Schweiz

Route Blanche VD: Silhouetten warnen Autofahrer und Biker vor Unfallgefahr

Die Route Blanche, die Nyon mit St-Cergue verbindet, wird von zahlreichen Auto- und Motorradfahrern häufig wie eine Rennstrecke genutzt – mit oft tragischen Folgen. Um Verkehrsteilnehmer für die Gefahren riskanten Fahrverhaltens zu sensibilisieren, lancieren der Kanton Waadt und die Gemeinde St-Cergue eine neue Präventionsaktion: Entlang der Strecke markieren lebensgrosse Silhouetten für sechs Monate die Orte, an denen schwere Unfälle geschehen sind.

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Schleitheim SH: 20-jähriger Motorradfahrer prallt gegen Leitplanke – verletzt

Aus noch unbekannten Gründen stürzte am frühen Freitagabend (09.05.2025) ein junger Mann mit seinem Motorrad in Schleitheim und verletzte sich beim Aufprall. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Basel BS: ESC-Eröffnung verläuft ohne Störungen – Polizei stoppt 150 Personen

Die Eröffnungszeremonie des Eurovision Song Contest (ESC) am Sonntagnachmittag verlief aus Sicht der Einsatzkräfte ohne nennenswerte Probleme. Die zahlreich anwesenden Polizei- und Rettungskräfte waren stark gefordert, insbesondere bei der Betreuung und Hilfeleistung.

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Gefahr auf der Fahrbahn: So werden Ölspuren fachgerecht beseitigt

Ölspuren auf Strassen stellen eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit dar. Sie können durch auslaufende Betriebsstoffe wie Motoröl, Diesel oder Hydraulikflüssigkeiten entstehen, beispielsweise nach Verkehrsunfällen oder technischen Defekten an Fahrzeugen. In der Schweiz ist die Feuerwehr in der Regel für die Beseitigung solcher Ölspuren zuständig, um Unfälle zu verhindern und Umweltschäden zu vermeiden.

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Schaffhausen SH: Verkehrsinsel überfahren – Kollision mit Kandelaber und Auto

Am Sonntagnachmittag (11.05.2025) hat sich in der Stadt Schaffhausen ein Alleinunfall ereignet. Dabei wurde eine Person leicht verletzt. An zwei Personenwagen entstand erheblicher Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Friedlicher Start dank Kapo Basel: Basel heisst den Eurovision Song Contest willkommen

Was für ein farbenfroher und bewegender Start des Eurovision Song Contests in Basel! Tausende Menschen kamen zusammen, um zu feiern, und Basel hat erneut bewiesen, wie herzlich und gastfreundlich die Stadt ist. Einsatzkräfte aus der ganzen Schweiz, zusammen mit der @polizei_bl, @rettungbaselstadt und vielen engagierten Partnerorganisationen aus dem In- und Ausland, waren mit viel Engagement, Teamgeist und Herzblut dabei.

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Delémont JU: Motorradfahrer prallt auf Auto – verletzt ins Spital gebracht

Am Sonntag, 11. Mai 2025, gegen 15.50 Uhr, war ein Motorradfahrer auf der Hauptstrasse in Delémont in Richtung Soyhières unterwegs. An der Stelle „Bellerive“ konnte er sein Motorrad hinter einem verkehrsbedingt angehaltenen Fahrzeug nicht mehr anhalten.

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Cheyres FR: 16-jährige Motorradfahrerin stirbt nach Kollision auf der Route de Béthanie

Heute Morgen kollidierte eine Motorradfahrerin auf der Route de Béthanie mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Sie wurde schwer verletzt und mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo sie ihren Verletzungen erlag. Die Kantonspolizei Freiburg untersucht die Umstände des Unfalls.

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Safnern BE: Motorradfahrer bei Kollision mit Auto schwer verletzt – Rega im Einsatz

Am Sonntagnachmittag ist es bei Safnern zu einer Kollision zwischen einem Motorradlenker und einem Auto gekommen. Dabei wurde der Motorradlenker schwer verletzt und musste mit einem Helikopter ins Spital geflogen werden. Ermittlungen zum genauen Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Warth-Weiningen TG: Auto fängt nach Unfall Feuer – Fahrer alkoholisiert, Beifahrer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall mit anschliessendem Brand wurde in der Nacht zum Sonntag in Warth-Weiningen ein Mitfahrer in einem Auto leicht verletzt. Der alkoholisierte Fahrer musste seinen Führerausweis abgeben.

