Schweiz

Altwis LU: Hanf-Plantage aufgedeckt – Betreiber gibt Gewinn von 100'000 Franken zu

In Altwis ist Ende Oktober eine illegale Hanf-Indoor-Anlage geräumt worden. Der 34-jährige Betreiber wurde festgenommen.   Im Rahmen der Ermittlungen konnten noch weitere Straftaten festgestellt werden. Aufgrund von Hinweisen und umfangreichen Ermittlungen konnte in Altwis eine Hanf-Indoor-Anlage geräumt werden....

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Freudental SH: Zwei Unfälle bei Glatteis – verletzte Fahrerinnen und Totalschäden

Am Dienstagmorgen (07.01.2025) haben sich im Freudental aufgrund von Glatteis fast zeitgleich zwei unabhängige Alleinunfälle mit Personenwagen ereignet. Beide Lenkerinnen wurden verletzt und mit zwei Rettungswagen in ein Spital gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

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Steinhausen ZG: Fussgängerin (79) angefahren – Rettungsdienst im Einsatz

Kurz nach 09:15 Uhr mussten die Einsatzkräfte zu einem weiteren Verkehrsunfall ausrücken. Auf der Zugerstrasse in der Gemeinde Steinhausen ist eine 79-jährige Frau beim Überqueren eines Fussgängerstreifens von einem Auto angefahren worden.

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Cham/Steinhausen ZG: Auffahrunfall und Fussgängerin angefahren – vier Verletzte

Am Dienstagmorgen (7. Januar 2025) ist es zu einem Auffahrunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen gekommen. Weiter wurde eine Fussgängerin von einem Auto angefahren. Vier Personen wurden verletzt und zwei Fahrzeuge erlitten Totalschaden.

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Stadt Basel: Spielröhre in der Trudi Gerster-Anlage in Flammen – Zeugen gesucht

Am Dienstag, 7. Januar 2025, circa 16.50 Uhr, hat die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt an die Roggenburgstrasse ausrücken müssen. Dort stand in der Trudi Gerster-Anlage eine Spielröhre und die dazugehörige Installation in Vollbrand.

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A8/Krattigen BE: Schwerverletzte bei Frontalcrash – Helikoptereinsatz nötig

Am Montagabend sind zwei Autos auf der A8 in Krattigen frontal miteinander kollidiert. Dabei wurden die beiden Autolenkenden schwer verletzt und mit Rettungshelikoptern ins Spital geflogen. Ermittlungen zum Unfallhergang sind im Gange.

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Solothurn SO: Fussgängerin von 89-jähriger Autofahrerin angefahren und verletzt

Auf der Baselstrasse in Solothurn ist am Dienstagmorgen, 7. Januar 2025, eine Fussgängerin beim Überqueren der Strasse von einem Auto erfasst und dabei mittelschwer verletzt worden. Die Unfallursache wird durch die Polizei abgeklärt.

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A2/Hagnau–Augst BL: Nächtliche Totalsperrung der A2 wegen Portalkran-Installation

Im Januar 2025 beginnen die Rohbauarbeiten für die neue Betriebszentrale Süd-Ost im Erhaltungsprojekt Hagnau–Augst. Für diese Arbeiten muss ein Portalkran im Baustellenbereich gestellt werden. Es kommt zu einer nächtlichen Totalsperrung der Fahrbahn in Richtung Luzern.

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Kanton Bern: Einblick in die Arbeit eines Jugendanwalts – Ronald Lips im Interview

Ronald Lips ist stellvertretender leitender Jugendanwalt und gewährt uns in diesem Interview einen Einblick in die Aufgaben der Jugendanwaltschaft. Er erklärt, wie die Jugendanwaltschaft durch Ermittlungen, Strafbefehle und Schutzmassnahmen dazu beiträgt, die persönliche Entwicklung junger Menschen zu fördern und einer kriminellen Laufbahn entgegenzuwirken.

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Bassecourt JU: Crash auf A16-Brücke – Vorfahrt missachtet

Am Montag, 6. Januar 2025, gegen 16:20 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall zwischen zwei Autos auf der Brücke über der Autobahn A16 bei Bassecourt. Ein Fahrzeug, das die Ausfahrt der A16 bei Bassecourt aus Richtung Glovelier nahm, gewährte an der Einmündung auf die Brücke dem korrekt fahrenden Fahrzeug in Richtung Bassecourt keine Vorfahrt.

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Hitzkirch LU: Betrunkener Bosnier (61) fährt Schlangenlinien und beschimpft Polizei

Die Luzerner Polizei hielt am Montagnachmittag (6. Januar 2025, ca. 13:30 Uhr) einen 61-jährigen Autofahrer an, der mit 0.95 mg/l Alkohol im Blut unterwegs war. Der Mann aus Bosnien und Herzegowina geriet mit dem Auto mehrfach auf die Gegenfahrbahn und beschimpfte die Polizisten bei der Kontrolle massiv.

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A2/Horw LU: 22-Jährige verliert Kontrolle – Auto prallt im Spiertunnel gegen Tunnelwand

Am Montag (6. Januar 2025, ca. 13:45 Uhr) verlor eine 22-jährige Lenkerin im Spiertunnel die Kontrolle über ihr Auto und prallte gegen die Tunnelwand. Verletzt wurde niemand. Der Gesamtsachschaden beträgt über 20'000 Franken.

