In der Nacht von Montag auf Dienstag (21.07.2026) hat sich auf der Bahnhofstrasse ein Selbstunfall ereignet. Eine alkoholisierte 22-jährige Frau prallte mit ihrem Auto gegen eine Strassenlaterne.
Sie blieb unverletzt. Ihr wurde der Führerausweis abgenommen.
In der Nacht von Montag (20.07.2026) auf Dienstag ist es auf der H16 Höhe Neugonzenbach zu einer Streifkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Ein 42-jähriger Autofahrer geriet auf den Fahrstreifen des Gegenverkehrs, wo es zur Streifkollision mit dem Auto eines 50-jährigen Mannes kam. Anschliessend fuhr der 42-Jährige weiter, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Er konnte ermittelt und schliesslich an seinem Wohnort angetroffen werden. Er wurde als fahrunfähig eingestuft.
Am Donnerstag, 23. Juli 2026, trifft der FC St.Gallen 1879 in der UEFA Europa League auf SL Benfica aus Portugal. Zudem findet im Westen der Stadt der Abendverkauf statt.
Die Stadtpolizei St.Gallen rechnet rund um das Stadion mit hohem Verkehrsaufkommen. Bereits am Nachmittag werden zahlreiche portugiesische Fans in der Innenstadt erwartet.
In der Nacht zum Dienstag wurde ein Mann in Sulgen beim Sturz auf einer Treppe mittelschwer verletzt.
Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.
Bei einem abgelegenen Betriebsgebäude ausserhalb von Schinznach Bad entwendeten unbekannte Diebe grossflächige Teile der Dachabdeckung aus Kupfer.
Das abgelegene, über einen Waldweg erreichbare Betriebsgebäude des Nationalstrassenunterhalts befindet sich über dem Portal des A3-Habsburgtunnels ausserhalb von Schinznach Bad.
Bei einem Selbstunfall mit einem Teleskoplader in Istighofen wurde am Montag ein Mann mittelschwer verletzt.
Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Auf der Archstrasse in Gossliwil hat sich am Montag, 20. Juli 2026, ein Selbstunfall mit einem Motorrad ereignet. Dabei hat sich der Motorradlenker schwere Verletzungen zugezogen.
Er wurde nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort mit einem Rettungshelikopter der Rega in ein Spital geflogen.
Am frühen Samstagmorgen beabsichtigten zwei Männer mutmasslich, in ein Waffengeschäft in Malters einzubrechen.
Das Vorhaben misslang, worauf sie mit einem Fahrzeug flüchteten. Sie konnten schliesslich in Sempach gestoppt und festgenommen werden.
Eine ausgebüxte Ziege sorgte vor einigen Wochen in Matzingen für einen tierischen Einsatz.
Ein aufmerksamer Motorradfahrer bemerkte die Ausreisserin und hielt sie bis zum Eintreffen der Patrouille Bodan 626 zurück.
Die Schweiz liegt in den kommenden Tagen im Einflussbereich eines umfangreichen Hochs mit Kern nordwestlich der Britischen Inseln. Mit einer nördlichen Strömung wird trockene Luft zu den Alpen geführt.
Auf der Alpensüdseite liegt noch wärmere und etwas instabilere Luft, womit die Schauerneigung heute Dienstag noch etwas erhöht bleibt. Ab Mittwoch sorgt Nordwind auch südlich der Alpen für eine Abtrocknung und Stabilisierung der Luft.
Am Sonntagabend ist es in Meikirch zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen.
Der Lenker und sein Sozius wurden dabei verletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Am 20. Juli 2026 ereignete sich in Agarn ein Verkehrsunfall. Dabei wurde eine Motorradfahrerin verletzt.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei veröffentlichen einen Zeugenaufruf.
Am Donnerstagabend, 16. Juli 2026, kurz nach 20.30 Uhr, kam es auf dem Schulareal Känelmatt in Therwil zu zwei Bränden.
Dabei wurden ein E-Bike sowie eine Pflanzenhecke beschädigt. Zwei Jugendliche konnten im Rahmen der Fahndung angehalten werden.
Am Montag ist es im San Bernardinotunnel zu einer heftigen frontal-seitlichen Kollision zweier Personenwagen gekommen.
Der Tunnel war gut drei Stunden gesperrt.
Heute Morgen ist in Kottwil ein Schopf in Brand geraten. Verletzt wurde niemand.
Nach ersten Erkenntnissen dürfte Fahrlässigkeit die Brandursache gewesen sein.
In den frühen Morgenstunden des Montags ist ein Mann mit seinem Auto in das Ufer des Davosersees gefahren. Nach dem Versuch, dieses zu bergen, liess er es dort stehen.
Im Zuger Kantonsspital ist ein Kanister mit einem Peressigsäure-haltigen Desinfektionsmittel ausgelaufen.
Durch die Chemiewehr wurde die ausgelaufene Flüssigkeit gebunden und die betroffene Räumlichkeit gelüftet. Eine Person wurde leicht verletzt.
