Am Sonntagmittag ist es in Oberwil im Simmental zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und zwei Autos gekommen.
Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
Am Sonntagnachmittag ist die Kantonspolizei Bern zu einem Einsatz im Marzilibad in Bern ausgerückt.
Im Verlauf des Einsatzes wurde eine Polizistin tätlich angegriffen und leicht verletzt. Im Anschluss zog eine unbewilligte Kundgebung durch die Berner Innenstadt. Ermittlungen wurden aufgenommen.
Das seit Tagen wetterbestimmende Hochdruckgebiet verlagert sein Zentrum Richtung Osteuropa. Mit einer südwestlichen Höhenströmung gelangt zwar heute noch heisse, aber auch allmählich feuchtere und instabilere Luft zum Alpenraum.
In der Nacht zum Montag fliesst aus Westen weniger warme und vor allem ab Dienstag feuchtere und labil geschichtete Luft zur Alpennordseite und zu den Alpen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es bei der Auflösung einer Veranstaltung in Bern zu einer Auseinandersetzung zwischen Anwesenden und Einsatzkräften der Kantonspolizei Bern.
Dabei musste Pfefferspray eingesetzt werden. Weitere Abklärungen wurden aufgenommen.
Am Sonntag, kurz nach 08.30 Uhr, wurde auf dem Wanderweg von Gandria in Richtung Brè (Gebiet Valle della Pioda) ein Rucksack mit persönlichen Gegenständen gefunden.
Die anschliessende Suchaktion führte zum Fund eines toten Mannes.
Am Sonntag, kurz nach 12 Uhr, ist an der Via Cantonale in Cadempino ein Tankstellenshop überfallen worden.
Der Täter bedrohte den Angestellten mit einer Pistole und flüchtete anschliessend mit Bargeld. Verletzt wurde niemand.
Die Winterthurer Blaulichtorganisationen ziehen nach dem 53. Albanifest vom 26. bis 28. Juni 2026 Bilanz.
Die erste Festnacht verlief weitgehend ruhig, in der zweiten waren die Einsatzkräfte deutlich stärker gefordert. Das Einsatzaufkommen bewegte sich insgesamt im Rahmen der vergangenen Jahre.
Am Samstagnachmittag ist ein Mann beim Schwimmen in der Aare in Not geraten.
Drittpersonen konnten den bewusstlosen Schwimmer an Land bringen. Er wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht, wo er am selben Nachmittag verstarb. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen.
Am Sonntagmorgen, 28. Juni 2026, kurz vor 5 Uhr, wurde durch eine Patrouille der Kantonspolizei Schwyz beobachtet, wie ein Personenwagen auf der Zürichstrasse in Einsiedeln eine Selbstkollision verursachte.
Ohne sich um den entstandenen Sachschaden an einer Hausfassade zu kümmern, setzte der Fahrzeuglenker seine Fahrt fort.
Am Samstag, 27. Juni 2026, ist es in Heiden zu einem Selbstunfall mit einem Veteranenfahrzeug gekommen.
Der Fahrzeuglenker und seine Beifahrerin haben sich dabei Verletzungen zugezogen. Sie wurden ins Spital überführt. Am Fahrzeug entstand hoher Sachschaden.
Am Samstagabend (27.6.2026) hat ein Neulenker in Weiningen die Kontrolle über sein leistungsstarkes Auto verloren und verunfallte damit.
Einer seiner Mitfahrer wurde leicht verletzt.
Um zirka 19 Uhr bemerkte ein 25-jähriger Traktorfahrer auf einem Feld bei Gachnang, dass eine bereits gepresste Heuballe brannte.
Verletzt wurde niemand.
Gegen 16.45 Uhr bemerkte ein 27-jähriger Traktorfahrer auf einem Feld bei Märstetten eine Rauchentwicklung in der angehängten Ballenpresse.
Verletzt wurde niemand.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 28.06.2026 verhaftete die Regionalpolizei Wohlen zwei Hofladen-Einbrecher.
