Schweiz

Sigriswil BE: Totalsperre der Sigriswilstrasse wegen Brückenbau – Verkehr wird umgeleitet

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Lehnenbrücke Bellevue in Sigriswil werden für den Einbau der Betonträger zwei grosse Baukräne (Mobilkräne) auf der Fahrbahn installiert. Deshalb muss die Sigriswilstrasse im Bereich der Lehnenbrücke Bellevue in den Nächten vom 13. auf den 14. April 2026 und vom 14. April auf den 15. April 2026 vollständig gesperrt werden.

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Schaffhausen SH: Auto übersieht Velofahrer – Crash an Kreuzung endet mit Verletztem

Am frühen Montagmittag (06.04.2026) kam es in der Stadt Schaffhausen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto- und Radfahrer. Dabei wurde der Radfahrer verletzt, an den Fahrzeugen entstand Sachschaden.

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Kapo Zürich: Was tun mit Fundgegenständen? Polizei klärt im Video auf

Was muss ich tun, wenn ich einen Gegenstand gefunden habe, den jemand anderes verloren hat? Dieser Frage gehen wir im heutigen Video nach.

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Niederurnen GL: Auffahrkollision auf A3 – Crash im dichten Osterverkehr

Am Ostermontag, 06.04.2026 kam es kurz vor Mittag auf der Autobahn A3 in Niederurnen zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen. Ein 33- jähriger Lenker war auf der Überholspur in Richtung Zürich unterwegs, als er im dichten Verkehr zu spät das Bremsmanöver des vor ihm fahrenden Fahrzeugs bemerkte und mit diesem kollidierte.

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Gerlafingen SO: Historisches Gebäude schwer beschädigt – Wohnungen unbewohnbar

An der Wilerstrasse in Gerlafingen ist am Sonntagnachmittag, 5. April 2026, ein historisches Mehrfamilienhaus in Brand geraten und stark beschädigt worden. Für die Brandbekämpfung standen mehrere Dutzend Angehörige verschiedener Feuerwehren im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

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Im Fang FR: Gebäude in Flammen – Bewohner und Nachbarn in der Nacht evakuiert

In der vergangenen Nacht rückten die Feuerwehr des Süd-Bataillons und die Kantonspolizei Freiburg wegen eines Brandes in einem Gebäude, das aus einem Schuppen Lagerhaus und einem Wohnhaus bestand, nach Im Fang aus. Alle Bewohner konnten evakuiert werden. Es gab keine Verletzten. Die Ursachen des Brandes konnten noch nicht ermittelt werden und werden derzeit untersucht.

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Arogno TI: Mann (31) stürzt zehn Meter in Bachbett – lebensbedrohlich verletzt

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich heute kurz vor 0:30 Uhr in Arogno auf der Stráda da Devógg ein schwerer Unfall ereignet hat. Nach ersten Erkenntnissen und aus noch ungeklärten Gründen stürzte ein 31-jähriger Schweizer aus dem Gebiet Mendrisiotto etwa zehn Meter einen Hang hinab und landete in einem Bachbett.

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Turgi AG: Autodiebe krachen mit BMW in Kandelaber – Festnahme in Neuenhof

Der Kanton Aargau wird seit mehreren Wochen und Monaten von Autodieben aufgesucht. So geschehen auch diese Nacht in Turgi. Zwei Männer brachen in eine Autogarage ein und entwendeten einen BMW. Nach einem Selbstunfall konnten die beiden Tatverdächtigen - Franzosen im Alter von 17 und 38 Jahren - in Neuenhof festgenommen werden.

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Rupperswil AG: Polizeihund Gin stellt Dieb nach Autoaufbruch – Algerier festgenommen

In Rupperswil und Schafisheim hat die Polizei in der Nacht auf Montag zwei mutmassliche Täter festgenommen. Die beiden algerischen Staatsangehörigen stehen im Verdacht, unabhängig voneinander in unverschlossene Autos eingestiegen zu sein, um Wertgegenstände zu entwenden oder dies zumindest versucht zu haben.

