Schweiz

Kantonspolizei Waadt: Eine Sekunde Ablenkung kann Ihr Leben ruinieren – Präventionsaktion

Die Waadtländer Polizeikorps engagieren sich erneut gemeinsam mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BPA) im Kampf gegen Verkehrsunfälle durch Ablenkung – eine der Hauptursachen für Unfälle in der Region.  Eine Sekunde der Unaufmerksamkeit kann Ihr Leben und das anderer völlig verändern!

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St.Gallen SG: Fahrunfähiger Lenker (80) reisst Verkehrssignal aus Verankerung

​Am Sonntag (16.02.2025) hat ein Autolenker auf der Rorschacher Strasse die Kontrolle über sein Auto verloren und ist mit einem Verkehrsteiler kollidiert. Ein entgegenkommendes Auto wurde durch die Kollision ebenfalls beschädigt. Verletzt wurde niemand, es entstand mittlerer Sachschaden. Der Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.

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Siders VS: 500 kg Haschisch und 2 kg Kokain – Polizei deckt Drogenring auf

Nach 18-monatigen Ermittlungen hat die Kantonspolizei Wallis unter der Leitung der Staatsanwaltschaft und des Jugendgerichts einen Drogenring aufgedeckt, der seit mehr als drei Jahren in Siders aktiv war. Rund 30 Personen, darunter auch Minderjährige, wurden festgenommen, da sie am Handel mit über 2 Kilogramm Kokain und mindestens einer halben Tonne Haschisch beteiligt waren - eine Rekordmenge im Wallis.

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Ramsen SH: Deutscher (62) verunfallt unter Alkoholeinfluss – Fahrzeug kippt auf die Seite

Ein alkoholisierter Autofahrer verunfallte am Sonntag (16.2.2025) zwischen Ramsen und Gailingen am Hochrhein. Der 62-jährige Deutsche geriet aus noch unbekannten Gründen von der Strasse ab und kam im angrenzenden Wald auf der rechten Fahrzeugseite zum Stillstand. Der Unfallhergang wird von der Schaffhauser Polizei ermittelt.

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Schaffhausen SH: Ausreisepflichtiger Algerier (37) bei Einbruch auf frischer Tat ertappt

In der Nacht auf Samstag (15.02.2025) hat die Schaffhauser Polizei einen Einbrecher festgenommen, der zuvor in ein Altersheim in der Stadt Schaffhausen eingebrochen ist. Wie sich nachträglich herausstelle, versuchte der 37-jährige Mann auch in zwei Wohnhäuser in einem angrenzenden Quartier einzubrechen, was ihm jedoch nicht gelang.

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Näfels GL: Auto kollidiert ungebremst mit stehendem Fahrzeug – technische Ursache?

Am heutigen Montag, 17.02.2025, ca. 07:00 Uhr, ereignete sich in Näfels ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Ein 27-jähriger Lenker war mit seinem Personenwagen auf der Hauptverbindungsstrasse zwischen Netstal und Näfels im Ausserortsbereich unterwegs.

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Landquart GR: Frontalcrash nach Tunnel Chlus – fünf Personen verletzt

In Landquart sind am frühen Sonntagabend zwei Personenwagen frontal kollidiert. Fünf Personen mussten in Spitalpflege gebracht werden. Eine 46-jährige Personenwagenlenkerin fuhr zusammen mit ihren drei Töchtern von Davos in Richtung Landquart. Kurz nach dem Tunnel Chlus kollidierte ihr Fahrzeug um 17.10 Uhr auf der Gegenfahr...

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Rorschach SG: Crash an der Kreuzung – 24-Jähriger verletzt, 10’000 Franken Schaden

Am Sonntag (16.02.2025), kurz nach 18 Uhr, ist es auf der Wachsbleichestrasse zu einem Unfall zwischen zwei Autos gekommen. Ein 24-jähriger Mann wurde durch den Unfall leicht verletzt. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 10'000 Franken.

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Wil SG: Stein oder Eisblock von Brücke geworfen – Windschutzscheibe zersplittert

Am Sonntag (16.02.2025), kurz nach 17 Uhr, war eine 54-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Autobahn A1 von Zürich herkommend in Richtung St.Gallen unterwegs. Als sie mit ihrem Auto in Wil unter einer Brücke (Toggenburgerstrasse) hindurchfuhr, prallte ein Gegenstand gegen die Windschutzscheibe ihres Autos.

