Schweiz

Rüti ZH: Baum stürzt bei Windböen auf Strasse – Fahrzeug leicht beschädigt

Am Donnerstagabend, 9. Januar 2025, wurde die Feuerwehr Rüti um 18:27 Uhr zu einem Einsatz am Niggitalweg alarmiert. Ein Baum war den starken Windböen nicht gewachsen, stürzte um und blockierte die Strasse. Dabei wurde ein geparktes Fahrzeug leicht beschädigt.

Weiterlesen

Brot-Plamboz NE: Unfallfahrer rammt Verkehrsmast – Lenker und Zeugen gesucht

Am späten Abend des Freitag, 10. Januar, bis zum frühen Morgen des Samstag, 11. Januar, war ein unbekannter Lenker mit einem weissen Fahrzeug auf der Strecke von La Tourne in Richtung Petits Ponts unterwegs. Beim Ortseingang von Brot-Plamboz prallte er in einer Linkskurve gegen einen Verkehrsmast und eine Leitbake.

Weiterlesen

Holderbank AG: Alkoholfahrt endet mit Frontalkollision und schwerem Sachschaden

Am Freitagabend geriet ein Automobilist auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einer entgegenkommenden Automobilistin. Der mutmassliche Unfallverursacher war stark alkoholisiert und verfügt zudem über keinen gültigen Führerausweis.

Weiterlesen

Lengnau AG: E-Auto bleibt unbeleuchtet liegen – Auffahrkollision mit hohem Sachschaden

Bei einer Auffahrkollision am Freitagabend musste die Surbtalstrasse für zirka zwei Stunden für den Verkehr gesperrt werden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. An den beteiligten Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden.

Weiterlesen

Uster ZH: 20-Jähriger mit Cannabis und Bargeld in fahruntüchtigem Auto gestoppt

Bei einer Fahrzeugkontrolle wurden am Dienstagmorgen, 7. Januar 2025 Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt. Der Lenker und seine jugendliche Begleitperson wurden durch die Stadtpolizeien Uster und Dübendorf verhaftet.

Weiterlesen

Kapo St.Gallen: Tierische Einsätze – Wenn die Polizei auf „phantastische Tierwesen“ trifft

Von entlaufenen Haustieren über exotische Reptilien bis hin zu Polizeihunden im Einsatz – die Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei St.Gallen begegnen bei ihrer Arbeit so manchen „Tierwesen“. Oft sind die tierischen Begegnungen spannend, manchmal witzig und vielfach eine echte Herausforderung. Ganz wie Newt Scamander im Spielfilm „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ entdecken die Einsatzkräfte immer wieder besondere Geschöpfe – nur eben ganz normale Tiere, die ihre eigenen Geschichten erzählen. Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen dieser tierischen Einsätze. Mensch und Tier verbindet seit jeher eine besondere und vielfältige Beziehung. Ob als Haustier, Nutztier oder einfach als wilde Bewohner unserer Umwelt – Tiere sind fester Bestandteil unseres Lebens. Und genauso oft, wie Tiere uns Menschen begleiten, begegnen sie auch den Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei St.Gallen in ihrer täglichen Arbeit. Dabei spielen sich oft spannende, mitunter auch erheiternde Szenen ab. Ganz wie im Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Dieser Blockbuster, basierend auf dem gleichnamigen Buch von J.K. Rowling und Teil der Harry Potter Reihe, zeigt die Abenteuer von Newt Scamander, der magische Kreaturen findet und schützt. Genauso entdecken die Einsatzkräfte immer wieder ganz normale, aber eben auch „phantastische“ Tierwesen – deren Geschichten wollen wir heute erzählen.

Weiterlesen

Kanton Appenzell Innerrhoden: Polizei warnt vor gefährlichen Phishing-Links

Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden ruft dazu auf, wachsam gegenüber verdächtigen Links zu sein, die per E-Mail, SMS oder Messenger-Diensten verschickt werden. Oft verstecken sich hinter solchen Links Phishing-Angriffe oder Schadsoftware, die Ihre persönlichen Daten oder Ihr Gerät gefährden können.

Weiterlesen

Lugano TI: Raubüberfall in der Via Pelli – Täter (19 und 25) verhaftet, Zeugen gesucht

Die Kantonspolizei teilt mit, dass ein 19-Jähriger und ein 25-Jähriger, beide italienische Staatsbürger mit Wohnsitz im Luganese bzw. im Bellinzonese, festgenommen wurden. Sie stehen im Verdacht, die Täter eines Raubüberfalls zu sein, der in den frühen Morgenstunden des 29.12.2024 in der Via Pelli in Lugano verübt wurde.

Weiterlesen

Buchberg SH: Einbruch in zwei Häuser – Täter entwenden Schmuck, Zeugenaufruf

Im Verlauf des Donnerstags (09.01.2025) ist in Buchberg in zwei Einfamilienhäuser eingebrochen worden. Die unbekannte Täterschaft entwendete dabei unter anderem diversen Schmuck. Die Schaffhauser Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Weiterlesen

Peseux NE: Dreirad-Motorrad stürzt auf Schulhof-Treppe – Fahrer (36) verletzt

Am Donnerstag, 9. Januar 2025, gegen 12:45 Uhr, fuhr ein 36-jähriger Mann mit einem leichten Dreirad-Motorrad im Schulhof des Bildungszentrums La Côte in Peseux. Aus noch ungeklärten Gründen geriet er in eine Treppe und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, das anschließend gegen eine Mauer prallte und bei seinem Sturz ...

