Die Luzerner Polizei verzeichnet derzeit vermehrt Einbrüche und Einschleichdiebstähle in Wohnliegenschaften und Gewerbegebäude.
Dies insbesondere in den frühen Abendstunden und hauptsächlich entlang der Autobahnen A2 und A14.
Während der Nacht auf Freitag (30.01.2026) kam es zu mehreren Einbrüchen in Gastrobetriebe.
Die Täterschaft stahl Bargeld in der Höhe von mehreren hundert Franken.
Die Sicherheitsmassnahmen an der Fasnacht 2025 haben sich bewährt.
Trotz sehr vieler Besucherinnen und Besucher war die Sicherheit zu jeder Zeit gewährleistet.
Aufgrund von Unterhaltsarbeiten ist der Zugsverkehr von Freitagnacht, 6. Februar 2026, bis Montag früh, 23. Februar 2026, eingeschränkt.
Die Arbeiten zwischen Zürich Oerlikon und Zürich Flughafen haben Zugsausfälle und geänderte Fahrzeiten zur Folge. Die SBB empfiehlt, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.
Der Polizeiposten von Ebikon erhält einen neuen Standort.
Am 11. Februar 2026 wird für die Bevölkerung der neue Posten an der Zentralstrasse 10 geöffnet.
Air-Glaciers blickt auf ein unvergessliches Wochenende an den Lauberhornrennen zurück.
Während des traditionsreichen Skirennens in Wengen war die Crew mit Helikoptern präsent.
Eine Seilbrücke bauen, einen Blindwalk absolvieren, 118 Meter abseilen und 25 Kilometer wandern.
Was nach grossen Herausforderungen klingt, gehört zum Programm der Einführungstage im zweiten Jahr der Polizeiausbildung.
Sirenen können Leben retten.
Vorausgesetzt, sie funktionieren richtig und die Bevölkerung weiss, was zu tun ist. Am frühen Mittwochnachmittag (04.02.2026) findet deshalb in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt.
Erst im letzten Moment ganz vorne einspuren ist kein rücksichtsloses Fahrverhalten.
Es handelt sich dabei um das Reissverschluss-System, das in der Schweiz seit fünf Jahren obligatorisch ist.
In den letzten Tagen kam es zu zwei Todesfällen im Zusammenhang mit Bahn-Oberleitungen.
Die Stadtpolizei Uster warnt eindringlich vor der akuten Lebensgefahr.
Ab dem 1. Februar 2026 ist auf der Autobahn die neue Vignette 2026 Pflicht.
Die Luzerner Polizei erinnert die Autofahrerinnen und Autofahrer daran, die Vignette rechtzeitig zu wechseln.
Am kommenden Mittwoch, dem 4. Februar 2026, findet in der Schweiz der jährliche Sirenentest statt.
Auch im Kanton Zürich werden der Allgemeine Alarm und der Wasseralarm ausgelöst.
Am Samstag, 31. Januar 2026, fliegt die Patrouille Suisse um 14.00 Uhr im Rahmen von THE I.C.E. über St. Moritz.
Der Auftritt findet über dem gefrorenen See statt und ist Teil des internationalen Events THE I.C.E. St. Moritz.
Die korrekte Aufnahme eines Einbruches wird bei der Kantonspolizei Graubünden in praktischen Übungen erlernt.
Dabei trainieren Polizistinnen und Polizisten die professionelle Tatortarbeit unter realitätsnahen Bedingungen.
Am Mittwoch, 4. Februar 2026, findet in der ganzen Schweiz der jährliche Sirenentest statt.
Zwischen 13.30 und 16.00 Uhr werden auch im Kanton Nidwalden der Allgemeine Alarm und der Wasseralarm getestet.
Die feierliche Fahnenzeremonie und Kommandoübergabe beim Glarner Gebirgsinfanteriebataillon 85 bildeten in Glarus den Abschluss eines dreiwöchigen Wiederholungskurses.
Die Zeremonie fand auf dem Zaunplatz in Glarus statt.
Am Donnerstag und Freitag (30.01.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen die Meldung von mehreren Einbrüchen erhalten.
Betroffen waren Wohnungen, Restaurants sowie eine Firma, aus der ein Auto entwendet wurde.
Am Donnerstagnachmittag (29.01.2026) sind in einer Wohnung an der Tannenstrasse in St.Gallen Matratzen in Brand geraten.
Die 46-jährige Bewohnerin der Wohnung konnte die Ausweitung des Brandes verhindern.
Eine Rettungsgasse zu bilden ist seit 2021 zwar obligatorisch, aber nicht immer selbstverständlich.
Und bei vielen Fahrstreifen manchmal auch gar nicht so einfach.
Die Werkhofstrasse in Buochs ist im Abschnitt zwischen Schüpfgraben und Pilatusstrasse infolge von Leitungsbauarbeiten gesperrt.
Die Arbeiten dauern vom 26. Januar bis voraussichtlich Mitte Februar 2026.
Bei der Kontrolle eines Autos entstand der Verdacht, dass sich Betäubungsmittel im Fahrzeug befinden könnten.
Für die Durchsuchung wurde die Stadtpolizei Zürich von Spezialisten des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit unterstützt.
Die Kantonspolizei Zürich warnt vor Anbietern von elektronischen Autobahnvignetten, bei denen mehr als der reguläre Preis von 40 Franken verlangt wird.
Auch Betrugsfälle im Zusammenhang mit dem Kauf der e-Vignette sind bekannt.
In der Nacht auf Donnerstag wurde die Feuerwehr Dübendorf - Wangen-Brüttisellen zu einem Brand an einem Waldrand oberhalb von Wangen (ZH) alarmiert.
