(Worben BE). Am Samstagabend ist es in Worben zu einem Selbstunfall eines E-Bike-Fahrers gekommen. Er wurde dabei schwer verletzt und mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen.
Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
(Ebnat-Kappel SG). Am Sonntagabend (20.09.2026) ist es zu einer Frontalkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Eine 48-jährige Frau war in fahrunfähigem Zustand unterwegs. Verletzt wurde niemand.
(Schwenden im Diemtigtal BE). Der Mann, der beim Selbstunfall in der Nacht auf Sonntag schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Spital gebracht worden ist, erlag in der Nacht auf Montag seinen Verletzungen.
Die Ermittlungen zum Unfall dauern an.
(Grenchen SO). Am Wochenende fand die Hauptübung der Feuerwehr Grenchen statt.
Auch die Polizei Kanton Solothurn war vor Ort vertreten und nutzte die Gelegenheit für den persönlichen Austausch mit der Bevölkerung und den Angehörigen der Feuerwehr.
(Opfikon ZH). Die SBB baut den Streckenabschnitt zwischen Opfikon und Kloten auf eine durchgehende Doppelspur aus. Gleichzeitig wird der Bahnhof Opfikon modernisiert.
Am Wochenende vom 25. bis am 28. September können keine Züge zwischen Zürich Oerlikon und Bassersdorf verkehren. Die S7 wird umgeleitet, die Bahnhöfe Opfikon, Kloten Balsberg und Kloten werden mit Bussen bedient.
(Appenzell AI). Dank Hinweisen konnte der 24-jährige angehalten werden.
Am Samstagabend (19.09.2026), kurz nach 22.00 Uhr, meldete der Besitzer eines E-Scooters, dass sein Fahrzeug durch einen jungen Mann weggenommen wurde.
(Oberwil im Obersimmental BE). Am Samstagnachmittag ist es in Oberwil im Obersimmental zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Mehrere Personen wurden verletzt, eine davon schwer. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
(Mumpf AG). Eine Patrouille des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat bei einer Zollkontrolle im Kanton Aargau in einem Fahrzeug rund zweieinhalb Kilogramm Kokain entdeckt.
Das Betäubungsmittel, der Fahrer sowie das Fahrzeug wurden der Kantonspolizei Aargau übergeben.
(Horw LU). Wegen Arbeiten an der Kanalisation wird die Neumattstrasse im Bereich Kirchweg 6 ab Montag, 28. September 2026, auf eine Fahrspur verengt.
Die Verkehrseinschränkungen dauern voraussichtlich bis Anfang Dezember. Die Zufahrten zu den angrenzenden Liegenschaften bleiben während der Bauzeit jederzeit möglich.
(Stein AG). Dank aufmerksamen Anwohnern konnten Polizei und Grenzwache drei Algerier festnehmen, die sich an einem parkierten Auto zu schaffen machten und ein Velo zu entwenden versuchten.
Tatort war der Vorplatz einer Metzgerei an der Zürcherstrasse in Stein am späten Sonntagabend, 20. September 2026.
(Basel BS). Die Kantonspolizei Basel-Stadt startet am 21. September 2026 eine neue Rekrutierungskampagne.
Mit grossflächigen Print- und ePanel-Sujets in Basel, der Nordwestschweiz und weiteren ausgewählten Kantonen wirbt sie um neue Polizistinnen und Polizisten sowie Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten. Gleichzeitig steht die Kampagne für die Erneuerung der Kantonspolizei und rückt jene Werte in den Mittelpunkt, an denen sich ihre Arbeit ausrichtet.
(Gersau SZ). Am Sonntag, 20. September 2026 ist es im Gebiet Kindli in Gersau zu einem Flurbrand gekommen.
Die Feuerwehr Gersau konnte das Feuer rasch löschen. Verletzt wurde niemand.
(Emmen LU). Keine Diskussion, keine Gegenstimme: Der Einwohnerrat stimmt der geplanten Sanierung und Aufwertung der Haldenstrasse einstimmig zu.
Damit ist auch der zusätzliche Kredit von rund 1,2 Millionen Franken gesprochen.
(Winterthur ZH).Am Samstag (12.09.2026) waren wir den ganzen Vormittag im Quartierzentrum Gutschick-Mattenbach unterwegs.
Nicht für eine Kontrolle, sondern für Kaffee, Gespräche und Begegnungen.
Ein Hochdruckgebiet mit Zentrum über der Biskaya bestimmt das Wetter im Alpenraum. In der Nacht auf Montag streift eine schwache Kaltfront die nördlichen Landesteile.
Am Montag verstärkt sich das Hoch und dehnt sich keilartig nach Mitteleuropa aus. Die Schweiz liegt an dessen Südrand in einer trockenen Bisenströmung, welche bis am Dienstag anhält.
