Aktuell findet der Verkehrsunterricht in den Kindergärten von Schaffhausen statt. Dabei wird den Kindergartenkindern das richtige Verhalten im Strassenverkehr übermittelt.
Die Verkehrsinstruktoren der Schaffhauser Polizei bitten die Strassenverkehrsteilnehmer um Rücksicht und Verständnis.
SRZ am Knabenschiessen:
vor Ort mit einem Sanitätsposten und mit zusätzlichen RTW
die Feuerpolizei prüft vorab die Fluchtwege
die Berufsfeuerwehr nutzt die Trainingsmöglichkeit und kennt die Zufahrten
die Logistik baut auf und bringt das benötigte Material
das Team Planung Grossanlässe hat im Vorfeld alles koordiniert
Auch wenn sie nicht zu sehen sind, tragen sie einen wichtigen Teil zum operativen Betrieb der Air Zermatt bei: unsere Luftfahrzeug-Techniker in Zermatt und Raron!
Sie schrauben, reparieren, reinigen, kontrollieren, hegen und pflegen unsere Helikopter tagtäglich von morgens bis abends spät.
Neben unserem Rettungshelikopter welcher 24/7 für die Notfallnummer 144 im Einsatz ist, organisieren wir für Swisstransplant sämtliche Organtransporte.
Teams von medizinischen Spezialistinnen und Spezialisten reisen deshalb durch die Schweiz oder ins Ausland.
Mitte März ist in Lützelflüh-Goldbach ein Zweifamilienhaus in Brand geraten. Die Brandermittlungen sind inzwischen abgeschlossen.
Aufgrund der grossen Zerstörung konnte die Ursache nicht abschliessend geklärt werden. Im Vordergrund steht eine Fahrlässigkeit bei der Entsorgung von Raucherwaren.
Am Freitagabend, 6. September 2024, wurde eine ältere Frau bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur als vermisst gemeldet.
Dank den aussergewöhnlichen Fähigkeiten einer Diensthündin konnte die Rentnerin wohlbehalten aufgefunden werden.
Am Sonntagabend hat ein Unbekannter einen Tankstellenshop in Mülenen überfallen.
Er bedrohte eine Tankstellenmitarbeiterin mit einer Schusswaffe. Der Unbekannte flüchtete ohne Deliktsgut zu Fuss in unbekannte Richtung. Die Kantonspolizei Bern ermittelt und sucht Zeugen.
Auf der A9 Simplon hat sich Ende Juni bei der Engigalerie ein Murgang ereignet. Ursprung des Murgangs war ein Blockgletscher am Hübschhorn.
Da sich die Masse des Blockgletschers weiterhin in Bewegung befindet, sind solche Ereignisse durch starke Niederschläge und Schnee- oder Eisschmelze auch künftig möglich. Damit die Galerie auch bei grösseren Ereignissen standhält, wird diese nun verstärkt.
Am 1. Juni hat Sonja Wiesmann Schätzle ihr neues Amt als Chefin des Departementes für Justiz und Sicherheit und damit die Nachfolge von Cornelia Komposch angetreten.
Nach rund 100 Tagen zieht sie eine erste positive Bilanz und blickt auf die wichtigsten Herausforderungen der kommenden Jahre.
Auf der Autobahn ist es zu einem Auffahrunfall mit drei beteiligten Autos gekommen. Eine Person wurde leicht verletzt.
Der Unfall führte im Morgenverkehr zu einem langen Stau.
Am Montag, 12. August 2024, begann im Kantons Glarus das neue Schuljahr. Damit wurden viele Kinder das erste Mal mit dem Verkehrsgeschehen konfrontiert.
Von den Fahrzeuglenkern wird deshalb gegenüber den Kindergarten- und Primarschülern ein besonders rücksichtsvolles Verhalten erwartet.
In Ruswil brannte am Wochenende eine Scheune. Zwei Tiere sind in den Flammen gestorben und 21 Tiere mussten wegen Verletzungen erlöst werden.
Am Sonntag (8. September 2024, ca. 11:30 Uhr) wurde der Luzerner Polizei ein Scheunenbrand im Gebiet Tan in Ruswil gemeldet.
Am Samstag (7. September 2024, ca. 08:20 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Pilatusstrasse vom Pilatusplatz in Richtung Bahnhof Luzern und bog dann nach links über die Sicherheitslinie in Richtung Seidenhofstrasse ab.