Vor Ort konnte das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf ein benachbartes Gebäude verhindert werden.
Die seit Donnerstagmorgen vermisste 15-Jährige ist noch am selben Abend, am 29. Januar 2026, lebend aufgefunden worden.
Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung konnte die Jugendliche angehalten werden.
Am Donnerstag, 29. Januar 2026, kam es gegen 18.50 Uhr in Cortaillod zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Elektroroller.
Der Lenker des Elektrorollers wurde dabei verletzt.
Am Donnerstag, 29. Januar 2026, ereignete sich gegen 17.20 Uhr im Tunnel La Vue-des-Alpes ein Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen.
Eine Beifahrerin und ihr Kind wurden dabei verletzt.
Am Freitag, 30. Januar 2026, kam es gegen 01.20 Uhr auf der Auffahrt Serrières zu einem Selbstunfall.
Ein Beifahrer wurde dabei verletzt und ins Spital gebracht.
Eine umfangreiche Tiefdruckzone erstreckt sich von Nordwesteuropa bis in den westlichen Mittelmeerraum. Im Verlauf des heutigen Tages überquert eine neue Störung die Alpennordseite von West nach Ost, das Tessin und Graubünden sind davon kaum betroffen.
Auf Samstag erreicht bereits die nächste Störung die Westschweiz, welche aber nur unter Abschwächung nach Osten vorankommt.
Update zu dieser Vermisstmeldung (30.01.2026)
Die seit Donnerstagmorgen vermisste 15-Jährige ist noch am selben Abend, am 29. Januar 2026, lebend aufgefunden worden.
Am Samstag findet in Bern eine bewilligte Kundgebung im Zusammenhang mit der aktuellen Lage im Nahen Osten statt.
Es wird eine hohe Anzahl an Teilnehmenden erwartet. In der Innenstadt ist insbesondere während dem Umzug mit grösseren Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Am Donnerstagvormittag, 29. Januar 2026, kurz nach 09.30 Uhr, verursachte eine Personenwagenlenkerin auf der Giebenacherstrasse in Augst BL einen Selbstunfall.
Die Lenkerin wurde dabei leicht verletzt.
Im Kanton Solothurn gaben sich Betrüger in den vergangenen Tagen mehrfach am Telefon als Bankangestellte aus.
So versuchten sie, unrechtmässig an Bargeld zu gelangen oder Zugang zum E-Banking zu erhalten. Die Kantonspolizei Solothurn warnt einmal mehr vor dieser und anderen Betrugsmaschen.
Die Kantonspolizei Zürich hat in Wangen bei Dübendorf in der Nacht auf Donnerstag zwei Männer verhaftet.
Sie stehen im Verdacht, bei einer Waldhütte Gegenstände verbrannt zu haben.
Am Dienstag durfte die Kantonspolizei Basel-Stadt neue Kolleginnen und Kollegen offiziell im Korps begrüssen.
Aufgenommen wurden Polizistinnen und Polizisten sowie Sicherheitsassistentinnen und -assistenten.
Am Samstag, 24.01.2026, ereignete sich auf der Skipiste Erzegg auf der Melchsee-Frutt eine Kollision zwischen einem Snowboarder und zwei Skifahrern.
Infolge des Unfalls verstarb ein 41-jähriger Skifahrer noch am Unfallort.
94 der 175 Schweizer Athletinnen und Athleten an den Olympischen Winterspielen in Milano/Cortina sind Sportsoldatinnen und Sportsoldaten.
Sie werden von der Spitzensportförderung der Armee für Trainings und Wettkämpfe unterstützt, womit ein neuer Höchstwert erreicht wird.
Ein Telefonbetrüger meldete sich bei einem Senior und verschaffte sich Zugang zu seinem E-Banking.
Somit erlangte er über 50'000 Franken. Die Kantonspolizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche.
Am Donnerstag, 29. Januar 2026, ist es in Speicher zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Ein Beteiligter wurde dabei leicht verletzt. Es entstand Sachschaden.
Heute Morgen hat sich in Wolhusen ein Selbstunfall ereignet.
Ein Fahrzeug kam im Gebiet Ziehenfeld von der Strasse ab, rutschte eine Böschung hinunter und kam schliesslich auf dem Dach liegend zum Stillstand.
Ein unbekannter Mann überfiel am Mittwochnachmittag die Postfiliale in Muri.
Er forderte Bargeld und flüchtete mit mehreren Tausend Franken auf einem Fahrrad in unbekannte Richtung. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Donnerstagmorgen hat sich in Huttwil ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger ereignet.
Der Fussgänger wurde dabei verletzt. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeuginnen und Zeugen.
Die Polizei setzt neu auf die digitale Fund- und Verlustplattform „easyfind“.
Damit wird das Melden und Wiederfinden von verlorenen Gegenständen für die Bevölkerung deutlich vereinfacht.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwochabend (28.01.2026) in Zumikon zwei Männer festgenommen.
Sie werden verdächtigt, Ladendiebstähle begangen zu haben.
In Olten konnte die Kantonspolizei Solothurn am Dienstag, 27. Januar 2026, zwei mutmassliche Einbrecher anhalten.
Die beiden Jugendlichen wurden für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.
Am Morgen des 29. Januar 2026 ereigneten sich im Kanton Jura aufgrund starken Schneefalls mehrere Verkehrsunfälle.
Am Morgen des 29. Januar 2026 ereigneten sich im Kanton Jura aufgrund starken Schneefalls mehrere Verkehrsunfälle.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.