Schweiz

Veränderliches, aber eher ruhiges Wetter

Heute herrschte auf der Alpennordseite veränderliches Wetter, es kam ab dem Nachmittag gegen Nordwesten hin auch zu einzelnen Schauern. Südlich der Alpen zeigte sich häufig die Sonne. Verglichen mit den Ereignissen vom vergangenen Wochenende war es gesamtschweizerisch heute also sehr ruhig. Das dennoch unterschiedliche Wetter in den verschiedenen Landesteilen wird im heutigen Meteoblog näher beschrieben.

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Kloten ZH: Kollision zwischen zwei Velofahrern fordert Schwerverletzten

Bei einer Kollision zwischen zwei Velofahrern hat sich am Dienstagmorgen (02.07.2024) in Kloten einer der beiden Zweiradfahrer schwere Verletzungen zugezogen. Kurz nach 11 Uhr fuhren zwei Männer im Alter von 34 und 35 Jahren mit ihren Fahrrädern auf dem Veloweg Circle, Höhe Gasse Nord, von der Werft herkommend in Richtung Kloten.

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Rüschlikon ZH: Bauarbeiter (†53) bei Arbeitsunfall tödlich verletzt

In Rüschlikon ist am Dienstagmorgen (02.07.2024) ein Bauarbeiter in einer Baugrube von einer Erdwand verschüttet worden und wenig später im Spital seinen schweren Verletzungen erlegen. Gegen 9.30 Uhr waren zwei Bauarbeiter in einer etwa drei Meter tiefen Baugrube mit Abspitzarbeiten an einer Mauer beschäftigt.

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Situation auf den Nationalstrassen – Massnahmen für den Schwerverkehr auf der A2

Aufgrund der Unwetter der vergangenen Wochenenden musste nach der A13 im Misox am Samstagnachmittag auch der Simplonpass zwischen der Passhöhe und Simplon-Dorf gesperrt werden. Auch die A9 im Kanton Wallis war von Hochwasser betroffen und ist punktuell noch gesperrt. Die Sperrungen der A13 und des Simplon-Passes haben auch Einfluss auf die A2 am Gotthard. Das ASTRA hat heute zusätzliche Massnahmen beschlossen, um den Verkehr so verlässlich wie möglich abzuwickeln.

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Wil SG: Auffahrkollision zwischen zwei Autos – eine Person verletzt

Am Montag (01.07.2024), kurz vor 17:55 Uhr, ist es auf der Flawilerstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine 25-jährige Autofahrerin wurde dabei leicht verletzt. Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Necker SG: Jauche wird von Regen weggespült

Am Montag (01.07.2024), kurz nach 19:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen eine Meldung über weggespülte Jauche erhalten. Gemäss aktuellen Erkenntnissen ist die auf einer Wiese an der Haldenstrasse ausgetragene Jauche vom Regen weggespült worden. Die Jauche floss das abfallende Wiesland hinab und anschliessend auf einen Vorplatz.

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Kanton ZH / Limmattalerkreuz: Rampensperrung - Projekt A1 Ausbau Nordumfahrung

Zurzeit setzt das Bundesamt für Strassen ASTRA die A1 Nordumfahrung instand. Teil dieser Arbeiten ist der Ausbau der Fahrbahn bei der Verzweigung Limmattal (Limmattalerkreuz). Die Rampe von Altstetten in Fahrtrichtung St. Gallen und Flughafen ist deshalb vom 8. Juli bis am 11. Juli gesperrt. Die Umleitung erfolgt über den Anschluss Urdorf-Nord.

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Hauenstein-Basistunnel - Einschränkungen im Bahnverkehr Basel-Olten-Zürich

Die SBB saniert den Hauenstein-Basistunnel. Dies führt vom 7. Juli bis 12. August zu Fahrplanänderungen auf den Strecken Basel-Olten und Basel-Zürich mit Zugausfällen und angepassten Fahrzeiten im Fernverkehr und Regionalverkehr. Die SBB empfiehlt allen Reisenden, vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan zu prüfen.

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Zugverkehr: Bauarbeiten auf der Strecke Luzern LU – Küssnacht am Rigi SZ

Aufgrund von Bauarbeiten ist der Zugverkehr zwischen Luzern und Küssnacht am Rigi vom 5. bis 22. Juli 2024 unterbrochen. In dieser Zeit werden vereinzelt Züge umgeleitet und Bahnersatzbusse eingesetzt, was zu längeren Reisezeiten sowie geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten führt. Die SBB empfiehlt, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.

