Schweiz

Zürich ZH: Verkehrsmeldung - Konzerte von Taylor Swift im Stadion Letzigrund

Im Zusammenhang mit den beiden Open-Air-Konzerten vom Dienstag und Mittwoch, 9./10. Juli 2024, im Stadion Letzigrund erlässt die Stadtpolizei Zürich rund um das Stadion temporäre Verkehrsvorschriften. Zudem bittet sie die Besucher/innen, für die Anreise die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen.

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Stadt St.Gallen passt Parkiergebühren an

Aufgrund des vom Stadtparlament teilrevidierten Parkierreglements hat der Stadtrat verschiedene Parkiergebühren in der Stadt angepasst sowie die Höhe der Nacht-Parkiergebühren festgelegt. Im Weiteren wird die durchgehende Gebührenpflicht für Oberflächenparkplätze in der Weissen Zone auf das gesamte Stadtgebiet ausgedehnt. Sämtliche Änderungen treten auf den 1. November 2024 in Kraft.

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Niederurnen GL / Autobahn A3: Autolenker (45) verliert Kontrolle wegen Aquaplaning

Am Mittwoch, 03. Juli 2024, ca. 20.30 Uhr, fuhr ein 45-jähriger Autolenker auf der Autobahn A3 in Niederurnen in Fahrtrichtung Zürich. Während einem Überholmanöver begann sein Fahrzeug infolge Aquaplaning zu Schleudern, brach aus und kollidierte in der Folge zuerst mit der rechten und anschliessend mit der linken Leitplanke und kam schlussendlich auf der Normalspur zum Stillstand.

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Netstal GL: Auffahrkollision zwischen zwei Fahrzeugen

Am Mittwoch, 03. Juli 2024, ca.17.30 Uhr, kam es im stockenden Verkehr zwischen Näfels und Netstal, Fahrtrichtung Netstal, auf Höhe Mettlen, zu einem Auffahrunfall. Der fehlbare, 60-jährige Autolenker, wurde von der anhaltenden Kolonne überrascht und rutschte beim Bremsmanöver vom Brems- auf das Gaspedal, worauf eine Kollision mit dem vorausfahrenden Fahrzeug nicht mehr vermieden werden konnte.

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Netstal GL: Kollision zwischen Auto und Lastwagen

Am Mittwoch, 03. Juli 2024, ca. 16.15 Uhr, kam es in Netstal, auf der Hauptstrasse bei der Kreuzung zur Lerchenstrasse zu einem Verkehrsunfall. Ein 72-jähriger Personenwagenlenker folgte von der Lerchenstrasse her beim Einfahren in die Hauptstrasse dem vorausfahrenden Fahrzeug und überfuhr dabei das Stop-Signal.

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Näfels GL: Alkoholisierter E-Roller-Fahrer (19) bei Sturz schwer verletzt

Am Mittwoch, 03. Juli 2024, ca. 16.00 Uhr, war in Näfels, Industriestrasse Fahrtrichtung Niederurnen, ein alkoholisierter, 19-jähriger Lenker mit seinem Elektroroller unterwegs. Nahe der Kreuzung zur Strasse Am Linthli fuhr er Schlangenlinien, verlor die Beherrschung über das Fahrzeug und stürzte.

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TCS: Vom Müdigkeitsassistenten bis zum Unfalldatenschreiber

Einige Fahrassistenzsysteme wie etwa der Spurhalteassistent sind bei vielen Neuwagen bereits vorhanden. Per 7. Juli 2024 wird diese nächste Stufe sicherheitsrelevanter Vorschriften für alle neu in Verkehr gesetzten Personenwagen zur Pflicht. Der Touring Club Schweiz nennt die wichtigsten obligatorischen Einrichtungen, von denen manche für Autofahrerinnen und -fahrer zum Teil unsichtbar und verborgen funktionieren. Die Systeme dienen der Verkehrssicherheit, die Verantwortung bleibt jedoch bei Fahrerinnen und Fahrern.

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Simplonpass VS: Aufräumarbeiten und Schadensinspektion laufen

Aufgrund des Unwetters vom vergangenen Wochenende ist der Simplonpass seit Samstagnachmittag zwischen Passhöhe und Simplon-Dorf gesperrt. Seit Sonntag laufen die Räumungsarbeiten. Zudem nimmt das ASTRA eine vertiefte Bestandesaufnahme allfälliger Schäden vor. Aufgrund der Sperrung der Simplon-Route sowie der A13 ist das Verkehrsaufkommen am Gotthard leicht höher als üblich.

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Kapo Thurgau: Seeluft für unseren Nachwuchs (Video)

Letzte Woche durften unsere Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung die Aufgaben der Seepolizei kennenlernen und sich selbst mit Trockenanzug, Wurfsack und Rettungsraft versuchen. Unsere Seepolizei überwacht zwischen Horn und Paradies den Bodensee inklusive See- und Hochrhein und ist für die Sicherheit auf diesem Abschnitt zuständig.

