Schweiz

Beschlagene Scheiben im Tunnel: So bleibt die Sicht frei

Klare Sicht gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine sichere Fahrt. Trotzdem kann die Frontscheibe innerhalb kurzer Zeit beschlagen, wenn sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Fahrzeug verändern. Im Seelisbergtunnel wird eine eingeschränkte Sicht besonders schnell zum Problem. Fahrbahnbegrenzungen, andere Fahrzeuge und Verkehrszeichen müssen jederzeit gut erkennbar bleiben. Der folgende Beitrag erklärt, warum Autoscheiben beschlagen, wie Sie während der Fahrt richtig reagieren und was sich vorbeugend dagegen tun lässt.

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Basel BS: Reorganisation „Sipo+“ entlastet Polizei – Mitarbeitende ziehen positive Bilanz

Die Ergebnisse einer externen Auswertung zur Reorganisation „Sipo+“ der Kantonspolizei Basel-Stadt zeigen, dass mit den im Jahr 2025 in hohem Tempo umgesetzten organisatorischen Massnahmen die angestrebten Ziele erreicht wurden. Die polizeiliche Grundversorgung konnte deutlich gestärkt und die Belastung der Mitarbeitenden der Sicherheitspolizei damit spürbar reduziert werden. Durch die Neubesetzung der Kaderebene wurde zudem ein kultureller Wandel eingeläutet, der von den Mitarbeitenden geschätzt wird.

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Göschenen UR: Zwei vermisste Berggänger am Sustenhorn tot geborgen

Am Dienstag, 11. August 2026, um 19.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri eine Meldung ein, wonach in der Gemeinde Göschenen im Gebiet Sustenhorn zwei Berggänger vermisst werden. Die ausgerückten Rettungskräfte leiteten umgehend eine umfangreiche Suchaktion ein, wobei anlässlich eines Suchfluges im Bereich des Sustenhorn Ostgrats zwei leblose Personen gesichtet werden konnten.

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Thun/Spiez BE: Mehrere Nachtsperrungen auf A6 wegen Bauarbeiten & Verkehrsumstellungen

Im Rahmen der Gesamterneuerung der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez/Wimmis wird die Verkehrsführung für die nächsten Arbeiten umgestellt. Dafür kommt es zu mehreren Nachtsperrungen auf der A6 und Umleitungen über die Kantonsstrassen.

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Zürich ZH: "Züri Velo" boomt – Ausleihen haben sich innert eines Jahres mehr als verdoppelt

Der Ausbau von „Züri Velo“ zeigt Wirkung. Die Bevölkerung nutzt den Veloverleih deutlich häufiger als noch vor einem Jahr. Mit 2500 Velos an 250 Stationen in der Stadt Zürich und weiteren Stationen und Velos in sieben Nachbargemeinden steht ein dichtes, attraktives Angebot zur Verfügung.

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Visp VS: Tunnel Eyholz nachts gesperrt – A9 und Simplon von mehreren Baustellen betroffen

Beim Tunnel Eyholz an der A9 bei Visp kommt es für Reparaturarbeiten zu einer Sperrung, bei Brig sowie am Simplon werden Brücken saniert. Dafür kommt es zu verschiedenen Verkehrseinschränkungen. Zudem ist Anfang September der Transitverkehr über den Simplonpass während einer Nacht unterbrochen.

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Pracamun GR: Motoreinachser stürzt Abhang hinunter – Landwirt mit Rega ins Spital

Am Mittwochmittag hat sich ein landwirtschaftliches Fahrzeug über einen Abhang überschlagen. Der Fahrzeugführer wurde mit der Rega in ein Spital geflogen.

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Seengen AG: Auto stürzt über Stützmauer und landet auf dem Dach – Senior (88) verletzt

In Seengen verlor ein Senior am Mittwochnachmittag die Kontrolle über seinen Wagen. Dieser schoss über die Fahrbahn hinaus und stürzte eine Mauer hinunter. Das Auto blieb auf dem Dach liegen. Der Lenker wurde verletzt.

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Oberaargletscher BE: Schnee bricht ein – Hochtourengängerin stürzt in Gletscherspalte

Die Crew der Rega-Basis Wilderswil stand am Mittwochnachmittag auf dem Oberaargletscher im Einsatz für eine Hochtourengängerin, die in eine Gletscherspalte gestürzt war. Der Rega-Crew gelang es mit Unterstützung von insgesamt vier Bergrettern der Alpinen Rettung Schweiz (ARS), die abgestürzte Frau aus rund sechs Metern Tiefe zu retten.

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Buochs NW: SC Buochs gegen FC Luzern – Polizei kündigt Sperrungen und Umleitungen an

Am kommenden Sonntag findet das Schweizer Cupspiel Sportclub Buochs gegen den Fussballclub Luzern im Stadion Seefeld in Buochs statt. Dabei werden bis zu 4000 Zuschauer erwartet. Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen kann es für Anwohner, Seefeldbesucher und Zuschauer zu Einschränkungen kommen.

