Schweiz

Bassecourt JU: Autofahrer prallt auf A16 gegen Leitplanke – eine Person verletzt

Heute fuhr ein Autofahrer auf der Autobahn A16 von Glovelier in Richtung Bassecourt. An der Ausfahrt Bassecourt geriet er aus noch zu klärenden Gründen auf den Grünstreifen, überquerte beide Fahrspuren und prallte mit der Front des Fahrzeugs gegen die Mittelleitplanke.

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Schaffhausen SH: Tour de Suisse bringt am 20./21. Juni Strassensperren und Stau

Anlässlich der Tour de Suisse kommt es am Freitagabend (20.06.2025) und Samstagmittag (21.06.2025) in Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall zu diversen Verkehrsbehinderungen. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, während dieser Zeit die erwähnte Rennstrecke zu meiden oder zu umfahren.

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Limmattal/Albis ZH: 15 Autos mit illegalen Umbauten stillgelegt – 21 Anzeigen

Die Kantonspolizei Zürich hat im Zeitraum vom 23.5.2025 bis 7.6.2025 an verschiedenen Orten im Gebiet Limmattal / Albis mehrere Kontrollen durchgeführt. Dabei ist vor allem auf illegal abgeänderte Fahrzeuge und das unnötige Verursachen von Lärm geachtet worden. Es sind 15 Fahrzeuge stillgelegt worden.

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Opfikon ZH: Alkoholisierter Saudi (34) fährt im Bubenholztunnel auf Gegenfahrbahn

In der Nacht auf Dienstag (17.6.2025) ist ein Autofahrer im Baustellenbereich des Bubenholztunnels (A11, Gemeindegebiet Opfikon) auf die Gegenfahrbahn gefahren und beinahe mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert. Der Autofahrer konnte angehalten und verhaftet werden.

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Schweiz: BFU lanciert "Sinus plus" – neues Portal für gezielte Unfallprävention

Auf Schweizer Strassen wird fast alle zwei Stunden ein Mensch schwer oder tödlich verletzt. Besonders gefährdet sind Verkehrsteilnehmende auf zwei Rädern sowie junge und ältere Menschen. Um die Unfallprävention gezielt zu stärken, lanciert die BFU das neue Informationsportal „Sinus plus“. Das Portal liefert aktuelle Statistiken zum Unfallgeschehen, Analysen zu Entwicklungen und Risikofaktoren sowie eine Übersicht über wirksame Präventionsansätze.

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Glarus GL: Täter schleichen aufs Grundstück und flüchten – Polizei bittet um Hinweise

In der Nacht vom Dienstag, 17. Juni 2025, ca. 02.00 Uhr, schlichen zwei unbekannte Täter in der Glärnischstrasse in Glarus auf das Grundstück eines Einfamilienhauses. Dort öffneten sie den vor dem Haus stehenden nicht abgeschlossenen Personenwagen und durchsuchten diesen.

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Glarus/Ennenda GL: Autos aufgebrochen – Bargeld gestohlen, Polizei sucht Zeugen

In der Nacht auf Dienstag, 17. Juni 2025, wurde an der Mattstrasse in Ennenda bei einem parkierten Fahrzeug von unbekannter Täterschaft die Scheibe der Fahrertür eingeschlagen und anschliessend das Fahrzeug durchsucht. Die Täterschaft entfernte sich danach ohne Deliktsgut vom Tatort.

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Genf GE: Polizei lädt zum ASP-Schnuppertag – Jetzt für bewaffneten Dienst bewerben

Planen Sie, bewaffneter Sicherheitsbeamter in Genf zu werden? Fragen Sie sich, ob dieser Beruf das Richtige für Sie ist? Möchten Sie mehr über den Alltag bewaffneter Sicherheitsbeamter erfahren, die Arbeitsplätze besichtigen und mehr über das Rekrutierungsverfahren erfahren?

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St-Maurice VS: 153 Töfffahrer an Polizei-Rallye – Fahrtechnik, Spass und Prävention

Am Samstag, 14. Juni 2025, versammelten sich 153 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer in 16 Gruppen zu einer lehrreichen und zugleich unterhaltsamen Rallye der Kantonspolizei Wallis. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichem Wetter fand der Anlass in einer ausgesprochen freundlichen und geselligen Atmosphäre statt. Sowohl die hohe Beteiligung als auch die gute Stimmung machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg.

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Zermatt VS: Air Zermatt stärkt Zusammenarbeit mit Care Oberwallis nach Einsätzen

Die Air Zermatt arbeitet seit vielen Jahren eng mit Care Oberwallis zusammen und unterstützt die Organisation auch finanziell. Diese Partnerschaft ist ein zentraler Bestandteil im Umgang mit psychisch belastenden Einsätzen und deren Nachwirkungen. Am Wochenende kam es zum Austausch.

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Kehrsiten NW: Tempo-30-Zone kommt – Sicherheit für Kinder und Fussgänger im Fokus

Die Kehrsitenstrasse ist vor kurzem umfassend saniert und besser vor Steinschlag geschützt worden. In einem nächsten Schritt wird die Verkehrssicherheit im Siedlungsgebiet erhöht. Insbesondere sollen die Gefahren für Fussgängerinnen und Fussgänger, so auch für Kinder, gesenkt werden. Die Massnahmen, darunter die Einführung einer Tempo-30-Zone, stützen sich auf eine Verkehrsstudie.

