(Laufenburg AG). Bei einer Verkehrskontrolle vom Dienstag, 22. September 2026, in Laufenburg, stellte die Polizei Oberes Fricktal eine aussergewöhnlich hohe Anzahl an Widerhandlungen fest.
Besonders häufig wurden das Fahrverbot und das Rotlicht missachtet.
(Kanton SZ). Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor sogenannten „Choking Challenges“, „Blackout Challenges“ oder Würgespielen, die unter Kindern und Jugendlichen kursieren können.
Im Kanton Schwyz sind mehrere Vorfälle bekannt.
(Degersheim SG). Mit dem Abschluss der baulichen Massnahmen und der Installation der Signalisation ist die Tempo-30-Zone im Hörenquartier nun offiziell umgesetzt.
Damit findet ein mehrjähriges Verfahren seinen erfolgreichen Abschluss.
(Kanton AG). Die Kantonspolizei Aargau warnt vor einer Betrugsmasche, bei der sich Anrufer als technische Support-Mitarbeiter ausgeben und mit scheinbar glaubwürdigen Informationen Vertrauen schaffen.
Besonders alarmierend ist es, wenn die Anrufer persönliche Daten kennen, verdächtige Kontobewegungen vorgaukeln und anschliessend Zugangsdaten fürs E-Banking verlangen.
(Emmenbrücke LU). Am Donnerstagmorgen, 24. September 2026, führte das Emmen Center seine jährliche Evakuationsübung durch.
Ziel war es, die bestehenden Abläufe für den Ernstfall zu überprüfen und das Zusammenspiel aller Beteiligten zu trainieren.
(Zürich, Kanton Zürich). Am Donnerstagnachmittag, 24. September 2026, kam es im Kreis 3 zu einem Unfall zwischen zwei Personenwagen.
Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt.
(Thun BE). Am Mittwochabend ist es im Regionalgefängnis Thun zu einem tätlichen Vorfall zwischen zwei Insassen gekommen.
Einer der beiden wurde dabei schwer verletzt. Die Ermittlungen zum Ereignis wurden aufgenommen.
(Aarau AG). Am Mittwochnachmittag verlor ein 85-jähriger Automobilist beim Parkieren in Aarau die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Mutmasslich verwechselte er dabei das Gas- und Bremspedal, worauf der Wagen beschleunigte und gegen die Fensterfront eines Kulturlokals prallte.
Ein Hoch mit Zentrum über Deutschland bestimmt das Wetter in der Schweiz. Die nordwestliche Höhenströmung dreht am Freitag auf Nord und auch die oberen Luftschichten werden abgetrocknet.
Am Samstag dehnt sich ein weiteres Hoch vom Atlantik her zur Schweiz aus. Mit einer südwestlichen Strömung gelangt allmählich sehr warme Luft zur Schweiz.
(Kanton Graubünden GR). Ewig rot und dann gefühlt nur drei Sekunden freie Fahrt? Die Kantonspolizei Graubünden macht auf einen kleinen, aber wichtigen Punkt bei verkehrsabhängig gesteuerten Ampeln aufmerksam.
Wer zu früh die Spur wechselt oder zu weit vor der vorgesehenen Erfassungsposition stehen bleibt, kann von der Sensorik unter Umständen nicht mehr richtig erkannt werden.
(Schweiz). Ein Trend ist es nicht wert, sein Leben zu riskieren!
In den letzten Tagen haben wir mehrere Meldungen erhalten, dass aktuell eine sogenannte Würge-Challenge unter Jugendlichen die Runde macht.
(Kanton OW). Die Kantonspolizei Obwalden warnt im Rahmen der Kampagne «Hit oder Shit? – STOPP Bestellbetrug» vor betrügerischen Angeboten im Internet.
Betrügerische Angebote lauern auf Kleinanzeigen, Verkaufsplattformen, Social Media oder in gefälschten Online-Shops.
Ein maskierter Mann überfällt eine Tankstelle mit einer Schusswaffe, im Tessin führen vier Diebstähle hochwertiger Fahrzeuge zu drei Festnahmen und ein 89-Jähriger wird in seinem eigenen Haus um Wertgegenstände im Wert von mehreren zehntausend Franken gebracht: Der 24. September 2026 brachte mehrere aufsehenerregende Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein schwer verletzter Velofahrer sowie eine Kollision zwischen einem Bus und einem Lieferwagen mit fünf Verletzten beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Oberbipp BE). Die Autobahnüberführung Ränkholz bei Oberbipp muss im Rahmen des 6-Streifen-Ausbaus zwischen Luterbach und Härkingen an die künftige Autobahnbreite angepasst werden.
Als Vorbereitung für die nächste Ausbauetappe zwischen Wangen a.A. und Oensingen wird sie im November 2026 demontiert und bis Herbst 2027 neu gebaut.