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Wetter am Donnerstag, 13.08.2026: Viel Sonne, nur vereinzelt Gewitter in den Alpen

Ein Hoch mit Kern über Nordosteuropa sorgt bei uns für eine schwache Bisenströmung. Dabei fliesst weiterhin heisse und trockene Luft zur Alpennordseite. Auf der Alpensüdseite ist die Luft etwas feuchter und labiler, die Gewitterneigung ist aber gering. Ab Freitag gelangt aus Westen allmählich etwas feuchtere Luft zur Schweiz, wodurch die Gewitterneigung zuerst über den Bergen, am Samstag auch im Flachland allmählich zunimmt.

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Cham ZG: E-Trottinett mit 68 km/h gestoppt – Zuger Polizei stellt vier Fahrzeuge sicher

Drei Jugendliche und eine Erwachsene sind der Zuger Polizei mit E-Trottinetts und E-Rollern aufgrund ihrer Fahrweise oder Geschwindigkeit aufgefallen. Bei den anschliessenden Kontrollen wurden mehrere Widerhandlungen festgestellt.

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Bellinzona TI: Schockanruf-Betrug – 21-Jähriger nach Festnahme auf der A2 in Haft

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 8. August 2026 ein 21-jähriger tunesischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Italien festgenommen wurde. Der Mann steht im Verdacht, an einem Betrug zum Nachteil älterer Menschen mittels sogenannter "Schockanrufe" beteiligt gewesen zu sein. Die Tat ereignete sich in der zweiten Julihälfte im Bellinzonese.

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Prugiasco TI: Pilzsucher (75) erliegt nach Bergunfall seinen schweren Verletzungen

Im Zusammenhang mit dem Bergunfall vom 9. August 2026 auf den Monti di Promesciallo im Gebiet von Prugiasco ist der verletzte Mann verstorben. Wie die Kantonspolizei mitteilt, erlag der 75-jährige Schweizer aus dem Locarnese seinen Verletzungen.

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San Carlo TI: Hirte stürzt bei Alpsarbeiten zehn Meter in die Tiefe und wird schwer verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich am Dienstag, 11. August 2026, kurz vor 20 Uhr auf dem Gebiet von San Carlo (Gemeinde Cevio) ein Bergunfall ereignet hat. Gemäss ersten Erkenntnissen führte ein 27-jähriger Italiener mit Wohnsitz in Italien Arbeiten als Hirte auf der Alp Robiei aus.

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Kapo Schwyz: Polizeiaspiranten stehen vor erster grosser Prüfung ihrer Ausbildung

Der Countdown läuft: Die Vorprüfung und damit der Abschluss des ersten Ausbildungsjahres unserer Aspirantinnen und Aspiranten des Lehrgangs 25-2 steht bereits vor der Tür. In einer internen Prüfungsvorbereitung konnten die wichtigsten Inhalte nochmals aufgefrischt, vertieft und unter realistischen Bedingungen geübt werden.

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Davos GR: Schwerer Arbeitsunfall – 35-Jähriger unter Radbagger eingeklemmt

Am Mittwochvormittag ist es in Davos Dorf zu einem Arbeitsunfall gekommen. Dabei geriet ein Arbeiter unter das Rad eines Baggers. Der 35-Jährige hatte in Davos Dorf die Aufgabe, bei der Überführung eines Arbeitsgerätes dieses an einem Radbagger gegen ein Pendeln zu sichern.

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Sonnenfinsternis heute: So beobachten Sie das Spektakel in der Schweiz sicher

Am heutigen 12. August 2026 findet eine totale Sonnenfinsternis statt. Die Zone der Totalität verläuft unter anderem über Grönland, Island und Spanien. In der Schweiz ist die Sonnenfinsternis partiell zu sehen und spielt sich am Abend bei tief stehender Sonne ab. Für Beobachterinnen und Beobachter in der Schweiz gilt deshalb während der gesamten Finsternis eine zentrale Sicherheitsregel: Niemals ohne geeigneten Augenschutz direkt in die Sonne schauen.

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Dornach SO: Feuerwerkskörper setzen Baum und Wiesland in Brand – Polizei sucht Zeugen

Vermutlich wegen eines fahrlässigen Umgangs mit Feuerwerkskörpern gerieten am Dienstagabend, 11. August 2026, am Kriselmannshollenweg in Dornach ein Baum und angrenzendes Wiesland in Brand. Angehörige der Feuerwehr Dornach konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen und vollständig löschen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sucht Zeugen.

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Kanton Basel-Landschaft: Velodiebstähle – Polizei gibt Tipps zum Schutz von E-Bikes

In letzter Zeit stellt die Polizei Basel-Landschaft im ganzen Kantonsgebiet eine Zunahme von Fahrraddiebstählen fest. Betroffen sind insbesondere auch hochwertige Fahrräder und E-Bikes. Mit einfachen Massnahmen lässt sich das Diebstahlrisiko minimieren.

