Schweiz

Aesch b. Neftenbach ZH: Lenker (19) bei Crash mit Postauto eingeklemmt und schwer verletzt

Bei einer Kollision mit einem Postauto hat sich am frühen Dienstagmorgen (20.5.2025) in Aesch (Gemeindegebiet Neftenbach) ein Autofahrer schwer verletzt. Er musste durch die Feuerwehr aus dem Auto befreit werden. Gegen 0.30 Uhr fuhr ein Postauto auf der Schaffhausenstrasse Richtung Henggart.

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Schweizer Armee: Grenadierbataillon 30 erhält neue MBAS-Ausrüstung für Einsätze

Am 1. April 2025 haben die Angehörigen des Grenadierbataillons 30 das modulare Bekleidungs- und Ausrüstungssystem für militärische Einsätze (MBAS) erhalten. Nun sind alle Angehörigen des Kommandos Spezialkräfte ausgerüstet. Dank der neuen Ausrüstung können die Angehörigen der Armee ihre Aufgaben in Zukunft unter besten Bedingungen erfüllen.

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Wolfertswil SG: Akku einer Photovoltaikanlage fängt Feuer – Sachschaden im Technikraum

Am Montag (19.05.2025), kurz vor 15 Uhr, ist der Akku einer Photovoltaikanlage in einem Mehrfamilienhaus ist an der Steigstrasse in Brand geraten. Die Feuerwehr war rasch vor Ort und konnte den brennenden Akku, der sich im Technikraum des Hauses befand, löschen sowie ins Freie bringen.

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Rapperswil-Jona SG: Auto erfasst Velo – Senior (77) über Motorhaube geschleudert

Am Montag (19.05.2025), kurz nach 11:45 Uhr, ist es auf der Bubikerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen. Der 77-jährige Velofahrer wurde dabei unbestimmt verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Schmerikon SG: Nach Selbstunfall spuckt Lenker (37) Polizisten ins Gesicht

Am Dienstag (20.05.2025), kurz vor 2 Uhr, ist es auf der Autobahn A15 auf Höhe der Ausfahrt Schmerikon zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Der 37-jährige Fahrer wurde als fahrunfähig eingestuft. Bei den Amtshandlungen zeigte sich der Mann äusserst unkooperativ und bedrohte und bespuckte die Polizisten.

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Polizeikorps Basel: ESC 2025 verlief friedlich – Cyberattacken und Demos ohne Folgen

Der erstmals gemeinsam von den Polizeikorps Basel-Stadt und Basel-Landschaft durchgeführte Einsatz am Eurovision Song Contest 2025 ist beendet. Die Gesamteinsatzleitung der bikantonalen Einsatzorganisation zieht eine insgesamt positive Bilanz: Bis auf einzelne Störaktionen durch Demonstranten verlief die Grossveranstaltung ohne gewalttätige Zwischenfälle.

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Füllinsdorf BL: Algerier (30) nach Auto-Aufbrüchen gefasst – Anwohnerin schlug Alarm

Am Dienstag, 20. Mai 2025, kurz nach 05.30 Uhr, konnte die Polizei Basel-Landschaft an der Ergolzstrasse in Füllinsdorf BL einen mutmasslichen Dieb anhalten und festnehmen. Er wird verdächtigt, mindestens zwei Fahrzeuge aufgebrochen und daraus Deliktsgut entwendet zu haben.

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Hundwil AR: 4-Jähriger von Traktor erfasst – lebensbedrohlich verletzt ins Spital geflogen

Am frühen Montagabend, 19. Mai 2025, ist es in Hundwil zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Kind wurde auf der Strasse von einem Traktor erfasst. Der Bub wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen mit der Rettungsflugwacht ins Spital geflogen.

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Schweiz: Grillieren, geniessen – aber nicht fahren! BFU warnt vor Unfallrisiken

Stichflammen, heisse Oberflächen und unsachgemässer Umgang mit Glut oder Gas: Beim Grillieren lauern Gefahren. Die BFU empfiehlt deshalb, immer Grillhandschuhe zu tragen, das Feuer vorsichtig zu entfachen – und zu beachten, dass Glut und Asche noch stundenlang Brände verursachen können.

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Niederwangen BE: Neues Polizeizentrum Bern mit seltenen Hochdruck-Dükern

Das neue Polizeizentrum in Niederwangen BE wird künftig die gesamte kantonale Führungsinfrastruktur der Polizei beherbergen. Im Boden unter dem Neubau wurden vier wasserführende Druckleitungen - sogenannte Düker - verlegt. Für sie lieferte die Debrunner Acifer AG robuste, hochdruckfähige PE-Rohre.

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Sarnen OW: Marokkanischer Jugendlicher nach Pizzeria-Einbruch festgenommen

Am Samstag, 17.05.2025, kurz vor 04:30 Uhr, kam es zu einem Einbruchdiebstahl in eine Pizzeria in Sarnen am Bahnhofplatz. Die alarmierte Polizei rückte mit mehreren Patrouillen sowie mit Unterstützung des Diensthundes "Quandos" aus.

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Fischbach-Göslikon AG: Chauffeur eingeschlafen – Sattelschlepper kracht in Haus

Ein Chauffeur verlor in Fischbach-Göslikon die Kontrolle über seinen Anhängerzug. Dieser streifte ein Haus und kam auf dem Trottoir zum Stillstand. Verletzt wurde niemand. Beim Lenker besteht der Verdacht auf Drogeneinfluss.

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Winterthur ZH: Tag der Sicherheit 2025 begeistert über 5000 Besucher

Tag der Sicherheit 2025 – Wir sagen DANKE! Wow – was für ein Tag! Am vergangenen Samstag (17.05.2025) verwandelte sich der Teuchelweiherplatz in Winterthur in ein Zentrum des Bevölkerungsschutzes.

