Am Dienstag ist in Poschiavo ein illegal anwesender Marokkaner verhaftet worden.
Er wird verdächtigt, mehrere Diebstähle in der Val Poschiavo verübt zu haben.
Diese Frage erreicht uns immer wieder von Eltern. Wichtig ist, dass solche Vorfälle sofort der Polizei gemeldet werden.
So können wir rasch reagieren und Massnahmen treffen.
Die Rettung Basel-Stadt hat an ihrer traditionellen Jahresfeier am Donnerstagabend gegen hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Angehörige der Milizfeuerwehr, Betriebsfeuerwehren und Armee befördert, geehrt und verabschiedet.
Zum fünften Mal wurde die Auszeichnung „Retterin/Retter des Jahres“ vergeben.
Jan Oriane und Gian Roehrich, zwei herausragende Nachwuchstalente des Walliser Skisports, wurden von der Air Zermatt für ihre bedeutenden Fortschritte in der Skisaison 2023/24 ausgezeichnet.
Die beiden jungen Athleten erhielten speziell designte Helme in den Farben der Air Zermatt und dürfen nun für die kommenden zwölf Monate den Titel „Rookie of the Year“ tragen.
Bei der ersten Durchführung eines Jahresschlussrapports blickten die Departementsvorsteherin Stephanie Eymann und der Kommandant Thomas Würgler auf ein schwieriges Jahr für die Kantonspolizei Basel-Stadt zurück.
Kurz vor Jahresende präsentierte der Kommandant dem anwesenden Kader sowie den Gästen aus Politik, Verwaltung und Partnerorganisationen, wie im nächsten Jahr die polizeiliche Grundversorgung gestärkt werden soll.
Das Parlament revidierte im Dezember 2022 das Jagdgesetz, insbesondere um Konflikte zwischen Alpwirtschaft und Wolf zu mindern.
Dazu führte es die präventive Regulierung des Wolfsbestands ein. Weiter stärkte es Wildtierkorridore und Wildtierlebensräume. Der Bundesrat hat am 13. Dezember 2024 das geänderte Jagdgesetz zusammen mit der angepassten Jagdverordnung per 1. Februar 2025 in Kraft gesetzt.
Am Donnerstagabend (12.12.2024) fand in St.Gallen das Fussballspiel FC St.Gallen gegen Vitória Guimarães statt.
Vor und während des Spiels wurden viele pyrotechnische Gegenstände gezündet. Die Stadtpolizei konnte diesbezüglich vier Gästefans anhalten, welche angezeigt werden.
Am Donnerstag (12.12.2024) missachtete ein Velofahrer am Oberer Graben den Vortritt einer Autofahrerin und es kam zur Kollision.
Der Velofahrer verletzte sich leicht. Es entstand Sachschaden.
Beim Brand eines unbeaufsichtigten Adventskranzes in einem Verkaufsgeschäft in Bischofszell entstand in der Nacht auf Freitag hoher Sachschaden.
Die Kantonspolizei Thurgau bittet um Vorsicht im Umgang mit Kerzen.
Das Zürcher Obergericht hat entschieden, das Strafverfahren gegen drei Beschuldigte betreffend Bankgeheimnisverletzung und wirtschaftlichen Nachrichtendienst einzustellen.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft ist über den Entscheid des Obergerichts überrascht und prüft das weitere Vorgehen.
Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat Anfang Dezember beim Bezirksgericht Zürich Anklage gegen einen Mann wegen schwerer Körperverletzung, Sexualdelikten und weiterer Straftatbestände erhoben.
Ihm wird unter anderem vorgeworfen, im August 2023 im Stadtzürcher Kreis 10 eine Frau unter Gewaltanwendung sexuell missbraucht und schwer verletzt zu haben.
Anlässlich einer Geschwindigkeitskontrolle hat die Kantonspolizei Solothurn am Donnerstagabend, 12. Dezember 2024, auf der Luzernstrasse in Zuchwil mit einem mobilen Radargerät ein Auto mit 143 km/h gemessen.
Erlaubt sind im Bereich der Messstelle 60 km/h.
Am Donnerstagabend hat in Sempach ein Auto gebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Verletzt wurde niemand.
Am Auto entstand Totalschaden. Da verschmutztes Löschwasser in die Kanalisation geriet, musste eine Öl-Sperre errichtet werden.
In der Nacht nahm die Polizei in Aarau sowie in Zofingen je einen Mann fest. Bei beiden besteht der Verdacht, dass sie auf Einbruchs- oder Diebestour waren.
Tatort in Aarau war eine Schrebergartensiedlung an der Neumattstrasse.
Nach einer Serie von sieben Einbrüchen in der Stadt Schaffhausen, darunter vier in Restaurants, konnte die Schaffhauser Polizei einen Ermittlungserfolg erzielen.
Ein 15-jähriger Marokkaner wurde als tatverdächtig identifiziert und kurze Zeit nach den Taten festgenommen.