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Lauenen bei Gstaad BE: E-Bike-Fahrer nach schwerem Sturz verstorben

Am Samstagvormittag ist es in Lauenen bei Gstaad zu einem Selbstunfall mit einem E-Bike gekommen (wir berichteten). Der Lenker verletzte sich schwer und wurde in kritischem Zustand mit einem Helikopter der Rega ins Spital gebracht, wo er später verstarb. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen.

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Stadt St.Gallen SG: St.Galler Fest 2026 – Verkehrshinweise und Sicherheitsmassnahmen

Am kommenden Wochenende findet das St.Galler Fest statt. Aufgrund des Grossanlasses kommt es in der Innenstadt zu Verkehrseinschränkungen und Anpassungen beim Marktbetrieb. Die Stadtpolizei St.Gallen setzt auf eine erhöhte Präsenz und verschiedene Sicherheitsmassnahmen, um einen sicheren und reibungslosen Ablauf des Anlasses zu gewährleisten.

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Erlen TG: Frontalcrash auf Hauptstrasse – drei Verletzte und Grossaufgebot im Einsatz

Nach einer Kollision zwischen zwei Autos in Erlen mussten am Dienstag zwei Autofahrer sowie eine Beifahrerin leicht bis mittelschwer verletzt ins Spital gebracht werden. Gegen 15.30 Uhr war ein 34-jähriger Autofahrer auf der Hauptstrasse in Richtung Eppishausen unterwegs.

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Schweiz: Kinder und Tiere nie im Auto lassen – schon wenige Minuten können gefährlich sein

Noch immer sind die Temperaturen hoch. Deshalb gilt weiterhin: Bitte Kinder und Tiere niemals im Auto zurücklassen - auch nicht für kurze Zeit, während des Einkaufens oder wenn ihr das Fahrzeug nur kurz verlasst.

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Chur GR: Churer Fest sorgt für Kontrollen – Stadtpolizei informiert zum sicheren Schulweg

Während des Churer Festes vom 14. bis 16. August 2026 wird die Stadtpolizei Chur mit einem verstärkten Aufgebot präsent sein. Sie sorgt für Sicherheit und Ordnung auf dem Festgelände und trifft zusätzliche Sicherheitsmassnahmen auf den Zufahrtsachsen.

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Chur GR: Zum Schulstart verstärkt Stadtpolizei Präsenz und Geschwindigkeitskontrollen

Am Montag, 17.08.2026 beginnt in Chur das neue Schuljahr. Damit sind wieder viele Kinder auf dem Weg zur Schule unterwegs. Die Stadtpolizei Chur verstärkt zum Schulbeginn ihre Präsenz auf den Schulwegen und führt gezielte Geschwindigkeitskontrollen durch. Gleichzeitig sensibilisiert sie Verkehrsteilnehmende für die besondere Situation der jüngsten Verkehrsteilnehmenden.

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Wetter am Mittwoch, 12.08.2026: Sonnig, später einzelne Gewitter in den Alpen

Ein Hoch mit Kern über Polen sorgt bei uns für eine schwache bis mässige Bisenströmung. In den nächsten Tagen gelangt dadurch weiterhin heisse und trockene Luft zur Alpennordseite. In den Alpen liegt am Mittwoch noch etwas feuchtere und labilere Luft, wodurch die Gewitterneigung etwas erhöht ist. Am Freitag gelangt aus Westen allmählich feuchtere Luft zur Schweiz, wodurch die Gewitterneigung über den Bergen wieder zunimmt.

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Castione TI: 52-jähriger Rollerfahrer verliert Kontrolle und wird bei Sturz schwer verletzt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute kurz nach 13 Uhr in Castione ein Verkehrsunfall ereignet hat. Ein 52-jähriger Schweizer Rollerfahrer mit Wohnsitz in der Region Bellinzona war auf der Via Cantonale in Richtung Arbedo unterwegs.

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Kanton Graubünden: Neues Gesetz gegen häusliche Gewalt – Schutz & Prävention stärken

Der Kanton Graubünden verstärkt seine Massnahmen zur Bekämpfung häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Ein neues Gesetz gegen häusliche Gewalt (GHG) soll die rechtlichen Grundlagen für ein koordiniertes und interdisziplinäres Vorgehen sicherstellen. Die Regierung hat die Botschaft zuhanden des Grossen Rats für die Behandlung in der Oktobersession 2026 verabschiedet.

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Vicosoprano GR: Seniorin gerät auf Gegenfahrbahn und kollidiert frontal mit Lkw

Am Dienstagvormittag ist es in Vicosoprano zu einer frontal-seitlichen Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Lastwagen gekommen. Eine Person wurde ins Spital transportiert.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.