Schweiz

Kanton St.Gallen: Betrüger wollen Senioren um 176'000 Franken bringen

Am Donnerstag (25.06.2026) ist es im Kanton St.Gallen zu zwei Betrugsvorfällen mit hohen Geldsummen gekommen. Die beiden Betrugsopfer, eine 77-jährige Frau und ein 83-jähriger Mann, wurden von Personen angerufen, die sich als vermeintliche Bankangestellte ausgaben. Die Kantonspolizei St.Gallen warnt weiterhin vor betrügerischen Anrufen.

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Maseltrangen SG: Wärmepumpe gerät in Brand – Bewohner verhindern Schlimmeres

Am Freitagabend (26.06.2026) ist eine ausserhalb eines Einfamilienhauses installierte Wärmepumpe in Brand geraten. Die Bewohner des Hauses konnten den Brand selbständig löschen. Es dürfte ein technischer Defekt zum Brand geführt haben.

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Kanton St.Gallen: Sechs alkoholisierte oder fahrunfähige Verkehrsteilnehmer gestoppt

Zwischen Freitag und Samstagmorgen (27.06.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen sechs fahrunfähige oder alkoholisierte Verkehrsteilnehmer gestoppt. Zwei mussten den Führerausweis abgeben, einem wurde der ausländische Führerausweis aberkannt.

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Sevelen SG: Selbstentzündung löst Brand in Waldstück neben Autobahn aus

Am Freitagabend (26.06.2026) ist es in einem Waldstück nahe der Autobahn A13 zu einem Brand gekommen. Die örtliche Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Als Brandursache wird von einer Selbstentzündung in einer Deponie für Grünabfälle ausgegangen.

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Hospental UR: Lieferwagen gerät im Gotthardtunnel auf Gegenfahrbahn

Gestern Freitag, 26. Juni 2026, kurz vor 13.30 Uhr, ereignete sich im Gotthard-Strassentunnel auf Gemeindegebiet Hospental ein Verkehrsunfall. Mehrere Personen wurden verletzt. Der Tunnel musste für rund zwei Stunden gesperrt werden.

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Schweiz: Migros ruft Zolli-Cornet Chocolat wegen Haselnuss-Allergen zurück

Der Hersteller Gasparini ruft das Zolli-Cornet Chocolat zurück. Bei einzelnen Produkten kann es zu einer Verwechslung gekommen sein. Kundinnen und Kunden mit einer Haselnussallergie werden gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren.

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Wetzikon ZH: Auto erfasst Fussgänger auf Zürcherstrasse – Mann (35) im Spital

Bei einem Verkehrsunfall ist am Samstagmorgen (27.06.2026) in Wetzikon ein Fussgänger beim Überqueren der Strasse durch einen Autofahrer angefahren worden. Der Fussgänger musste mit unbestimmten Verletzungen in Spitalpflege.

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Wetter am Samstag, 27.05.2026: Sonne und nachmittags einzelne Gewitter

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa bestimmt weitgehend auch das Wetter in der Schweiz. Die Luftmasse ist trocken und aussergewöhnlich heiss. Im Laufe des Wochenendes wird aus Südwesten allmählich etwas feuchtere, aber immer noch heisse Luft zur Schweiz geführt. Mit einer Kaltfront fliesst am Montag dann weniger warme Luft zu unserem Land.

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Kanton Thurgau: Polizeianwärter meistern Seeschwimmen über den Bodensee

Beim Seeschwimmen 2026 stellten Polizistinnen und Polizisten in Ausbildung der Kantonspolizei Thurgau ihre Ausdauer und ihren Teamgeist unter Beweis. In Gruppen überquerten sie den Konstanzer Trichter und legten rund 1,8 Kilometer über den Bodensee zurück.

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Rega: Ambulanzjet startet mit Schweizer Rettungsteam ins Erdbebengebiet Venezuela

Nach dem schweren Erdbeben in Venezuela ist am Donnerstagabend ein Ambulanzjet der Rega ins Katastrophengebiet gestartet. An Bord befanden sich neben der Rega-Crew sieben Spezialisten der Rettungskette Schweiz.

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Kanton Bern: Blaualgen können giftig sein – Behörden raten zu Vorsicht beim Baden

Der Kanton Bern warnt wegen der warmen Temperaturen vor einer möglichen Ausbreitung von Blaualgen in Seen. Diese können giftige Stoffe bilden und eine Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere darstellen.

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Horw LU: Nicht gelöschte Feuerstelle löst Waldbrand aus – Zeugen gesucht

Im Bireggwald in Horw ist es am Freitagnachmittag zu einem Brand gekommen. Durch die Feuerwehr konnte verhindert werden, dass es zu einem grossflächigen Waldbrand kommt. Ausgelöst wurde der Brand nach ersten Erkenntnissen durch eine nicht vollständig erloschene Feuerstelle. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Kanton Tessin: Polizei kündigt Tempokontrollen in der ganzen Region an

Die Kantonspolizei Tessin und die Gemeindepolizeien führen vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 erneut mobile und semistationäre Geschwindigkeitskontrollen durch. Mit den Kontrollen soll die Verkehrssicherheit erhöht und schwere Unfälle verhindert werden.

