Schweiz

Steinach SG: Auto prallt gegen Tanklastwagen – 75-Jähriger ins Spital gebracht

Am Donnerstag (09.01.2025), kurz nach 10:40 Uhr, ist es auf der Autobahn A23 zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Tanklastwagen gekommen. Dabei kollidierte das Auto mit dem entgegenkommenden Tanklastwagen eines 41-jährigen Mannes.

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Winterthur ZH: Kosovarin (24) am Kopf verletzt, Täter flüchtet – Polizei sucht Zeugen

Am Mittwochnachmittag (8.1.2025) ist in Winterthur-Grüze eine verletzte Frau aufgefunden worden. Kurz vor 15.30 Uhr wurde der Polizei eine verletzte Frau im Grüzequartier in Winterthur gemeldet. Die rasch eintreffenden Rettungskräfte fanden "Im Hölderli" eine Frau mit Kopfverletzungen vor.

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Cornaux NE: Lieferwagen überrollt Fuss einer 13-Jährigen – Polizei sucht Fahrer und Zeugen

Am Donnerstag, 9. Januar, gegen 07:00 Uhr, fuhr ein unbekannter Fahrer eines weissen Lieferwagens auf der Route du Moulin in Cornaux und wollte in die Route du Grand-Pont abbiegen. Dabei überrollte das rechte Hinterrad seines Fahrzeugs den Fuss eines 13-jährigen Mädchens aus Cornaux, das gerade den Zebrastreifen überquerte, um zur Bahnstation zu gelangen.

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Kanton Basel-Landschaft: Österreicher (33) nach Serie von Raubüberfällen festgenommen

Die Polizei Basel-Landschaft konnte vor zwei Tagen eine Person festnehmen, die dringend verdächtigt wird, zwischen März 2024 und Dezember 2024 mehrere Raubüberfälle auf Ladengeschäfte begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Locarno TI: Drei Männer aus Venezuela, Ecuador und Chile nach Einbruch gefasst

Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und die Stadtpolizei Locarno teilen mit, dass drei Personen festgenommen wurden: zwei 24-Jährige, ein venezolanischer und ein ecuadorianischer Staatsbürger, sowie ein 21-jähriger chilenischer Staatsbürger. Alle drei Männer sind in der Provinz Mailand wohnhaft.

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St.Gallen SG: Einbruch durch gekipptes Fenster – Täter fliehen nach Rückkehr der Eigentümerin

Am Mittwochabend (08.01.2025), in der Zeit zwischen 16:30 und 19:00 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in eine Erdgeschosswohnung an der Reherstrasse eingebrochen. Die Täterschaft verschaffte sich durch ein gekipptes Fenster gewaltsam Zutritt ins Haus und durchsuchte diverse Behältnisse.

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Kanton Wallis: Jahreskonzerte der Kantonspolizei mit Schlager- und Après-Ski-Hits

Von berühmten bayerischen Schlagern bis hin zu beliebten Après-Ski- Hits - die Jahreskonzerte des Spiels der Kantonspolizei versprechen einen stimmungsvollen Auftakt ins neue Jahr. Die Konzerte finden am Samstag, 11. Januar 2025, um 19 Uhr, im Kultur- und Kongresszentrum La Poste in Visp und am Sonntag, 12. Januar 2025, um 18 Uhr, in der Salle Polyvalente in Conthey statt.

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Schaffhausen SH: Im Promenadenpark Mann (56) überfallen und verletzt – Zeugen gesucht

Am Dienstagabend (07.01.2025) wurde eine Person im Promenadenpark der Stadt Schaffhausen von zwei Männern ausgeraubt und dabei verletzt. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Raubüberfall.

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St.Gallen SG: Neuer Imagefilm zeigt die Vielfalt der Polizeiarbeit – Einblicke früher und heute

Die Kantonspolizei St.Gallen gewährt in ihrem neuen Imagefilm "Wir" spannende Einblicke in die Zusammenarbeit ihrer verschiedenen Abteilungen. Von der Kantonalen Notrufzentrale über die Frontpolizistinnen und Frontpolizisten bis hin zu spezialisierten Fachdiensten – der Film zeigt eindrucksvoll, wie Einsätze oft das Zusammenspiel mehrerer Einheiten erfordern.

