Schweiz

Kanton BL / Autobahn A2: Auffahrkollision zwischen drei Autos – Zeugenaufruf

Am Mittwochmorgen, 11. September 2024, kurz vor 07.45 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A2 vor dem Schweizerhalle-Tunnel in Fahrtrichtung Basel auf der zweiten Überholspur eine Auffahrkollision zwischen drei Personenwagen. Personen wurden beim Unfall keine verletzt.

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Kanton Glarus: Leistungsvereinbarung mit dem Frauenhaus St.Gallen wird abgeschlossen

Der Kanton Glarus schliesst mit dem Frauenhaus St. Gallen zwei Leistungsvereinbarungen zur Finanzierung der Plätze im Frauenhaus und der zentralen Opferhilfe-Telefonnummer ab. Der Kanton Glarus schliesst mit dem Frauenhaus St. Gallen zwei Leistungsvereinbarung ab, um ausreichend Plätze in Not- und Schutzunterkünften für Frauen und Kinder zur Verfügung stellen und rund um die Uhr eine zentrale Opferhilfe-Telefonnummer anbieten zu können.

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Flughafen Zürich: Mit 15 kg Ketamin im Gepäck gestoppt

Am frühen Dienstagabend (10.9.2024) hat die Kantonspolizei Zürich am Flughafen Zürich eine Frau mit 15 Kilogramm Ketamin im Gepäck verhaftet. Bei der Kontrolle eines Gepäckstückes aus Hamburg stellte das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit fest, dass dieser Koffer mit abgepacktem, weissem Pulver gefüllt war.

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Hägendorf SO: Mann setzt sich auf offener Strasse in Brand – ins Spital geflogen

Auf der Solothurnerstrasse in Hägendorf hat sich am Mittwoch, 11. September 2024, ein Mann aus derzeit unbekannten Gründen in Brand gesetzt und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Nach der ärztlichen Erstbetreuung vor Ort wurde er mit einem Rettungshelikopter der Rega in ein Spital geflogen.

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Stadt Bern BE: Mehrfamilienhaus gerät in Brand

Heute Morgen kurz nach 06:30 Uhr rückte die Berufsfeuerwehr Bern zu einem Brandeinsatz im vierten Stock eines Wohnhauses im Holligenquartier aus. Der Brand, der durch einen automatischen Brandalarm gemeldet wurde, konnte dank der schnellen Intervention des Löschzugs über eine Leitung ab dem Tanklöschfahrzeug (TLF) gelöscht werden.

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Stadt Luzern LU: Während Kontrolle leuchten Strassenlampen tagsüber

Vom 11. bis 20. September sowie vom 30. September bis 11. Oktober 2024 kontrolliert ewl energie wasser luzern die Strassenbeleuchtungen in der Luzerner Innenstadt. ewl erledigt diesen routinemässigen Check im Auftrag des Tiefbauamts der Stadt Luzern. Um die Beleuchtungen zu testen, werden während den genannten Zeiten einzelne Strassen und Gehwege in der Innenstadt auch tagsüber beleuchtet sein.

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Flurlingen ZH / Autobahn A4: Frontalkollision zwischen Lastwagen und Auto – ein Verletzter

Am Mittwochmorgen (11.09.2024) hat sich auf der A4 in Flurlingen eine Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Lastwagen ereignet. Der Autofahrer wurde bei dieser Kollision verletzt. Der Unfallhergang ist Gegenstand laufenden Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Ramsen SH / Bahnhofstrasse: Nachbars Lieferwagen wurde bei Heckenbrand beschädigt

Am frühen Dienstagnachmittag (10.09.2024) hat in Ramsen ein Mann beim Abflammen von Unkraut einen Heckenbrand verursacht. Personen wurden bei diesem Brandvorfall keine verletzt. Jedoch wurden – nebst der Hecke - ein hölzerner Gartenzaun und ein Lieferwagen eines Nachbarn beschädigt.

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Kanton Luzern / Autobahn A2: Alkoholisierter Autofahrer (58) verursacht Streifkollision

In der Nacht auf Mittwoch hat ein alkoholisierter Autofahrer auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden mehrere Kollisionen verursacht. Unter anderem kam es im Tunnel Eich zu einer Kollision mit einem anderen Auto. Auf der Raststätte Neuenkirch konnte der Fahrer angehalten werden.

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Stadt St.Gallen SG: Nigerianer (35) verletzt nach Flucht zwei Polizisten bei Festnahme

Am Dienstag (10.09.2024), kurz vor 19 Uhr, hat sich ein 35-jähriger Nigerianer beim Bohl einer Personenkontrolle entzogen, nachdem ihn eine Fusspatrouille der Kantonspolizei St.Gallen kontrollieren wollte. Er konnte schliesslich eingeholt und festgenommen werden. Aufgrund seiner Gegenwehr verletzten sich zwei Kantonspolizisten.

