Schweiz

Thurgau TG: Augen auf im Strassenverkehr – gemeinsam gegen Ablenkung am Steuer

Ablenkung im Strassenverkehr ist gefährlich. Bleibt aufmerksam und sorgt gemeinsam für mehr Sicherheit auf unseren Strassen.

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Biel BE: „Jeder Fall ist anders“ – Fahnderin spricht über ihren Alltag bei der Kapo Bern

Ist der Alltag bei der Fahndung so spannend wie in Krimiserien? Carole von Ballmoos von der Regionalfahndung Seeland der Kantonspolizei Bern berichtet von ihrer anspruchsvollen Arbeit als Fahnderin, die viel Einfühlungsvermögen und Fachwissen erfordert.

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Schweiz: Wildtiernachwuchs – so schützen Sie Rehkitze, Bodenbrüter & Co. im Frühling

Der Frühling bringt Rehkitze, junge Feldhasen und brütende Vögel in unsere Natur. Damit der Nachwuchs ungestört aufwachsen kann, braucht es deine Unterstützung.

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Winterthur ZH: Ausgesetzte Katze bei Haltestelle Wülflingen entdeckt (Zeugenaufruf)

Katze ausgesetzt: Am Montag, 14. April 2025, um ca. 12.00 Uhr, wurde bei der Endschlaufe Haltestelle Wülflingen eine Katze ausgesetzt. Durch einen Passanten wurde die Einsatzzentrale informiert und ein Quartierpolizist fand die Katze in einer Transportbox vor.

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Aarau AG: iCop-Tagung bringt Medienprofis der Polizei zusammen – digitale Kommunikation

Rund 40 Medienschaffende aus verschiedenen Polizei-Korps trafen sich am 16. April 2025 in Aarau zur iCop-Tagung. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen, praxisnaher Austausch und die Frage, wie Polizeikommunikation auch künftig digital am Puls der Zeit bleibt.

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Winterthur ZH: Tag der Sicherheit 2025 – Einsatzkräfte laden ein

Am 17. Mai ist Tag der Sicherheit 2025: Ein Blick hinter die Kulissen von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Zivilschutz. Zusammen mit Schutz & Intervention Winterthur und dem Rettungsdienst Winterthur zeigen wir euch verschiedene Einsatzmittel, Fahrzeuge und Material zum Anfassen.

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Mont-Terri-Tunnel/A16 JU: Lkw-Abdeckung schleudert durch Tunnel –

Am 16. April 2025 gegen 14:45 Uhr verlor ein Lastenzug, der auf der A16 in Richtung Bern durch den Mont-Terri-Tunnel fuhr, aus bislang unbekannten Gründen teilweise die Abdeckung seiner Mulde. Diese schlug gegen mehrere Tunnelwände und verursachte Schäden an den Sicherheitseinrichtungen.

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Sursee LU: Crash bei Autobahnanschluss – zwei Autos beschädigt, CHF 35’000 Schaden

Am Dienstag (15. April 2025, kurz nach 13:15 Uhr) fuhr eine Autofahrerin auf der Surentalstrasse in Sursee und beabsichtigte auf die Autobahn A2 Richtung Norden zu fahren. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem von Geuensee Richtung Sursee fahrenden Auto.

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Hitzkirch LU: Seitlich-frontale Kollision – Strassensperrung und hoher Sachschaden

Am Mittwoch (16. April 2025, kurz nach 10:45 Uhr) kam es auf der Lindenbergstrasse in Hitzkirch aus noch ungeklärten Gründen zu einer seitlich-frontalen Kollision zwischen zwei Autos. Verletzt wurde niemand. Beide Fahrzeuge mussten abtransportiert werden.

