Schweiz

Rothenburg LU: Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt – Lenkerin alkoholisiert

Eine Autofahrerin fuhr am Samstag (28. Juni 2025, ca. 10:20 Uhr) auf der Hellbühlstrasse in Richtung Lorenkreuzung und beabsichtigte anschliessend geradeaus weiter in Richtung Rothenburg zu fahren. Dabei prallte sie gegen einen Motorradfahrer, welcher aus Richtung Neuenkirch kam.

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Sursee LU: Velofahrer (78) stirbt nach Sturz auf Trottoir an schweren Verletzungen

Ein Fahrradfahrer fuhr am Samstag (28. Juni 2025, ca. 16:40 Uhr) auf der Münsterstrasse in Richtung Sursee. Auf der Höhe Kreuzung Münsterstrasse / Sonnhaldenstrasse fuhr er aus ungeklärten Gründen von der Fahrbahn aufs Trottoir und stürzte.

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Menzberg LU: Auto kippt nach Selbstunfall – Fahrer (53) verletzt und alkoholisiert

Am Sonntag (29. Juni 2025, ca. 06:50 Uhr) ging die Meldung ein, dass im Bereich Neumatt in Menzberg ein Auto neben der Strasse liege. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass das Fahrzeug zuvor in einer Rechtskurve linksseitig von der Strasse abgekommen war und in der Folge kippte.

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Schweiz: Lebensgefahr für Tiere im heissen Auto – Polizei warnt eindringlich

Todesfalle Auto – Lebensgefahr für Tiere! Lassen Sie bei Wärme niemals Tiere im Auto zurück – auch nicht kurz! Bereits ab 20 °C Aussentemperatur kann sich der Fahrzeuginnenraum rasch auf gefährliche Werte aufheizen. Leicht geöffnete Fenster reichen nicht aus, und Schatten wandert mit der Sonne.

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Bilten GL: Motorradfahrer (18) bei Kollision mit Auto an Schulter und Beinen verletzt

Am Montag, 30.06.2025, ca. 07:15 Uhr, ereignete sich auf der Schäniserstrasse in Bilten ein Verkehrsunfall mit Verletzungsfolge. Ein 35-jähriger Lenker war mit seinem Personenwagen auf der Schäniserstrasse in Fahrtrichtung Bilten unterwegs.

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Zunzgen BL: Drei Algerier nach Autoeinbruch in Itingen festgenommen

Am Samstagmorgen, 28. Juni 2025, kurz vor 05.30 Uhr, konnte die Polizei Basel-Landschaft in Zunzgen BL drei mutmassliche Diebe anhalten und festnehmen. Sie werden verdächtigt, in Itingen BL an der Lindenstrasse in einen unverschlossenen Personenwagen eingestiegen und daraus Deliktsgut gestohlen zu haben.

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Oberurnen GL: Töfffahrer (71) stirbt bei Kollision mit Auto auf der Flechsenstrasse

Am Sonntag, 29.06.2025, kurz vor 15 Uhr, ereignete sich auf der Flechsenstrasse in Oberurnen ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad, wobei der Motorradlenker tödlich verletzt wurde. Ein 34-jähriger Personenwagenlenker fuhr auf der Ausfahrt Oberurnen ab dem Autobahnzubringer und beabsichtigte, in Richtung Weesen abzubiegen.

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Chur GR: Spitaltest zeigt – Notstromversorgung beim KSGR funktioniert einwandfrei

Ein kompletter Stromausfall – oder Blackout – hat relativ grossen Einfluss auf unser Leben. Sei dies Zuhause, im öffentlichen Verkehr oder im Berufsleben. Was aber passiert, wenn in einem Spital der Strom ausfällt? Wichtige Einrichtungen wie Spitäler haben ausgeklügelte Systeme, die im Falle eines Blackouts zum Zuge kommen. Das System des Kantonsspitals Graubünden wurde Anfang Juni einem Test unterzogen – erfolgreich.