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Baden AG: Minderjährige in Bordell ausgebeutet – Freier und Betreiberin angeklagt

Die Kantonale Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungen zu einem Bordell im Bezirk Baden abgeschlossen, in dem im Jahr 2023 zwei minderjährige Prostituierte tätig waren (>>Polizei.news berichtete<<). Mehrere Freier konnten identifiziert werden und erhielten Strafbefehle.

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Kantonspolizei Thurgau: Fälleler auf Beutezug – so schützen Sie Ihr Auto vor Diebstahl

Eisbären im Thurgau? In manchen Regionen Kanadas kann es sinnvoll sein, das Auto offen zu lassen, damit sich Personen im Notfall einer Begegnung mit einem Eisbären in Sicherheit bringen können. Im Thurgau ist die Wahrscheinlichkeit, einem Eisbären über den Weg zu laufen, eher gering.

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Küttigen AG: 83-Jähriger prallt mit Auto gegen Stützmauer und Randleitplanke

In der Nacht auf Montag kollidierte ein Rentner erst mit der Stützmauer am Kreisverkehr und wurde in der Folge an eine Randleitplanke geschleudert. Eine Ambulanz brachte den Mann zwecks Kontrolle in ein Spital. Am Fahrzeug und an der Strasseninfrastruktur entstand Sachschaden.

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AAA Alpine Air Ambulance: Rettungseinsätze im Schnee – schnelle Hilfe aus der Luft

Impressionen unserer Crew von der vergangenen Woche: Die Crew mit dem Lions1 war ebenfalls, wie unser ChriLi welcher von der Basis Balzers startet, oft im Schnee unterwegs. Wie auf den Bildern ersichtlich, sind wir immer und überall im Einsatz.

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Alpnachstad OW: Einspurige Verkehrsführung wegen Felsräumung auf der Brünigstrasse

Das Strasseninspektorat Obwalden führt in Alpnachstad von 17. - 28.02.2025 auf der Brünigstrasse, im Abschnitt zwischen Delli und Lopper, Felsreinigungsarbeiten durch. Ziel ist es, die Felsbereiche von losem Gestein zu befreien und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten.

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Schweizer Armee: Kampftraining – Gebirgs-Infanteriebataillon 85 testet Ausrüstung

„Der Zweck der militärischen Ausbildung und Erziehung besteht darin, die Truppe und Kader zum Kampf und damit zur Verteidigung zu befähigen.“ Das Gebirgsinfanteriebataillon 85 hat unter erschwerten Bedingungen eindrücklich bewiesen, dass es über die Kompetenz zur Führung des Gefechtes verfügt.

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Olten SO: Quartierladen mit Faustfeuerwaffe überfallen – Polizei nimmt Schweizer (23) fest

In Olten hat ein vorerst unbekannter Mann am Sonntagmorgen, 16. Februar 2025, einen Quartierladen überfallen. Im Verlauf der sofort eingeleiteten Fahndung ist es der Kantonspolizei Solothurn gelungen, den mutmasslichen Täter anzuhalten. Der 23-jährige Schweizer wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen. Verletzt wurde niemand.

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Aargau AG: Sicher schlitteln – 7 Tipps, damit der Spass nicht im Spital endet

Mit Tempo und Juchzer den Hang hinunter: Schlitteln macht Spass. Allerdings enden jährlich rund 6300 Schlittenfahrten der Schweizer Bevölkerung beim Arzt. Damit nichts passiert, lohnt es sich, gut ausgerüstet auf den richtigen Schlitten zu sitzen – und sich korrekt zu verhalten.

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Basel BS: 44-jähriger Deutscher bei Tram-Unfall am Karl Barth-Platz schwer verletzt

Am Sonntagmorgen, 16. Februar 2025 kam es kurz vor 6 Uhr bei der Tramstation Karl Barth-Platz zu einem Verkehrsunfall. Ein vom Zeughaus kommendes Tram der Linie 14 erfasste einen Fussgänger. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte ihn mit schwersten Verletzungen ins Universitätsspital Basel.

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Kantonspolizei Obwalden: Betrüger bieten minderwertige Ware auf der Strasse an

ACHTUNG: Betrüger unterwegs! Letzte Woche wurde ein Einheimischer auf der Strasse in ein Gespräch verwickelt und mit minderwertigen Lederjacken und Kaschmirpullovern bedrängt. Um solche Situationen zu vermeiden, beachten Sie bitte folgende Tipps:

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Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.