(Luzern LU). In der Stadt Luzern ist es am Mittwochabend zu einer Auseinandersetzung gekommen, wobei ein Mann mit einem Messer verletzt wurde.
Das Opfer wurde durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gebracht. Der mutmassliche Täter konnte kurze Zeit später festgenommen werden.
(Schaffhausen SH). Am Donnerstagnachmittag (24.09.2026) hat die Schaffhauser Polizei in der Kirche St. Johann in Schaffhausen zehn neue Polizistinnen und Polizisten in Pflicht genommen.
Gleichzeitig traten fünf Aspirantinnen und Aspiranten offiziell ins Praxisjahr über.
(Kanton ZG). In Cham, Steinhausen und Hünenberg kam es in den vergangenen Tagen zu mehreren Trickdiebstählen.
Die Täterschaft eignet sich Halsketten von Geschädigten an und ersetzt diese mit Modeschmuck. Die Polizei mahnt zur Vorsicht.
(Luzern LU). Am Freitag, 18.09.2026, fand der Jahresrapport und Pensioniertentag der Höheren Kaderausbildung der Armee (HKA) in Luzern statt.
Rund 200 Mitarbeitende und Gäste erlebten ein vielfältiges Programm mit interaktiven Beiträgen, aufschlussreichen Referaten und einer praxisnahen Demonstration eines Bodenroboters.
(Schweiz). Gewässer, zerstörte Verbindungen und enge Verkehrswege können eine militärische Bewegung stoppen.
Damit schwere Fahrzeuge trotzdem weiterkommen, müssen Genie, Führung, Logistik und Schutz präzise zusammenspielen. Bei «MOBILO 26» wird diese gemeinsame Leistung unter realitätsnahen Bedingungen trainiert.
(Basel BS). Die Belagsarbeiten auf der Basler Osttangente (A2) werden dieses Wochenende fortgesetzt.
Die Wetterbedingungen sind günstig. Abweichend von der bisherigen Planung beginnen die Arbeiten am Samstag bereits um 19.00 Uhr statt um 21.00 Uhr.
(Zürich, Kanton Zürich). Am Donnerstagmittag, 24. September 2026, kollidierten ein Bus der VBG und ein Lieferwagen im Kreis 11 miteinander.
Dabei wurden fünf Personen leicht verletzt.
(Worb BE). Am frühen Donnerstagmorgen hat ein Unbekannter eine Tankstelle in Worb überfallen.
Er bedrohte zwei Mitarbeitende mit einer Schusswaffe und erbeutete Bargeld. Er flüchtete in der Folge.
(Manno/Lamone/Camorino TI). Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass in der vergangenen Woche vier Diebstähle von hochwertigen Fahrzeugen registriert wurden, die zur Festnahme von drei Personen führten.
Die Diebstähle richteten sich gegen Autohändler und Carrosserien in Manno, Lamone und Camorino.
(Buus BL). In der Mittwochnacht, 23. September 2026, kurz nach 23.00 Uhr, kam es auf einem Hof im Grien in Buus BL zu einem Brandausbruch.
Eine Person wurde verletzt.
(Gossau SG). Am Mittwochabend (23.09.2026) ist es auf der A1 von Zürich Richtung St.Gallen zu einer Auffahrkollision zwischen drei Autos gekommen.
Es entstand Sachschaden. Zwei Personen wurden leicht verletzt.
(Neuhaus SG). Am Mittwochabend (23.09.2026) ist es im Dorfbach zu einer Verschmutzung mit anschliessendem Fischsterben gekommen.
Die Feuerwehr errichtete Sperren und spülte den verschmutzten Bereich. Ursache dürfte Schmutzwasser aus einem Keller sein.
(Rüthi SG). Zwischen Samstag (12.09.2026) und Sonntag (13.09.2026) ist ein 89-jähriger Mann in seinem Einfamilienhaus an der Buchholzstrasse ausgeraubt worden.
Dabei wurden Wertgegenstände von mehreren zehntausend Franken gestohlen.
(Zürich ZH). Für die Durchführung des slowUp Zürichsee 2026 entlang des rechten Seebeckens gelten vom Bellevue bis zur Stadtgrenze Zollikon die folgenden verkehrspolizeilichen Vorschriften.
Am Sonntag, 27. September 2026, sind zahlreiche Strassen von 8 bis 19 Uhr von Fahr- und Halteverboten betroffen.
(Reitnau AG). Ein Lieferwagenlenker verlor am Mittwochmorgen in Reitnau die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Dieses kam von der Strasse ab und in einem Auffangbecken des Dorfbachs zum Stillstand. Es entstand erheblicher Sachschaden.
