Schweiz

Turgi AG: Zwei 16-jährige Marokkaner bei Einbruch in Bahnhofkiosk festgenommen

Zwei zunächst Unbekannte brachen in der Nacht in den Bahnhofkiosk in Turgi ein. Die Polizei konnte zwei Jugendliche auf frischer Tat festnehmen. Eine Anwohnerin beobachtete am Weihnachtstag, 25. Dezember 2024, kurz nach vier Uhr, wie zwei Unbekannte in den Bahnhofkiosk in Turgi einbrachen.

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Kanton St.Gallen: Polizeieinsätze am 24. Dezember – von Einbrüchen bis Ruhestörungen

Die Kantonspolizei St.Gallen hatte in der Nacht von Dienstag (24.12.2024) auf Mittwoch alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise wurden jedoch keine schweren Straftaten festgestellt. Die Polizistinnen und Polizisten rückten an Heiligabend und in den frühen Morgenstunden wegen Lärmklagen, Alkoholkonsum, zwischenmenschlichen Problemen oder einem brennenden Adventskranz aus.

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Henau SG: Schweizer (69) in Einfamilienhaus tödlich verletzt – Ungarin (34) festgenommen

Am Dienstag (24.12.2024), kurz vor 12 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einer verletzten Person an der Blumenstrasse erhalten. Die Einsatzkräfte trafen vor Ort in einem Einfamilienhaus auf zwei Personen, eine 34-jährige Ungarin und einen schwerstverletzten 69-jährigen Schweizer, welcher noch vor Ort verstarb.

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Delémont JU/Autobahn A16: Fahrzeug überschlägt sich in Rechtskurve – Sachschaden

Am Dienstag, 24. Dezember 2024, kurz vor 15:00 Uhr, fuhr ein Autofahrer bei der Anschlussstelle Delémont–Est auf die Autobahn Nr. 16 in Richtung Porrentruy. Während er eine Rechtskurve durchfuhr, geriet sein Fahrzeug aus einem noch zu klärenden Grund nach links und geriet ins Schleudern.

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Schaffhauser Polizei: Rund um die Uhr im Einsatz für sichere Festtage

Weihnachten kann kommen – wir sind bereit! Während ihr euch auf Weihnachtsguetzli und Geschenke freut, schmücken wir nicht nur Weihnachtsbäume, sondern stehen auch über die Feiertage für euch im Einsatz. Egal, ob Schneemänner auf Abwege kommen oder Rentiere gegen die Strassenverkehrsordnung verstossen – wir sind rund um die Uhr für euch da.

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St. Niklausen/Lopper OW: Zwei Selbstunfälle und Verkehrsbehinderungen durch Schnee

Am 23.12.24, kurz nach 12:00 Uhr, kam es auf der schneebedeckten Melchtalerstrasse, unterhalb von St. Niklausen, zu einem Selbstunfall. Ein 53-jähriger Autolenker kam ab der Fahrbahn und kollidierte mit einem Strommasten. Dieser kippte um und behinderte das Weiterkommen für den restlichen Fahrverkehr. Zwecks Untersuchung wurden die Fahrzeuginsassen durch den Rettungsdienst ins nächste Spital überführt.

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Basel BS: Aktion "Noël" – 13 Festnahmen, überwiegend aus Osteuropa

Die alljährliche Aktion „Noël“ der Kantonspolizei Basel-Stadt konzentriert sich auf die Bekämpfung von Eigentumsdelikten wie Taschen- und Trickdiebstahl. Im Rahmen der diesjährigen Aktion konnten 13 Personen festgenommen und der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt übergeben geben.

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Territet VD: Schwerer Unfall – 90-jährige Fussgängerin schwer verletzt, Zeugen gesucht

Am Montag, 23. Dezember 2024, gegen 17:00 Uhr, ereignete sich auf der Avenue de Chillon in Territet ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem eine Fussgängerin und eine Autofahrerin beteiligt waren. Die Fussgängerin wurde schwer verletzt und mit einem Rettungswagen ins Spital gebracht. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.

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Autobahn A4: Ausbau zwischen Winterthur-Nord und Kleinandelfingen startet

Die Autobahn A4 zwischen Kleinandelfingen und Winterthur-Nord wird auf vier Fahrstreifen mit definitiver Richtungstrennung und Pannenstreifen ausgebaut. Voraussichtlich ab dieser Woche beginnen die Rodungsarbeiten. Im Frühling 2025 beginnen die Hauptarbeiten. Gemäss heutiger Planung sollen Ende 2028 die vier Spuren dem Betrieb übergeben werden.

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Kreuzlingen TG: Marokkaner durchsucht unverschlossenes Auto – Festnahme

In der Nacht auf Montag haben Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau in Kreuzlingen einen Mann festgenommen, der zuvor ein unverschlossenes Auto durchsucht hatte. Kurz nach 1 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass eine unbekannte Person an der Nationalstrasse in ein unverschlossenes Auto eingestiegen sei und dieses durchsucht habe.

