Schweiz

Eggersriet SG: Überholmanöver endet in Crash – vier Autos beteiligt, eine Frau verletzt

Am Freitag (14.02.2025), um 10 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einem Unfall mit vier Autos gekommen. Eine 57-jährige Frau wurde durch den Unfall unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren zehntausend Franken.

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Rorschach SG: Alkoholfahrt – 29-Jähriger kracht in Baum und Parkbank

Am Freitag (14.02.2025), kurz vor 01:30 Uhr, ist ein 29-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Hauptstrasse verunfallt. Es entstand Sachschaden von über 20'000 Franken. Dem Autofahrer war der Führerausweis bereits entzogen worden. Zudem war er alkoholisiert unterwegs.

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Kantonspolizei St.Gallen: Achtung, Blitzer! Standorte der semistationären Messanlagen

Wochenende in Sicht! Egal, wohin ihr unterwegs seid - passt auf euch auf und kommt sicher ans Ziel. Hier die aktuellen Standorte der >>semistationären Messanlagen<<.

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Heiligkreuz SG: 30-Jähriger prallt gegen Mauer und flüchtet – ohne Führerausweis unterwegs

Am Freitag (14.02.2025), um kurz nach 02:55 Uhr, ist es auf der Staatsstrasse zu einem Selbstunfall gekommen. Ein 30-jähriger Mann prallte mit seinem Auto gegen eine Mauer und entfernte sich anschliessend von der Unfallstelle, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Er war in fahrunfähigem Zustand, und ohne im Besitz eines Führerausweises zu sein, unterwegs. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.

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Wittenbach SG: Fahrunfähige Frau (36) fährt nach Unfall auf Felge weiter

Am Donnerstag (13.02.2025), kurz vor 21:10 Uhr, ist es an bislang unbekannter Örtlichkeit zwischen St.Gallen und Wittenbach mutmasslich zu einem Selbstunfall einer Autofahrerin gekommen. Die 36-Jährige fuhr mit dem beschädigten Auto anschliessend weiter, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern.

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Oetwil am See ZH: Chrüzlenstrasse wird saniert – Hochwasserschutz und Amphibienschutz

Die Chrüzlenstrasse in Oetwil am See ist zwischen der Winterhaldenstrasse und der Oberzelgstrasse in einem schadhaften Zustand und muss saniert werden. Gleichzeitig werden der Hochwasser- und Amphibienschutz verbessert. Der Regierungsrat hat dazu Ausgaben in der Höhe von rund 4,86 Mio. Franken bewilligt und das Projekt festgesetzt.

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Kantonspolizei Zürich: Ablenkung im Verkehr – ein kurzer Blick kann fatale Folgen haben

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Verkehr und lassen Sie sich nicht ablenken - egal, ob Sie mit dem Auto, dem Velo oder zu Fuss unterwegs sind! So helfen Sie mit, Unfälle zu vermeiden!

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Winterthur ZH: Praxisnahe Verkehrsregelung – Feuerwehr und Polizei zusammen im Training

Zusammen mit der Berufsfeuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur hat die Verkehrsinstruktion der Stadtpolizei Winterthur in den vergangenen Wochen dreimal eine praxisorientierte Ausbildung zur Verkehrsregelung durchgeführt. Die Verkehrsinstruktion vermittelte zuerst die Theorie, bevor es danach im Verkehrsgarten zur praktischen Übung kam.

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Zürich ZH: Polizeikaserne aus dem Jahr 1901

Die Polizeikaserne an der Kasernenstrasse im Zürcher Quartier Aussersihl (Kreis 4) wurde im Jahr 1901 fertiggestellt und diente über ein Jahrhundert als wichtiger Standort für die Kantonspolizei Zürich. Im Jahr 2023 zog die Polizei in das neue Polizei- und Justizzentrum (PJZ) um.

