Schweiz

Mehrere Straftaten im Wallis und in Teilen der Schweiz aufgeklärt

Im Sommer 2022 verhaftete die Kantonspolizei Wallis einen Mann, der unter Verdacht stand, Delikte im Raume Oberwallis sowie in weiteren Teilen der Schweiz begangen zu haben. Aufgrund der Untersuchung konnten ihm nun zahlreiche Straftaten nachgewiesen werden. Bei einer polizeilichen Intervention im Juli 2022 wurden bei einem damals 36- jährigen polnischen Staatsangehörigen Betäubungsmittel in Form von Kokain sichergestellt.

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Kanton Uri: DNA-Proben nach Wolfrissen und Wolfabschuss ausgewertet

Das „Laboratoire de Biologie de la Conservation de l'Université de Lausanne“ hat die DNA-Individualanalyse der Wolfrisse und des erlegten Wolfs auf dem Gemeindegebiet von Realp ausgewertet. Die DNA des erlegten Wolfs und einer gerissenen Ziege der Alp Schweig stimmen überein: Es handelt sich um den erstmals in der Schweiz nachgewiesenen männlichen Wolf M 451.

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Wädenswil ZH: Töfffahrer (70) bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad ist am Donnerstagabend (8.8.2024) in Wädenswil der Zweiradlenker schwer verletzt worden. Gegen 16.30 Uhr fuhr ein 70-jähriger Motorradlenker auf der Schönenbergstrasse von Schönenberg kommend in Richtung Kreisel und beabsichtigte, in Richtung Wädenswil weiterzufahren.

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Horror-Crash bei Wattwil SG: Verkehrsunfall fordert drei Todesopfer

Am Donnerstag (08.08.2024), kurz vor 16:15 Uhr, hat sich auf der Rickenstrasse, im Bereich Vorderer Hummelwald, ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Ein Auto ist frontal mit einem Postauto zusammengestossen und danach gegen ein weiteres Auto geprallt. Die drei Insassen im einen Auto wurden so schwer verletzt, dass sie noch auf der Unfallstelle verstarben. Daneben wurde der Postautochauffeur unbestimmt und mehrere Mitfahrende im Postauto eher leicht verletzt. Die Fahrerin im zweiten beteiligten Auto blieb unverletzt.

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Schulbeginn in der Schweiz: Sicherheit für die Kleinsten im Strassenverkehr

Nach den Sommerferien startet mit dem Schulbeginn für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Während zunächst die Eltern die ABC-Schützen zur Schule begleiten, sind sie später allein auf dem Schulweg unterwegs. Die Verkehrssicherheit für Kinder spielt daher eine wesentliche Rolle. Wichtige Tipps rund um die Sicherheit im Strassenverkehr präsentiert Polizei.news in Kooperation mit der Logopädischen Praxis Bernadette Imhof.

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Stadt Zürich ZH (Kreis 1): Trickdiebe an Tanzveranstaltung – 2 Männer festgenommen

Am Mittwochabend, 7. August 2024, nahm die Stadtpolizei Zürich zwei mutmassliche Trickdiebe fest, die zuvor an einer Tanzveranstaltung im Kreis 1 einem Mann die Halskette entrissen hatten. Kurz nach 23 Uhr ging bei der Stadtpolizei Zürich die Meldung über eine Auseinandersetzung bei der Stadthausanlage ein.

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Grenchen SO: Mehrere mutmassliche Drogendealer festgenommen

Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen ist es der Kantonspolizei Solothurn im Verlauf der vergangenen Wochen gelungen, in Grenchen sechs mutmassliche Drogendealer festzunehmen. In diesem Zusammenhang konnten bei Hausdurchsuchungen mehrere Kilogramm Drogen und mehrere tausend Franken Bargeld sichergestellt werden. Die sechs Männer befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

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Kanton Bern: Schulanfang 2024 – Sicherheit für Kinder im Strassenverkehr

Am kommenden Montag beginnt das neue Schuljahr. Die Kantonspolizei Bern ist zum Schulstart im ganzen Kanton präventiv auf den Strassen präsent und führt gezielte Kontrollen durch. Auch Verkehrsteilnehmende und Eltern tragen mit dem richtigen Verhalten für mehr Sicherheit auf dem Schulweg bei.

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TCS: Unterwegs auf zwei Rädern - luftige Kleidung gefährdet die Sicherheit

Im Jahr 2023 wurden auf den Schweizer Strassen 50 Motorradfahrerinnen und -fahrer getötet und 1’160 schwer verletzt. Der TCS stellt angesichts der Sommerhitze fest, dass zu viele Motorrad- und Rollerfahrerinnen bzw. -fahrer grundlegende Sicherheitsregeln missachten und ihre Schutzausrüstung vernachlässigen. Im Fachhandel ist Schutzausrüstung für alle Jahreszeiten und Temperaturen erhältlich.

