Schweiz

Bahnhof Liestal BL: 19-Jähriger durch vier unbekannte Täter angegriffen und verletzt

Am Mittwochabend, 17. Juli 2024, kurz vor 19.30 Uhr, wurde beim Bahnhof Liestal ein Fussgänger durch vier unbekannte Männer angesprochen und mit Faustschlägen und Fusstritten verletzt. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft hielt sich das 19-jährige Opfer, zusammen mit einer 18-jährigen Begleitung, in Liestal BL beim Bahnhof auf dem Perron 2 auf, als sich ihnen vier Jugendliche näherten und sie ansprachen.

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Stadt St.Gallen SG: Zwei Personen verunfallen mit E-Scooter

Am Mittwoch (17.07.2024) lenkte ein Mann seinen E-Scooter auf der Teufener Strasse. Der 26-jährige hatte eine Mitfahrerin dabei. Aufgrund eines Absatzes stürzten beide Personen. Die 23-jährige Mitfahrerin wurde dabei mittelschwer verletzt und der Lenker wurde leicht verletzt.

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Stadt Basel BS: Tattoo-Parade und Demonstration - Verkehr eingeschränkt

Am Samstag, 20. Juli 2024, finden in Basel kurz nacheinander eine bewilligte Demonstration und die Basel Tattoo Parade statt. Die Kantonspolizei Basel-Stadt weist die Bevölkerung darauf hin, dass in der Innenstadt mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen ist.

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Saland ZH: Auffahrkollision zwischen drei Fahrzeugen – vier Personen verletzt

Bei einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen sind am Mittwochnachmittag (17.07.2024) in Saland (Gemeinde Bauma) vier Personen zum Teil schwer verletzt worden. Kurz vor 12.30 Uhr fuhr ein 84-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Tösstalstrasse von Bauma in Richtung Saland.

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Unfall in Steffisburg BE: Gabelstapler erfasst 75-jährigen Schweizer – tot

Am Dienstag ist es in Steffisburg zu einem schweren Unfall mit einem Gabelstapler gekommen. Ein Fussgänger wurde dabei verletzt und verstarb noch auf der Unfallstelle. Personen die Hinweise zum Unfallgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Bern zu melden.

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Betrug: Vorsicht vor dringenden Unterstützungsanfragen

Plötzlich meldet sich ein Bekannter per Telefon, Messenger oder E-Mail und macht eine Notlage geltend. Achtung: Hinter der dringenden Anfrage könnten auch Betrüger stecken.

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Kapo Schwyz: Wir wünschen Florian viel Erfolg bei seiner Leidenschaft

Am Sonntag in Schwingerhosen auf der Rigi, am Montag bereits wieder in der Polizeiuniform für eure Sicherheit unterwegs. Nach einer achtjährigen Pause ist Florian Ulrich wieder zurück im Schwingsport und hat vor nicht einmal 2 Wochen am ISAF in Menzingen seinen ersten Kranz bei einem Teilverbands-Schwingfest gewonnen.

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Sarnen OW: Motorradlenker (24) muss stark abbremsen – mittelschwer verletzt

Am Dienstag, den 16.07.2024, um ca. 20:25 Uhr, fuhr ein 24-jähriger Motorradlenker auf der Brünigstrasse nordwärts durch das Dorf Sarnen. Auf der Höhe des Dorfplatzes bog mutmasslich ein unbekannter Personenwagen unvermittelt auf die Brünigstrasse ein. Dadurch musste der Motorradfahrer stark abbremsen und kam zu Fall.

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Region Lugano TI: Betrug zum Nachteil älterer Menschen - zwei Verhaftungen

Die Staatsanwaltschaft, die Kantonspolizei und das Eidgenössische Zoll- und Grenzschutzamt (EZV) geben bekannt, dass am 15.07.2024 ein 33-jähriger Mann und ein 31-jähriger Mann, beide polnische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Polen, verhaftet wurden. Die beiden werden insbesondere verdächtigt, an einem versuchten Betrug an älteren Menschen in Malcantone „Schockanrufe“ und anderen ähnlichen Versuchen der letzten Tage beteiligt gewesen zu sein.

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Allschwil BL: Strolchenfahrt endet in Polizeikontrolle

In den frühen Morgenstunden vom Mittwoch, 17. Juli 2024, kurz nach 03.00 Uhr, konnte eine Patrouille der Polizei Basel-Landschaft zwei Motorraddiebe feststellen und anhalten. Anlässlich der Patrouillentätigkeit fiel einer Patrouille der Polizei Basel-Landschaft in Allschwil BL in der Klarastrasse, ein mit zwei Personen besetztes Motorrad auf.