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Gais/Urnäsch AR: Schwerpunktkontrolle bei Motorradfahrern – zahlreiche Anzeigen

Am Sonntag, 18. Mai 2025, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden zusammen mit dem Strassenverkehrsamt schwerpunktmässig Zweiradfahrzeuge kontrolliert. In Zusammenarbeit mit Experten des Strassenverkehrsamtes Appenzell Ausserrhoden führte die Kantonspolizei am Sonntag in Gais und Urnäsch Verkehrskontrollen durch. Dabei galt das Hauptaugenmerk neben dem Zustand des Lenkers und dessen Fahrberechtigung insbesondere der Zulassung und dem technischen Zustand des Motorrades.

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Pratteln BL: Motorradfahrer rast mit 124 km/h durch 50er-Zone – Führerausweis weg

Am Sonntag, 18. Mai 2025, kurz vor 15.00 Uhr, registrierte die Polizei Basel-Landschaft auf der Rheinstrasse in Pratteln BL, Fahrtrichtung Augst, einen Motorradlenker, welcher mit massiv übersetzter Geschwindigkeit unterwegs war. Der Motorradlenker, ein 31-jähriger Pole, wurde im Rahmen einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h gemessen.

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Küssnacht SZ: Einbruch in zwei Betriebe – Täter kappen Strom und stehlen Elektronik

Im Zeitraum von Samstagabend, 18. Mai 2025 bis Montagmorgen, 19. Mai 2025, verschaffte sich eine unbekannte Täterschaft in Küssnacht gewaltsam Zutritt zu zwei Geschäftsbetrieben im Industriequartier Fänn. Mutmasslich unterbrachen die Täter im Vorfeld bei einer Trafostation die Stromzufuhr zu einem Geschäftsbetrieb.

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Montmollin NE: Drei junge Männer retten Gleitschirmflieger aus Baum

Ein Gleitschirmflieger ist in einem Baum über der Kantonsstrasse zwischen Corcelles und Montmollin (NE) hängen geblieben. Dank des schnellen und umsichtigen Eingreifens dreier junger Männer vor Ort konnte der Verunfallte noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte gesichert werden. Verletzt wurde niemand.

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Zug ZG: 21-Jähriger verliert bei Beschleunigung Kontrolle über Auto – Anzeige folgt

Am Sonntagabend (18. Mai 2025) konnte eine Polizeipatrouille beobachten, wie ein Fahrzeuglenker von einem Vorplatz auf die Baarerstrasse in der Stadt Zug fuhr. Dabei beschleunigte er so stark, dass er die Kontrolle über das Auto verlor und das Fahrzeugheck ausbrach.

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Unterägeri ZG: 18-Jähriger rast mit lautem Sportwagen durch Quartier – PW sichergestellt

Am Samstagabend (17. Mai 2025) wurde der Zuger Polizei gemeldet, dass im Bereich der Ahornstrasse in der Gemeinde Unterägeri ein Sportwagen mit überhöhter Geschwindigkeit sowie lauten Knallgeräuschen unterwegs sei. Wenig später konnte eine Patrouille der Verkehrspolizei selbst feststellen, wie der signalisierte Fahrzeuglenker von der Zuger- in die Zugerbergstrasse einbog, dabei unnötig stark beschleunigte und dadurch vermeidbaren Lärm verursachte.

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Schweizer Armee: Training mit Cougar-Helis bei Übung "FIREBLADE 2025" in Ungarn

Vom 19. bis 30. Mai 2025 trainieren Angehörige der Schweizer Armee mit Helikoptern des Typs Cougar in Pàpa (Ungarn). Die multinationale und interdisziplinäre Übung "FIREBLADE 2025" ermöglicht der Schweizer Luftwaffe das Training und die Weiterentwicklung der taktischen Flugverfahren und der multinationalen Zusammenarbeit.

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Baar ZG: 19-Jähriger fährt ohne Ausweis über die Autobahn und wechselt wild die Spuren

Am Freitagabend (16. Mai 2025) ist einer Patrouille der Verkehrspolizei auf der Autobahn A4 ein Fahrzeuglenker aufgefallen, der mehrmals ohne Richtungsanzeige die Fahrstreifen gewechselt hat. In der Folge wurde das Auto in Baar ab der Autobahn geleitet und der Lenker kontrolliert.

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Schaffhausen SH: Katze versteckt sich im Lager der Polizei – Schildkröte geht auf Wanderschaft

Eine Katze im Lagerraum, eine Schildkröte auf Abwegen: Die Schaffhauser Polizei kümmert sich aktuell gleich um zwei tierische Fundfälle. Eine junge, rote Katze versteckte sich tagelang in einem Lagerraum der Zentralen Polizeistation in der Stadt Schaffhausen – und heute Morgen wurde zudem eine Schildkröte beim Windeggstieg in Schaffhausen aufgegriffen. Nun werden ihre Besitzerinnen oder Besitzer gesucht.

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Wunderklingen SH: Einbruch in Baucontainer – Unbekannte zapfen Diesel und stehlen Material

Unbekannte Täter sind zwischen Sonntag- und Montagmorgen in zwei Baucontainer in Wunderklingen (Gemeinde Hallau) eingebrochen und haben Baumaterial sowie Diesel gestohlen. Die Polizei bittet Personen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, um Hinweise.

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Täsch VS: Drama am Alphubel – Lawine reisst zwei Alpinisten in den Tod

Am Samstag, 17. Mai 2025, wurden zwei Skitourengänger am Alphubel bei Täsch von einer Lawine erfasst und tödlich verletzt. Am frühen Morgen verliessen zwei Alpinisten die Täschhütte mit dem Ziel, den Alphubel zu besteigen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.