Dabei kam es zur Kollision mit einem entgegenkommenden Auto. Eine Person wurde leicht verletzt und begibt sich bei Bedarf selbstständig in ärztliche Behandlung.
Ein Autofahrer überholte am Samstag (7. September 2024, ca. 11:15 Uhr) im Bereich Krutacher einen Motorradfahrer.
Aus noch ungeklärten Gründen kam es dabei zur Kollision zwischen den beiden und der Motorradfahrer stürzte.
Ein Motorradfahrer fuhr am Samstag (7. September 2024, ca. 13.00 Uhr) vom Kreisverkehrsplatz Gulgern auf der Strasse Unterdorf in Richtung Buttisholz.
Gleichzeitig bog eine Autofahrerin von der Strasse Unterdorf nach links ins Quartier Gulgern ab, worauf es zur Kollision mit dem entgegenkommenden Motorrad kam.
Auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Norden geriet der Verkehr am Samstag (7. September 2024, kurz nach 16:30 Uhr) im Spier-Tunnel ins Stocken.
Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr gegen das Heck des Autos vor ihm, wodurch es auch zur Kollision mit den beiden Fahrzeugen davor kam.
Im Verlaufe des Sonntags, 08.09.2024, führte die Kantonspolizei an der Melchtalerstrasse, zwischen Kerns und Melchtal, mehrere Verkehrskontrollen durch.
Dabei wurden zwei Autofahrer, welche unter Drogeneinfluss unterwegs waren, angehalten und kontrolliert.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Biel ein Mann von mehreren Personen tätlich angegriffen und verletzt worden.
Er musste mit der Ambulanz ins Spital gefahren werden. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht zur Klärung der Umstände Zeugen.
Am Sonntagmorgen wurde in Egnach eine tote Frau beim Strandbad Wiedehorn aus dem Wasser geborgen. Die Todesursache ist noch unklar.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Von Montag, 16. September 2024, bis Samstag, 21. September 2024, ist die Strasse zwischen Bühl und Thundorf wegen Bauarbeiten gesperrt.
Der gesamte Verkehr wird umgeleitet.
Am frühen Morgen des Ostermontags (1.4.2024) hat eine Gruppe junger Männer in einer Tiefgarage in Dietlikon einen Mann mit Fusstritten gegen den Kopf schwer verletzt.
Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.
Am Sonntag, 08. September 2024, nach 13.00 Uhr, ereignet sich in Glarus, auf der Höhe des McDonald ein Selbstunfall.
Ein 63-jähriger Personenwagenlenker, wohnhaft im Kanton St. Gallen, welcher zuvor am Klausenmonument teilnahm, kollidierte aus Unachtsamkeit mit der Verkehrsinsel und kam auf dieser zum Stillstand.
Am Sonntag, 08. September 2024, vor Mittag, ereigneten sich fast zeitgleich unabhängig voneinander zwei Fahrradunfälle nahe oberhalb von Linthal auf der Klausenpassstrasse von Teilnehmenden am Klausenmonument.
Bei ersten Unfall fuhr ein 7-jähriges Mädchen mit dem Fahrrad auf der Klausenpassstrasse unterhalb des Tunnels auf der Fahrt Richtung Linthal in die Leitplanke und zog sich bei diesem Unfall unbestimmte Kopfverletzungen zu. Aufgrund der Verletzungen erfolgte eine Einweisung ins Spital Chur.
Debit- und Kreditkarten sind sehr sichere und beliebte Zahlungsmittel, die sehr häufig genutzt werden. Das lockt auch Betrüger/innen an. Viele Kartendelikte beginnen mit einem Phishing-Angriff.
Phishing ist eine Betrugsmasche, bei der die Betrüger:innen potenzielle Opfer via SMS oder E-Mail kontaktieren und versuchen, persönliche Daten und Karteninformationen zu erschleichen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist ein Mann von mehreren Personen tätlich angegriffen und verletzt worden.
Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht zur Klärung der Umstände Zeugen.
Dank eines Hinweises aus der Bevölkerung hat die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch in Nufenen einen Mann festgenommen.
Er zeigt sich für mehrere Einbruchdiebstähle in Maiensässe geständig.
