Der Frühling zeigt sich in der ganzen Schweiz von seiner besten Seite: Viel Sonnenschein, kaum Wind und zunehmend milde Temperaturen prägen das Wettergeschehen zum Ende der Woche.
Am Vormittag halten sich stellenweise noch Hochnebelfelder – vor allem im Mittelland –, bevor die Sonne die Oberhand gewinnt. Am Nachmittag bilden sich über den Bergen vereinzelt Quellwolken, die jedoch meist harmlos bleiben.
Am Montag gegen 06:10 Uhr war ein Autofahrer mit seinem Diesel-Fahrzeug auf der Kantonsstrasse von Lucelle in Richtung Bourrignon unterwegs.
Einige Hundert Meter nach dem Passieren der Schweizer Grenze geriet das Fahrzeug aufgrund eines technischen Defekts in Brand.
Aktuell kursieren auf Instagram betrügerische Nachrichten mit dem Text "Hallo, bisch du das ufem Föteli?".
Tatsächlich verbirgt sich hinter dem mitgeschickten Link keine harmlose Bilddatei, sondern eine Phishing-Website.
Was macht unsere Sondereinheit S.T.E.P. eigentlich genau? Welche Bedrohungen beschäftigen sie heute besonders?
Und wie bereitet sie sich auf den Ernstfall vor?
Es herrscht Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit.
Vom 1. April bis zum 31. Juli müssen Hunde in Wäldern und an Waldrändern an der Leine geführt werden!
Verkehrskontrolle – Sicherheit geht vor!
Gestern (02.04.2025) fand eine Verkehrskontrolle des Lernverbands in der Flughafenstrasse statt. Die angehenden Polizistinnen und Polizisten im zweiten Ausbildungsjahr haben insgesamt 28 Fahrzeuge kontrolliert.
Am Mittwochmorgen (02.04.2025) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine seitliche Kollision zwischen zwei Autos ereignet.
Personen wurden dabei keine verletzt. An den beiden Unfallautos entstand Totalschaden.
Am Mittwochmorgen (02.04.2025) ist es auf der Nationalstrasse N28 in Schiers zu einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen gekommen.
Drei Personen mussten in Spitalpflege gebracht werden.
Am Montag ist in Laax ein Mann als vermisst gemeldet worden.
Unter Beizug diverser Partnerorganisationen wurde die Leiche des Mannes am Dienstag aufgefunden.
Am 2. April 2025 kam es in Illarsaz (Collombey-Muraz) bei Arbeiten zu einer Explosion einer Gasleitung, bei der ein Haus zerstört wurde.
Es wurden keine Personen verletzt.
Die Kantonspolizei Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) im ersten Quartal am Flughafen Zürich über 680 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt und 29 Personen verhaftet.
Insgesamt stellten die Kontrollorgane 579 Kilogramm Marihuana, 65 Kilogramm Khat, 30 Kilogramm Ketamin und über zehn Kilogramm Kokain sicher.
Am Dienstagabend ist ein Mann von einem Unbekannten während einer Auseinandersetzung in Bern mit einem Messer angegriffen worden und hat dadurch lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.
Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht zur Klärung der Umstände Zeugen.
Am Dienstagnachmittag ist es in Worb zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. Dabei wurden zwei Personen schwer verletzt und eine dritte Person verstarb später im Spital.
Aufgrund der Unfallarbeiten kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Kurz nach 22.15 Uhr meldete eine Drittperson eine starke Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus an der Röschenzstrasse in Laufen.
Beim Eintreffen der Ereignisdienste stand der Dachstock bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen und in der Folge löschen.
Am frühen Mittwochmorgen ist in einer Wohnung im Kreis 11 ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch und erfolgreich bekämpfen.
Zwei Personen wurden durch die Sanität hospitalisiert.
Eine 42-jährige PW-Lenkerin ist am Dienstagmorgen von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen eine Gartenmauer geprallt.
Sie wurde mit leichten Verletzungen in ein Spital transportiert.
Am Dienstagabend, 1. April 2025, ging kurz nach 20 Uhr bei der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass die Fassade eines Neubaus im Gebiet Franzrüti in Lachen brenne.
Die aufgebotenen Feuerwehren von Lachen und Wangen konnten die Flammen löschen.
Ein 25-jähriger Autofahrer fuhr am Sonntagabend (30. März 2025), kurz nach 21:00 Uhr, mit seinem Fahrzeug auf der Autobahn A14 in Richtung Luzern.
Bei der Ausfahrt Baar bemerkte er einen Leistungsabfall an seinem Fahrzeug sowie Funken im Motorenraum.
Am Sonntagabend (30. März 2025), kurz vor 19:15 Uhr, ist ein 74-jähriger Autofahrer auf der Ebertswilerstrasse in der Gemeinde Baar am Steuer eingeschlafen.
In der Folge kam das Fahrzeug von der Strasse ab und prallte in einen Zaun.
In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Biberist kam es am Donnerstag, 20. März 2025, zu einer starken Rauchentwicklung.
Die Abklärungen zur Brandursache durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn haben in der Zwischenzeit ergeben, dass brennbare Gegenstände auf einer eingeschalteten Herdplatte zur Rauchentwicklung geführt haben dürften.
Während sich der Frühling in der Deutschschweiz mit Sonnenschein und milden Temperaturen durchsetzt, zeigt sich das Wetter in anderen Landesteilen wechselhaft.
