Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Bundesamt für Zoll und Grenzschutz (BGB) geben bekannt, dass am 31. Januar 2026 zwei italienische Staatsbürger im Alter von 34 und 60 Jahren mit Wohnsitz in Italien festgenommen wurden.
Die Festnahme erfolgte durch Beamte der Kantonspolizei und Mitarbeiter des BGB im Zuge von Ermittlungen nach mehreren Diebstählen am 30. Januar 2026 im Raum Lugano.
Die Lichtsignalanlage beim Anschluss Kriens muss altershalber ersetzt werden.
Diese Arbeiten erfordern diverse Spurabbauten in der Autobahnausfahrt und auf der Kantonsstrasse während der Bauzeit.
Der Regierungsrat hat das Entwicklungskonzept Stadtraum Morgartenring zur öffentlichen Vernehmlassung freigegeben:
Zwischen den Bahnhöfen Basel SBB und St. Johann soll, auf Höhe der Tramhaltestelle Morgartenring, die neue S-Bahn-Haltestelle Basel Neuallschwil entstehen.
Am Mittwochabend ist es auf der Zugstrecke zwischen Beinwil am See und Hitzkirch zu einem Personenunfall gekommen.
Ein Jugendlicher hatte sich aus noch ungeklärten Gründen auf dem Dach des Zugs befunden und einen Stromschlag erlitten.
Am Mittwochmorgen (11.02.2026) haben Spezialisten der Verkehrspolizei der Kantonspolizei St.Gallen einen Lieferwagen kontrolliert, der über zwei Tonnen zu schwer war.
Der 40-jährige Fahrer wird bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.
Am Dienstagnachmittag (10.02.2026) hat die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen die Meldung von einer Gewässerverschmutzung im Rotfarbkanal und dem Steinenbach erhalten.
Mutmasslich gelangte Diesel oder Heizöl ins Gewässer.
Am Mittwochabend (11.02.2026) hat eine 28-jährige Frau versucht, in einen Keller eines Mehrfamilienhauses an der Segantnistrasse einzubrechen.
Aufmerksame Anwohnende meldeten den Einbruchversuch, woraufhin eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen die Frau nach einem kurzen Fluchtversuch festnehmen konnte.
Zeugenaufruf: Hinweise zu auffälligem Fahrzeug gesucht
Ende Januar 2026 wurde in einem Waldgebiet in Neuenhof der leblose Körper eines Vermissten 33-jährigen Schweizers aufgefunden.
Seit einigen Tagen werden Geschäfte und Betriebe im Kanton Jura Opfer von Telefonbetrügereien.
Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus und bieten an, Anzeigen in vermeintlichen städtischen Postsendungen zu überhöhten Preisen zu veröffentlichen.
Die Kantonspolizei Bern verzeichnet seit letzter Woche eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe im ganzen Kanton Bern.
In zwei Fällen gelang es der unbekannten Täterschaft, einen Betrag von insgesamt CHF 188'000 zu erbeuten. Die Polizei gibt Präventionstipps.
Bei einem Überholmanöver eines Autofahrers auf der Adligenswilerstrasse in Ebikon ist es am Mittwochabend zu einer Frontalkollision mit einer entgegenkommenden Motorradfahrerin gekommen.
Die 21-jährige Motorradfahrerin wurde dabei lebensbedrohlich verletzt.
Die Seestrasse im Stäfner Ortsteil Kehlhof ist in einem schlechten Zustand und muss instand gesetzt werden.
Gleichzeitig soll die Verkehrssicherheit für den Langsamverkehr verbessert werden.
In der Nacht auf Donnerstag zieht das Sturmtief "Nils" vom Ärmelkanal nach Norddeutschland und lenkt mit stark auffrischendem Westwind eine Okklusion über die Alpennordseite hinweg.
Hinter dieser Front fliesst am Donnerstag aus Westen feuchte und etwas weniger milde Luft zu den Alpen. Am Freitag dreht der Wind im Vorfeld eines neuen Tiefs auf Südwest. Dabei gelangt vorübergehend trockenere Luft zur Schweiz.
Die Polizei von Neuenburg ermittelt wegen einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen aus den Regionen Neuenburg und Freiburg.
Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, gegen 17:00 Uhr, kam es im Stadtteil Monruz und in der Nähe der Rue des Gouttes d'Or in Neuenburg zu einer Auseinandersetzung zwischen etwa zehn Jugendlichen aus den Regionen Neuenburg und Freiburg.