Der 51-jährige Georgier und sein Kumpane, ein 36-jähriger Ukrainer, werden verdächtigt, mehrfach die Blumenkasse aufgebrochen sowie Lebensmittel aus dem Hofladen entwendet zu haben.
Am frühen Sonntagmorgen, 28. Juni 2026, kam es bei der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Werdhölzli zu einem Austritt von unvollständig gereinigtem Abwasser in die Limmat.
Aus diesem Grund wird davon abgeraten, unterhalb der Werdinsel in der Limmat zu schwimmen, baden oder böötlen.
Erneuter Badeunfall im Wasserschloss Aargau: 28-jähriger Pakistani beim Baden in der Aare mitgerissen.
Trotz umfangreicher Such- und Rettungsaktionen bleibt er vermisst. Erneut kam es zu einem Badeunfall im Aargau. Dieses Mal auf der Aare in Windisch. Ein 28-jähriger Pakistani sprang trotz Aufforderung von Kollegen vom Aaresteg Mülimatt ins Wasser und bleibt seither vermisst.
Im Verlaufe des Samstagnachmittags ist es auf der Hauptstrasse H19 zu einer Kollision zwischen einem Reisebus und zwei Personenwagen gekommen.
Es wurden mehrere Personen verletzt.
Am Samstagmittag, 27.06.2026 kam es auf der A1, Fahrbahn Richtung Zürich zu einem Auffahrunfall zwischen einem Motorradlenker und einem PW.
Beide Fahrzeuge weisen beträchtliche Schäden auf, der Motorradlenker musste mit mittelschweren Verletzungen ins Spital überführt werden.
Am Samstagabend (28.06.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen mehrere Autofahrer im Raum Mels und Buchs kontrolliert.
Sechs davon werden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.
Am Samstagabend (28.06.2026) ist die Weisstannenstrasse durch einen Erdrutsch verschüttet worden.
Die Strasse war bis Sonntagmorgen gesperrt. Mittlerweile ist sie wieder eingeschränkt befahrbar.
Am Samstagnachmittag (27.06.2026) ist ein eher schwer verletzter Mann in der Altstadt gefunden worden.
Der 41-jährige Mann wurde von der Rega ins Spital geflogen. Die Kantonspolizei St.Gallen hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am Freitagmittag (27.06.2026) ist von einem Tanklaster Milch in den Necker ausgelaufen.
Die Feuerwehr konnte das verschmutzte Wasser abpumpen und mit Frischwasser spülen. Der Verursacher wurde durch die Polizei ermittelt.
Am frühen Sonntagmorgen, 28. Juni 2026, kurz vor 02.30 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A2 / Ausfahrt Liestal in Pratteln einen Selbstunfall.
Lenker und Beifahrer blieben unverletzt.
Das Stadtfest Luzern 2026 verlief aus Sicht der Polizei friedlich.
Gemäss Veranstalter besuchten rund 55'000 Personen das Fest (Vorjahr: 65'000). Polizeiliche Interventionen waren nur vereinzelt erforderlich. Eine Person wurde vorläufig festgenommen.
Ein Fahrzeuglenker hat am frühen Sonntagmorgen, 28. Juni 2026, auf der Werkhofstrasse in Solothurn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist mit einem Betonblumentrog kollidiert.
Verletzt wurde dabei niemand. Gemäss derzeitigen Erkenntnissen dürfte der Mann das Fahrzeug in alkoholisiertem Zustand gelenkt haben.
Wegen der anhaltenden Trockenheit besteht grosse Waldbrandgefahr (Stufe 4 von 5).
Im Kanton Zürich gilt deshalb ab heute Freitag, 26. Juni 2026, 12 Uhr mittags, ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Die Bevölkerung wird zu verantwortungsbewusstem Verhalten aufgerufen, um Wald- und Flurbrände zu verhindern. Die Gemeinden können bei besonderer Gefahrenlage auf ihrem Territorium jederzeit ein allgemeines Feuerverbot anordnen.