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Sarnen OW: Blaulicht-Tag 2026 – Bevölkerung blickt hinter Kulissen der Einsatzkräfte

BLAULICHT-TAG OBWALDEN 2026. Gemeinsam für die Sicherheit: Mitmachen, Mitgestalten, Mitwirken. Beruflich oder freiwillig: Dein Einsatz macht den Unterschied.

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Allschwil BL: Heftiger Selbstunfall in Kurve – Auto landet auf Seite nach Überschlag

Allschwil BL. Am Sonntagabend 05. April 2026, gegen 2030 Uhr, ereignete sich auf der Neuweilerstrasse zwischen Neuweiler (F) und Allschwil BL ein Selbstunfall mit einem Personenwagen. Eine Person wurde dabei verletzt.

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Caslano TI: Hundeteams trainieren für Ernstfall – Übungen mit Polizei und Feuerwehr

In den vergangenen Wochen haben die Tessiner Hundeteams des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) an mehreren Trainings in ganz unterschiedlichen Umgebungen teilgenommen. Unter anderem waren sie im Feuerwehrdepot von Caslano und in einer Eishalle, im Rahmen einer Übung mit der Tessiner Kantonspolizei.

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Blatten VS: Nach verheerendem Bergsturz – neue Kantonsstrasse bis 2029 geplant

Gestützt auf das Dekret zu den Naturereignissen im Lötschental hat der Staatsrat einen Verpflichtungskredit über 29.7 Millionen Franken für den Wiederaufbau der Kantonsstrasse zwischen Wiler und Blatten gewährt. Zudem hat die Regierung beim Grossen Rat einen Verpflichtungskredit über 29 Millionen Franken beantragt, um auch die Strassenverbindungen im Haut Val de Bagnes dauerhaft wiederherzustellen.

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Zürich ZH: Auto überrollt Mädchen beim Parkhaus – 4-Jährige erheblich verletzt

Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Kind ist am Sonntagnachmittag (5.4.2026) ein Kind verletzt worden. Gegen 15.45 Uhr fuhr eine 52-jährige Frau mit ihrem Auto aus einem Parkhaus.

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Siblingen SH: Auto gestohlen und angezündet – Täter auf der Flucht (Polizei sucht Zeugen)

Am Sonntagmorgen (05.04.2026) verschafften sich zwei unbekannte Täter Zugang zu zwei Garagenbetrieben und entwendeten dabei einen Personenwagen. Die Täterschaft wurde beim Einbruch in den zweiten Garagenbetrieb jedoch durch die Alarm- und Rauchanlage von einem weiteren Diebstahl abgehalten. Bei der anschliessenden Flucht wurde der zuvor entwendete Personenwagen in Beringen abgestellt und in Brand gesetzt.

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Diegten BL: BMW gerät auf A2 in Vollbrand – Tunnel kurzzeitig gesperrt

Am Sonntagmittag, 05. April 2026, gegen 12.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 bei Diegten BL, kurz nach dem Oberburgtunnel in Fahrtrichtung Basel, zu einem Personenwagenbrand. Personen wurden nicht verletzt.

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Uerkheim AG: Einbruch bei Autohändler – ein Täter rammt Polizeiauto und flieht

Am frühen Sonntagmorgen brachen mehrere Unbekannte in einen Autohandelsbetrieb ein und entwendeten ein Auto. Als die Polizei vor Ort eintraf, flüchteten mehrere Personen. Ein 18-jähriger Franzose konnte auf frischer Tat festgenommen werden.

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Zwischen Einsatz und Verantwortung: Einblicke in die Arbeit der Polizei Obwalden

Eine aktuelle Reportage auf YouTube beleuchtet die Situation der Kantonspolizei Obwalden und zeigt eindrücklich die zunehmenden Herausforderungen im Polizeialltag. Unter dem Titel „Polizei Obwalden am Limit? – Eine Behörde schlägt Alarm“ wird dargestellt, mit welchen Belastungen die Einsatzkräfte konfrontiert sind.

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Fleckistock UR: Lawine reisst Alpinisten mit – zwei Männer schwer verletzt

Am Samstag, 4. April 2026, kurz vor 15.00 Uhr, ereignete sich beim Durchsteigen des Sickinelli Couloirs am Fleckistock ein schwerer Lawinenunfall. Drei Männer italienischer Staatsangehörigkeit befanden sich im Aufstieg, als sich ein Schneebrett löste.