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Ziefen BL: Chemische Reaktion löst Brand und Grosseinsatz in Entsorgungsbetrieb aus

Am Freitagabend, 26. Juni 2026, kurz vor 17.30 Uhr, kam es in einer Lagerhalle eines Entsorgungsbetriebes an der Hauptstrasse in Ziefen zu einer chemischen Reaktion mit kleinem Brand in einem Gebinde mit Laborabfällen. Verletzt wurde niemand.

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Glarus GL: Töfffahrer nach Frontalkollision mit Auto per Rega ins Spital geflogen

Auf der Richisauerstrasse bei Glarus kam es am Freitagmittag zu einer Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen. Der Motorradfahrer wurde mit der Rega ins Spital geflogen.

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Kanton Uri: Motorradfahrer mit 122 km/h auf Passstrasse gestoppt – Ausweis weg

Am Freitag, 26. Juni 2026, führte die Kantonspolizei Uri auf der Susten-, Furka- und Oberalppassstrasse Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der Aktion "Feuerstuhl" durch. Auf den kontrollierten Strassen gilt ausserorts eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

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Oensingen SO: Trächtiges Rind büxt aus und sorgt für Polizeieinsatz

Am Donnerstagmittag, 25. Juni 2026, kam es in Oensingen zu einem Polizeieinsatz, nachdem ein Rind bei einem Weideumtrieb auf einer Sömmerungsweide entlaufen war. Das Tier konnte nach einem Einsatz mehrerer Beteiligter sediert und wohlbehalten zum Halter zurückgebracht werden.

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Umiken AG: 14-jähriger Töfflifahrer nach Kollision verletzt – Zeugin gesucht

Am Donnerstagnachmittag kam es im Kreisverkehr in Umiken zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorfahrrad. Der 14-jährige Motorfahrradlenker zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Die Kantonspolizei Aargau sucht zur Klärung des Unfallhergangs eine wichtige Zeugin.

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Olten SO: Rauchentwicklung am Bahnhof löst Grosseinsatz und Evakuation aus

Im Bereich des Bahnhofs Olten kam es am Donnerstagnachmittag, 25. Juni 2026, während Bauarbeiten zu einer Rauchentwicklung. Im Einsatz stand ein grösseres Aufgebot an Einsatzkräften. Vorsorglich wurden Personen im betroffenen Bereich evakuiert und der Bahnverkehr eingeschränkt. Verletzt wurde niemand.

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Stadt St.Gallen SG: E-Bike-Fahrerin stürzt schwer – Polizei stuft sie als fahrunfähig ein

Eine 30-jährige E-Bike-Fahrerin ist am frühen Freitagmorgen (26.06.2026) auf dem Unteren Graben in St.Gallen ohne Dritteinwirkung gestürzt. Sie wurde dabei erheblich verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Werthenstein LU: 71-jähriger Autofahrer stirbt bei Frontalkollision mit Anhängerzug

In Werthenstein sind am Freitagmorgen ein Auto und ein Anhängerzug frontal kollidiert. Der Autofahrer wurde dabei tödlich verletzt. Der genaue Unfallhergang und die -ursache sind Gegenstand der laufenden Abklärungen.

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Summaprada GR: Mutter stürzt mit Lastenvelo – Rega fliegt zweijähriges Kind ins Spital

Am vergangenen Mittwoch sind auf der Italienischen Strasse in Summaprada eine Mutter und ihre beiden Kinder mit einem Lastenfahrrad gestürzt und verletzt worden. Die drei Personen wurden durch Passanten betreut, welche nun gesucht werden.

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Leissigen BE: Ausfahrt an der A8 wird früher als geplant wieder geöffnet

Das ASTRA führte beim Leissigentunnel sowie der Ausfahrt Leissigen-West seit Anfang Jahr verschiedene bauliche Arbeiten durch. Dank der idealen Wetterbedingungen konnten die Arbeiten früher als geplant abgeschlossen werden. Die Ausfahrt Leissigen-West wird ab Samstag, 27. Juni 2026, um 5 Uhr wieder geöffnet.

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Romont FR: Frontalkollision mit Linienbus – 19-jährige Autofahrerin im Spital

Heute Morgen kollidierte eine Automobilistin in Romont frontal mit einem Linienbus. Die Frau wurde verletzt in ein Spital gebracht. Im Bus befanden sich keine Passagiere, der Chauffeur blieb unverletzt. Die Route des Rayons blieb für 3 Stunden für jeglichen Verkehr gesperrt. Ermittlungen sind im Gange.

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Rothenbrunnen GR: Töfffahrer stirbt bei Kollision mit Sattelmotorfahrzeug auf der A13

Am Donnerstagnachmittag ist es in Rothenbrunnen zu einer Kollision zwischen einem Sattelmotorfahrzeug und einem Motorrad gekommen. Der Motorradfahrer verstarb noch auf der Unfallstelle.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.