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Tägerwilen TG: Fussgänger (84) von Auto angefahren und mittelschwer verletzt

Ein Fussgänger wurde am Dienstag in Tägerwilen von einem rückwärtsfahrenden Auto angefahren. Er musste mit mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht werden. Eine Autofahrerin fuhr kurz nach 15 Uhr rückwärts aus einem Vorplatz. Dabei kam es zum Zusammenstoss mit einem 84-jährigen Fussgänger.

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Gonten AI: Sichere Strassenquerung für Schulkinder

Ist aus rechtlicher Sicht die Markierung einer Strassenquerung mit einem Fussgängerstreifen nicht möglich, werden oft bfu-Füsschen eingesetzt. Dies nun auch im Dorf Gonten, da sich für einige Gontner Schülerinnen und Schüler ab dem neuen Schuljahr die Schulwege ändern. Ihr Schulhaus wird umgebaut und der Unterricht findet während des Umbaus in provisorischen Schulräumlichkeiten statt.

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Kanton Schaffhausen: Polizei verlangt per Telefon kein Geld von Ihnen!

Am Dienstagmittag (16.07.2024) hat eine unbekannte Täterschaft versucht per Telefonbetrug bei einer 64-jährigen Frau aus dem Kanton Schaffhausen 1'000.- Franken in Form von iTunes-Karten zu ergaunern. Dank dem Misstrauen der Tochter der angerufenen Frau misslang der Betrugsversuch. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung insbesondere ältere Mitmenschen über diese perfide Betrugsmasche zu informieren.

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Neuhausen am Rheinfall SH: Achtung, Taschendiebe am Rheinfall!

Am Dienstag (16.07.2024) sind bei der Polizeistation Neuhausen am Rheinfall vier Portemonnaie-Diebstähle zur Anzeige gebracht worden, die alle im Bereich des Rheinfallbeckens verübt worden waren. Die Schaffhauser Polizei bittet Gäste des Naturspektakels um erhöhte Achtsamkeit und verweist auf ihre entsprechende Präventionskampagne.

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Ins BE: Mutmassliche Täter (16, 17) nach Autodiebstahl angehalten

Am Montagmorgen ist der Kantonspolizei Bern ein Fahrzeugdiebstahl in Bern gemeldet worden. Das betroffene Auto konnte in der Folge am Abend im Kanton Neuenburg festgestellt werden. Im Rahmen einer Nachfahrt zurück bis in den Kanton Bern konnten in Ins schliesslich zwei mutmassliche Täter angehalten werden. Weitere Ermittlungen zu den Ereignissen sind im Gang.

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Rorschach SG: Velofahrer (62) nach Kollision mit Auto unbestimmt verletzt

Am Dienstag (16.07.2024), um 15 Uhr, ist es auf der St. Gallerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Velofahrer gekommen. Der 62-jährige Velofahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Bioggio TI: Schwerer Arbeitsunfall auf Baustelle - Mann (42) lebensbedrohlich verletzt

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich am 15. Juli 2024 kurz nach 17 Uhr in der Via Industria in Bioggio, auf der Baustelle eines Geschäftshauses, ein Arbeitsunfall. Ein 42-jähriger italienischer Arbeiter mit Wohnsitz in der Provinz Varese war dabei, Material von einem Lastwagen abzuladen.

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Novazzano TI: Raubüberfall auf eine Tankstelle - Personenbeschreibungen - Zeugenaufruf

Wie die Kantonspolizei mitteilt, wurde am 16.07.2024 kurz vor 20.00 Uhr in der Via Casate in Novazzano eine Tankstelle überfallen. Zwei Männer, von denen einer mit einer Pistole bewaffnet war, betraten die Tankstelle, bedrohten die Verkäuferin und verlangten die Herausgabe des Bargeldes aus der Kasse. Anschliessend flüchteten sie zu Fuss in Richtung Italien. Die Fahndung, die bisher erfolglos blieb, wurde sofort eingeleitet. Es wurden keine Verletzten gemeldet.

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Prilly VD: Tödlicher Unfall auf einer Baustelle - Lagebericht

Nach dem Einsturz eines Gerüsts auf einer Baustelle in Prilly werden die Arbeiten zur Stabilisierung und Sicherung der Baustelle sowie zur Beseitigung der Trümmer am Ende des 16.07.2024 abgeschlossen sein. Die Vaudoise Arena ist seit diesem Montag wieder geöffnet und das Centre Malley Lumières und seine Geschäfte werden ab Mittwoch, 07:30 Uhr, teilweise wieder geöffnet sein. Die Notdienste danken allen Unternehmen und Privatpersonen für ihre Unterstützung während des viertägigen Einsatzes.

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Stadt Basel BS: Algerier (27) bei Auseinandersetzung schwer verletzt

Am 14.07.2024, um 21.20 Uhr, wurde am Unteren Rheinweg / Bläsiring ein 27-jähriger Algerier bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt. Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass der 27-Jährige am Unteren Rheinweg bei einer Gruppe von Leuten eine Handtasche behändigt hatte und damit davongehen wollte.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.