Am Sonntag (08.09.2024), kurz nach 23:20 Uhr, ist es in einer Garage eines Mehrfamilienhauses am Sillisweg zu einem Brand gekommen.
Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Es entstand Sachschaden von rund 300'000 Franken.
Am Sonntag (08.09.2024), kurz vor 16:50 Uhr, ist es auf der St.Gallerstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Roller gekommen.
Die 35-jährige Rollerfahrerin wurde dabei leicht verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von rund 1'700 Franken.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag fuhr ein 23-jähriger Fahrzeuglenker mit seinem Auto über den Brünig in Richtung Lungern. Im Bereich Letzi überholte er einen anderen Personenwagen.
Kurz danach verlor er die Kontrolle über sein Auto und kollidierte mit der linksseitigen Felswand.
Am Sonntagmorgen, 8. September 2024, ist es in Speicher zu einem Selbstunfall gekommen. Während der Unfallaufnahme musste eine Person in Gewahrsam genommen werden.
Am Personenwagen entstand Sachschaden.
Kurz vor Sonntagmittag kam es in der Gemeinde Wolfenschiessen zu einem Gleitschirmunfall, bei welchem ein Tandempilot und sein Passagier beim Startprozess verunglückten.
Beide Personen verletzten sich dabei nur leicht.
Eine Fussgängerin wurde beim Zusammenstoss mit einem Auto am Samstag in Müllheim leicht verletzt.
Sie musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Ein Lieferwagenfahrer touchierte am Samstag in Triboltingen bei einem Überholmanöver einen Velofahrer.
Der Velofahrer wurde mittelschwer verletzt und musste ins Spital gebracht werden.
Ein Automobilist ist am Sonntagvormittag nach dem Südportal des Traversatunnels als Falschfahrer auf der Autostrasse A13 gefahren und hat anschliessend gewendet.
Der Lenker konnte angehalten werden.
Am Samstagmorgen, 7. September 2024, ist es in Schachen bei Reute zu zwei Selbstunfällen gekommen.
Ein Motorradfahrer zog sich leichte Schürfungen zu. An den Motorrädern entstand Sachschaden.
Am Samstagmorgen, 7. September 2024, ist es in Speicher zu einem Selbstunfall gekommen.
Ein E-Bike Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Am E-Bike entstand Sachschaden.
Am Samstagnachmittag, 7. September 2024, ist es in Trogen zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen gekommen. Es wurde niemand verletzt.
An den Autos entstand erheblicher Sachschaden.
Am Samstagabend, 7. September 2024, ist es in Herisau zu einem Selbstunfall gekommen.
Der Motorradlenker blieb unverletzt. Am Motorrad entstand Sachschaden.
Trotz sofortiger Reanimation verstarb ein Automobilist am späten Samstagabend nach einem Selbstunfall noch auf der Unfallstelle.
Ein 65-jähriger Schweizer fuhr am Samstag, 07. September 2024, um ca. 22:15 Uhr auf der Schönenwerderstrasse von Gretzenbach kommend Richtung Kölliken.
Bei einem Unfall mit einem landwirtschaftlichen Traktor ist am frühen Sonntagmorgen (8.9.2024) in Unterstammheim (Gemeinde Stammheim) ein Jugendlicher tödlich verunfallt.
Kurz vor 2 Uhr fuhr ein 16-jähriger Schweizer mit einem landwirtschaftlichen Traktor auf einer Nebenstrasse. Aus ungeklärten Gründen kam er nach einer Kurve links von der Fahrbahn ab und der Traktor überschlug sich. Der junge Lenker wurde so schwer verletzt, dass er auf der Unfallstelle verstarb.
Am Samstag und Sonntag (08.09.2024) hat die Kantonspolizei St.Gallen acht Verkehrsteilnehmende angehalten, die als fahrunfähig eingestuft werden mussten oder bei denen eine Atemalkoholmessung einen zu hohen Wert anzeigte.
Mitunter mussten Patrouillen auch an Verkehrsunfälle ausrücken, bei denen Fahrunfähigkeit oder Alkohol eine Rolle spielten.
Am Freitag (07.09.2024), kurz vor 12:40 Uhr, sind auf der Landstrasse, Höhe Verzweigung Kirchgasse, ein Auto und ein Motorrad zusammengestossen.
Eine 25-jährige Motorradfahrerin wurde dabei eher schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.