Schweiz

Wetter am Mittwoch, 10.06.2026: Schauer, Gewitter im Osten, später Auflockerungen

Die Schweiz liegt Einflussbereich einer Tiefdruckzone über Nordeuropa. Mit westlichen Winden fliesst feuchtkühle Atlantikluft zur Alpennordseite. Im Süden und in den östlichen Alpen liegt wärmere und instabil geschichtete Luft. Am Donnerstag dehnt sich vom Atlantik her ein Hochdruckgebiet nach Frankreich aus und die Strömung dreht auf Nordwest. Während die Luft im Westen und Süden abgetrocknet und stabilisiert wird, bleiben die östlichen Landesteile noch etwas länger im Einflussbereich von der kühleren und angefeuchteten Luftmasse. Am Freitag streift aus Nordwesten eine Warmfront die Schweiz.

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Luzern LU: Seit 35 Jahren unterwegs für die Menschen in den Quartieren

35 Jahre Quartierpolizei Luzern. Seit 35 Jahren sind unsere Quartierpolizistinnen und Quartierpolizisten in den Luzerner Quartieren unterwegs. Sie kennen die Menschen, hören zu, helfen weiter und sind da, wenn sie gebraucht werden.

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Teufen AR: 217 Kinder treten zur Veloprüfung an – 61 fahren fehlerfrei

217 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler sind am Dienstagmorgen, 9. Juni 2026, in Teufen zur Veloprüfung angetreten. Sie absolvierten mit ihrer Fahrt durch das Dorf Teufen ihre praktische Fahrradprüfung.

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Birmensdorf ZH: SBB-Mitarbeiter (56†) stirbt bei Kollision mit Rangierlokomotive

Bei einem Bahnunfall ist am Dienstagvormittag (9.6.2026) in Birmensdorf ein Mitarbeiter der SBB tödlich verletzt worden. Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft untersucht.

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Zernez GR: Britischer Töfffahrer prallt gegen Baum und stürzt Böschung hinunter

Auf der Ofenbergstrasse ist am Dienstag ein Motorradfahrer auf der Talfahrt in Richtung Zernez gestürzt und dabei schwer verletzt worden. Er musste mit einer Winde durch die Rega geborgen werden.

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Kirchberg SG: Wagen kracht in Baum und landet nach Überschlägen auf dem Dach

Am Dientagmorgen (09.06.2026) ist es auf der Fürstenlandstrasse zu einem Selbstunfall gekommen. Dabei hat es ein Auto mehrmals überschlagen. Der 31-jährige Autofahrer wurde eher leicht verletzt.

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Cham ZG: BMW-Fahrer rast durch Polizeikontrolle und gefährdet Polizistin

In der Nacht auf Dienstag (9. Juni 2026) hat sich ein Autofahrer einer Kontrolle entzogen und ist mit hoher Geschwindigkeit durch die Kontrollstelle gefahren. Dabei hat er eine Polizistin gefährdet, die sich vor dem Fahrzeug in Sicherheit begeben musste. Die Zuger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

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Geuensee LU: Frontalcrash mit Lieferwagen – beide Motorräder erleiden Totalschaden

Am Montagnachmittag ist es in Geuensee zu einem Verkehrsunfall mit zwei involvierten Motorrädern und einem Lieferwagen gekommen. Verletzt wurde beim Unfall niemand. Es kam während mehrerer Stunden zu Verkehrsbehinderungen.

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Oberwil BL: Bankomat gesprengt – Täter flüchten nach heftiger Explosion

Am frühen Dienstagmorgen, 9. Juni 2026, kurz nach 04.30 Uhr sprengte eine bislang unbekannte Täterschaft einen Bankomaten an der Bottmingerstrasse in Oberwil BL. Personen wurden keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.

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Schweiz: TCS erhöht Ambulanz-Personal wegen G7-Gipfel um 30 Prozent

Der Touring Club Schweiz hat seine Rettungs-, Pannenhilfe- und Assistance-Dienste verstärkt, um seine Leistungen auch während des G7-Gipfels sicherzustellen. Im Zusammenhang mit diesem internationalen Anlass werden im Kanton Genf umfassende Sicherheits- und Verkehrsmassnahmen umgesetzt, die zu erheblichen Einschränkungen führen.