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Wetterbericht vom 17. Juni: Ein Sommertag mit Bise und Höhensonne

Am Dienstag zeigt sich die Schweiz von ihrer sonnigen Seite. In allen Regionen dominiert der Sonnenschein, begleitet von wenigen harmlosen Quellwolken über den Alpen. Die Temperaturen steigen auf sommerliche Werte zwischen 26 und 29 Grad, während die Nullgradgrenze im Tagesverlauf bis auf 4500 Meter ansteigt. Besonders auffällig: die anhaltende Bise im Mittelland und der mässige Nordostwind in den Bergen.

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Kriegstetten SO: Raser mit nach waghalsigen Manövern auf A1 gestoppt

Auf der Autobahn A1 in Fahrtrichtung Zürich fiel in der Nacht auf Montag ein Autolenker durch seine gefährliche Fahrweise auf. Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Solothurn, Basel-Landschaft sowie des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit konnten das Fahrzeug schliesslich in Pratteln anhalten. Wegen möglicher weiterer Verkehrsdelikte sucht die Polizei Zeugen.

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San Bernardino GR: Motorradgruppe ignoriert Polizei – Anzeige gegen 16 Schweizer

Am Sonntagnachmittag hat eine Motorradgruppe auf der Autostrasse A13 in einem Tunnel trotz Sicherheitslinie einen Personenwagen überholt. In San Bernardino widersetzte sie sich einer Polizeikontrolle, konnte jedoch in Hinterrhein angehalten werden.

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Schaffhausen SH: Mann nach abgelehntem Sex-Angebot verprügelt – Polizei sucht Zeugen

Am frühen Samstagmorgen (14.06.2025) ist ein 55-jähriger Mann in der Stadt Schaffhausen nach einer abgelehnten Offerte für sexuelle Dienstleistungen von einem unbekannten Mann mehrfach mit der Faust geschlagen und im Bereich des linken Auges verletzt worden. Zudem wurde er vom Täter mit dem Tod bedroht, falls er nochmals in die Stadt zurückkehre. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen.

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Oberarth SZ: Glimmbrand legt Produktionshalle lahm – Belegschaft evakuiert

Am Montagvormittag, 16. Juni 2025, kurz nach 8:30 Uhr, kam es in einem Produktionsbetrieb in Oberarth zu einer Rauchentwicklung. Mitarbeiter bemerkten Rauch in einer Produktionshalle und alarmierten umgehend die Feuerwehr. Aus Sicherheitsgründen verliessen die Mitarbeitenden der Firma die Produktionshalle selbständig.

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Biel BE: Heftige Gewitter – Mann in Nidau schwer verletzt, 150 Notrufe

Am Sonntag gingen in Biel und im Seeland teils heftige Gewitter nieder. Die Kantonspolizei Bern erreichten in diesem Zusammenhang rund 150 Meldungen. Es kam zu Einschränkungen im Strassen- und Bahnverkehr. In Nidau wurde ein Mann durch einen abgebrochenen Ast schwer verletzt.

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Hurden SZ: Fahrradfahrer bei Kollision mit Auto verletzt – Lenkerin ermittelt

Am Mittwochmorgen, 11. Juni 2025, um 7:35 Uhr fuhr ein 25-jähriger Fahrradfahrer in Hurden auf der Seedammstrasse in Richtung Pfäffikon. Auf Höhe der Verzweigung mit dem Seefeldweg kam es zu einer Kollision mit einem Personenwagen, der von der Seefeldstrasse auf die Seedammstrasse in Richtung Pfäffikon einbog.

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Sempach LU: Schweizer (46) flüchtet vor Polizei – ohne Ausweis und unter Kokain

Am Mittwochmorgen (11. Juni 2025, ca. 08:30 Uhr) wollte eine Patrouille der Luzerner Polizei ein Auto in Neuenkirch ab der Autobahn zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle nehmen. Der Lenker flüchtete jedoch auf der Autobahn A2 in Richtung Sempach und entzog sich damit der Kontrolle.

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Solothurn SO: 145 Notrufe wegen Sturm-Gewittern – Feuerwehren im Dauereinsatz

Im Kanton Solothurn gingen im Zusammenhang mit den Gewittern am Sonntagnachmittag rund 145 Meldungen bei der Alarmzentrale ein. In den meisten Fällen ging es um umgestürzte Bäume und Gegenstände sowie herabgefallene Äste. Meldungen über Verletzte liegen nicht vor.

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St.Gallen SG: 20-Jähriger Afghane nach Streit mit spitzem Gegenstand verletzt – Festnahme

Am Sonntag (15.06.2025), kurz nach 17 Uhr, ist es an der Gutenbergstrasse zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen. Ein 20-jähriger Afghane wurde dabei mit einem spitzen Gegenstand am Oberkörper verletzt. Der mutmassliche Täter, ein ebenfalls 20-jähriger Afghane, konnte festgenommen werden.

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Zofingen AG: Mädchen bei Unwetter von Baumkrone getroffen – zahlreiche Schäden

Am gestrigen Sonntagnachmittag zog eine starke Gewitterfront über den Kanton Aargau. Bei der Kantonalen Notrufzentrale gingen zahlreiche Meldungen ein. Eine Person wurde durch eine herabstürzende Baumkrone verletzt. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe.

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St.Gallen SG: Heftige Gewitterfront sorgt für 40 Einsätze – keine Verletzten gemeldet

Am Sonntagabend (15.06.2025), zwischen 17 Uhr und 22 Uhr, ist eine starke Gewitterfront über den Kanton St.Gallen gezogen. Die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz und bewältigten rund 40 Einsätze. Personen kamen keine zu Schaden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.