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Luzern LU: Auto erfasst Fussgängerin (25) – Schwer verletzt ins Spital gebracht

Am Montagnachmittag (6. Januar 2025, nach 16:30 Uhr) wurde eine Fussgängerin, die korrekt die Strasse überquerte, auf der Kantonsstrasse K13 in Richtung Emmen von einem Auto angefahren. Die 25-jährige Frau erlitt erhebliche Verletzungen und wurde ins Spital gebracht.

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Nebikon LU: Alkoholisierte Autofahrerin prallt gegen Blocksteine – Führerausweis entzogen

Am Montagabend (6. Januar 2025, ca. 21:30 Uhr) fuhr eine 37-jährige Frau unter Alkoholeinfluss (0.55 mg/l) von Schötz in Richtung Altishofen. In Nebikon prallte sie im Kreisverkehr gegen Blocksteine und wurde leicht verletzt.

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Schaffhausen SH: Einbruchsversuch in Lebensmittelladen scheitert – Zeugen gesucht

In der Nacht auf Freitag (20.12.2024) hat eine unbekannte Täterschaft erfolglos versucht in einen Lebensmittelladen in der Stadt Schaffhausen einzubrechen. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall und verweist auf die aktuelle Präventionskampagne "Verdacht, ruf an – Polizeinotruf 117 – Gemeinsam gegen Einbruch."

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St.Gallen/Altstätten SG: Einbruchserie verursacht hohen Sach- und Diebstahlschaden

Am Sonntag (05.01.2025) und Montag ist es in der Stadt St.Gallen und in Altstätten zu drei Einbrüchen gekommen. Dabei verschaffte sich die Täterschaft jeweils gewaltsam Zutritt in die Liegenschaften, wobei Schmuck, Bargeld und Lebensmittel im Wert von mehreren tausend Franken gestohlen wurden.

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Schweiz: Neue Verkehrsregeln 2025 – Von Lärmverbot bis zu führerlosen Fahrzeugen

Wer mit seiner Auspuffanlage vermeidbaren Lärm verursacht, wird seit Anfang Jahr kräftig zur Kasse gebeten. Wer dagegen das Steuer beim Fahren gerne loslässt, darf sich freuen. Ab März dürfen Fahrerinnen und Fahrer eines Autos mit zugelassenem Autobahnpiloten das Lenkrad auf der Autobahn loslassen. Diese und weitere Neuerungen treten 2025 in Kraft.

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Wallis VS: 17-Jähriger filmt Explosionen illegaler Knallkörper – Hausdurchsuchung

Ein Minderjähriger hat in einem sozialen Netzwerk verschiedene Videos veröffentlicht, die Explosionen verbotener oder selbstgebauter Knallkörper zeigen. Die Kantonspolizei führte daraufhin eine Hausdurchsuchung durch und entdeckte einen grossen Vorrat an pyrotechnischen Gegenständen.

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Glarus GL: 80-Jähriger erfasst Fussgängerin auf Zebrastreifen

Am Montag, 06. Januar 2025, ca. 13.30 Uhr, kam es auf dem Fussgängerstreifen nach dem Landsgemeindekreisel in Glarus Richtung Netstal zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Fussgängerin. Der 80-jährige Fahrzeuglenker übersah die Fussgängerin, welche in der Strassenmitte auf der Fussgängerinsel stand...

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Melchtal OW: Sommerreifen und Drogen – 22-Jähriger prallt gegen Holzgebäude

Am Samstag, ca. 22.30 Uhr, fuhr ein 22-jähriger Autolenker vom Parkplatz der Stöckalp her kommend in Richtung Melchtal. Ausgangs Parkplatz kam er aufgrund der vereisten Fahrbahn ins Rutschen und kollidierte frontal mit einem kleinen Holzgebäude.

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Schaffhausen SH: Getränkelieferant beraubt, Täter flüchten mit Bier – Polizei sucht Zeugen

In der Nacht auf Sonntag (05.01.2024) ist eine unbekannte Täterschaft bei einem Getränkelieferanten im Herblingertal in der Stadt Schaffhausen eingebrochen und hat unter anderem Bier sowie weitere alkoholische Getränke gestohlen. Für den Abtransport nutzte die Täterschaft einen gestohlenen Lieferwagen. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen.

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Büren an der Aare BE: 62-Jähriger nach Pfeffersprayeinsatz in Bar verstorben

Am Donnerstagabend ereignete sich in einer Bar in Büren an der Aare ein medizinischer Notfall einer Person, welche zuvor von Sicherheitskräften zu Boden geführt werden musste. Der Mann ist dabei trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmassnahmen vor Ort verstorben. Ermittlungen zu den Umständen sind im Gang.

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Lausanne VD: Präventionskampagne „Enteisen, prüfen, losfahren!“ gestartet

Ab Montag, dem 6. Januar 2025, starten die Kantonspolizei Waadt und die Gemeindepolizeien des Kantons eine neue Sensibilisierungskampagne. Ziel ist es, die Bedeutung eines optimal gewarteten Fahrzeugs während der Winterzeit hervorzuheben und Verkehrsunfälle zu vermeiden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.