Schweiz

Frauenfeld TG: Polizeieinsatz nach Eishockeyspiel

Nach dem Spiel zwischen dem EHC Frauenfeld und dem SC Langenthal konnte die Kantonspolizei Thurgau am Samstag in Frauenfeld eine Konfrontation zwischen den beiden Fanlagern verhindern. Schon vor Spielbeginn und während des Spieles kam es zwischen Personen aus den beiden Fanlagern zu Provokationen.

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Frauenfeld TG: Brand in MFH - drei Personen ins Spital gebracht

Nach dem Brand einer Wohnung in Frauenfeld wurden drei Personen ins Spital gebracht. Die Brandursache ist noch unklar und wird abgeklärt. Um 19.30 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass es in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Walzmühlestrasse brenne.

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Gams SG: Fahrunfähige Autofahrerin (76) kollidiert mit Brückengeländer

Am Sonntag (27.10.2024), kurz nach 07:30 Uhr, ist es in der ‘Matte’ zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Eine 76-jährige Frau prallte mit ihrem Auto in fahrunfähigem Zustand gegen ein Brückengeländer. Der Führerausweis wurde der Fahrerin abgenommen. Es entstand Sachschaden von rund 25'000 Franken.

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Bezirk Affoltern ZH: Bei Verkehrskontrollen mehrere Fahrunfähige angehalten

Die Kantonspolizei Zürich hat zusammen mit der Zuger Polizei in der Nacht auf Samstag (26.10.2024) in Grenzgemeinden zum Kanton Zug Verkehrskontrollen durchgeführt und mehrere fehlbare Lenker zur Anzeige gebracht. Während mehrerer Stunden überprüften die Polizistinnen und Polizisten 83 Fahrzeuge sowie 128 Personen.

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Meilen ZH: Mehrere nicht fahrfähige Lenker angehalten

Die Kantonspolizei Zürich hat zusammen mit der Kommunalpolizei Meilen in den vergangenen Tagen diverse Verkehrskontrollen durchgeführt und im Bezirk Meilen mehrere nicht fahrfähige Lenker gestoppt. Am Donnerstag und Freitag (24./25. Oktober) führten Polizistinnen und Polizisten ab dem frühen Abend an diversen Örtlichkeiten Verkehrskontrollen durch.

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Stadt Luzern: Bilanz Fussballspiel FC Luzern – Yverdon Sport

Am Samstagabend fand auf der Luzerner Allmend das Fussballspiel zwischen dem FC Luzern und Yverdon Sport statt. Dies unter Auflagen, welche im Rahmen des Kaskadenmodells durch die Bewilligungsbehörde verfügt wurden. Im Rahmen des Spiels kam es zu keiner polizeilichen Intervention. Ob Auflagen verletzt wurden, wird im Nachgang analysiert.

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Hoffeld SG: Fahrunfähiger Autofahrer (27) prallt gegen Briefkasten und Hecke

Am Samstag (26.10.2024), um 22:40 Uhr, ist es auf der Ebersolstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Der 27-jährige Fahrer prallte mit seinem Auto in fahrunfähigem Zustand gegen eine Hecke und einen Briefkasten. Der Führerausweis wurde dem Fahrer abgenommen. Es entstand Sachschaden.

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Frenkendorf BL: Zwei Festnahmen nach Diebstählen aus Fahrzeug

Am Samstagmorgen, 26. Oktober 2024, kurz vor 07.00 Uhr, konnten nach Diebstählen ab/aus Fahrzeugen in Frenkendorf BL zwei mutmassliche Täter durch die Polizei Basel-Landschaft festgenommen werden. Am Samstagmorgen, kurz nach 06.30 Uhr, ging bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft die Meldung ein, dass durch eine unbekannte Täterschaft ein Diebstahl ab/aus Fahrzeug stattgefunden hat.

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Oberaach TG: Zwei Tunesier (25, 34) nach Diebstahl festgenommen

Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Freitagabend in Oberaach zwei "Fälleler" festgenommen und Deliktgut sichergestellt. Kurz nach 22 Uhr gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale Meldungen ein, dass zwei Männer an der Mühlenstrasse und an der Harmoniewiese unverschlossene Autos durchsuchen würden und versucht hätten, in ein Haus zu gelangen.

