Schweiz

Hulftegg SG/ZH: Polizei stoppt Biker und Autofahrer wegen Tempo und Umbauten

Am Sonntagnachmittag (27.04.2025) hat die Kantonspolizei St.Gallen sowie die Kantonspolizei Zürich an der Hulftegg eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Es wurden rund 110 Motorräder kontrolliert. Die Polizistinnen und Polizisten stellten Geschwindigkeitsverstösse, unerlaubte technische Änderungen an Fahrzeugen sowie diverse weitere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz fest. Acht Verkehrsteilnehmende mussten zur Anzeige gebracht werden.

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Grabs SG: Brand in Einfamilienhaus – Mann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung im Spital

Am Montag (28.04.2025), kurz nach 9:45 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand in einem Einfamilienhaus an der Bürgerheimstrasse erhalten. Die ausgerückte Feuerwehr traf eine starke Rauchentwicklung im Gebäude an und konnte den Brandherd rasch löschen.

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Oberriet SG: 13-jährige Velofahrerin von Auto erfasst und auf Gehweg geschleudert

Am Montag (28.04.2025), kurz vor 7 Uhr, ist es auf der Montlingerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen. Dabei wurde die 13-jährige Velofahrerin unbestimmt verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Murg SG: Rotes Auto erfasst Fussgänger – Fahrer flüchtet, Polizei bittet um Hinweise

Am Sonntag (27.04.2025), zwischen 6:50 Uhr und 6:55 Uhr, ist es auf der Alten Staatsstrasse zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Mann gekommen. Der 24-jährige Mann wurde durch den Unfall leicht verletzt. Der Autofahrer hat sich nach dem Unfall vom Unfallort entfernt. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Kaiserstuhl OW: 74-Jähriger verursacht heftige Frontalkollision – sechs Verletzte

Am Sonntagnachmittag, 27.04.2025 kam es auf der Brünigstrasse zwischen Kaiserstuhl und Lungern zu einem Verkehrsunfall zwischen drei Fahrzeugen. Alle sechs beteiligten Personen wurden leicht verletzt.

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Hägendorf SO: Unbekannte legen Betondeckel und Holzlatten auf SBB-Gleise (Zeugenaufruf)

Am Samstagabend, 26. April 2025 und am Sonntagnachmittag, 27. April 2025, haben Unbekannte in Hägendorf mehrere Gegenstände auf ein Bahngleis der SBB gelegt. Die Gegenstände wurden mindestens von zwei Zügen überfahren. Dabei kam es zu geringem Sachschaden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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St.Gallen SG: Fahrgast mit halluzinogenen Pilzen am Bahnhof festgenommen

Am Sonntag (27.04.2025) ist die Stadtpolizei St.Gallen wegen eines renitenten Zugpassagiers zum Hauptbahnhof gerufen worden. Der 35-Jährige verhielt sich aggressiv und sprach Drohungen aus, nachdem er ohne gültiges Billett unterwegs gewesen war. Er wurde von den Einsatzkräften in Gewahrsam genommen. Bei der anschliessenden Kontrolle wurden halluzinogene Pilze gefunden. Der Schweizer wird zur Anzeige gebracht.

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Schöntal SG: 67-Jährige prallt bei Selbstunfall gegen Baum – ins Spital gebracht

Am Sonntagmorgen (27.04.2025), kurz nach 8 Uhr, ist es auf der Schöntalstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Die 67-jährige Autofahrerin wurde dabei unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 8'000 Franken.

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Zug ZG: Drei alkoholisierte Autofahrer bei nächtlichen Verkehrskontrollen gestoppt

In der Nacht auf Montag (28. April 2025), zwischen 01:18 und 01:59 Uhr, sind bei Verkehrskontrollen in der Gemeinde Baar sowie der Stadt Zug gesamthaft drei alkoholisierte Autofahrer gestoppt worden. Die bei den Männern im Alter von 25, 28 und 52 Jahren durchgeführten Atemalkoholmessungen ergaben Werte von 0.43, 0.75 und 0.89 mg/l.

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Zug ZG: 19-Jähriger bei Auffahrunfall auf Chamerstrasse leicht verletzt

Am Samstagnachmittag (26. April 2025) ist es auf der Chamerstrasse in der Stadt Zug zu einem Auffahrunfall zwischen zwei beteiligten Autos gekommen. Ein 52-jähriger Fahrzeuglenker realisierte zu spät, dass das vor ihm fahrende Auto stoppte und prallte in dessen Fahrzeugheck.