(Ennenda GL). Unbekannte haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einem Einbruch in ein Fahrradgeschäft in Ennenda zahlreiche E-Bikes und Fahrräder sowie weiteres Deliktsgut entwendet.
Zur Ermittlung der Täterschaft sucht die Polizei Zeugen.
Ein junger Rollerfahrer stirbt nach dem Aufprall gegen einen Signalmast, ein 71-jähriger Töfffahrer muss nach einem schweren Selbstunfall reanimiert werden und ein Auto stürzt eine Böschung hinunter in ein Bachbett: Der 20. September 2026 brachte mehrere besonders folgenschwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein Raserdelikt mit 171 km/h auf der Sustenstrasse sowie die Festnahme von vier mutmasslichen Einbrechern auf der A4 beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Renens VD). Am Samstag, 19. September 2026, ereignete sich gegen 22.15 Uhr in Renens ein Verkehrsunfall mit einem Rollerfahrer.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Polizei sucht Zeugen.
(Morbio Inferiore TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass sich heute, kurz vor 14 Uhr, in Morbio Inferiore ein Verkehrsunfall ereignet hat.
Nach ersten Erkenntnissen war ein 71-jähriger Schweizer Motorradfahrer mit Wohnsitz im Mendrisiotto auf der Kantonsstrasse in Richtung Balerna unterwegs.
(Altendorf SZ). Am Sonntagmorgen, 20. September 2026, konnte die Kantonspolizei Schwyz dank eines Hinweises aus der Bevölkerung um 3.50 Uhr auf der Autobahn A3 zwei Personen festnehmen, welche zu Fuss auf dem Pannenstreifen unterwegs waren.
Die beiden Festgenommenen stehen im Verdacht, zuvor in Siebnen und Schübelbach mehrere unverschlossene Personenwagen durchsucht und daraus Gegenstände entwendet zu haben.
(Affoltern am Albis ZH). Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstag (17.9.2026) in Affoltern am Albis vier mutmassliche Einbrecher verhaftet.
Bei der Kontrolle ihres Fahrzeugs stellten die Polizisten unter anderem Werkzeug sicher.
(Winterthur ZH). Die Stadtpolizei Winterthur hat am Sonntagmorgen, 20. September 2026, einen mutmasslichen Einbrecher verhaftet.
Am Sonntagmorgen, 20. September 2026, kurz nach 8 Uhr, meldete eine Anwohnerin der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur, dass sie soeben auf eine männliche Person aufmerksam geworden sei.
(Schwenden im Diemtigtal BE). In der Nacht auf Sonntag ist es in Schwenden im Diemtigtal zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Der Lenker wurde in kritischem Zustand mit einem Helikopter ins Spital geflogen. Der Beifahrer verletzte sich leicht und wurde mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht.
(Basel BS). Wenn Rettungskräfte und Polizisten gemeinsam in die Pedale treten, wird aus einer schönen Tradition ein starkes Zeichen für Zusammenhalt: Die Rettung Basel-Stadt war heute zusammen mit mehreren Polizeikorps beim slowUp Basel-Dreiland unterwegs.
Mit dabei waren Kollegen der Kantonspolizei Basel-Stadt, der Polizei Basel-Landschaft und der französischen Police nationale.
(Basel BS). Am Sonntag, 20. September 2026, circa 03.05 Uhr, ist ein Mann in ein Restaurant an der St. Alban-Vorstadt eingebrochen.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte den Tatverdächtigen anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festnehmen.
(Wassen UR). Gestern Samstag, 19. September 2026, kurz nach 15.00 Uhr, fuhr ein Motorradfahrer mit Freiburger Kontrollschild talwärts auf der Sustenstrasse in Richtung Wassen.
Aus derzeit noch ungeklärten Gründen geriet er in einer Rechtskurve Höhe Leggistein auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden Motorradfahrer mit Aargauer Kontrollschild, der in Richtung Sustenpass fuhr.
(Bischofszell TG). Bei der Kollision mit einem Auto wurde am Samstag in Bischofszell die Mitfahrerin auf dem Motorrad mittelschwer verletzt.
Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
(Roveredo GR). Am Samstagvormittag ist ein 50-jähriger Pilzsammler im Gebiet Laura in Roveredo abgestürzt und verletzt worden.
Eine Gruppe von Italiener war auf Pilzsuche als der 50-Jährige im steilen rutschigen Gelände rund10 Meter einen Hang hinunterrutschte und über eine rund 20 Meter Felswand stürzte.
(Herisau AR). Am Sonntag, 20. September 2026, ist es in Herisau zu einem Selbstunfall mit einem E-Bike gekommen.
Der Velofahrer zog sich mittelschwere Verletzungen zu.