Ein Autofahrer überholte am Donnerstag (12. Dezember 2024, ca. 11:20 Uhr) auf der Hauptstrasse von Hildisrieden in Richtung Hochdorf (Gemeindegebiet Römerswil) ein Postauto.
Gemäss eigenen Aussagen musste der Autofahrer danach unmittelbar vor das Postauto fahren, um eine Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zu vermeiden.
Eine Autofahrerin fuhr am Donnerstag (12. Dezember 2024, ca. 15:45 Uhr) auf der Kantonsstrasse von Nottwil in Richtung Sursee.
Bei der Länggass-Kreuzung kollidierte sie mit dem Auto frontal mit einer Lichtsignalanlage.
Am Donnerstag (12. Dezember 2024, ca. 18:00 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Kantonsstrasse von Ruswil in Richtung Buttisholz.
Auf der Höhe der Liegenschaft Grindel 31 bog er nach links in Richtung Grindel ab.
Auf dem Bahnhofplatz in der Stadt Luzern kam es am Donnerstag (12. Dezember 2024, ca. 19:30 Uhr) zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Taxi.
Verletzt wurde beim Unfall niemand.
Am Sonntag findet das Super League Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und Servette FC statt.
Aufgrund des Besucherandrangs ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Es wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Auf der Autobahn A14 ist es zu einem Verkehrsunfall mit zwei involvierten Autos gekommen.
Die beiden Fahrzeuglenkenden mussten mit erheblichen Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Der Unfall führte im Morgenverkehr zu Verkehrsbehinderungen.
Ein Senior verlor am Donnerstagnachmittag in Obersiggenthal die Kontrolle über seinen Wagen und prallte gegen eine Strassenlampe.
Ein Rettungshelikopter flog den Verunfallten ins Spital.
Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich hat Ende November 2024 beim Bezirksgericht Zürich Anklage gegen einen 52-jährigen Schweizer wegen mehrfacher Bestechung fremder Amtsträger und weiterer Delikte erhoben.
Der Beschuldigte steht im Verdacht, im Zeitraum zwischen 2014 und 2016 direkt und via eine Mittelsfrau Informationen bezogen zu haben, welche aus nicht öffentlich zugänglichen Datenbeständen stammten und dem Amtsgeheimnis unterstanden.
Am Mittwochmorgen ist in Hinterkappelen ein Mann von einem mutmasslichen Täter mit einem gefährlichen Gegenstand angegriffen und leicht verletzt worden.
Die Kantonspolizei Bern sucht Zeugen, die Hinweise zum Tathergang machen können.
Mit Blick auf eine zukunftsfähige Sicherheitsinfrastruktur setzen Parlament und Bundesrat auf pragmatische Schritte:
Der Ständerat hat in der Herbstsession 2024 und der Nationalrat in der Wintersession 2024 die Übergangsfrist, um die Bewirtschaftung der Sirenen auf die Kantone zu übertragen, um vier Jahre verlängert.
Die Kommunikation zwischen den Strafjustizbehörden soll künftig durchgängig digital möglich sein.
Dazu sind weitere Digitalisierungsschritte und die Harmonisierung der entsprechenden Informatiksysteme nötig.
Zwischen Donnerstagabend (05.12.2024) und Montagmorgen (09.12.2024) hat eine unbekannte Täterschaft einen Einbruchdiebstahl in einen Geschäftsbetrieb in Neuhausen am Rheinfall verübt.
Dabei wurden diverse Baumaschinen gestohlen. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.
Am Donnerstag (12.12.2024), in der Zeit zwischen 16 Uhr und 18 Uhr, sind unbekannte Täterschaften in zwei Einfamilienhäuser an der Wilenwies eingebrochen.
Sie verschafften sich im einen Fall durch ein Fenster und im anderen Fall durch eine Balkontür gewaltsam Zutritt in die Häuser.
Am Mittwoch (11.12.2024), kurz vor 19:50 Uhr, hat die die Notrufzentrale der Stadtpolizei St.Gallen die Meldung von einem brennenden Fahrzeug an der Heiligkreuzstrasse erhalten.
Beim Eintreffen der aufgebotenen Patrouillen der Stadtpolizei sowie der Berufsfeuerwehr St.Gallen stand das Auto bereits in Vollbrand.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (12.12.2024) hat die Kantonspolizei St.Gallen mehrere Meldungen von Einschleichdiebstählen und deren Versuche in unverschlossene Autos und einen Geräteschuppen in Sevelen und Buchs erhalten.
Gleichzeitig meldeten viele Anwohnende verdächtige Personen in Quartieren. Anlässlich einer Personenkontrolle am Bahnhof Buchs konnte ein mutmasslicher Täter, ein 15-jähriger marokkanischer Asylbewerber, angehalten werden.
Am Donnerstag (12.12.2024) hat die Kantonspolizei St.Gallen im Rahmen von Verkehrskontrollen vier Verkehrsteilnehmende angehalten, die alkoholisiert waren oder als fahrunfähig eingestuft werden mussten.
Drei Autofahrern wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen. Ein weiterer Autofahrer wurde mit einem mehrstündigen Fahrverbot belegt.