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Solothurn SO: Mann am Bahnhof überfallen – Täter entreissen ihm Halskette und flüchten

Im Bereich des Hauptbahnhofs Solothurn ist am Dienstagabend, 15. April 2025, ein Mann von zwei unbekannten Männern tätlich angegangen und ihm seine Halskette entrissen worden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Täterschaft eingeleitet und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Biberist SO: Lastwagen verliert 200 Liter Diesel – Strasse gesperrt, Verkehr umgeleitet

Zwischen Gerlafingen und Biberist verlor ein Lastwagen am Mittwochmorgen, 16. April 2025, eine grössere Menge an Diesel. Mit Hilfe mehrerer Einsatzkräfte konnte der Treibstoff gebunden werden. Aufgrund dieses Ereignisses musste die Solothurnstrasse gesperrt und der Verkehr örtlich umgeleitet werden, was zu Verkehrsbehinderungen führte.

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Näfels GL: Versuchter Einbruch in Gartenbau-Unternehmen – Tür beschädigt, Täter flüchtig

In der Zeit vom 12. bis 15. April 2025 wurde in Obererlen, Näfels, versucht in eine Gartenbauunternehmung einzubrechen. Eine unbekannte Täterschaft versuchte vergeblich sich mit Hilfe eines Werkzeuges bei einer Seiteneingangstüre Zugang ins Gebäude zu verschaffen.

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Freiburg FR: Präventionsaktion im Mai und Juni – Kantonspolizei schult junge Biker

Im vergangenen Jahr kamen auf Schweizer Strassen 47 Motorradfahrer ums Leben und 1’081 wurden schwer verletzt. Die Kantonspolizei Freiburg hat ausserdem festgestellt, dass ein Grossteil der Unfälle der letzten Jahre auf mangelnde Erfahrung zurückzuführen ist, insbesondere bei den unter 25-Jährigen. Eine Präventionsaktion, wie im letzten Jahr, wird im Mai und Juni 2025 durchgeführt.

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Feusisberg SZ: Kollision mit Reh bei Tagesanbruch – Motorradfahrer schwer verletzt

Am Mittwochmorgen, 16. April 2025, fuhr ein 34-jähriger Motorradlenker auf der Pfäffikonerstrasse in Feusisberg vom Gebiet First herkommend in Richtung Autobahneinfahrt Halten. Um 05.45 Uhr kollidierte er mit einem Reh, welches die Strasse überquerte.

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St.Gallen SG: Auffahrkollision auf A1 – Stau im Feierabendverkehr

Am Dienstagabend (15.04.2025), kurz nach 17:45 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken. Der Unfall führte zu einer Staubildung.

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Schweizer Armee: TRIAS 25 bringt gemischte Truppenverbände in den Härtetest

Rund 1000 Armeeangehörige machen sich in diesen Tagen mitsamt tonnenschwerer Ausrüstung auf den Weg zu einem Wiederholungskurs (WK) auf dem österreichischen Truppenübungsplatz Allentsteig. Ziel von "TRIAS 25" ist es, das Konzept "Zukunft der Bodentruppen" praxisnah zu testen, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken und die Kooperationsfähigkeit zu verbessern.

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Trasadingen SH: Sattelschlepper mit geplatzten Luftfederbälgen gestoppt – Fahrer angezeigt

Am Dienstagmorgen (15.04.2025) stellten Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) bei einer Kontrolle am Grenzübergang in Trasadingen ein Sattelmotorfahrzeug fest, bei dem mehrere Luftfederbälge am Sattel-Sachentransportanhänger geplatzt waren. Zudem konnten weitere technische Mängel festgestellt werden. Die Fahrzeugkombination wurde in der Folge von der Schaffhauser Polizei stillgelegt.

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St-Maurice VS: Kantonspolizei stoppt Konvoi von Fahrenden und aktiviert Plan COBRA

Am Dienstag, 15. April 2025, versuchten etwa fünfzig Wohnwagen von Fahrenden ohne vorherige Ankündigung in das Kantonsgebiet des Wallis einzureisen (wir berichteten). Die Kantonspolizei Wallis hat ein umfangreiches Dispositiv eingerichtet, um jede wilde Ansiedlung im Kanton zu verhindern.