Im Januar 2026 sind 2’226’608 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen.
Das entspricht einem Plus von 6.8% gegenüber derselben Periode des Vorjahres.
DerToni, Markenbotschafter von Polizei.news, war am heutigen Mittwoch, 11. Februar 2026, erneut im Livestream unterwegs.
Auf seiner Fahrt vom Glarnerland über Schindellegi in Richtung Kanton Schwyz nimmt er die aktuellen Strassenverhältnisse unter die Lupe – mit Fokus auf die Frage, wie entspannt oder hektisch es auf den Schweizer Strassen wirklich zugeht.
Am frühen Mittwochabend (11.02.2026) hat sich eine Rauchentwicklung bei einem Personenwagen in der Stadt Schaffhausen auf der Breite ereignet, wobei niemand verletzt wurde.
Am Auto entstand Sachschaden.
Betrüger versenden Phishing-E-Mails im Namen von Galaxus und locken ihre Opfer mit einer angeblichen Kundenzufriedenheitsumfrage sowie einem kostenlosen Angebot in die Falle.
Ziel ist es, Adress- und Kreditkartendaten über eine täuschend echt gestaltete Fake-Website abzugreifen.
Am Mittwochmorgen ist es in Riedtwil zu einer seitlichen Kollision zwischen einem Auto und einem Leichtmotorfahrrad gekommen.
Der Lenker des Leichtmotorfahrrads wurde dabei schwer verletzt und in kritischem Zustand mit der Ambulanz ins Spital gebracht.
In Herisau fuhr im 16.30 Uhr ein 56-jähriger Mann mit dem Auto vom Zentrum in den Migroskreisel.
Beim Befahren des Kreisels übersah er eine 13-Jährige, welche mit einem Elektrofahrrad bereits im Kreisel fuhr, und es kam zu einer Kollision.
Um 14.10 Uhr fuhr ein 15-jähriger Jugendlicher mit dem Motorfahrrad in Speicher auf der Hauptstrasse von der Vögelinsegg in Richtung Bahnhof.
Im Bereich Hauptstrasse 37, in einer Linkskurve, geriet er über den rechten Strassenrand und den Randstein.
In Lustmühle fuhr um 07.20 Uhr eine 60-jährige Automobilistin von Niederteufen kommend an die Verzweigung zur Umfahrungsstrasse/Teufenerstrasse, um in Richtung St. Gallen zu fahren.
Dabei bemerkte sie zu spät, dass das voranfahrende Fahrzeug anhalten musste und kollidierte mit dem Heck des stehenden Wagens.
Der Bundesrat will den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana und deren Angehörigen einen Solidaritätsbeitrag entrichten.
Ausserdem will er einen Runden Tisch unter der Leitung des Bundes einsetzen.
Die Begehungen der öffentlich zugänglichen Cliquenkeller im Hinblick auf die Fasnacht 2026 sind mehrheitlich abgeschlossen.
Nach aktuellem Stand wurden sämtliche gemeldeten Cliquenkeller im Rahmen einer Erstbegehung überprüft, und es wurden grösstenteils einvernehmliche Lösungen gefunden.
Die Beifahrerin, welche Ende Januar bei einem Verkehrsunfall in Urtenen-Schönbühl schwer verletzt, und ins Spital gebracht wurde, ist letzten Sonntagnachmittag verstorben.
Am Freitag, 30. Januar 2026, kam es in Urtenen-Schönbühl zu einem Verkehrsunfall, wobei eine Beifahrerin kurz nach dem Unfall von einem Lieferwagen erfasst und schwer verletzt von einer Ambulanz ins Spital gefahren wurde (>>Polizei.news berichtete<<.
Bei einem Selbstunfall hat sich am Mittwochmorgen (11.02.2026) in Uetikon am See ein Lastwagenchauffeur Verletzungen zugezogen.
Kurz nach 08.30 Uhr fuhr ein 55-jähriger Mann mit einem Lastwagen auf der Bergstrasse talwärts.
Am Dienstag (10.02.2026) hat sich bei der Verzweigung Zürcher Strasse / Feldlistrasse ein Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen ereignet.
Verletzt wurde niemand Es entstand hoher Sachschaden.