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Kanton St.Gallen: Wintereinbruch sorgt für 50 Unfälle – Verkehrschaos und Verletzte

Der Wintereinbruch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (14.02.2025) sorgte für schneebedeckte Strassen. Der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen wurden bis um 10 Uhr rund 50 Verkehrsunfälle (ohne Stadt St.Gallen) gemeldet.

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Stadt Uster ZH: Feuerwehr trainiert regelmässig lebensrettende Erste Hilfe

Häsch gwüsst… Die Feuerwehr Uster stellt an sich den Anspruch, dass unsere Feuerwehrleute im Dienst, wie auch im Privatleben, jederzeit "Erste Hilfe" leisten können. Deswegen absolviert all unser Personal regelmässig eine Weiterbildung im Bereich BLS/AED (Basic Life Support/ Defibrillator).

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Uster ZH: Nicht fahrfähige Deutsche (27) mit beschädigtem Auto nimmt Polizei den Vortritt

In der Nacht auf Sonntag, 09. Februar, stoppte eine Patrouille der Stadtpolizei Uster eine nicht fahrfähige Frau, nachdem diese der Patrouille den Vortritt genommen hatte. Bei der anschliessenden Kontrolle stellte sich heraus, dass die Lenkerin mutmasslich zuvor in einen Unfall verwickelt gewesen sein musste.

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Celerina GR: Mazedonier (56) schmuggelt über 21'000 Zigaretten – Ware beschlagnahmt

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hielten kürzlich in Celerina ein Fahrzeug mit einer Person an Bord an. Bei der Zollkontrolle stiessen sie auf über 100 Stangen Zigaretten. Diese waren ohne die Entrichtung der erforderlichen Abgaben in die Schweiz eingeführt worden.

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Autobahn A2/Uri: Nächtliche Sperrungen wegen Inspektionen der Schutzgalerien

Ab dem 17. Februar 2025 erfasst das Bundesamt für Strassen ASTRA in Absprache mit dem Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) während einer Woche den Zustand der Lawinen- und Steinschlagschutzgalerien zwischen Amsteg und Göschenen. Damit diese Arbeiten durchgeführt werden können, sind aufgrund der engen Platzverhältnisse nächtliche Fahrbahnsperrungen notwendig.

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Kantonspolizei Waadt: Informationstag in Savatan – Einblick in den Polizeiberuf

Am Samstag, 22. März, organisiert die Polizeiakademie Savatan in Zusammenarbeit mit ihren Partnerpolizeikorps einen Informationstag über die Polizeiberufe und die Vorbereitung auf das Auswahlverfahren. An diesem Tag haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Probeaufnahmetests für die Polizei zu absolvieren, sich mit den Personalverantwortlichen der verschiedenen Partnerpolizeien auszutauschen und die Einrichtungen der Akademie zu besichtigen.

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Les Ponts-de-Martel NE: Autofahrerin prallt gegen Baum – verletzt ins Spital gebracht

Am Donnerstag, 13. Februar, um 20:40 Uhr, war eine 57-jährige Frau aus La Chaux-du-Milieu mit ihrem Fahrzeug zwischen Les Ponts-de-Martel und Le Locle unterwegs. Auf Höhe La Molta-Dessus prallte ihr Auto gegen einen Baum am rechten Fahrbahnrand.

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Visp VS: Stützpunktfeuerwehr feiert Agathatag – 135 Einsätze & starke Gemeinschaft gewürdigt

Die Stützpunktfeuerwehr Region Visp feierte am 5. Februar 2025 ihre traditionelle Agathafeier in Eyholz. Unter der Organisation von Zug 2 versammelten sich die Feuerwehrangehörigen und Jugendfeuerwehrmitglieder zu Ehren ihrer Schutzpatronin, der heiligen St. Agatha, auf dem Schulhausplatz in Eyholz.

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Kantonspolizei Freiburg: Fachschüler tauchen ein in die Welt der Forensik

Wie arbeiten Kriminaltechniker, und warum sind Spuren am Tatort so entscheidend? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines besonderen Besuchs an einer Fachschule, bei dem die Kantonspolizei Freiburg den Schülern einen Einblick in die Forensik gab.