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Luzern LU: Polizei zieht positive Bilanz zum Stadtfest – friedliche Stimmung, viel Publikum

Zwei Festtage, rund 65'000 Besucher und eine friedliche Stimmung – das war das Stadtfest Luzern 2025. Die Luzerner Polizei war mit Patrouillen und Dialogteams präsent und sorgte für Sicherheit und Ordnung. Dabei kam es nur zu vereinzelten kleineren Zwischenfällen.

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Güttingen TG: Feuerwehr Kreuzlingen unterstützt Ölwehr-Grossübung am Bodensee

Am Samstag, 28. Juni 2025, beteiligte sich die Feuerwehr Kreuzlingen an der kantonalen Ölwehrübung in Güttingen. Das Szenario: Nach einem simulierten Unfall drohten hunderte Liter Diesel über einen Schacht in den Bodensee zu gelangen. Die Feuerwehr Kreuzlingen rückte mit Boot und Einsatzkräften an, um gemeinsam mit weiteren Feuerwehren das Ausbreiten des Treibstoffs auf dem See zu verhindern.

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Güttingen TG: Ölwehrübung verhindert fiktive Dieselkatastrophe im Bodensee

Am Samstagmorgen, 28. Juni 2025, fand in Güttingen TG eine kantonale Ölwehrübung mit über 100 Feuerwehrleuten statt. Übungsszenario: Nach einem Verkehrsunfall läuft aus einem beschädigten Tankanhänger Diesel aus. Der Treibstoff droht über eine Wiese und einen Schacht in den Güttingerbach und damit in den Bodensee zu gelangen.

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Zürich ZH: 1464 Notrufe an einem Tag – Einsatzleitzentrale hält Spitzenbelastung stand

Am 27. Juni 2025 hat die Einsatzleitzentrale (ELZ) von Schutz & Rettung Zürich innerhalb von 24 Stunden 1464 Anrufe entgegengenommen. Daraus resultierten 520 Einsätze für Feuerwehren und Rettungsdienste in den angeschlossenen Kantonen.

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Pfäffikon SZ: 50-Jähriger verliert Kontrolle über Töff und stirbt in Bachbett

Am Samstag, 28. Juni 2025, verunfallte ein Motorradlenker auf der Ruostelstrasse in Pfäffikon bei einer Selbstkollision. Der 50-Jährige war kurz nach 21 Uhr von Pfäffikon in Richtung Feusisberg unterwegs. In einer Linkskurve kam er von der Strasse ab und stürzte in das darunterliegende Bachbett.

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Wetterbericht zum 30. Juni: Schwülwarmer Sommertag, nachmittags mit lokalen Gewittern

Der Sommer zeigt sich von seiner schwülwarmen Seite – mit Temperaturen bis 34 Grad und viel Sonne am Vormittag. Doch am Himmel braut sich etwas zusammen: Im Laufe des Tages entstehen über den Bergen zunehmend Quellwolken, und ab dem Nachmittag ist in weiten Teilen der Schweiz mit teils kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Besonders in Gewitternähe drohen starke Böen und intensive Niederschläge. Wer den Tag draussen plant, sollte die Entwicklung gut im Blick behalten.

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Zürich ZH: Neue Website mit Daten zu häuslicher Gewalt – bis zu 21 Einsätze pro Tag

Eine Voraussetzung für den wirksamen Kampf gegen häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen ist eine solide Datengrundlage. Wie häufig kommt es zu Gewalttaten? Wer sind die Tatpersonen, wer sind die Opfer? Je besser der Kenntnisstand, umso gezielter lässt sich die Gewalt bekämpfen. Der Kanton Zürich hat deshalb verschiedene Kennzahlen zusammengeführt. Über eine neue Webseite sind diese für alle zugänglich.