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Niederhelfenschwil SG: Jauche gelangt in Kanal

Am Mittwoch (07.08.2024), um 15:45 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen eine Meldung über eine Gewässerverschmutzung im Zechenwisenkanal erhalten. Gemäss aktuellen Erkenntnissen gelangte aufgrund eines defekten Schlauchs eine bislang unbekannte Menge Jauche über einen Schacht in den Zechenwisenkanal.

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Kanton St.Gallen: Schulanfang 2024

Am Montag (12.08.2024) ist es für unsere Kleinsten so weit: Es ist nicht nur der Start ins Abenteuer Kindergarten oder Schule, sondern auch der erste Schritt in den hektischen Alltag des Strassenverkehrs. Die Kantonspolizei St.Gallen wünscht allen Kindern einen erfolgreichen und sicheren Schulstart und ruft alle Verkehrsteilnehmenden zur besonderen Vorsicht auf.

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Weesen SG: Einbruch in Clubhaus – zwei Jugendliche angehalten

Am Mittwoch (07.08.2024), kurz vor 21:35 Uhr, ist eine zunächst unbekannte Täterschaft in ein Clubhaus an der Moosstrasse eingebrochen. Dank einer sofort eingeleiteten Fahndung der Kantonspolizei St.Gallen konnten die mutmasslichen Täter, zwei Schweizer im Alter von 16 Jahren, angehalten werden. Sie werden bei der Jugendanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.

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A3 / Weesen-Murg SG: Sperrungen des Kerenzerbergtunnels wegen Umbauarbeiten

Das Bundesamt für Strassen ASTRA führt auf der A3 zwischen Weesen und Murg vom 18. August bis zum 13. Dezember 2024 Umbauarbeiten im Kerenzerbergtunnel durch. Die Arbeiten erfordern Nachtsperrungen des Tunnels und damit verbunden eine Verkehrsumleitung über die Seestrecke. Diese wird in der Folge im Gegenverkehr betrieben.

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Zentralschweizer Polizeikorps: Stoppen für Schulkinder - Schulanfang 2024

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und mehrere zehntausend Kinder aus der Zentralschweiz starten bald ins neue Schuljahr. Für viele Kinder ist es neu, den Schulweg allein zu Fuss oder mit dem Velo zu bestreiten und sie kennen sich im Strassenverkehr noch nicht aus. Es braucht deshalb Geduld und besondere Rücksichtnahme.

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Unfall in Granges-Paccot FR: Polizeiauto crasht in Kreisel mit Fahrzeug – zwei Verletzte

Gestern Morgen wurden zwei Personen bei einem Unfall mit einem Polizeifahrzeug in Granges-Paccot leicht verletzt. Letzteres befand sich auf einer dringlichen Fahrt mit eingeschalteter Sirene und Blaulicht, auf dem Weg zu einem Einsatz. Eine Ermittlung ist im Gange.

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Sitten VS: Frau (†) in Les Iles tot aufgefunden - Zeugenaufruf

Am Abend des 5. August fanden Drittpersonen am Ufer eines Sees im Naherholungsgebiet Les Iles in Sitten persönliche Gegenstände. Einsatzkräfte leiteten sofort umfangreiche Suchmassnahmen ein. Am späten Nachmittag des 6. August 2024 entdeckten sie im Wasser die Leiche einer Frau.

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Ristorante & Steakhouse Fellini: Italienische Küche und Steaks in Amriswil TG

Das Ristorante & Steakhouse Fellini in Amriswil ist ein Geheimtipp für Feinschmecker. Der charmante Familienbetrieb verbindet die Wärme italienischer Gastfreundschaft mit exquisiter Kulinarik. Hier steht die Qualität der Zutaten an erster Stelle – jedes Gericht wird frisch zubereitet und bietet reichhaltige Portionen zum Sattessen. Das Ambiente des Restaurants ist gemütlich und einladend, einfach perfekt für ein entspanntes Essen mit der Familie oder einen besonderen Abend zu zweit. Besonders erwähnenswert ist die vielfältige Weinauswahl. Der herzliche Service sorgt dafür, dass es Ihnen an nichts fehlt.

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A1 / Etappe 1 „Instandsetzung Stadtautobahn St.Gallen“ abgeschlossen

Die erste Etappe zur Sanierung der Stadtautobahn in St.Gallen konnte erfolgreich beendet werden. Im Fokus der zweiten Etappe stehen die Instandsetzungen der Tunnel Rosenberg und Schoren, welche ab Mitte August Sperrungen beim Anschluss Kreuzbleiche / Tunnel Schoren und eine Verkehrsführung im Rosenbergtunnel im Gegenverkehr erfordert.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.