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Kanton St.Gallen: Hilfe für Betroffene von Unwettern

In den letzten Wochen waren verschiedene Kantone von schweren Unwettern betroffen. Mehrere Menschen kamen aufgrund von Murgängen und Überschwemmungen ums Leben. Es kam zu grossen Schäden an Gebäuden und an der Infrastruktur. Die Regierung richtet einen Nothilfe-Beitrag an die Hilfsorganisation Glückskette aus, damit Privatpersonen in besonders schweren Situationen rasch geholfen werden kann.

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Thayngen SH / A4: Mercedes-Fahrer (80) kollidiert mit Verkehrsteiler und Verkehrstafel

Am Mittwochnachmittag (03.07.2024) hat sich ein Alleinunfall auf der A4, in der Ausfahrt zum Rastplatz Berg, ereignet. Es wurde niemand verletzt, jedoch entstand am Personenwagen sowie an der Infrastruktur Sachschaden. Am Mittwochnachmittag (03.07.2024), fuhr ein 80-jähriger Personenwagenlenker auf der A4 in Richtung Grenzübergang Thayngen.

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Wattenwil BE: Geldautomat durch Unbekannte aufgesprengt - Zeugenaufruf

In Wattenwil haben Unbekannte in der Nacht auf Mittwoch einen Geldautomaten aufgesprengt und sind anschliessend geflüchtet. Trotz sofort eingeleiteter, umfassender Fahndungsmassnahmen konnte die Täterschaft bis jetzt nicht angehalten werden. Im Rahmen der Ermittlungen sucht die Kantonspolizei Bern Zeugen.

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Nürensdorf ZH: Illegale Indoor-Hanfanlage ausgehoben und Betreiber verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich entdeckte am Dienstagmorgen (02.07.2024) bei einer Kontrolle in Nürensdorf eine illegale Hanfplantage mit über 1700 Pflanzen und nahm den Betreiber fest. Am Dienstagmorgen kontrollierten Polizistinnen und Polizisten eine Indooranlage für CBD-Hanf. Anstelle von CBD-Hanf wurden in der Anlage mehr als 1700 THC-haltige Hanfpflanzen angetroffen.

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Betrug: Domain-Inhaber sind Ziel von Phishing-Mails

Mit gefälschten E-Mails im Namen von Domain-Registraren versuchen Cyberkriminelle, Inhaber einer Domain zur Preisgabe ihrer Kreditkartendaten zu verleiten. Die Betrugsmasche

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Stadt St.Gallen SG: E-Scooter-Fahrerin (49) prallt gegen Bus

Am Dienstag (02.07.2024) kam es auf der St.Leonhard-Strasse zu einem Strassenverkehrsun-fall zwischen einer E-Scooter-Fahrerin und einem stillstehenden Bus. Die 49-Jährige nahm vermutlich aufgrund ihrer Fahrunfähigkeit den Bus an der Haltestelle nicht wahr und prallte gegen den Bus. Die Fahrerin erlitt einige kleine Schnittwunden.

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Bilten GL: Trauriger Diebstahl bei Geburtstagsfeier

Am Dienstag, 02.07.2024, ca. 22:00 Uhr, schlich sich eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus in Bilten und entwendete Bargeld. Während die Hausbewohner in der Garage einen 18. Geburtstag feierten, gelangte die unbekannte Täterschaft durch die unverschlossene Haustüre ins Haus und entwendete mehrere Hundert Franken aus einem Portemonnaie sowie vom Geburtstagsgabentisch.

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Bahnhof Liestal BL: Gleis 1 geht in Betrieb

Am 15. Juli 2024 steht der nächste Meilenstein im Rahmen des Projektpakets Vierspurausbau und Wendegleis Liestal an: am Bahnhof Liestal geht das neue Gleis 1 samt Perron in Betrieb. Ab dann halten insbesondere die S3-Züge in Richtung Olten auf diesem Gleis. Die Fernverkehrszüge in Richtung Olten und Aarau halten auf Gleis 3, die S-Bahnen und Fernverkehrszüge in Richtung Basel auf Gleis 4.

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Buchs SG: Auffahrkollision zwischen Auto und Lieferwagen – eine Person verletzt

Am Dienstag (02.07.2024), kurz nach 8:45 Uhr, ist es auf der Rheinstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Eine 27-jährige Frau wurde dabei leicht verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Rorschach SG: 18-Jähriger ohne Führerausweis innerorts mit 109 km/h unterwegs

Am Dienstag (21.05.2024), kurz vor 02:45 Uhr, hat eine semistationäre Messanlage auf der Churerstrasse einen Raser innerorts mit 109 km/h, anstelle der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, erfasst. Mittlerweile konnte ein 18-jähriger Italiener als verantwortlicher Autofahrer ermittelt werden. Er war ohne Führerausweis unterwegs.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.