlagstrasse in Richtung Schwyz. Dabei kollidierte sie rechtsseitig mit dem Dach einer Bahn- und Strassenunterführung, welches die Form einer Rampe hat.

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Reutigen/Därstetten BE: Hanfplantagen entdeckt – 27 Kilo Marihuana und Waffen

Die Kantonspolizei Bern hat Ende Mai in Reutigen und Därstetten insgesamt drei Hanf-Indooranlagen mit rund 3’000 Hanfpflanzen ausgehoben. Im Zuge der Ermittlungen konnten zusätzlich rund 27.5 Kilogramm konsumfertiges Marihuana und 21 Gramm Haschisch sichergestellt werden.

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Blatten VS: Überlauf steht bevor – Bergsturzsee zwingt Behörden zur Massen-Evakuierung

Der See, der sich durch das Abbruchmaterial des Birchgletschers und die Geröllmassen vom Kleinen Nesthorn gebildet hat, ist nahezu bis zum oberen Rand des Schuttkegels angestiegen und wird wahrscheinlich im Laufe des Tages überlaufen. Die betroffene Zone sowie das Verhalten des Sees, des Flusses und des Stausees Ferden werden laufend überwacht und Messgeräte wurden im betroffenen Gebiet installiert. Insgesamt wurden 365 Personen evakuiert.

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Kanton St.Gallen: 17-jähriger Algerier nach Autoeinbrüchen in vier Gemeinden gefasst

Zwischen Mittwochabend und Donnerstagvormittag (29.05.2025) ist es in den Gemeinden Thal/Rheineck/Balgach und Rebstein zu insgesamt 14 vollendeten oder versuchten Diebstählen aus Fahrzeugen gekommen. In einem Fall wurde versucht, ein Auto zu entwenden. Im Zuge der Ermittlungen konnte ein 17-jähriger Algerier festgenommen werden. Er dürfte für mindestens sechs Diebstähle verantwortlich sein.

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Rapperswil SG: Illegale Autotuning-Funde bei Kontrolle – ein Wagen wird sichergestellt

Am Donnerstag (29.05.2025), zwischen 10 und 17 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen zusammen mit dem Strassenverkehrsamt St.Gallen in Rapperswil eine technische Verkehrskontrolle durchgeführt. Dabei wurden rund 22 Fahrzeuge auf ihren technischen Zustand überprüft.

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Wil SG: Abfalleimer brennt – starker Rauch in Wohnung, fünf Personen evakuiert

Am Freitag (30.05.2025), kurz nach 2 Uhr, meldete der Bewohner einer Wohnung an der Fröbelstrasse der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen, dass seine Wohnung voller Rauch sei. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte einen Abfalleimer fest, welcher zuvor in Brand geraten war und eine starke Rauchentwicklung zur Folge hatte.

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Rapperswil SG: Nächtlicher Wohnungsbrand – Feuerwehr löscht Glutnester

Am Freitag (30.05.2025), kurz nach 3 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass es in einer Wohnung an der Zürcherstrasse brenne. Die ausgerückte Feuerwehr stellte in der betroffenen Wohnung diverse Glutnester fest, die starken Rauch verursachten.

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Neuhaus SG: Unbekannte brechen in Geschäft ein – Bargeld in Tausenderhöhe erbeutet

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (30.05.2025), zwischen 21:30 Uhr und 6 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Geschäft an der Hinterwis eingebrochen. Sie verschaffte sich über ein Fenster gewaltsam Zugang zum Innern der Liegenschaft.

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Gais AR: Polizei stoppt über 200 Motorräder – zahlreiche Bussen an Auffahrt

Am Auffahrtsdonnerstag, 29. Mai 2025, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden zusammen mit dem Strassenverkehrsamt schwerpunktmässig Zweiradfahrzeuge kontrolliert. Am Auffahrtstag führte die Kantonspolizei zusammen mit Experten des Strassenverkehrsamtes Appenzell Ausserrhoden Verkehrskontrollen in Gais und Urnäsch durch. Nebst dem Zustand der Fahrzeuglenker stand insbesondere auch der technische Zustand der Fahrzeuge im Fokus der Kontrollen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.