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Kanton Basel-Landschaft: Wie ein Polizeiverhandler mit Geschichten Leben rettet

Rainer Küng ist Polizeiverhandler. Er kommt bei Erpressungen, Geiselnahmen, Bedrohungen durch bewaffnete Personen oder bei Suizidinterventionen zum Einsatz. Mit seiner Masterarbeit im MAS Psychosoziale Beratung will er der Polizei eine neue Kommunikationstechnik für Verhandlungssituationen zur Verfügung stellen. Dafür hat er sich intensiv mit dem Geschichtenerzählen auseinandergesetzt.

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A1/Koppigen BE: Bau einer Wildtierüberführung führt zu Einschränkungen

Im Norden der Gemeinde Koppigen baut das Bundesamt für Strassen ASTRA eine Wildtierüberführung, welche die Autobahn und die Kantonsstrasse quert. Für die nächsten Arbeitsschritte muss der Pannenstreifen der Fahrtrichtung Bern bis ca. Ende März 2025 gesperrt werden. Die Höchstgeschwindigkeit wird im Bereich der Baustelle auf 100 km/h reduziert.

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A1/Winterthur ZH: Autobahn gesperrt wegen Person auf Brückengeländer

Die Kantonspolizei Zürich musste am Mittwochabend (8.1.2025) einen Abschnitt der A1 sperren, weil eine Person über das Brückengeländer einer Autobahnüberführung geklettert war und sich und andere Verkehrsteilnehmende in eine gefährliche Situation gebracht hatte. Kurz nach 20 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, dass sich auf der Autobahnüberführung Auwiesen in Winterthur eine Person befinde, die über das Geländer geklettert sei.

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Altbüron LU: Frontalkollision – Motorradfahrer (18) lebensgefährlich verletzt

Am Mittwochmorgen ist es in Altbüron zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer gekommen. Dieser erlitt beim Unfall lebensbedrohliche Verletzungen und wurde durch einen Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Die Strasse war für ca. fünf Stunden gesperrt.

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Bilten GL: Radverlust auf der A3 – Anhängerreifen prallt gegen Personenwagen

Am Mittwoch, 08. Januar 2025, ca. 10.15 Uhr, verlor der Lenker eines Sattelmotorfahrzeuges auf der Autobahn A3, Fahrtrichtung Zürich, vor der Autobahneinfahrt Bilten das rechte Rad des Anhängers. Dieses Rad rollte in der Folge auf die Überholspur und prallte dort ohne weitere Folgen in den hinteren Bereich eines überholenden Personenwagens.

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Zürich ZH: Vorsicht bei Online-Käufen – Betrüger nutzen E-Vignette für Phishing

Bei der Erneuerung der Autobahnvignette kann zwischen einer Klebevignette und einer E-Vignette gewählt werden. Gerade beim Kauf Letzterer ist jedoch besondere Achtsamkeit geboten, da Betrüger es auf die Kreditkartendaten ahnungsloser Käufer abgesehen haben.

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Locarno TI: Radfahrer (59) von schwerem Fahrzeug erfasst – tödlicher Unfall auf Radweg

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es gestern (07.01.2025) kurz vor 16.30 Uhr in der Via allo Stradonino in Locarno zu einem Verkehrsunfall kam. Ein 59-jähriger Schweizer Radfahrer mit Wohnsitz in der Gegend von Locarno war auf dem Radweg in Richtung Riazzino unterwegs.

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Cimadera TI: 44-jähriger Autofahrer stirbt bei Erdrutsch – Strasse bleibt gesperrt

Ergänzung zum Erdrutsch im Luganese: Im Zusammenhang mit dem heutigen Erdrutsch in Cimadera teilt die Kantonspolizei mit, dass sich im betroffenen Fahrzeug ein 44-jähriger Schweizer aus dem Luganese befand. Aus noch ungeklärten Gründen, die Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen sind, wurde das Fahrzeug von einem grossen Felsbrocken getroffen.

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Purasca TI: 89-Jähriger stürzt bei Gartenarbeiten zehn Meter in den Tod

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz vor 12:30 Uhr in Purasca Inferiore zu einem schweren Unfall gekommen ist. Aus bisher ungeklärten Gründen, die durch die polizeilichen Ermittlungen geklärt werden müssen, stürzte ein 89-jähriger Schweizer, wohnhaft im Luganese, bei Gartenarbeiten etwa zehn Meter in die Tiefe und landete auf dem Flussbett eines Baches.

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Cimadera TI: Gefährlicher Erdrutsch erfasst Auto – Strasse bleibt gesperrt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass es heute kurz nach 16:00 Uhr in der Via Cugnoli in Cimadera zu einem Erdrutsch gekommen ist, der ein Fahrzeug erfasste, das in Richtung Tesserete unterwegs war. Vor Ort im Einsatz waren Einsatzkräfte der Kantonspolizei und der Stadtpolizei Lugano, Rettungskräfte der Grünen Kreuz Rettungsorganisation Lugano, die Feuerwehr Lugano sowie der kantonale Geologe.