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Rüti, Hätzingen, Näfels GL: Drei Unfälle auf schneebedeckten Strassen – Sachschaden

Am Dienstag, 24.12.2024, kam es auf schneebedeckten Glarner Strassen zu drei Verkehrsunfällen mit Sachschadenfolge. Gegen 05.25 Uhr fuhr ein 34jähriger Lenker auf der Umfahrungsstrasse Rüti in allgemeine Richtung Norden. Nach dem Verlassen eines Tunnels bemerkte er ein Rudel Hirsche auf der Strasse.

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Sissach BL/Autobahn A2: Fahrzeug in Flammen – Autobahn A2 kurzzeitig gesperrt

Am Dienstag, 24. Dezember 2024, kurz vor 10.30 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 bei Sissach BL in Fahrtrichtung Basel, zwischen Ebenraintunnel und Ausfahrt Sissach, zu einem Personenwagenbrand. Personen wurden nicht verletzt.

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Biel BE: Polizei verhindert Fan-Auseinandersetzung nach Eishockeyspiel

Am Montagabend hat die Kantonspolizei Bern in Biel nach dem Eishockeyspiel zwischen dem EHC Biel und dem SC Bern eine Auseinandersetzung zwischen Fans verhindern können. Es mussten Zwangsmittel eingesetzt werden, damit die beiden Fangruppierungen nicht aufeinandertreffen konnten.

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St.Gallen SG: 83-Jähriger verursacht Kollision mit Bus und Auto auf der Rehetobelstrasse

​Am Montagnachmittag (23.12.2024) kam es auf der Rehetobelstrasse zu einem Verkehrsunfall. Ein Autofahrer fuhr auf einen stehenden Bus auf, setzte dann zurück und kollidierte mit einem ebenfalls stillstehenden Auto. Es wurde niemand verletzt, jedoch entstand grosser Sachschaden an den drei Fahrzeugen.

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Schötz LU: Alkoholisierter Autofahrer verursacht Kollision auf der Luzernerstrasse

Am Montag hat sich auf der Luzernerstrasse in Schötz eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Ein Autofahrer wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren. Zwei Personen werden sich nötigenfalls in ärztliche Behandlung begeben. Eine Atemalkoholprobe bei einem der Autofahrer ergab einen Wert von 1.01 mg/l.

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Chiasso TI: Drei Frauen aus Italien nach Einbruchsfserie im Mendrisiotto festgenommen

Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) teilen mit, dass am 20.12.2024 drei Frauen festgenommen wurden: eine 21-jährige italienisch-kroatische Staatsbürgerin, eine 23-jährige italienische Staatsbürgerin und eine 30-jährige italienisch-serbische Staatsbürgerin, alle mit Wohnsitz in Italien. Die Identifizierung der drei Frauen erfolgte nach einer Ermittlung, die mit ihrer Festnahme in Chiasso bei einer Kontrolle durch BAZG-Beamte gipfelte.

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Basel BS: Bargeldraub in Geschäftsstelle – Täter (Rumäne) bei Flucht gestoppt

Am Montag, 23. Dezember 2024, circa 10.45 Uhr, hat ein Mann im Schalterbereich einer Geschäftsstelle an der Lange Gasse mehrere tausend Franken Bargeld geraubt. Dabei wurde niemand verletzt. Mitarbeiter der Geschäftsstelle konnten unterstützt von einer aufmerksamen Drittperson den Tatverdächtigen während der Flucht festhalten und der Kantonspolizei übergeben. Diese nahm den Mann im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt fest.

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Buchrain LU: Auffahrunfall im Zubringertunnel – Drei Verletzte, rund 35'000 CHF Sachschaden

Heute Nachmittag ist es im Autobahnzubringertunnel in Buchrain zu einer Auffahrkollision zwischen vier Autos gekommen. Drei Personen verletzten sich und mussten hospitalisiert werden. Aufgrund der Sperrung des Zubringertunnels entstand Rückstau.

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Gommiswald SG: Küchenbrand verursacht 50'000 Franken Sachschaden

Am Montag (23.12.2024), kurz vor 22 Uhr, ist es in einem Mehrfamilienhaus an der Sulzweidstrasse zu einem Brand gekommen. In der Wohnung im Erdgeschoss fing ein Vorhang in der Küche Feuer und sorgte für eine starke Rauchentwicklung. Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.

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Bevaix NE: 14-jähriger Fussgänger bei Verkehrsunfall verletzt – Polizei sucht Zeugen

Am Montag, dem 23. Dezember, um 13:40 Uhr, war eine 59-jährige Frau aus Cortaillod mit ihrem Auto auf der Strasse von Boudry nach Bevaix unterwegs. Am Ortseingang von Bevaix kam es zu einer Kollision mit einem 14-jährigen Fussgänger aus Cortaillod, der die Strasse überquerte.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.