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Stadt St.Gallen / St.Fiden / A1: Crash zwischen Sattelschlepper und Auto – eine Person verletzt

Am Dienstag (10.09.2024), kurz vor 15:45 Uhr, ist es bei der Einfahrt St.Fiden in die Autobahn A1 zu einem Unfall zwischen einem Sattelschlepper und einem Auto gekommen. Der 82-jährige Autofahrer wurde dabei leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 10'000 Franken.

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Rapperswil-Jona SG: E-Bike-Fahrerin (76) nach Zusammenstoss mit Auto unbestimmt verletzt

Am Dienstag (10.09.2024), um 17:35 Uhr, sind auf der Fluhstrasse ein Auto und ein E-Bike zusammengestossen. Eine 76-jährige E-Bike-Fahrerin wurde dabei unbestimmt verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.

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Baden AG: Algerier (24) nach nächtlichem Diebstahl festgenommen

Dank der Meldung eines Augenzeugen konnte die Polizei am späten Dienstagabend einen Mann mit einem entwendeten Velo sowie weiterem Diebesgut festnehmen. Einem Anwohner fiel am späten Dienstagabend, 10. September 2024, in einem Badener Wohnquartier ein Mann auf, der ein abgeschlossenes Fahrrad abzutransportieren schien. Als der Unbekannte sich beobachtet fühlte, liess er das Velo fallen und rannte weg.

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strassen.gr.ch - Verbesserter Service für Strassenzustandsmeldungen im Kanton GR

Die Webseite www.strassen.gr.ch präsentiert sich ab heute in einem neuen Gewand: Mit einer Vielzahl an Verbesserungen und neuen Funktionen bietet das Tiefbauamt den Nutzerinnen und Nutzern jetzt noch präzisere und umfangreichere Informationen zum aktuellen Strassenzustand. Mit jährlich über einer Million Seitenaufrufen ist strassen.gr.ch eine der meistbesuchten Webseiten der kantonalen Verwaltung.

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Stadt Schaffhausen SH: Videoüberwachung von Cup-Fussballspiel

Die Schaffhauser Polizei wird im Zusammenhang mit dem Schweizer Cup-Fussballspiel des FC Schaffhausen gegen Servette FC im Fussballstadion im Herblingertal in der Stadt Schaffhausen am Sonntagnachmittag (15.09.2024) – zwecks Gewährleistung der Sicherheit – eine Videoüberwachung des Aussenbereichs des Stadions vornehmen. Um 14.30 Uhr am Sonntagnachmittag (15.09.2024) spielen der FC Schaffhausen und Servette FC im Fussballstadion im Herblingertal in der Stadt Schaffhausen im Rahmen des Schweizer Fussballcups 2024/25 gegeneinander.

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Stadt Luzern LU: 72-jährige Fussgängerin angegangen und verletzt - Zeugenaufruf

Zwischen einer Fussgängerin und einer Velofahrerin und einem Velofahrer ist es am Dienstagvormittag auf dem Carl-Spitteler-Quai in der Stadt Luzern zu einer Auseinandersetzung gekommen. Nach einem verbalen Disput wurde die Fussgängerin vom Velofahrer gestossen und verletzte sich dabei. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Personenwagen stürzt in Innerthal SZ mehrere Meter Abhang herunter – zwei Verletzte

Am Dienstagnachmittag, 10. September 2024, fuhr eine 33-jährige PW-Lenkerin im Gebiet Ober Boden in Innerthal auf einer Kiesstrasse talwärts in Richtung Wägitalersee. Um 15.45 Uhr geriet sie auf der rechten Seite in einen Graben. Nachdem sie das Fahrzeug wieder in Richtung Kiesstrasse lenken konnte, fuhr sie auf der gegenüberliegenden Seite über den Strassenrand hinaus.

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Realp UR: Auffahrkollision zwischen zwei Motorrädern – zwei Personen verletzt

Gestern Dienstag, 10. September 2024, kurz vor 10.30 Uhr, fuhr ein 62-jähriger Motorradlenker mit britischem Kontrollschild vom Furkapass herkommend in Richtung Realp. Da ein vor ihm fahrender 61-jähriger Motorradlenker mit ebenfalls britischem Kontrollschild beabsichtigte links auf einen Parkplatz abzubiegen, verlangsamte dieser seine Fahrtgeschwindigkeit.

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Gossau SG: Kleinmotorradfahrer (15) bei Selbstunfall verletzt

Am Dienstag (10.09.2024), um 07:05 Uhr, ist es auf der Bischofszellerstrasse zu einem Selbstunfall eines Kleinmotorradfahrers gekommen. Der 15-Jährige fuhr mit seinem Kleinmotorrad auf der Bischofszellerstrasse in Richtung Gossau.

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Eine Lehrstelle bei der Kapo Zürich

Die Kantonspolizei Zürich beschäftigt rund 3900 Mitarbeitende im ganzen Kanton. Es braucht aber nicht nur Polizistinnen und Polizisten. Viele Aufgaben, die sich hinter den Kulissen abspielen, werden durch kompetente, zivile Angestellte übernommen. Deshalb sind wir der ideale Betrieb für eine vielseitige Lehre in einem spannenden Umfeld.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.