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Kanton Solothurn: Neues Online-Angebot zur Prävention von Gewalt und Bedrohungen

Das Kantonale Bedrohungsmanagement hat das Informationsangebot für die Bevölkerung im Kanton Solothurn erweitert. Neu können sich Betroffene über bedrohung.so.ch einfacher über Hilfs- und Beratungsangebote informieren, wenn sie sich mit Themen wie Drohungen, Häusliche Gewalt, Stalking, sexuelle Belästigung oder Radikalisierung konfrontiert sehen.

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Wangen bei Olten SO: 17-Jährige beim Überqueren der Strasse von Bus angefahren

Auf der Dorfstrasse in Wangen bei Olten ist am Mittwochmorgen, 8. Januar 2025, eine junge Fussgängerin beim Überqueren der Strasse von einem Linienbus erfasst und erheblich verletzt worden. Die Unfallursache wird durch die Polizei abgeklärt.

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Diepoldsau SG: Motorradfahrer (17) stürzt in Kurve und kollidiert mit Auto

Am Dienstag (07.01.2025), um 07:15 Uhr, ist es auf der Unterdorfstrasse zu einem Selbstunfall eines Motorrades gekommen. Dabei kollidierte das umgefallene Motorrad mit dem entgegenkommenden Auto einer 24-jährigen Frau.  Der 17-jährige Motorradfahrer wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 15'000 Franken.

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Niederuzwil SG: 23-Jähriger streift Hecke und prallt gegen Baum – fahrunfähig

Am Dienstag (07.01.2025), kurz nach 15:30 Uhr, ist es auf der Henauerstrasse zu einem Selbstunfall gekommen. Ein 23-jähriger Mann war fahrunfähig unterwegs. Er wurde mit eher leichten Verletzungen vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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A1/Gossau SG: Auffahrkollision mit zwei Verletzten – 45'000 Franken Sachschaden

Am Dienstag (07.01.2025), um 21:45 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 45'000 Franken.

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Pardiel SG: Skifahrerin prallt auf gestürztes Mädchen (11) – Rega im Einsatz

Am Dienstag (07.01.2025), kurz nach 12:30 Uhr, ist es auf der Skipiste Pardiel zu einem Zusammenstoss zwischen zwei Skifahrerinnen gekommen. Ein 11-jähriges Mädchen stürzte ohne Dritteinwirkung, woraufhin eine hinter ihr fahrende Skifahrerin nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte und in sie prallte.

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St.Gallen SG: Einbruchserie – Schmuck, Bargeld und Baustellenmaterial gestohlen

Zwischen Montag und Mittwochmorgen (08.01.2025) ist es in der Stadt St.Gallen zu mehreren Einbrüchen gekommen. Die Täterschaft stahl nebst Bargeld und Schmuck auch Baustellenmaterial im Wert von mehreren tausend Franken. Es entstand Sachschaden im Wert von rund 2’500 Franken.

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Luthern LU: Brand in Metallcontainer – Frau mit Rauchgasvergiftung ins Spital geflogen

Am Mittwochmorgen ist in Luthern in einem Metallcontainer ein Brand ausgebrochen. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Eine Person dürfte eine Rauchgasvergiftung erlitten haben. Sie wurde mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Die Brandursache ist derzeit unbekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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Kriens/Emmenbrücke LU: Fussgängerin und E-Scooter-Fahrer bei Verkehrsunfällen verletzt

Am Dienstagabend ist es in Kriens und Emmenbrücke zu Verkehrsunfällen gekommen. In beiden Fällen wurde jeweils eine Person beim Überqueren der Strasse von einem Auto angefahren und verletzt. Eine Person wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren

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Kanton Bern: Schutz und Rettung Bern dankt für die vorbildliche Rettungsgasse (Video)

Schutz und Rettung Bern bedankt sich herzlich bei allen Autofahrerinnen und Autofahrern, die mit der vorbildlichen Bildung einer Rettungsgasse einen gelungenen und sicheren Start ins neue Jahr ermöglicht haben. Ein veröffentlichtes Video zeigt eindrücklich, wie eine perfekt gebildete Rettungsgasse funktioniert – ein Musterbeispiel für Aufmerksamkeit und Solidarität im Strassenverkehr.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.