Am Sonntagabend rückte die Feuerwehr Stadt Luzern wegen eines Dachstockbrandes an der Murbacherstrasse mit einem Grossaufgebot aus.
Das Hotel Continental wurde komplett und die Nebenhäuser teilweise evakuiert. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt, eine weitere Eskalation konnte verhindert werden.
Im digitalen Raum werden heute zahlreiche unterschiedliche Straftaten begangen. Dabei ist es nicht einfach, den Überblick über die verschiedenen Phänomene zu behalten.
Dieser Beitrag dient als Orientierung zu den häufigsten Cyberphänomenen.
Das 60. Montreux Jazz Festival (MJF) ist am Sonntagmorgen, 19. Juli 2026, nach 16 Tagen gemeinsamer musikalischer Euphorie zu Ende gegangen. Mehr als 250'000 Menschen feierten in einer festlichen Atmosphäre. Diese Ausgabe markierte die Rückkehr des Festivals in das 2M2C.
Im Vergleich zum Vorjahr registrierte die Polizei weniger Diebstähle und Schlägereien. Die Massnahmen im Bereich der städtischen Mediation wurden beibehalten. Die verstärkte Sicherheitspräsenz ermöglichte es den Festivalbesuchern, die 60. Ausgabe in einem geselligen Umfeld zu feiern.
Zwischen Sonntagmorgen und Montagmorgen (19.07.2026/20.07.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt fünf Männer angehalten, die in einem fahrunfähigen Zustand oder alkoholisiert am Strassenverkehr teilgenommen hatten.
Die zuständigen Administrativbehörden verfügen die entsprechenden Massnahmen.
Am frühen Samstagabend ist es in Moosseedorf zu einem Badeunfall gekommen. Drittpersonen bargen im Strandbad Moossee einen Mann aus dem Wasser.
Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmassnahmen verstarb der Mann noch vor Ort. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Am Samstag (18. Juli 2026, ca. 03:30 Uhr) kam ein Radfahrer auf der Rüeggisingerstrasse in Emmen ohne Dritteinwirkung zu Fall.
Dabei verletzte er sich leicht und wurde vor Ort durch den Rettungsdienst betreut.
Am Freitag (17. Juli 2026, kurz nach 14:45 Uhr) fuhr ein Autofahrer auf der Gigenstrasse in Richtung Escholzmatt.
Mutmasslich aufgrund eines gesundheitlichen Problems geriet er mit seinem Fahrzeug rechts von der Fahrbahn ab und fuhr über das Wiesland, wo das Auto nach mehreren hundert Metern zum Stillstand kam.
Am Samstag (18. Juli 2026, kurz nach 09:00 Uhr) fuhr ein 50-jähriger Autofahrer in Luzern, Ortsteil Littau, aus einer Tiefgarage.
Dabei kollidierte er zunächst mit einem Unterstand, anschliessend mit mehreren parkierten Fahrzeugen, einer Mauer und schliesslich mit einem Pfosten.
Auf der Autobahn A1 bei Oberbuchsiten in Fahrtrichtung Bern hat sich am Montagmorgen, 20. Juli 2026, eine Auffahrkollision zwischen einem Lieferwagen mit Anhänger und einem Sattelmotorfahrzeug ereignet.
Der Lenker des Lieferwagens, welcher dem Sattelmotorfahrzeug ins Heck fuhr, hat sich dabei mittelschwere Verletzungen zugezogen.
Am Sonntag, 19. Juli 2026, circa 07.35 Uhr, ist es in der Herrentoilette einer öffentlichen WC-Anlage beim Schützenmattpark an der Bundesstrasse zu einem Raub gekommen.
Dabei wurde ein 68-jähriger Mann mit einer Stichwaffe bedroht und beraubt. Die Täter sind flüchtig. Verletzt wurde niemand.
Am frühen Sonntagmorgen fuhr ein 20-jähriger Mann mit seinem Auto auf dem Normalstreifen der A1 von Wil in Richtung Oberbüren.
Auf Höhe Henau prallte sein Auto gegen die Leitplanke. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
In der Nacht von Sonntag auf Montag (20.07.2026) ist auf einem Wiesland in der Nähe von Lütisburg Station eine mit Sperrgut gefüllte Mulde in Brand geraten.
Der Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.
Am Sonntagnachmittag (19.07.2026) hat sich ein 41-jähriger Autofahrer in Kaltbrunn einer Kontrolle der Kantonspolizei St.Gallen entzogen. Während der anschliessenden Nachfahrt prallte sein Auto in Uznach mit einer Mauer und einer Gebäudefassade.
Der Mann wurde leicht verletzt. Sein Beifahrer flüchtete zu Fuss und konnte bislang nicht angehalten werden. Der 41-Jährige war ohne Führerausweis unterwegs und wurde als fahrunfähig eingestuft.