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Bauarbeiten auf den Strecken Andelfingen–Dachsen und Altstetten–Birmensdorf ZH

Aufgrund von Bauarbeiten ist der Regionalverkehr zwischen Andelfingen und Dachsen von 8. Juli bis 12. August 2024 und zwischen Altstetten und Birmensdorf ZH von 12. Juli bis 3. August 2024 unterbrochen. In dieser Zeit werden Bahnersatzbusse eingesetzt, was zu längeren Reisezeiten und geänderten Abfahrts- und Ankunftszeiten führt. Die SBB empfiehlt, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.

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Bahnhofbuffet Olten SO wird Anfang 2025 saniert und unter neuer Leitung wiedereröffnet

Das Bahnhofbuffet Olten wird Anfang 2025 saniert und anschliessend unter neuer Leitung wiedereröffnet. Der Betrieb durch Autogrill endet am 20. Dezember 2024. Auf denselben Zeitpunkt schliessen aus logistischen Gründen drei weitere zu Autogrill gehörende Restaurationsbetriebe im Bahnhof Olten. Die Suche nach passenden Nachfolgemietern läuft.

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Kapo Obwalden: Ein ereignisreiches Wochenende

Freitag, 28.06.2024 kurz vor Mitternacht fuhr eine 49-jährige Autolenkerin mit ihrem Auto auf der Zubenstrasse in St. Niklausen (siehe Titelbild) in einen Telefonmasten hinein. Der bei ihr durchgeführte Atemlufttest zeigte ein Resultat von 0.44 mg/L an. Ihr Führerausweis wurde durch die Polizei vorläufig abgenommen.

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Stadt Zürich ZH: Aggressive und gewalttätige Personen fordern die Polizei

Das vergangene Wochenende gestaltete sich nicht nur aufgrund der Grossanlässe für die Stadtpolizei Zürich als arbeitsintensiv und herausfordernd. Diverse Einsätze erfolgten auch aufgrund von aggressiven und gewalttätigen Personen. Die Gewalt wurde auch gegen Polizist/innen und Rettungssanitäter/innen ausgeübt.

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Stadt Zofingen AG: Der Belagseinbau auf der Unteren Grabenstrasse muss verschoben werden

Wetterbedingt konnte der Belag auf der Unteren Grabenstrasse vor dem Bahnhof Zofingen nicht an einem der beiden vorgesehenen Termine im Juni eingebaut werden. Gemäss dem kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt sind die Arbeiten und damit die Sperrung der Strasse neu wie folgt vorgesehen:

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Allschwil BL: Festnahme nach Einschleichdiebstahl in Einfamilienhaus

Am Samstagmorgen, 29. Juni 2024, kurz nach 08.00 Uhr, nach 04.00 Uhr, fand am Lützelbachweg in Allschwil BL ein Einschleichdiebstahl in einem Einfamilienhaus statt. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge zwei mutmasslichen Einbrecher festnehmen. Die Staatsanwaltschaft hat ein entsprechende Verfahren eröffnet.

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Kriens LU: Kollision zwischen Auto und vbl-Bus

Ein Linienbus der Verkehrsbetriebe Luzern vbl fuhr am Freitag (28. Juni 2024, ca. 11:45 Uhr) vom Pilatusmarkt her in Richtung Ringstrasse. Als er bei der dortigen Einmündung auf die Ringstrasse fuhr, kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Kollision mit einem Auto, welches bereits auf der Ringstrasse fuhr.

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Intensivierung der polizeilichen Zusammenarbeit zwischen dem Wallis und Aosta

Am 13. und 14. Juni 2024 trafen sich die Walliser Kantonspolizei, die Carabinieri von Aosta und das CCPD von Chiasso in St-Maurice, um die Mitarbeiter auszubilden, die in den künftigen gemischten Patrouillen eingesetzt werden sollen und um diese neue internationale Zusammenarbeit zu formalisieren. Die Synergien zwischen der Arma dei Carabinieri und der Kantonspolizei Wallis werden den Kampf gegen die grenzüberschreitende Kriminalität verstärken und dazu beitragen, das derzeitige Sicherheitsniveau in unserem Kanton und im Aostatal aufrechtzuerhalten.

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Kapo Wallis: „Styx“ der unverwundbarer Polizeihund (Video)

Sie spüren flüchtige Diebe auf, suchen nach Drogen und Banknoten oder finden vermisste Personen. Die Hunde der Hundestaffel der Spezialeinheit sind für die Kantonspolizei Wallis von unschätzbarem Wert. Im vergangenen Jahr waren sie im Kanton übrigens über 230 Mal im Einsatz. Ein Treffen mit dem Kleinsten, einem Welpen mit dem Namen „Styx“, der Anfang Mai im Wallis angekommen ist.

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Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.