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Oensingen SO: Frau (26) fliegt über Verkehrsinsel – Auto kracht auf grossen Stein

Im Bereich der Kreuzung Jurastrasse/Kestenholzstrasse in Oensingen hat sich am Sonntagmorgen, 29. Juni 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Die Fahrzeuglenkerin, welche das Auto in einem nicht fahrfähigen Zustand gelenkt haben dürfte, blieb unverletzt.

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Winterthur ZH: Albanifest mit 100'000 Gästen – viele Einsätze, aber friedlicher Verlauf

Die Winterthurer Blaulichtorganisationen ziehen nach dem 52. Albanifest vom 27. bis 29. Juni 2025 eine positive Bilanz. Bei über 100'000 Besuchern kann von einem mehrheitlich friedlichen Fest gesprochen werden. Die Einsatzkräfte hatten aber während den drei Tagen viele Einsätze wegen zu viel Alkohol und Auseinandersetzungen.

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Zürich ZH: Neue Leiterin (43) des Gefängnisses Zürich West zieht erste Bilanz

Am 1. März 2025 hat Barbara Gisler die Leitung des Gefängnisses Zürich West (GZW) übernommen. An einer Medienkonferenz zog Gisler eine erste Bilanz – und erklärte, wie sie den komplexen Betrieb im grössten Gefängnis für Vorläufige Festnahme und Untersuchungshaft im Kanton Zürich weiterentwickeln will.

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Wilderswil BE: Heftiger Frontalcrash mit zwei Autos – neun Verletzte, zwei schwer

Am Sonntagmorgen ist es in Wilderswil zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos gekommen. Neun Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

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Azmoos SG: Hühnerstall steht in Flammen – Tiere gerettet, hoher Sachschaden

Am Samstag (28.06.2025), kurz vor 12:15 Uhr, hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand in einem Hühnerstall im Bugg erhalten, der aus bislang unbekannten Gründen ausgebrochen war. Die örtliche Feuerwehr traf den Stall in Vollbrand an, brachte das Feuer aber schnell unter Kontrolle.

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Buchs SG: Fahrunfähig über A13 gerast – Totalschaden und Flucht zu Fuss

Am Samstag (28.06.2025), kurz vor 9:30 Uhr, ist ein 29-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Autobahn A13 zwischen Buchs und Sevelen gegen einen Anpralldämpfer einer Mittelbaustelle geprallt. Zuvor hatte der Mann mehrere Fahrzeuge rechts überholt und mehrere Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmenden und Leitplanken verursacht. Nach dem Unfall flüchtete der Mann zu Fuss, konnte jedoch angehalten werden. Er wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Brunnen SZ: Berggänger (74) stürzt 50 Meter ab – schwer verletzt von Rega gerettet

Am Samstag, 28. Juni 2025, kurz nach 13 Uhr, war ein 74-jähriger Mann zusammen mit seiner Frau im Gebiet Hochflue oberhalb von Brunnen unterwegs. Beim Abstieg von der Rigi Hochflue stürzte der erfahrene Berggänger im Gebiet Spitz zirka 50 Meter in die Tiefe.

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Bassecourt JU: Kollision auf Autobahnbrücke – Strasse drei Stunden gesperrt

Am 27. Juni 2025, gegen 23:00 Uhr, ereignete sich in Bassecourt auf der Brücke der Autobahn A16 ein Verkehrsunfall zwischen zwei Fahrzeugen. Ein Automobilist, der von der Autobahnausfahrt kam, prallte mit der linken Frontseite seines Autos gegen die linke Frontseite eines korrekt fahrenden Fahrzeugs, das von Bassecourt her unterwegs war.

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Gerlafingen SO: Auto überschlägt sich – Lenker (20) alkoholisiert und unter Drogen

Auf der Hauptstrasse in Gerlafingen kam es in der Nacht auf Sonntag, 29. Juni 2025, zu einem Selbstunfall mit einem Auto. Der Fahrzeuglenker blieb unverletzt. Gemäss ersten Erkenntnissen dürfte er in einem nicht fahrfähigen Zustand unterwegs gewesen sein.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.