Schweiz

St.Gallen SG: Öl läuft nach Zugunfall in Steinach – Sperren verhindern Schlimmeres

In der Nacht von Sonntag auf Montag (19.05.2025) ist es kurz nach 2 Uhr am Bahnhof St. Fiden zu einem Unfall zwischen einer Streckenlokomotive und einem Schienenbagger gekommen. >>Polizei.news<< informierte. Dabei ist aus dem Bagger sowie aus der Lokomotive eine unbekannte Menge Öl ausgelaufen und teilweise in die Steinach gelangt.

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Flums SG: Angetrunken gegen Mauer und Schild geprallt – Fahrverbot für Lenkerin (33)

Am Montag (19.05.2025), kurz vor 1 Uhr, ist es an der Flumserbergstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Eine 33-jährige Frau war in angetrunkenem Zustand unterwegs. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken.

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Steinach SG: Fahrunfähiger Automobilist (82) prallt mit platten Reifen in parkiertes Auto

Am Sonntag (18.05.2025), kurz vor 13:45 Uhr, ist es an der Bleichestrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Ein 82-jähriger Mann war in fahrunfähigem Zustand unterwegs. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 16'000 Franken.

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Jonschwil SG: Töfffahrer (18) kollidiert frontal mit Auto eines 82-Jährigen

Am Sonntag (18.05.2025), kurz nach 17:45 Uhr, ist es an der Unterdorfstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Dabei wurden der 18-jährige Motorradfahrer schwer und der 82-jährige Autofahrer leicht verletzt. Beide Personen wurden hospitalisiert.

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Luzern LU: Motorradfahrer bei Auffahrunfall auf A2 leicht verletzt

Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Zug ereignete sich am Freitagabend (16. Mai 2025, kurz vor 16:30 Uhr) ein Auffahrunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto. Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst 144 ins Spital gebracht.

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Seedorf UR: 205 Kinder absolvieren Veloprüfung – viele fehlerfrei unterwegs

Am Samstagmorgen, 17. Mai 2025, fanden sich ca. 205 Schülerinnen und Schüler aus den Schulen Altdorf, Attinghausen, Flüelen, Isenthal, Seedorf, Sisikon und Seelisberg sowie der Stiftung Papilio, in Seedorf ein, um den praktischen Teil der Veloprüfung zu absolvieren. Die Polizei hatte zuvor in den Schulklassen Verkehrsunterricht erteilt und in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft die theoretische Prüfung durchgeführt.

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Nebikon LU: Grillglut als Brandursache festgestellt – Polizei schliesst Ermittlungen ab

Am Samstag (10. Mai 2025, ca. 19:30 Uhr) geriet ein Einfamilienhaus am Rüsselweg in Nebikon in Brand. Eine Person, die versuchte, das Feuer zu bekämpfen, wurde verletzt und durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren (>>Polizei.news berichtete<<).

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Oftringen AG: Autodiebe (16–18) aus Frankreich und Algerien nach Flucht gefasst

Mit drei entwendeten Autos flüchteten Unbekannte in der Nacht auf der A1 vor der Polizei. In Oftringen liessen sie die Autos zurück und setzten die Flucht zu Fuss fort. Die eingeleitete Grossfahndung endete mit der Festnahme dreier Verdächtiger.

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Bern BE: 11 Anzeigen bei nächtlicher Verkehrskontrolle – Alkohol im Fokus

Die Kantonspolizei Bern hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Stadt Bern gezielte Fahrfähigkeitskontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden 11 Fahrzeuglenkende angezeigt, insbesondere wegen Fahren in alkoholisiertem Zustand und aufgrund Geschwindigkeitswiderhandlungen.

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Hospental UR: Deutscher Autofahrer mit 137 km/h geblitzt – Fahrverbot in CH

Gestern Sonntag, 18. Mai 2025, führte die Kantonspolizei Uri an der Gotthardstrasse in Hospental sowie an der Oberalpstrasse in Andermatt Geschwindigkeitskontrollen durch. Während der rund zwei Stunden dauernden Kontrolle wurden insgesamt sieben Anzeigen sowie sechs Ordnungsbussen erlassen.

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Spiertunnel LU: Auffahrunfall auf A2 – zwei Personen im Spital, CHF 13’000 Schaden

Am Sonntagabend (18. Mai 2025, ca. 17:45 Uhr) kam es auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden im Spiertunnel zu einem Auffahrunfall. Aufgrund stockenden Verkehrs bremste ein Autofahrer ab, worauf es zur Kollision mit einem nachfolgenden Fahrzeug kam.