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Dietikon ZH: Illegales Geldspiellokal ausgehoben – Bargeld, Waffe und Verstösse

Im Auftrag der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) hat die Kantonspolizei Zürich in der Nacht auf Sonntag (11.5.2025) in Dietikon ein illegales Geldspiellokal kontrolliert. Dabei hat sie diverse Widerhandlungen gegen unterschiedliche Gesetzgebungen festgestellt, Sicherstellungen gemacht und die Anwesenden weggewiesen.

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Lausen/Sissach BL: Halsketten geraubt – zwei Entreissdiebstähle an einem Abend

Am Samstagabend, 10. Mai 2025, kurz nach 17.30 Uhr, kam es am Bahnweg in Lausen BL und kurz vor 19.00 Uhr an der Margarethenstrasse in Sissach BL zu je einem Entreissdiebstahl durch eine bislang unbekannte Täterschaft. Personen wurden keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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A2/Gotthard UR: Tiere auf der Fahrbahn zwischen Amsteg und Erstfeld

Auf der Autobahn A2 zwischen Amsteg und Erstfeld besteht aktuell in beiden Fahrtrichtungen Gefahr durch Tiere auf der Fahrbahn. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, in diesem Abschnitt besonders vorsichtig zu fahren, die Geschwindigkeit anzupassen und auf Tiere auf der Fahrbahn zu achten.

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Niederurnen GL: 36-Jähriger fährt mit gestohlenem Traktor als Geisterfahrer auf A3

Am gestrigen Samstag, 10.05.2025, im Zeitraum zwischen ca. 19:45 und 19:50 Uhr, vollführte ein Mann mehrere gefährliche Fahrmanöver auf der Autobahn A3. Zunächst fuhr der 36-Jährige mit einem entwendeten Traktor vorschriftswidrig auf dem Autobahnzubringer in Richtung Verzweigung A3-Niederurnen.

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Basel-Landschaft: Weniger Jugendgewalt, mehr Mediationen im Jahr 2024

Die Jugendanwaltschaft hat ihren Geschäftsbericht 2024 publiziert. Nach dem letztjährigen ausserordentlichen Anstieg (+57%) von beanzeigten Delikten unter Kindern und Jugendlichen blieb die Anzahl Falleingänge auf dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich der Gewaltstraftaten setzte sich die Tendenz des Rückgangs erfreulicherweise fort.

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St.Gallen SG: Schmuck und Bargeld bei Einbruch in Einfamilienhaus gestohlen

Am Samstagabend (10.05.2025), in der Zeit zwischen 18:30 Uhr und 23:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Hafnerwaldstrasse eingebrochen. Sie verschaffte sich durch eine Terassentür gewaltsam Zutritt ins Haus und durchsuchte darin diverse Räume und Behältnisse.

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Oberbüren SG: Auto kracht nach Kollision in Lichtsignal – zwei Personen verletzt

Am Samstag (10.05.2025), kurz vor 07:45 Uhr, sind auf der Autobahnzufahrt zwei Autos zusammengestossen. Ein 47-jähriger Autofahrer und eine 41-jährige Autofahrerin wurden dabei leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. An den Autos entstand Sachschaden von über 40'000 Franken.

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Buchs SG: E-Bike-Fahrerin bei Unfall mit nicht eingelöstem Auto verletzt

Am Samstag (10.05.2025), kurz nach 13:50 Uhr, sind auf der Rheinaustrasse, Höhe Abzweigung zur Churerstrasse, ein Auto und ein E-Bike zusammengestossen. Die 36-jährige E-Bike-Fahrerin wurde dabei leicht verletzt. Der 32-jährige Autofahrer war mit einem nicht eingelösten Auto mit missbräuchlich angebrachten Kontrollschildern sowie ohne gültigen Führerausweis unterwegs.

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Alpine Air Ambulance: Luftrettung im Grenzgebiet mit der DRF

Die Alpine Air Ambulance (AAA) und die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) zeigen eindrücklich, dass in der Luftrettung keine Grenzen bestehen. Auf einem gemeinsamen Bild sind die Helikopter Lions 1 der AAA und Christoph 11 der DRF zu sehen – ein starkes Zeichen grenzübergreifender Zusammenarbeit.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.