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Quinto TI: 3 Kilometer Stau vor Gotthard – bis zu 30 Minuten Zeitverlust

Auf der A2 in Fahrtrichtung Chiasso → Gotthard stockt der Verkehr aktuell zwischen Quinto und Airolo auf rund 3 Kilometern, Ursache ist eine Überlastung der Strecke. Der Zeitverlust beträgt bis zu 30 Minuten, Reisende müssen in diesem Abschnitt mit zähflüssigem Kolonnenverkehr bis vor das Südportal des Gotthard-Strassentunnels rechnen.

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Airolo TI: Einfahrt zur A2 gesperrt – kein Zugang zum Gotthard-Tunnel

Auf der A2 in Fahrtrichtung Chiasso → Gotthard ist die Einfahrt bei Airolo aktuell gesperrt. Die Sperrung betrifft den Bereich beim Südportal des Gotthard-Strassentunnels; Autofahrerinnen und Autofahrer können an dieser Stelle derzeit nicht auf die A2 in Richtung Norden einfahren und müssen mit Umleitungen sowie Verzögerungen rechnen.

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Zürich ZH: Schreckschusspistole am Sechseläutenplatz eingesetzt – Zeugen gesucht

Am Samstagabend, 4. April 2026, gingen bei der Stadtpolizei Zürich Meldungen über eine mögliche Schussabgabe beim Sechseläutenplatz ein. Vor Ort wurden Hülsen einer Schreckschusspistole sichergestellt. Meldungen über verletzte Personen liegen nicht vor. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeug*innen.

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Courgevaux FR: Wohnhaus in Flammen – drei Wohnungen unbewohnbar

Gestern am späten Nachmittag brach im Zentrum von Courgevaux in einem Wohnhaus mit drei Wohnungen ein Feuer aus. Ein Bewohner befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Gebäude und wurde evakuiert. Drei Personen wurden durch den Rauch beeinträchtigt. Die Brandursache ist noch unklar. Eine Ermittlung ist im Gange.

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Därligen BE: Frontalkollision auf A8 – Auto erfasst Velofahrer, mehrere Verletzte

Am Samstagnachmittag ist es auf der A8 in Därligen zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen. In der Folge kam es zu einer weiteren Kollision mit einem Fahrrad. Mehrere Personen wurden verletzt. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.

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Kanton St.Gallen: Kontrollen decken zahlreiche Verstösse auf – mehrere Ausweise weg

Zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen (05.04.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen im ganzen Kantonsgebiet Kontrollen im Strassenverkehr durchgeführt. In fünf Fällen wurden Ausweise eingezogen oder aberkannt, in zwei Fällen besassen die kontrollierten Männer gar keine Führerausweise. Zwei Autofahrer verursachten fahrunfähig Unfälle und entfernten sich von der Unfallstelle.

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Seewis i. P. GR: Fahrzeug gerät auf Gegenfahrbahn – Unfall mit vier Autos

Am späten Samstagvormittag ist es auf der Nationalstrasse N28 in Seewis i. P. zu einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Personenwagen gekommen. Vier Fahrzeuginsassen wurden dabei leicht verletzt.

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Stadt St.Gallen SG: Lieferwagen gerät in Brand – Strassen und Bahnlinie gesperrt

Am Samstagmorgen (04.04.2026) ist auf der Ladefläche eines Lieferwagens ein Feuer ausgebrochen. Aufgrund der Löscharbeiten mussten die Strassen rund um den Spisertorkreisel kurzfristig gesperrt werden. Verletzt wurde niemand.

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Neuchâtel NE: Töfffahrer (21) kollidiert mit Autoheck – nach Unfall ins Spital gebracht

Am Donnerstag, dem 2. April 2026, gegen 17:00 Uhr, fuhr ein 21-jähriger Einwohner der Region Littoral mit seinem Motorrad auf der Route des Falaises in östlicher Richtung. Nach dem Kreisverkehr Maladières wechselte er die Fahrspur von links nach rechts.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.