Schweiz

Schweiz: Schweizer Zoll wird digital – neues System soll Wirtschaft entlasten

Das Transformationsprogramm DaziT des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) wird per 31. Dezember 2026 planmässig abgeschlossen. Mit DaziT werden die Prozesse der Zollabwicklung, Abgabenerhebung und Grenzsicherheit vereinfacht, optimiert und durchgehend digitalisiert.

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Merlischachen SZ: Hinweis aus Bevölkerung führt zu Festnahmen nach Fahrzeugdiebstählen

In der Nacht auf Dienstag, 1. September 2026, konnte die Kantonspolizei Schwyz in Zusammenarbeit mit der Luzerner Polizei dank eines Hinweises aus der Bevölkerung um 01.30 Uhr an der Luzernerstrasse in Merlischachen drei Männer festnehmen. Sie werden verdächtigt, zuvor mehrere unverschlossene Fahrzeuge durchsucht und daraus Gegenstände entwendet zu haben.

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Würenlos AG: Benzinrückstand im Wasser – Ursache liegt wohl bei Autobahnraststätte

Der Benzinrückstand ETBE ist in Grundwasser der Gemeinden Würenlos, Wettingen, Neuenhof und Baden seit der ersten Messung von Anfang August unverändert nachweisbar. Die Konzentration liegt deutlich unter dem Trinkwasser-Höchstwert, sodass keine Einschränkungen bei der Verwendung als Trinkwasser nötig sind.

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Göschenen UR: Gotthardtunnel nachts gesperrt – Verkehr wochenlang über Pass umgeleitet

Im Rahmen der Unterhaltsarbeiten wird der Gotthardstrassentunnel zwischen Göschenen und Airolo jeweils von 20.00 bis 05.00 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Daten sind: Montag, 7. bis Freitag, 11. September 2026 (4 Nächte), Montag, 14. bis Freitag, 18. September 2026 (4 Nächte), Montag, 21. bis Freitag, 25. September 2026 (4 Nächte), Montag, 28. September bis Freitag, 2. Oktober 2026 (4 Nächte) sowie Montag, 5. bis Mittwoch, 7. Oktober 2026 (2 Nächte).

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Solothurn: Nach Hagel fahren mehrere Autos mit beschädigter Frontscheibe – Bussen drohen

Das Lenken von Fahrzeugen mit beschädigter Frontscheibe ist nicht zulässig! Die Kantonspolizei Solothurn hat seit dem Unwetter vom letzten Freitag, 28. August 2026, mehrere fahrzeuglenkende Personen angehalten, die mit einer defekten Frontscheibe, herrührend von Hagelschlag, unterwegs waren.

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Wetter am Dienstag, 01.09.2026: Viel Sonne, bis 30 Grad und meist trocken

Am Dienstag dehnt sich ein Hoch vom Atlantik bis nach Mitteleuropa aus. Mit der westlichen Höhenströmung erreicht uns vorwiegend trockene Luft. In der Nacht auf Mittwoch sorgt eine schwache Störung nochmals für eine vorübergehende Anfeuchtung in den oberen Luftschichten, bevor sich ab Mittwoch ein kräftiges Hochdruckgebiet aufbaut. Es sorgt voraussichtlich bis zum Wochenende für trockenes und zunehmend heisses Spätsommerwetter.

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Twann BE: Nach 45 Jahren erhält die Gewässerpolizei ein neues Einsatzboot „Argus“

Am Montag ist das neue Polizeiboot „Argus“ der Kantonspolizei Bern in Twann im Rahmen eines Festakts feierlich getauft worden. Über vier Jahrzehnte lang war „Argus“ auf dem Bielersee im Einsatz – nun trägt ein neues Polizeiboot diesen Namen weiter.

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Rothenburg LU: Serbischer Töfffahrer flüchtet vor Polizei und rammt Patrouillenfahrzeug

Am Samstagabend (29. August 2026, nach 20.15 Uhr) führte die Luzerner Polizei bei der Autobahneinfahrt Rothenburg Verkehrskontrollen durch. Kontrolliert wurden Fahrzeuge, die auf die A2 in Fahrtrichtung Norden einfuhren.