Zunahme der Fälle von Fahrunfähigkeit im Kanton
Die Kantonspolizei Freiburg stellt eine kontinuierliche Zunahme der Fälle von Fahrunfähigkeit und Fahren ohne Führerausweis fest, was eine echte Gefahr für alle darstellt.
Seit 15 Jahren bietet die Zuschauerterrasse B am Flughafen Zürich vielseitige Einblicke in den Flughafenbetrieb und ist damit eines der beliebtesten Ausflugsziele der Schweiz.
Zur Feier des Jubiläumsjahres gibt es zahlreiche Erlebnisse und Attraktionen für Familien, Aviatikfans, Tanzbegeisterte und alle, die die Faszination Flughafen hautnah erleben möchten.
Am Montagabend entriss ein unbekannter Täter in Kriens einem Mann das Portemonnaie.
Das Opfer wurde nicht verletzt. Der Täter flüchtete anschliessend zu Fuss. Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur unbekannten Täterschaft machen können.
Illegaler Handel mit Hundewelpen: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat beim Bezirksgericht Bülach Anklage gegen einen Hundehändler wegen gewerbsmässigen Betrugs, Urkundenfälschung und mehrfacher Tierquälerei erhoben.
Die öffentliche Versteigerung der Fahrzeug-Fourrière findet am Donnerstag, 12. März 2026, statt.
Die Öffnung des Areals und die Registrierung der Teilnehmenden beginnen um 12.45 Uhr.
Am Dienstagabend (10.02.2026), kurz vor 19 Uhr, brach eine unbekannte Täterschaft ab der Oberhaldenstrasse in Engelburg über eine Balkontür in ein Einfamilienhaus ein.
Beim Einbruch wurden mehrere tausend Franken Bargeld und Schmuck gestohlen.
Am Dienstagabend (10.02.2026) ist im Westen der Stadt bei einem Einbruch in eine Autogarage ein Fahrzeug entwendet worden.
Die Kantonspolizei St.Gallen hat die Ermittlungen aufgenommen.
Ein alkoholisierter Autofahrer wurde am Dienstagabend bei einem Selbstunfall in Münchwilen leicht verletzt.
Er musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
In der Stadt Bern laufen alle Notrufe von Polizei, Sanität und Feuerwehr in einem Raum zusammen: der kantonalen Einsatzzentrale.
Hier arbeiten Fachpersonen der Polizei, der Sanität und der Feuerwehr Seite an Seite – an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr.
Ein junger Automobilist verlor ausserhalb von Niederwil die Kontrolle über seinen Wagen.
Dieser prallte heftig gegen einen Baum. Der 27-Jährige wurde erheblich verletzt.
Im Februar herrscht auf dem Schweizer Strassennetz Hochbetrieb. Die Kombination aus Schulferien und Hochsaison im Wintersport erhöht die Mobilität deutlich.
Im Fokus stehen die Hauptachsen und die Zufahrten zu den Ferienregionen an den Wochenenden vom 14. und 21. Februar. Gemäss den Prognosen des TCS sind in allen Regionen des Landes erhebliche Staus zu erwarten, die mehrere Stunden dauern können.
Eine umfangreiche Tiefdruckzone liegt über dem nahen Atlantik und den Britischen Inseln. Mit einer kräftigen Westströmung gelangt bis und mit Donnerstag feuchte und recht milde Atlantikluft zur Schweiz.
In der Nacht auf Donnerstag zieht das Sturmtief "Nils" vom Ärmelkanal nach Norddeutschland und lenkt mit stark auffrischendem Westwind eine Front über die Alpennordseite hinweg.
DerToni, Markenbotschafter von Polizei.news, war am 10. Februar 2026 erneut auf Live-Fahrt unterwegs – diesmal mit einem Thema, das fast jeden Autofahrer betrifft: Aggressivität im Strassenverkehr.
Ausgangspunkt seiner Fahrt durchs Glarnerland Richtung Pfäffikon SZ war die Frage, ab wann aus vermeintlich „harmlosen“ Gesten wie Hupen oder Lichthupe ein echtes Sicherheitsrisiko wird – und welche rechtlichen Konsequenzen Betroffene in der Schweiz erwarten.
Das Fussballjahr 2025 verlief aus Sicht der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ähnlich ruhig wie das Vorjahr.
Die Anzahl der ausgesprochenen Rayon- und Stadionverbote blieb auf einem niedrigen Niveau.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.