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St. Gallen SG: Zug prallt in Baufahrzeug – Bahnstrecke bis abends unterbrochen

Der Bahnbetrieb zwischen St. Gallen und Rorschach ist derzeit unterbrochen. Es verkehren Ersatzbusse. Grund dafür ist eine Kollision zwischen einem Zug und einem Baufahrzeug. Gemäss Angaben der Stadtpolizei St. Gallen wurden dabei zwei Personen schwer verletzt.

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Zürich ZH: Verkehrseinschränkungen rund um Cycle Week und Stadttunnel-Eröffnung

Im Zusammenhang mit der Cycle Week 2025 sowie der Eröffnung des Stadttunnels kommt es im Bereich Europaallee zu temporären Verkehrseinschränkungen. Die Stadtpolizei Zürich hat entsprechende Verkehrsvorschriften erlassen, um einen sicheren und reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten.

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Genf GE: Rue du Vidollet ab 19. Mai wegen Bauarbeiten als Einbahnstrasse

Ab dem 19. Mai 2025 wird der Abschnitt der Rue du Vidollet zwischen der Rue de Montbrillant und der Rue de Vermont für etwa drei Wochen zur Einbahnstraße in Richtung Rue de Vermont erklärt. Sowohl für den Individualverkehr als auch für die Buslinie 5 werden Umleitungen eingerichtet und einige Haltestellen vorübergehend verlegt oder entfernt.

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St.Gallen SG: Lok kracht in Schienenbagger – zwei Arbeiter schwer verletzt

Am frühen Montagmorgen (19.05.2025) ist es im Osten der Stadt St.Gallen zu einer Kollision zwischen einer Streckenlokomotive und einem Schienenbagger gekommen. Zwei Männer wurden dabei schwer verletzt. Es kommt zu Zugausfällen.

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Uster ZH: Motorradfahrer bei Ausweichmanöver nach Traktor schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall, bei dem ein Traktor und ein Motorrad beteiligt waren, ist am Sonntagabend (18.5.2025) in Riedikon (Stadt Uster) der Motorradlenker schwer verletzt worden. Kurz vor 18 Uhr fuhr ein 23-jähriger Motorradfahrer auf der Blindenholzstrasse von Nossikon in Richtung Riedikon.

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Winterthur ZH: "Tag der Sicherheit" begeistert mit Vorführungen und Blaulicht-Einblicken

Am vergangenen Samstag, 17. Mai 2025, hat auf dem Teuchelweiherplatz in Winterthur der Tag der Sicherheit stattgefunden. Drei Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes – die Stadtpolizei Winterthur, Schutz & Intervention Winterthur (Feuerwehr und Zivilschutz) sowie der Rettungsdienst Winterthur – boten der Bevölkerung spannende und praxisnahe Einblicke in ihre vielfältigen Aufgabenbereiche.

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Ramsen SH: 23-jähriger Automobilist fährt auf Radweg gegen Grenzstein und flüchtet

Am Samstagnachmittag (17.05.2025) kam es in Ramsen auf dem Radfahrerweg Wiesholz beim Grenzübergang zu einem Alleinunfall mit einem Grenzstein und Stahlrohr einer Signalisationstafel. Der Unfallverursacher entfernte sich pflichtwidrig von der Unfallstelle. Es wurde niemand verletzt, jedoch entstand Sachschaden.

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Schaffhausen SH: Neun Raser bei Polizeikontrollen in Herblingen erwischt

Am Samstag (17.05.2025) führte die Schaffhauser Polizei zwei Geschwindigkeitskontrollen in der Stadt Schaffhausen im Raum Herblingen durch. Dabei wurden acht Autofahrer sowie ein Motorradfahrer erwischt, die zu schnell unterwegs waren.

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Mollis GL: Auto an der Erschliessungsstrasse "Unter Flechsen" aufgebrochen

In der Zeit von Sonntag, 18.05.2025, 04.00 Uhr bis 10.50 Uhr wurde in Mollis an der Erschliessungsstrasse "Unter Flechsen" ein parkiertes Fahrzeug aufgebrochen. Die unbekannte Täterschaft schlug die hintere Seitenscheibe des Personenwagens ein und öffnete eingreifend die Schiebetüre.

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Basel BS: Polizei stoppt unbewilligte Demo am ESC – drei Polizisten verletzt

Einsatzkräfte der bikantonalen Einsatzorganisation haben am Samstagabend eine unbewilligte Demonstration daran gehindert, in den Festperimeter des Eurovision Song Contest (ESC) im Kleinbasel zu gelangen. Trotz wiederholter Abmahnungen und dem Einsatz der polizeilichen Dialogteams mussten die Polizistinnen und Polizisten dazu Kollektivmittel einsetzen. Die Polizei kontrollierte rund 400 Personen, drei Polizisten wurden verletzt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.