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Härkingen SO: 40,7 Meter lange Fuss- und Velobrücke über die A2 ist jetzt offiziell offen

Die im Mai eingehobene Fuss- und Velobrücke über die A2 in Härkingen ist nun offen. Die 40,7 m lange und 3,5 m breite Brücke ist Teil der neuen Fussgänger- und Veloverbindung zwischen der Unterführung der A1 („Viehdurchlass“) und der öV-Drehscheibe Egerkingen.

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Flawil SG: Polizeistation schliesst per Ende August – weitere Standorte folgen bis 2028

Die Polizeistation Flawil wird per 31. August 2026 geschlossen und mit der Polizeistation Gossau zusammengelegt. Die Polizeistation Flawil war bereits bis anhin nicht mehr dauerhaft besetzt und wurde als sogenannte „Satellitenstation“ der Polizeistation Gossau betrieben.

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Olten SO: Polizei lädt zu „alibi“ – Sondereinheit FALK und Polizeihunde live erleben

Die Kantonspolizei Solothurn bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Samstag, 5. September 2026, im Bereich der „Schützi“ in Olten die Möglichkeit, im Rahmen der Publikumsveranstaltung „alibi“ die Polizeiarbeit hautnah mitzuerleben. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielseitiges Programm mit diversen Vorführungen und zahlreichen Attraktionen.

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Seewen SZ: Marokkaner nach mutmasslichen Diebstählen aus Fahrzeugen gefasst

In der Nacht auf Montag, 31. August 2026, konnte die Kantonspolizei dank einem Hinweis aus der Bevölkerung um 02:45 Uhr an der Bahnhofstrasse in Seewen einen Mann festnehmen. Der marokkanische Staatsangehörige im Alter von 20 Jahren wird verdächtigt, kurz zuvor in umliegenden Wohnquartieren Gegenstände aus Fahrzeugen entwendet zu haben.

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Bern BE: Grosskontrolle deckt 58 Zollverstösse auf – drei Personen werden festgenommen

Die Kantonspolizei Bern hat am vergangenen Wochenende in der Region Bern gezielte Kontrollen mit Blick auf den grenzüberschreitenden Verkehr durchgeführt. Insgesamt wurden 13 Fahrzeuglenkende angezeigt. Fünf Fahrzeuge wurden wegen fehlender Betriebssicherheit, schwerwiegender Manipulationen oder Widerhandlugen stillgelegt.

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Kerns OW: 75-Jähriger kommt von Strasse ab – Auto landet nach fünf Metern im Bachbett

Bei einem Selbstunfall auf der Melchtalerstrasse in Kerns kam am Sonntagnachmittag ein 75-jähriger Autofahrer von der Strasse ab und stürzte mit seinem Fahrzeug in ein Bachbett. Der Lenker wurde mit unbestimmten Verletzungen in ein ausserkantonales Spital geflogen.

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Uetikon am See ZH: Töfffahrer stürzt bei Wheelie – Motorrad schlittert rund 60 Meter weit

Am Sonntagabend (30.8.2026) ist ein Motorradfahrer in Uetikon am See gestürzt, während er auf dem Hinterrad fuhr, und hat sich dabei Verletzungen zugezogen. Das Motorrad schlitterte rund 60 Meter unkontrolliert über die Strasse.

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Luzern: Über 300 Tempoverstösse rund um Schulwege – acht Lenker werden angezeigt

Schulstart: Luege. Brämse. Halte. Zum Start ins neue Schuljahr haben wir unsere Verkehrskontrollen rund um Schulhäuser und Schulwege intensiviert.

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Binz ZH: 19-jähriger Töfffahrer bei Kollision mit Auto schwer verletzt – Rega im Einsatz

Bei einem Unfall am Sonntagabend (30.8.2026) in Binz (Gemeinde Maur) ist ein Motorradfahrer nach einer Kollision mit einem Auto schwer verletzt worden. Er musste in Spitalpflege gefahren werden. Die Strassen durchs Dorfzentrum musste gesperrt werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.