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Stadt Basel BS: Motorradfahrer fährt nach Kollision mit Fahrradlenker davon

Am Samstag, 12. April 2025, gegen 16.00 Uhr, ereignete sich am Brückenkopf der Wettsteinbrücke auf Höhe der Theodorsgrabenanlage ein Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Fahrrad. Der Motorradfahrer entfernte sich pflichtwidrig von der Unfallstelle.

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Boécourt JU: Auffahrunfall auf der A16 – ein Verletzter vor dem Mont-Russelin-Tunnel

Am Dienstag, 15. April 2025, gegen 15:50 Uhr ereignete sich ein Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen. Kurz vor der Einfahrt in den Mont-Russelin-Tunnel, während beide Fahrzeuge auf der langsamen Spur unterwegs waren, fuhr eines der Autos auf das Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs auf.

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Schaffhausen SH: Lieferwagen verliert Ladung – Kompletträder prallen auf Auto

Am Dienstagnachmittag (15.4.2025) verlor ein Lieferwagen zwischen Thayngen und Schaffhausen zwei geladene Kompletträder, die auf ein entgegenkommendes Auto prallten. Das Auto wurde dabei so stark beschädigt, dass es nicht mehr weiterfahren konnte. Verletzt wurde niemand.

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St-Maurice VS: Konvoi von Fahrenden gestoppt – Kantonspolizei verhindert wilde Ansiedlung

Am Dienstag, 15. April 2025, versuchten mehrere Dutzend Wohnwagen von Fahrenden ohne vorherige Ankündigung in das Kantonsgebiet des Wallis einzureisen. Die Kantonspolizei Wallis hat ein umfangreiches Dispositiv eingerichtet, um jede wilde Ansiedlung im Wallis zu verhindern.

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Hauterive NE: Zeugenaufruf nach Unfall mit dunklem VW auf der Rue des Rouges-Terres

Am Montag, 14. April, gegen 18:00 Uhr kam es in Hauterive auf der Rue des Rouges-Terres zu einer Kollision zwischen einem dunklen VW und einem Motorrad. Die Person, die den VW gelenkt hat, wird gebeten, sich bei der Neuenburger Polizei zu melden.

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Schweiz: Kopfverletzungen häufig – BFU empfiehlt Helm auf dem E-Trottinett

Eine Analyse der BFU macht es deutlich: Kaum jemand trägt bei einem schweren Unfall mit dem E-Trottinett einen Helm. 9 von 10 Schwerverletzten sind ohne Helm unterwegs. Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungen beim E-Trottinett-Fahren. Die mit Abstand häufigste Unfallursache ist Alkohol. Die BFU empfiehlt deshalb, auf Alkohol zu verzichten und immer einen Helm zu tragen, wenn man mit dem E-Trottinett unterwegs ist.

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Ebikon LU: Auffahrunfall auf der Autobahn A14 im Feierabendverkehr – vier Autos kollidieren

Am Montagabend (14. April 2025, ca. 16:50 Uhr) geriet der Verkehr auf der Autobahn A14 in Fahrtrichtung Zug anfangs Tunnel Rathausen ins Stocken. Ein Autofahrer musste deshalb stark abbremsen. Die nachfolgenden drei Autos konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen und es kam zur Auffahrkollision.

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Beromünster LU: E-Bike-Fahrerin (56) bei Kollision mit Auto lebensbedrohlich verletzt

Eine E-Bike-Fahrerin fuhr am Montag (15. April 2025, ca. 17:00 Uhr) auf der Luzernerstrasse von Hildisrieden in Richtung Neudorf. Im Bereich der Einmündung Weierhus kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Kollision mit einem Auto, welches in die gleiche Richtung fuhr.

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Diepoldsau SG: Auto brennt lichterloh – Fahrer (76) kann sich rechtzeitig retten

Am Montagabend (14.04.2025), kurz vor 18:30 Uhr, ist es auf der Balgacherstrasse zu einem Vollbrand eines Autos gekommen. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.