Weiterlesen

Kapo St.Gallen: Cybercrime-Spezialist werden – Verstärkung im Team IT-Forensik & Cybercrime

Die Abteilung IT-Forensik & Cybercrime (IFC) ist für die Bekämpfung der Cyberkriminalität, die Sicherung und Aufbereitung von digitalen Spuren sowie technische Überwachungsmassnahmen verantwortlich. Zusammen mit staatsanwaltschaftlichen Spezialisten bildet sie das Kompetenzzentrum Cybercrime St.Gallen. Aufgrund der stetigen Digitalisierung der Gesellschaft kommt der Überwachung, Sicherung, Aufbereitung und Analyse digitaler Spuren eine immer grössere Bedeutung zu. Innerhalb eines dynamischen und motivierten Teams werden die kriminalistischen Fragestellungen unter hoher Fachkompetenz und mittels Anwendung modernster Sach- und Informationsmittel beantwortet.

Weiterlesen

Kantonspolizei Schwyz: Lehrgang 24-2 trainiert Wasserrettung für mehr Sicherheit

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs 24-2 der Interkantonalen Polizeischule (IPH) haben eine wichtige Einheit im Bereich Wasserrettung absolviert. Dabei lernten sie, wie Personen in tiefen Gewässern gerettet, Rettungsmittel richtig eingesetzt und Menschen sicher abgeschleppt werden können.

Weiterlesen

Kanton St.Gallen: Vorsicht bei winterlichen Strassenverhältnissen – Radarkontrollen

Die Kantonspolizei St.Gallen erinnert angesichts der winterlichen Witterung an die erhöhte Unfallgefahr durch glatte Strassen. Fahrzeuglenkende werden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren und die Geschwindigkeit den Strassenverhältnissen anzupassen, um sicher ans Ziel zu kommen.

Weiterlesen

A2/Gotthard UR: Geisterfahrer (76) verursacht Frontalcrash im Tunnel – vier Schwerverletzte

Heute Freitag, 10. Januar 2025, kurz vor 07.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Fahrzeugs mit Urner Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süd. Im Vortunnel des Gotthard-Strassentunnels wendete der 76-jährige Autofahrer aus unbekannten Gründen sein Fahrzeug und fuhr auf der Überholspur als Geisterfahrer in Fahrtrichtung Nord.

Weiterlesen

Rapperswil SG: Drei Autos in Auffahrunfall verwickelt - zwei Verletzte

Am Donnerstagabend (09.01.2025), um 17:30 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einer Auffahrkollision mit drei beteiligten Autos gekommen. Zwei Personen wurden eher leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 8'000 Franken.

Weiterlesen

Herisau AR: Rumänischer Tatverdächtiger nach Einbruch in Einfamilienhaus festgenommen

Am Donnerstag, 9. Januar 2025, ist eine Täterschaft in Herisau in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Aufgrund einer aufmerksamen Nachbarin konnte durch die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden eine verdächtigte Person angehalten und festgenommen genommen werden.

Weiterlesen

Schweizweiter Sirenentest am 5. Februar 2025: Bevölkerungsschutz im Fokus

Am Mittwoch, 5. Februar 2025, findet in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Mit dem Test werden die Sirenen überprüft, damit sie im Ereignisfall zuverlässig alarmieren.

Weiterlesen

Pfäffikon SZ: Senior (78) auf Zebrastreifen von Auto erfasst – schwer verletzt ins Spital

Am Donnerstagabend, 9. Januar 2025, ist ein Mann beim Überqueren eines Fussgängerstreifens in Pfäffikon von einem Auto erfasst worden. Der 78-jährige Fussgänger erlitt bei der Kollision unbestimmte Verletzungen und musste von Rettungskräften in ein ausserkantonales Spital verbracht werden.

Weiterlesen

Zürich ZH: Afghane (27) verletzt Mithäftling mit spitzem Gegenstand – Ermittlungen eingeleitet

Am Vormittag des 23. Dezembers kam es in einem Raum der Abteilung Untersuchungshaft zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei inhaftierten Personen, wobei eine der Personen die andere mit einem spitzen Gegenstand im Bereich des Kopfes verletzte. Die verletzte Person wurde vom gefängnisinternen Arzt umgehend medizinisch versorgt.

Weiterlesen

Basel-Stadt: Jugendlicher beschädigt bei Strolchenfahrt mehrere Autos – Zeugen gesucht

Am Mittwoch, 8. Januar 2025, nach 08.30 Uhr meldete sich ein Anwohner der Kaysersbergerstrasse bei der Kantonspolizei Basel-Stadt wegen eines Autos auf der Fahrbahn. Es stellte sich heraus, dass mit diesem Fahrzeug eine Strolchenfahrt unternommen worden war.

Weiterlesen

Teufen AR: Auto kollidiert auf vereister Fahrbahn mit Lastwagen – zwei Leichtverletzte

Am Donnerstagmorgen, 9. Januar 2025, hat sich in Teufen ein Unfall zwischen einem Auto und einem Lastwagen ereignet. Der Fahrer des Autos wurde ins Spital überführt. An beiden Fahrzeugen entstand beträchtlicher Sachschaden.

Weiterlesen

Melide TI: Versunkene Bohrmaschine aus Luganersee geborgen – Umweltschaden

Die Kantonspolizei teilt mit, dass in der Nacht im Gebiet von Melide Bergungsarbeiten für eine Maschine stattfanden, die am 14. September im Luganersee nördlich des Seedamms versunken war. An jenem Tag hatte sich bei Wellengang, ausgelöst durch starke Windböen, Material von einem Arbeitsponton verschoben und war ins Wasser gestürzt, darunter eine Bohrmaschine.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.