Eine mässige Bise weht durchs Mittelland, im Süden liegt lokal noch Schnee in den Bergen. Im Wallis sorgt ein Ostwind für Auflockerungen, aber auch für Neuschnee in höheren Lagen.
Am frühen Sonntagmorgen (30. März 2025), um 03:45 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Luzern ein Selbstunfall.
Ein 20-jähriger Autofahrer verlor aus noch nicht bekannten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug, worauf es zu einer Streifkollision mit der rechten Leitplanke kam.
Mit den frühlingshaften Temperaturen treffen sich die Menschen wieder vermehrt draussen in Freizeit- und Parkanlagen sowie in Naherholungsgebieten und im Wald.
Deshalb besucht die Regionalpolizei Zofingen mit der Bike-Patrouille vermehrt diese Orte.
In der Nacht auf Samstag (29. März 2025), kurz nach 00:30 Uhr, ist eine E-Bikefahrerin auf der Buonaserstrasse in Rotkreuz selbstständig gestürzt.
Mit leichten Verletzungen wurde die 48- Jährige zur Kontrolle ins Spital eingeliefert.
Die Stadtpolizei Uster hat am 1. April mit einem humorvollen Facebook-Post für Lacher gesorgt: „Jede 10. Busse geht aufs Haus!“ – so der Slogan zur erfundenen Stempelkarte für 40-Franken-Bussen.
„Es hät solangs hät!“ hiess es augenzwinkernd weiter in der Meldung.
Am Dienstag, den 25.03.2025, musste die Wildhut einen kranken Wolf oberhalb von Bad Ragaz erlösen.
Aufgrund einer Meldung einer Privatperson rückte die Wildhut am vergangenen Dienstagabend wegen eines Wolfes aus, der stark abgemagert war und kein Fluchtverhalten mehr zeigte.
Am Dienstag, 1. April 2025, gegen 15:30 Uhr verliess ein Autofahrer seinen Parkplatz bei seinem Wohnhaus in Rückwärtsfahrt.
Dabei prallte er gegen eine Sicherheitsbarriere, setzte seine Fahrt jedoch fort und stürzte mehrere Meter in die Tiefe.
Auf der K10 in Ruswil ist es gestern zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen.
Drei Personen wurden verletzt ins Spital gefahren. Zur Klärung des Unfallhergangs sucht sie Polizei Zeugen.
Am Dienstagnachmittag, 1. April 2025, kam es im Gebiet Doppelstein in Willerzell um 14.20 Uhr zu einem Kaminbrand.
Die sofort alarmierte Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln konnte den Brand, welcher durch eine Russablagerung entstanden war, rasch löschen.
Am Dienstag ereignete sich an der Reussinsel in Luzern ein Selbstunfall eines E-Scooter-Fahrers.
Der Mann verletzte sich und wurde ins Spital gefahren. Eine Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 1.25 mg/l.
Vier Monate Leinenpflicht: Im Wald und am Waldrand müssen alle Vierbeiner an die Leine - und zwar vom 1. April bis 31. Juli.
Während dieser Zeit brüten Vögel, bringen Wildtiere ihre Nachwuchs zur Welt und wachsen Jungtiere heran.
In der Zeit zwischen Sonntagabend und Montagmittag (31.03.25), ist eine unbekannte Täterschaft in eine Remise eines Bauernbetriebs an der Bächigen eingebrochen.
Sie verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu Räumlichkeiten in der Remise und entwendete diverse Bauwerkzeuge.
Im Zeitraum zwischen Mittwochmittag (26.03.2025) und Montagabend (31.03.2025), ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Tannenstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich durch eine Terrassentür gewaltsam Zutritt in das Haus.
Am Dienstagnachmittag (01.04.2025), kurz vor 14 Uhr, ist es im Dachbereich eines Mehrfamilienhauses an der Zinggengasse zu einem Brand gekommen. Die Rettungskräfte standen mit einem Grossaufgebot im Einsatz.
Es entstand ein Sachschaden von über hunderttausend Franken.
Am Montagabend, 31. März 2025, verursachte der mutmasslich fahrunfähige Lenker eines Personenwagens eine Auffahrkollision.
An den drei beteiligten Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden.
In der Justizvollzugsanstalt Solothurn in Flumenthal/Deitingen ist am Montagmorgen, 31. März 2025, ein Mann leblos aufgefunden worden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn haben Ermittlungen zu den Umständen und der Todesursache eingeleitet.
Hinweise auf eine Dritteinwirkung gibt es derzeit nicht. Eine natürliche Todesursache steht im Vordergrund.
Im Wald bei Däniken ist am Dienstagmorgen, 1. April 2025, ein 28-jähriger Mann bei Waldarbeiten tödlich verunfallt.
Der Unfallhergang und die Unfallursache werden durch die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn abgeklärt.
Am Montag (31.03.2025) ist es auf der Zürcher Strasse zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Zwei Frauen wurden leicht verletzt. Es entstand mittlerer Sachschaden.
Am Dienstagmorgen ist am Lerchenweg in Orpund ein Brand ausgebrochen. Die Löscharbeiten sind noch im Gang, der Brand ist unter Kontrolle.
Eine Person wurde leicht verletzt. Ermittlungen zur Brandursache und der Höhe des Sachschadens sind im Gang.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.