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St.Gallen SG: BMW zwingt Autofahrer zum Ausweichen – Totalschaden nach Crash

Am Montagabend (08.06.2026) ist ein Autofahrer auf der Ahornstrasse mit einem Brückenpfeiler kollidiert. Gemäss Aussagen des 63-Jährigen geriet ein entgegenkommendes Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, weshalb er ausweichen musste. Verletzt wurde niemand. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Grenchen SO: Neuer A5-Bypass soll Staus und Unfallrisiken entschärfen

Der Anschluss Grenchen ist während Spitzenzeiten stark belastet und es kommt regelmässig zu Rückstaus auf die Autobahn. Mit dem Umbau des Anschlusses und dem Neubau eines direkten Bypasses sowie einer separaten Brücke für den Langsamverkehr soll diese Situation entschärft werden. Das Projekt geht am 11. Juni in die öffentliche Auflage.

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Stadt St.Gallen SG: Polizei verteilt 210 Bussen und zeigt 32 Verkehrssünder an

Im Rahmen einer Schwerpunktwoche führte die Stadtpolizei St.Gallen vom 1. bis 7. Juni 2026 verstärkte Verkehrskontrollen auf dem gesamten Stadtgebiet durch. Dabei wurden insgesamt 210 Ordnungsbussen ausgestellt und 32 Personen angezeigt. Die Kontrollen dienten der Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie der Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden für regelkonformes Verhalten im Strassenverkehr.

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Sustenpass UR: Letzter Urner Alpenpass öffnet – alle Passstrassen wieder frei

Als letzte Urner Passtrasse kann am Freitag, 12. Juni 2026, um 12.00 Uhr der Susten (2260 Meter über Meer) für den Verkehr freigegeben werden. Damit konnten nicht nur die Anfang April 2026 gestarteten Räumungs- und Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen werden, sondern sind auch alle fünf Urner Alpenpässe wieder offen und sicher befahrbar.

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Wetter am Dienstag, 09.06.2026: Kühlere Luft, Schauer im Osten, freundlicher im Westen

Die Schweiz liegt bis Mittwoch im Einflussbereich einer Tiefdruckzone mit Zentrum über Nordeuropa. In der Nacht auf Dienstag hat eine Kaltfront die Alpennordseite erfasst. Dahinter fliesst aus Westen kühle Atlantikluft zur Alpennordseite. Im Süden liegt noch wärmere, aber instabil geschichtete Luft. Am Donnerstag dehnt sich vom Atlantik her ein Hochdruckgebiet nach Frankreich aus und die Strömung dreht auf Nordwest. Während die Luft im Westen und Süden abgetrocknet und stabilisiert wird, bleiben die östlichen Landesteile vermutlich noch länger in Zufuhr von etwas feuchterer und instabilerer Luft aus Nordwesten.

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Bern BE: Polizei nimmt Poser ins Visier – zwei Fahrzeuge sichergestellt

Die Kantonspolizei Bern hat am Samstag und Sonntag in der Region Bern gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt. Der Fokus lag dabei auf Fahrzeugen, die unnötigen Lärm verursachten. Insgesamt wurden 16 Fahrzeuglenkende angezeigt und zwei Fahrzeuge sichergestellt.

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Luzern LU: Töfffahrer mit 100 km/h innerorts gestoppt – Ausweis weg

Am Freitagabend (5. Juni 2026) führte die Luzerner Polizei nach 20.00 Uhr im Gebiet Reusszopf in der Stadt Luzern eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Dabei wurde ein Motorradfahrer bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h mit einer Nettogeschwindigkeit von 100 km/h gemessen.

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Montmollin NE: Hund kommt ohne Besitzerin zurück – Rega rettet verletzte Frau

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat in der Nacht auf heute Montag, 8. Juni 2026, in der Region Neuchâtel eine vermisste Frau mithilfe ihres Suchhelikopters gefunden. Sie war am Sonntagabend mit ihrem Hund spazieren gegangen; dieser war nach einiger Zeit allein nach Hause zurückgekehrt. Die Crew entdeckte die Frau in den frühen Morgenstunden mit der Wärmebildkamera verletzt in einem Feld.

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Göschenen UR: Heftiger Crash auf A2 fordert drei Verletzte und Totalschäden

Heute Montag, 8. Juni 2026, kurz nach 05.30 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Verkehrsunfall auf der Autobahn A2 bei Göschenen informiert. Demnach fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Tessiner Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Nord.

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Schweizer Armee: Cyber-Kommando veröffentlicht neue Analyse-Software "Loom"

Die Such- und Analysesoftware «Loom» des Kommando Cyber erreicht mit Version 1.0.0 einen wichtigen Meilenstein. Die Software wurde in den vergangenen Monaten kontinuierlich weiterentwickelt und überzeugt nun durch eine nochmals gesteigerte Leistungsfähigkeit und Stabilität. Der Quellcode ist auf GitLab verfügbar.