Die Staatsanwaltschaft hat ihre umfangreiche Untersuchung in einem schwerwiegenden Sexualstrafverfahren abgeschlossen und beim Bezirksgericht Baden Anklage gegen einen heute 57-jährigen Schweizer erhoben.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, eine erwachsene Frau sowie eine Minderjährige wiederholt und eine weitere erwachsene Frau einmal in einen widerstandsunfähigen Zustand versetzt und in der Folge sexuell missbraucht zu haben. Der Mann befindet sich seit seiner Festnahme in Haft.
Bei mehreren Verkehrskontrollen im Gebiet Boowald über das Wochenende zeigte die Kantonspolizei insgesamt 17 Motorrad- und fünf Personenwagenlenker an.
Drei Fahrzeuge stellte sie für weitere technische Abklärungen sicher.
Am 12. Juli 2026 ist eine Zweierseilschaft am Matterhorn in die Tiefe gestürzt. Dabei zogen sich beide Alpinisten tödliche Verletzungen zu.
Sie wurden in der Zwischenzeit identifiziert.
Am Dienstagabend empfängt der FC Thun in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League GNK Dinamo Zagreb.
Rund um das Visana Stadion sowie in der Thuner Innenstadt ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Die Alpfahrt ist in vielen Kantonen ein spezielles Ereignis, das viele Personen anzieht.
Weil die Alpen aber im Kanton Zürich eher rar sind, handelt es sich hier nicht um eine Alpfahrt, sondern um einen beendeten Ausflug – die ausgebüxten Tiere sind wieder auf dem Weg nach Hause.
Ein Mann erlitt gestern Nachmittag im Warteckturm ein akutes, medizinisches Problem und benötigte schnelle Hilfe.
Nach der Erstversorgung durch die Sanität wurde er von der Rega-Crew mit der Rettungswinde vom Balkon des Warteckturms ausgeflogen und in das nächste geeignete Spital gebracht.
Im vergangenen Jahr kamen auf den Schweizer Strassen 49 Personen bei Unfällen mit motorisierten Zweirädern ums Leben, 1'085 wurden schwer verletzt.
Während hohe Temperaturen viele Motorrad- und Rollerfahrer dazu verleiten, mit leichter Schutzkleidung unterwegs zu sein, erinnert der TCS daran, dass eine vollständige Schutzausrüstung auch im Sommer unverzichtbar ist.
Der am vergangenen Wochenende als vermisst gemeldete Weidling ist am Freitagabend (17.07.2026) am Lindli in der Stadt Schaffhausen wieder aufgefunden worden.
Der Weidling war weitgehend unbeschädigt und wurde seinem Eigentümer zurückgegeben.
Am Samstag, 25. Juli 2026 findet die Sportveranstaltung X-Trials Davos statt.
In der Landschaft Davos, in den Seitentälern Dischma und Sertig, sowie in Klosters/Monbiel sind Verkehrseinschränkungen notwendig.
Am Sonntag, 19. Juli 2026, verirrte sich am Nachmittag ein Dackel in einen fremden Garten.
Da die anwesenden Personen im Garten nicht wussten, wem der Hund gehört, meldeten sie sich bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur.
Kurz vor Mitternacht am Samstag führte die Stadtpolizei Winterthur eine Verkehrskontrolle durch.
Bei der Kontrolle stellten die Polizeifunktionäre fest, dass der Lenker stark nach Alkohol riecht.
Ein Tief über Südskandinavien lenkt heute mit einer nordwestlichen Höhenströmung weniger warme und schubweise feuchte Meeresluft zu den Alpen. Die Alpensüdseite verbleibt weiterhin in einer sommerlich warmen Luftmasse und wird durch die Nordwestströmung entlastet.
Am Montag und Dienstag liegt die Schweiz nach wie vor unter einer nordwestlichen Höhenströmung, die in die östlichen Landesteile weiterhin feuchte Luft führt. Sonst kommt es zu einer allmählichen Abtrocknung der Luftmasse.
Am Samstag, 18. Juli 2026, erhielt die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur die Meldung, dass aufgrund des Sturms ein Baum auf ein Auto gestürzt sei.
Die Berufsfeuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur sowie eine Patrouille der Stadtpolizei Winterthur rückten umgehend an die Örtlichkeit aus.
An der Sihlbruggstrasse im Bereich Hegiwald bis Kreisel Lättich in Baar sind wegen Belagsschäden Reparaturarbeiten notwendig.
Die Belagsarbeiten beginnen am Montag, 20. Juli und dauern voraussichtlich bis Freitag, 24. Juli 2026. Um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, erfolgen die Arbeiten teilweise in der Nacht.
Am Samstag befanden sich mehrere Personen im Klettersteig Zittergrat, im Gebiet Brunni, als ein Blitz im Grad einschlug.
Eine Person, welche sich zu diesem Zeitpunkt beim Einstieg des Klettersteiges aufhielt, erlitt einen Stromschlag und wurde dabei leicht verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.