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Grandcour VD: Rollerfahrer prallt ungebremst in landwirtschaftlichen Anhänger – Fahrer tot

Am Dienstag, 11. Februar 2025, kurz nach 22 Uhr, verlor ein Rollerfahrer auf dem Chemin des Artisans in der Gemeinde Grandcour die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen geparkten landwirtschaftlichen Anhänger. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte verstarb der 19-jährige Schweizer Fahrer noch an der Unfallstelle.

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La Chaux-de-Fonds NE: Unfall im Kreisel – Verursacher flüchtet, Polizei sucht Zeugen

Am Montag, 10. Februar 2025, gegen 12:35 Uhr, fuhr ein weißer Citroën C3 im Kreisel Combe-à-l'Ours in La Chaux-de-Fonds auf der inneren Spur. Zu einem bestimmten Zeitpunkt kollidierte ein anderes Fahrzeug, das auf der äuseren Spur unterwegs war, mit dem Seitenspiegel des Citroëns und fuhr anschliessend weiter, ohne anzuhalten.

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Solothurn SO: Polizei-Spezialeinheit trainiert Rettungseinsätze auf Flüssen und Seen

Einsätze im oder auf dem Wasser hat die Sondergruppe (SG) Schifffahrt der Kapo Solothurn über das ganze Jahr verteilt. Trainiert wird zu jeder Tages- und Nachtzeit, bei Wind, Regen, Kälte oder Dunkelheit.

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Reinach BL: Betrunkener Fahrer kracht in Gegenverkehr – Strasse zwei Stunden gesperrt

Am Mittwochabend, 12. Februar 2025, um ca. 17.00 Uhr, ereignete sich auf der Birsigtalstrasse in Reinach BL, eine seitliche Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr ein 59-jähriger Fahrzeuglenker von Reinach-Dorf kommend auf der Birsigtalstrasse in Richtung Therwil.

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Kantonspolizei Schwyz: Nachwuchspolizisten trainieren Helikopter-Einweisung

Alle unsere jungen Polizistinnen und Polizisten werden ausgebildet, wie sie einen geeigneten Landeplatz für einen Helikopter finden und wie dieser richtig eingewiesen wird Diese Ausbildung bereitet sie auf den Berufsalltag vor, wo es immer mal wieder zu einer Helikoptereinweisung kommen kann.

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Winterthur ZH: 21-Jähriger nach Geldbezug mit Pfefferspray attackiert – Täter flüchtig

Am Mittwochabend, 12. Februar 2025, wurde ein junger Mann gegenüber dem Bahnhof Oberwinterthur von einem Unbekannten mit Pfefferspray angegriffen, nachdem er an einem Bancomaten Geld bezogen hatte. Dem Täter gelang die Flucht. Die Polizei sucht Zeugen.

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Grenchen SO: Nach Einbruch in Restaurant – Schweizer (30) und Slowene (40) festgenommen

An der Flughafenstrasse in Grenchen hat eine vorerst unbekannte Täterschaft in der Nacht auf Dienstag, 11. Februar 2025, einen Einbruch in ein Restaurant verübt. Im Verlauf der unverzüglich eingeleiteten Ermittlungen ist es der Kantonspolizei Solothurn gelungen, zwei tatverdächtige Männer anzuhalten und Deliktsgut sicherzustellen.

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Le Locle TI: Bewaffneter Raubüberfall auf Edelmetallfirma – Fahndung in zwei Ländern

Mehrere bewaffnete Täter haben ein Unternehmen in Le Locle überfallen, die Angestellten bedroht und Wertgegenstände erbeutet. Ein Mitarbeiter wurde verletzt. Die Täter flüchteten mit einem Fahrzeug, woraufhin eine gross angelegte Polizeifahndung in der Schweiz und Frankreich eingeleitet wurde.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.