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Oberägeri ZG: Lernfahrer (20) verursacht Frontalcrash – vier Personen verletzt

Alkoholisiert und ohne Begleitperson setzte sich am Samstagabend (26. April 2025), kurz vor Mitternacht, ein 20-jähriger Lernfahrer ans Steuer eines Autos und fuhr von Oberägeri kommend auf der Alosenstrasse Richtung Alosen. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal in ein entgegenkommendes Auto.

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Cham ZG: Auto rollt ungesichert 150 Meter rückwärts – Garten beschädigt

Am Samstagabend (26. April 2025), um 19:30 Uhr, hat eine 46-jährige Lenkerin ihr Fahrzeug auf einem Aussenparkplatz an der Untermühlestrasse in der Gemeinde Cham abgestellt. Da das Fahrzeug nicht korrekt gesichert war, rollte dieses rückwärts über 150 Meter eine Wiese hinunter, durchbrach einen Zaun, beschädigte einen Garten und kam an der dortigen Böschung zum Stillstand.

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Schweiz: Mähsaison wird zur tödlichen Gefahr für Wildtiere und Katzen

Die Mähsaison verursacht jährlich unzählige Todesfälle in der Tierwelt. Nicht nur Rehkitze sind häufige Opfer der Mähmaschinen, auch Hauskatzen finden immer wieder den Tod auf den Wiesen und Feldern.

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Bülach ZH: Motorradunfall bei Bülach Nord – 46-Jähriger schwer verletzt ins Spital geflogen

Am Sonntagabend (27.04.2025) hat sich ein Motorradfahrer bei einem Sturz in Bülach schwere Verletzungen zugezogen. Kurz vor 19:30 Uhr fuhr ein 46-jähriger Motorradfahrer auf der Einfahrt Bülach Nord in Richtung Eglisau.

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Basel BS: Rehbock läuft durch Stadtverkehr – Polizei und Feuerwehr retten verängstigtes Tier

Am Freitagmorgen sorgte ein junger Rehbock mitten in Basel für Aufregung: Mehrfach rannte das verängstigte Tier beim Spalentor über die Strassen – bei dichtem Verkehr und strömendem Regen. Unsere Patrouillen rückten gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt und einem Wildhüter aus.

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Trogen AR: Lenker verlässt Unfallstelle nach Selbstunfall – Verdacht auf Fahrunfähigkeit

In der Nacht auf Sonntag, 27. April 2025, hat sich in Trogen ein Selbstunfall ereignet. Der Lenker entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern oder die Polizei zu verständigen.

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Erstfeld UR: Motorradfahrer bei Kollision mit Wohnmobil und Lastwagen leicht verletzt

Am Samstag, 26. April 2025, gegen 13:30 Uhr, fuhren der Lenker eines Wohnmobils und eines Sattelmotorfahrzeugs, beide mit Niederländischen Kontrollschildern sowie ihnen nachfolgend ein Motorrad mit Schwyzer Kontrollschild auf der Autobahn in Erstfeld Richtung Süden. Aufgrund eines Rückstaus mussten die Fahrzeuge abbremsen und eine Rettungsgasse bilden.

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Hägendorf SO: Auto prallt gegen Rolltor, durchbricht Zaun und landet in Böschung

Auf der Industriestrasse West in Hägendorf hat sich in der Nacht auf Sonntag, 27. April 2025, ein Selbstunfall mit einem Auto ereignet. Dabei blieben der Fahrzeuglenker, welcher das Auto in alkoholisiertem Zustand gelenkt haben dürfte, und seine beiden Mitfahrer unverletzt.

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Wildhaus SG: 17-Jähriger flüchtet vor Polizei und verunfallt mit Motorrad

Am Samstag (26.04.2025), vor 18:20 Uhr, hat eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen in Wildhaus eine Verkehrskontrolle durchgeführt. Dabei missachtete ein vorerst unbekannter Mann auf seinem Motorrad das Haltezeichen und flüchtete in Richtung Wildhaus. Dort verunfallte der Motorradfahrer, ein 17-jähriger Jugendlicher, ohne dabei verletzt zu werden.

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St. Gallenkappel SG: Fahrunfähiger Mann (29) ohne Führerausweis verunfallt mit Motorrad

Am Samstag (26.04.2025), kurz vor 13:40 Uhr, ist ein 29-jähriger Mann mit einem Motorrad auf der Gerendingerstrasse verunfallt und wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Mann verfügt über keinen Führerausweis und wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.