Ein Alleinunfall hat sich am Samstagabend (27.06.2026) in Stein am Rhein auf der Hemishoferstrasse ereignet.
Es wurde niemand verletzt, am Auto entstand erheblicher Sachschaden.
Bei einem Dachstockbrand ist in der Nacht auf Sonntag (28.06.2026) in Hombrechtikon grosser Schaden an einer Doppeleinfamilienhaus-Hälfte entstanden.
Verletzt wurde niemand.
Das seit Tagen wetterbestimmende Hochdruckgebiet verlagert sein Zentrum Richtung Osteuropa, bleibt aber für den Alpenraum noch bis am Sonntag mit meist trockener und aussergewöhnlich heisser Luft wetterbestimmend.
Im Laufe des Wochenendes gelangt aus Südwesten jedoch allmählich etwas feuchtere und instabilere Luft zur Schweiz, wodurch die Schauer- und Gewitterneigung in der zweiten Tageshälfte besonders über den Bergen erhöht ist.
Am Samstagnachmittag ist es auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses in Zizers zu einem Brand gekommen.
Zwei Feuerwehrleute mussten medizinisch betreut werden.
Am Freitagmorgen, 26. Juni 2026, wurde im Kreis 4 ein Mann mit einer Stichwaffe verletzt.
In diesem Zusammenhang wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.
Ein Motorradfahrer hat am Samstagnachmittag (27.06.2026) auf der A1 (Gemeindegebiet Weiningen) das Stauende vor dem Limmattalerkreuz übersehen und ist mit einem Personenwagen und einem Anhängergespann kollidiert.
Der Motorradfahrer zog sich schwere Verletzungen zu.
In der Nacht auf Samstag wurde in Eschlikon bei einer Auseinandersetzung ein Mann leicht bis mittelschwer verletzt.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Der seit Samstagmorgen vermisste 17-Jährige aus Mossel, Gemeinde Ursy, wurde wohlbehalten aufgefunden.
Die Kantonspolizei Freiburg widerruft die am 27. Juni 2026 veröffentlichte Vermisstmeldung.
Am Samstag, 27. Juni 2026, gegen 08.00 Uhr, ereignete sich zwischen Sceut und Montmelon ein Selbstunfall.
Ein Auto kam von der Strasse ab und landete in einer Böschung. Verletzt wurde niemand.
Am Freitag, 26. Juni 2026, gegen 11.20 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A16 bei Delémont ein Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto.
Der Motorradfahrer wurde verletzt und ins Spital gebracht.
Am Samstagmorgen ist es in Muri bei Bern zu einem Verkehrsunfall zwischen einem E-Bike und einem Velo gekommen.
Die Lenkerin des E-Bikes wurde dabei verletzt und mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
Mehrere Badeunfälle in den vergangenen 24 Stunden im Aargau: umfangreiche Such- und Rettungsaktionen auf der Reuss und auf dem Rhein.
Die Kantonspolizei Aargau mahnt zur Vorsicht.
Am Freitagvormittag ist in Bern im Aussenbereich einer Liegenschaft eine Frau leblos aufgefunden worden.
Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen. Zur Klärung der Identität der Verstorbenen sowie der Umstände ihres Todes werden Zeuginnen und Zeugen gesucht.
In der vergangenen Nacht ist in Ruswil eine Garage in Brand geraten.
Ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus konnte grösstenteils verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Am Donnerstag (25.06.2026) ist es im Kanton St.Gallen zu zwei Betrugsvorfällen mit hohen Geldsummen gekommen.
Die beiden Betrugsopfer, eine 77-jährige Frau und ein 83-jähriger Mann, wurden von Personen angerufen, die sich als vermeintliche Bankangestellte ausgaben. Die Kantonspolizei St.Gallen warnt weiterhin vor betrügerischen Anrufen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.