(Herisau AR). Am Samstag, 19. September 2026, ist es in Herisau zu einer Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen gekommen.
Verletzt wurde niemand. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden.
(Urnäsch AR). Am Freitag, 19. September 2026, ist es in Urnäsch zu einem Selbstunfall gekommen.
Der Motorradfahrer verletzte sich schwer. Am Motorrad entstand Sachschaden.
(Gadmen BE). Am Samstagnachmittag ist in Gadmen ein Motorrad mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden.
Der Lenker konnte in der Folge angehalten werden. Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.
(St.Gallen SG). Zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen (20.09.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt sieben Personen angehalten, die fahrunfähig oder alkoholisiert unterwegs waren.
Die jeweiligen Verkehrskontrollen und Anhaltungen erfolgten unabhängig voneinander in Oberriet, Buchs, Sennwald, Bad Ragaz, Rapperswil-Jona und Gossau.
(Zufikon AG). Auf der Sädelstrasse in Zufikon kam es am gestrigen Samstagabend zu einer Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen.
Dabei wurden alle drei beteiligten Personen verletzt.
(Liesberg BL). Am Samstag, 19. September 2026, kurz nach 18.00 Uhr, registrierte die Polizei Basel-Landschaft auf der Delsbergstrasse in Liesberg einen Personenwagenlenker, welcher mit massiv übersetzter Geschwindigkeit in Richtung Laufen unterwegs war.
Im Rahmen einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle wurde der 44-jährige Personenwagenlenker mit einer Bruttogeschwindigkeit von 146 km/h gemessen.
(Moesano GR). Der Rettungsdienst Moesano hat einen neuen Rettungswagen erhalten, der mit hochreflektierenden Folien beschriftet wurde.
Die auffällige Gestaltung soll die Sichtbarkeit des Einsatzfahrzeugs erhöhen und damit insbesondere an Einsatzstellen zur Sicherheit beitragen.
Ein Hochdruckgebiet erstreckt sich vom nahen Atlantik bis nach Osteuropa und sorgt für stabiles Wetter in der Schweiz. Am Sonntag verlagert das Hoch seinen Schwerpunkt zur Biskaya, bestimmt aber noch unser Wetter, bevor in der Nacht auf Montag eine schwache Kaltfront die Alpennordseite erreicht.
Am Montag dehnt sich das Hoch erneut bis nach Mitteleuropa aus und verstärkt sich. Am Südrand des Hochs kommt auf der Alpennordseite eine Bisenströmung auf.
(Emmen LU). Die anhaltende Trockenheit setzt den Wäldern im Kanton Luzern zunehmend zu. Durch den Wassermangel können Äste und Kronenteile austrocknen und unerwartet abbrechen.
Auch ganze Bäume können absterben und umstürzen. Wer sich derzeit im Wald aufhält, sollte deshalb besonders aufmerksam sein.
(Wädenswil ZH). Rund 10'000 Besucherinnen und Besucher haben den Tag der offenen Tür im Verkehrsstützpunkt Neubüel besucht.
Die Kantonspolizei Zürich und das Kantonale Tiefbauamt gewährten dabei Einblicke in ihre Arbeit und präsentierten sich gemeinsam der Bevölkerung.
(Bern BE). Rund 40 Medienschaffende aus verschiedenen Polizeikorps haben sich an der Blaulicht & Social Media-Tagung 2026 in Bern zum jährlichen Austausch und Wissenstransfer getroffen.
Im Mittelpunkt standen Fachreferate, Workshops und der Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Polizeikommunikation.
(Zuger Polizei). Ein Meilenstein ist geschafft!
Sie sehen schon so gross aus und doch sind Tyson und Wera noch junge Hunde. Und diese Woche haben sie uns besonders stolz gemacht: Sie haben beide die Junghundeprüfung bestanden.
(Zürich ZH). Am Samstagnachmittag, 19. September 2026, fand in Oerlikon die bewilligte Demonstration "Marsch fürs Läbe" statt.
Gegendemonstranten versuchten den Marsch zu stören, was von der Stadtpolizei Zürich verhindert wurde.
(Neubüel ZH). Ein spannender Tag geht zu Ende
Gemeinsam mit Ihnen, dem Tiefbauamt des Kantons Zürich und unseren weiteren Partnerorganisationen durften wir einen abwechslungsreichen Tag der offenen Tür im Verkehrsstützpunkt Neubüel erleben.
(Bubikon ZH). Bei einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad ist am Freitagabend (18.9.2026) in Bubikon der Töfffahrer tödlich verletzt worden.
Kurz nach 21 Uhr bog ein 66-jähriger Autofahrer von der Sennwaldstrasse in Richtung Bubikon in die Grüningerstrasse ein.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.