Am Donnerstag (12.12.2024), kurz vor 23:50 Uhr, ist eine 22-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Bahnhofstrasse gegen zwei parkierte Autos geprallt.
Eine bei ihr durchgeführte beweissichere Atemalkoholprobe zeigte einen Wert von 0.92 mg/l. Der unverletzt gebliebenen Frau wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen.
Am Mittwoch (11.12.2024) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von einem durch eine unbekannte Person erlegten Hirsch im Bereich Tobel oberhalb der Tilserstrasse erhalten.
Gemäss jetzigen Erkenntnissen wurde das Tier erschossen, der Kopf als Trophäe mitgenommen und der restliche Wildkörper in einem Waldstück liegen gelassen. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Donnerstagnachmittag ist auf der Engadinerstrasse eine Automobilistin einer Schneefräse aufgefahren.
Durch die heftige Kollision wurde die Frau verletzt.
In Basel-Stadt kursieren Aufkleber mit gefälschten QR-Codes auf Parkuhren, die auf eine Phishing-Webseite verweisen.
An Basler Parkuhren kann nur mit Bargeld oder der offiziellen App „ParkSmart Basel“ bezahlt werden.
Am vergangenen Samstag erlitten in Giswil 26 Personen eine Kohlenmonoxidvergiftung.
Die Kantonspolizei Obwalden hat zusammen mit dem Forensischen Institut Zürich Ermittlungen aufgenommen. Die Untersuchungsergebnisse liegen nun vor.
Von Mitte Dezember 2023 bis Mitte Februar 2024 fand im sogenannten Grossraubtierkompartiment Zentralschweiz West bereits zum fünften Mal ein Luchsmonitoring statt.
Dieses Monitoring nutzt ein Netz aus Fotofallen zur Bestimmung der Luchsdichte. Gegenüber den Aufnahmen im Winter 2020/2021 liegt die ermittelte Luchsdichte im Referenzgebiet leicht höher, gegenüber früheren Monitorings aber tiefer.
Bezugnehmend auf den Hausbrand in Nidfurn vom Donnerstag, 05. Dezember 2024, ab ca. 05.00 Uhr, konnte die gleichentags im Brandobjekt geborgene Leiche inzwischen vom Institut für Rechtsmedizin Zürich identifiziert werden.
Bei der Leiche handelt es sich um den vermissten, 48-jährigen Hausbewohner.
Am Donnerstag, (12.12.2024) ereigneten sich auf der Enggenhüttenstrasse zwei Verkehrsunfälle mit Sachschaden.
Am Donnerstagmorgen um 09.30 Uhr verlor eine 45-jährige Autofahrerin Höhe Enggenhüttenstrasse 94 die Herrschaft über ihr Fahrzeug und kollidierte mit dem rechtsseitigen Wiesenbord / Fels.
Die Mannschaft der Regionalpolizei hat auch in diesem Jahr mit grossem Engagement für Sicherheit und Ordnung gesorgt.
Die Polizeipräsenz konnte in allen 22 Vertragsgemeinden ausgebaut werden.
Im Hinblick auf das geplante Polizei- und Sicherheitszentrum im Herblingertal in der Stadt Schaffhausen (Bezug voraussichtlich im Jahr 2028) hat die Schaffhauser Polizei im Rahmen ihres Umstrukturierungsprojektes "Fürsi" ihre Organisation angepasst.
Die Schaffhauser Polizei erledigt weiterhin die gleichen Aufgaben mit den gleichen Leuten wie bisher, diese können durch die Umstrukturierung ab Mittwoch (01.01.2025) aber gezielter und ereignisbezogener einsetzt werden.
Die Kantonspolizei Zürich hat am späten Mittwochabend (11.12.2024) in Zürich 12 zwei Einbrecher verhaftet.
Kurz nach 23 Uhr fiel Kantonspolizisten ein verdächtiges Fahrzeug auf, das mit zwei Männern besetzt war.
Am 12. Dezember 2024, ab ca. 11.00 Uhr, kam es aufgrund unbekannter Ursache im Bunker der Kehrrichtverbrennungsanlage Linth zu einem Brand, weshalb die Feuerwehr Glarus Nord zur Löschung alarmiert werden musste, um den Schwelbrand im Abfallberg zu löschen.
Dies gelang gegen 15.30 Uhr. Eine Brandursache ist auch nachträglich nicht ersichtlich und im Weiteren nicht Gegenstand von Ermittlungen.
Die Anzahl der Taschendiebstähle hat in diesem Jahr erneut zugenommen. Mit diesen Einkaufstaschen sind wir an den kommenden zwei Sonntagsverkäufen in verschiedenen Regionen unterwegs.
Im Fokus dieser Aktionen steht die Sensibilisierung und der Austausch mit der Bevölkerung.
In Matzendorf hat ein Mann am Donnerstagmittag ein Geschäft überfallen und ist mit dem erbeuteten Bargeld geflohen.
Eine Patrouille der Kantonspolizei Solothurn konnte den mutmasslichen Täter kurz darauf anhalten. Er wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.