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Port/Bellmund BE: Bewohner stoppen mutmasslichen Serien-Dieb in Wohnhaus

Nach mehreren Einschleichdiebstählen in Port und Bellmund konnte Ende Januar 2026 ein mutmasslicher Täter angehalten und in Haft versetzt werden. Die nun abgeschlossenen Ermittlungen ergaben, dass der Mann für insgesamt 7 Delikte in Port und Bellmund, sowie für weitere derartige Delikte im Kanton Bern und in anderen Kantonen verantwortlich sein dürfte. Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.

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Genf GE: Wegen G7-Gipfel bleiben die meisten Polizeiposten geschlossen

Während des G7-Gipfels wird der Empfang der Öffentlichkeit in den Polizeistationen des Kantons von Mittwoch, dem 10. Juni, bis Freitag, dem 19. Juni 2026, angepasst. Mehrere Polizeiposten bleiben in diesem Zeitraum geschlossen oder öffnen mit eingeschränkten Zeiten.

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Näfels GL: Albanischer Drogenhändler gefasst – Heroin und Kokain sichergestellt

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens betreffend Betäubungsmittelhandels nahmen Ermittler der Kantonspolizei Glarus am Montag, 11. Mai 2026, einen mutmasslichen Betäubungsmittelhändler fest. Bei einer Hausdurchsuchung konnten beim 44-jährigen Mann albanischer Staatsangehörigkeit mehrere hundert Gramm Heroin und Kokain sowie mehrere hundert Franken Bargeld sichergestellt werden.

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Fällanden ZH: Polizeiposten feiert 30 Jahre am heutigen Standort

Polizeiposten Fällanden – 30 Jahre am heutigen Standort. Der Polizeiposten in Fällanden war zwar schon am heutigen Standort beim Gemeindehaus daheim. Doch Anfang Juni 1996 konnte er nach einer grösseren Sanierung mit kleiner Verlegung in der heutigen Form in Betrieb genommen werden.

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Glattbrugg ZH: 7-Jähriger bewusstlos aus Hallenbad-Becken gerettet

Am Sonntagnachmittag (07.06.2026) hat sich im Hallenbad in Glattbrugg (Gemeinde Opfikon) ein Badeunfall ereignet, bei welchem ein Knabe bewusstlos aus dem Wasserbecken gezogen worden ist. Er wurde anschliessend mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht.

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Villars-sur-Glâne FR: Zwei Rumänen nach Einbruch auf frischer Tat festgenommen

Gestern am frühen Abend wurden in Villars-sur-Glâne zwei Einbrecher auf frischer Tat überrascht und in die Flucht geschlagen. Einer von ihnen konnte kurze Zeit später in einem Quartier festgenommen werden. Ein Polizeihund führte die Einsatzkräfte in einen nahegelegenen Wald, wo auch der zweite Mann festgenommen wurde. Das Diebesgut wurde ebenfalls aufgefunden.

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Kanton Thurgau: Polizei kündigt Toleranz bei WM-Feiern an – aber mit klaren Grenzen

Mit dem Start der Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko am kommenden Donnerstag dürfte auch im Thurgau das Fussballfieber ausbrechen. Die Kantonspolizei Thurgau wird die Feierlichkeiten aufmerksam begleiten und setzt dabei auf eine verhältnismässige und tolerante Haltung. Sie wird aber konsequent durchgreifen, wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist.

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Uznach SG: Mann lebensgefährlich verletzt – 40-jähriger Schweizer festgenommen

Am Sonntag (07.06.2026) ist es an der Grynaustrasse zu einem Gewaltdelikt gekommen. Ein 25-jähriger kosovarischer Staatsbürger wurde dabei mutmasslich mit einem scharfkantigen Gegenstand potenziell lebensbedrohlich verletzt. Ein tatverdächtiger 40-jähriger Schweizer wurde festgenommen.

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Luzern LU: Polizei stoppt Reisecars mit Mängeln an Bremsen und Lenkung

Am Sonntag führte die Luzerner Polizei gemeinsam mit dem Strassenverkehrsamt Luzern sowie dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) eine Schwerverkehrskontrolle durch. Der Schwerpunkt lag auf der Überprüfung von Gesellschaftswagen. Von den insgesamt 18 kontrollierten Fahrzeugen mussten vier beanstandet werden.

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Grünen BE: E-Bike-Fahrerin bei Kollision mit Motorrad schwer verletzt

Am Sonntagnachmittag kam es in Grünen zu einer Kollision zwischen einer E-Bike-Fahrerin und einem Motorradlenker. Beide Personen wurden verletzt ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.