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Bösingen FR: Algerier (31) und Marokkaner (27) wegen Diebstahls festgenommen

In Bösingen wurden nach einem Hinweis aus der Bevölkerung zwei Personen von der Kantonspolizei Freiburg festgenommen. Die Polizei fand auf ihnen verschiedene Gegenstände von zweifelhafter Herkunft. Sie wurden vorläufig festgenommen. Am Samstag, den 26. Oktober 2024, gegen 03.20 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Freiburg den Anruf eines Bürgers, dem das verdächtige Verhalten von zwei Personen in Thürlefeld aufgefallen war.

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Air Zermatt: Proffix ERP-System im Einsatz bei der Pionierin in der alpinen Flugrettung

Die Air Zermatt ist eine Pionierin in der alpinen Luftrettung und ein führendes Dienstleistungsunternehmen für Versorgungs- und Erlebnisflüge in einer der bekanntesten Schweizer Tourismusregionen. Mit dem Proffix ERP-System hat sie ihre administrativen Prozesse digitalisiert und automatisiert. Beispiel für die Vorteile der Lösung: die integrierte Gönnerverwaltung.

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Haag SG: 18-jähriger Motorradfahrer nach Auffahrkollision mit Auto verletzt

Am Freitag (25.10.2024), um 18:15 Uhr, ist es auf der Buchserstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Der 18-jährige Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

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Mels SG / A3: Auffahrkollision zwischen Auto und Lieferwagen - vier Personen verletzt

Am Freitag (25.10.2024), kurz vor 12:40 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Vier Personen wurden dabei leicht verletzt. Sie wurden von zwei Rettungswagen ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 24’000 Franken.

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Bahnhof Sarnen Nord OW: Fussgänger (16) durch unbekanntes Fahrzeug verletzt

Vorgestern kurz nach 21.30 Uhr überquerte ein 16-jähriger Fussgänger die Industriestrasse beim Bahnhof Sarnen Nord. Dabei wurde er durch ein unbekanntes schwarzes Fahrzeug touchiert und verletzte sich dabei. Das Fahrzeug fuhr weiter ohne sich um den Fussgänger zu kümmern.

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Kreuzlingen TG: Zwei Jugendliche in Einfamilienhaus eingeschlichen – Festnahme

In der Nacht auf Freitag wurden in Kreuzlingen zwei Jugendliche festgenommen, die zuvor in ein Einfamilienhaus eingeschlichen sind. Die Bewohner eines Einfamilienhauses an der Sandbreitestrasse bemerkten kurz vor 2 Uhr zwei unbekannte Personen in ihrem Haus und alarmierten die Kantonale Notrufzentrale. Die Tatverdächtigen flüchteten zu Fuss ohne Deliktsgut.

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Olten SO: Tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen – Zeugenaufruf

In der Nacht auf Freitag, 25. Oktober 2024, ist es in Olten im Bereich der „Handelshofkreuzung“ zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Dabei wurden zwei Männer verletzt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Quinto TI: Letzte Öffnung der Autobahnausfahrt CUPRA auf der A2 vor Wintersperre

Das Bundesamt für Strassen ASTRA informiert, dass die bevorzugte Ausfahrtsspur Airolo/Passstrassen „CUPRA“ letztmals von Freitag, 25. Oktober bis Sonntag, 27. Oktober 2024 von 09:00 bis 19:00 Uhr zugänglich sein wird. Die provisorische CUPRA-Spur wird im Frühjahr 2025 wieder in Betrieb genommen. Mit der Herbstsaison endet der jährliche Einsatz der bevorzugten Ausfahrtsspur Airolo/Passstrassen CUPRA. Im Jahr 2024 war die CUPRA-Spur jeden Freitag, Samstag und Sonntag zwischen dem 31. Mai und dem 27. Oktober 2024 aktiv.

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Tessin TI: Angekündigte Geschwindigkeitskontrollen in Woche 44

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien teilen mit, dass im Rahmen der Verkehrsprävention in der Woche 44 vom 28.10.2024 bis 03.11.2024 mobile und halb-stationäre Geschwindigkeitskontrollen in folgenden Gemeinden durchgeführt werden. Es gibt mobile und halb-stationäre Geschwindigkeitskontrollen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.