(Meltingen SO). In Meltingen kam es am Mittwochnachmittag, 23. September 2026, zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Fahrrad.
Dabei wurde der Fahrradlenker schwer verletzt. Der Unfallhergang wird durch die Polizei abgeklärt.
(Stettfurt TG). Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Dienstag in Stettfurt einen Mann in flagranti bei einer Geldübergabe im Rahmen eines Telefonbetrugs festgenommen.
Er wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
(Brunnen/Ingenbohl SZ). Die Kostenentwicklung bei der Neugestaltung des Bahnhofareals Brunnen macht eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung erforderlich.
Der Gemeinderat beantragt den Stimmberechtigten deshalb, die bestehende Ausgabenbewilligung von CHF 17'522'000 um CHF 5'931'000 auf neu CHF 23'453'000 zu erhöhen.
(Oberegg AI). Am Samstag, 26. September 2026 findet die alljährliche Viehschau in Oberegg statt.
Während dem Viehauftrieb kommt es am Morgen ab 08.00 Uhr bis ca. 09.00 Uhr zu Verkehrsbehinderungen.
(Schaffhausen SH). Die Schaffhauser Polizei konnte am Montag (21.09.2026) einen Telefonbetrug rechtzeitig verhindern und zwei Geldkuriere (Abholer) verhaften.
Die beiden Männer hätten mehrere Tausend Schweizer Franken bei einer älteren Dame abholen sollen.
(Melchtal OW). Der Regierungsrat hat Fr. 710 000.– für die Instandsetzung der Blattibach-Brücke an der Melchtalerstrasse bewilligt.
Die gut 60-jährige Brücke wird 2027 umfassend saniert und statisch ertüchtigt.
(Arth SZ). Am Mittwochnachmittag, 23. September 2026, fuhr ein 18-jähriger Motorradlenker auf der Luzernerstrasse von Arth in Richtung Immensee.
In einer leichten Rechtskurve verlor er kurz vor 17 Uhr aus bisher ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte.
Der Hochdruckeinfluss lässt heute vorübergehend nach. Mit aufkommenden starken nordwestlichen Höhenwinden gelangt in den mittleren und oberen Luftschichten vorübergehend etwas feuchtere und in der Folge weniger warme Luft zu den zentralen und östlichen Landesteilen.
Auf Freitag nimmt der Hochdruckeinfluss rasch wieder zu und bleibt auch über das Wochenende erhalten. Dabei gelangt allmählich eine für die Jahreszeit sehr warme Luftmasse zur Schweiz.
(St.Gallen SG). Am Mittwochabend (23.09.2026) ist in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Osten der Stadt ein Brand ausgebrochen.
Ein 24-jähriger Mann wurde lebensbedrohlich verletzt.
(Spreitenbach AG). Der Gemeinderat Spreitenbach hat das Polizeireglement an die neue bundesrechtliche Littering-Regelung angepasst.
Damit werden die kommunalen Bestimmungen an das seit August geltende Bundesrecht angeglichen.
(Frick AG). Im Zusammenhang mit dem Leitungsbau für den Wärmeverbund der IWB kann es ab dem 24. September 2026 im Bereich des Römerwegs bis zum Oberen Rainweg zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Der Zugang zu den Liegenschaften wird über Ausweichrouten immer möglich sein.
(Rohr/Stüsslingen, Solothurn). Die Wasserversorgung des Ortsteils Rohr ist vollumfänglich abhängig von den eigenen Quellfassungen.
Infolge der anhaltenden Trockenheit hat der Quellertrag ein sehr tiefes Niveau erreicht. Versiegen diese Quellen, kann kein eigenes Trinkwasser mehr bezogen werden.
(Auw AG). Am Donnerstag, 01. Oktober 2026, und Freitag, 02. Oktober 2026, werden auf der Kantonsstrasse K 124 in Auw und Rüstenschwil Belagsarbeiten ausgeführt.
Während der Arbeiten wird der Verkehr je nach Abschnitt durch einen Verkehrsdienst oder eine Lichtsignalanlage geregelt.
(Auw AG). Auf den Wald- und Flurstrassen in Auw sind viele Pferde unterwegs.
Die Verunreinigung der öffentlichen Strassen durch Pferdemist haben wieder zugenommen.
(Schweiz). Betrüger versenden gefälschte Reisebestätigungen und leiten die Empfänger auf eine betrügerische Website, auf der sie die angebliche Buchung stornieren und eine Rückerstattung veranlassen sollen.
Die Masche zielt darauf ab, Kreditkartendaten zu erbeuten und Zahlungen durch die Betroffenen selbst bestätigen zu lassen.
(Solothurn SO). An der Dornacherstrasse in Solothurn ist es am Montagabend, 21. September 2026, zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen.
Dabei wurde ein Mann verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.