Die Schweiz gelangt allmählich auf die Vorderseite einer Tiefdruckzone über Westeuropa. Mit einer kräftigen Südwestströmung gelangt am Donnerstag nochmals heisse und mit Saharastaub angereicherte Luft zum Alpenraum.
In den Alpen stellt sich eine starke Föhnlage ein. Am Freitag lenkt ein Tief bei Schottland eine aktive Kaltfront von West nach Ost über die Schweiz hinweg und beendet die Föhnphase. Hinter der Front gelangt am Samstag mit westlicher Strömung wieder trockene Luft zu unserem Land.
In Rothenburg ist es am Montag zu einem Brand bei einem Altersheim gekommen.
Durch den Brand wurde niemand verletzt. Sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende des Alters- und Pflegheims wurden sicherheitshalber evakuiert. Inzwischen konnte die Brandursache geklärt werden.
Gestern Nachmittag wurde ein Kind bei einem Unfall in Massonnens verletzt.
Es wurde mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Die Ermittlungen zur Klärung der Unfallumstände sind im Gange.
In der Region Chur sind in kurzer Folge Telefonbetrugsfälle gemeldet worden.
Die Täterschaft gibt sich als Mitarbeitende einer Banksicherheitsabteilung aus und fordert die Betroffenen auf, Bargeld abzuheben und zu übergeben.
Am frühen Mittwochmorgen, 26. August 2026, kurz nach 02.15 Uhr, wurde durch eine unbekannte Täterschaft ein Zigarettenautomat an der Verzweigung Ettingerstrasse / Hinterkirchweg in Therwil gesprengt.
Personen wurden dabei keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Die Fachstelle Waffen und Sprengstoffe der Kantonspolizei Uri verlegt ihren Standort per sofort vom Werkhof in Flüelen nach Altdorf.
Mit dem Umzug werden die Dienstleistungen der Fachstelle künftig am neuen Standort in Altdorf angeboten.
Am Mittwoch, 26. August 2026, ist in Speicher zu einem Reitunfall gekommen.
Ein Mädchen stürzte von einem Pony und erlitt dabei unbestimmte Verletzungen. Sie wurde mit der Rega ins Spital geflogen.
Am Dienstagnachmittag kollidierte ein Traktorfahrer frontal mit einem entgegenkommenden Fahrradfahrer.
Ein Rettungshelikopter brachte den Fahrradfahrer in ein Spital.
Am Dienstagmorgen wurde eine Schülerin auf der Rüslerstrasse von einer unbekannten Autofahrerin oder einem unbekannten Autofahrer angefahren.
Dabei wurde sie mittelschwer verletzt. Die Kantonspolizei sucht die beteiligte Autofahrerin bzw. den beteiligten Autofahrer.
Unter dem Motto „Machen Sie Pause mit uns“ hat die Kantonspolizei St.Gallen am Mittwoch (26.08.2026) zum vierten Chauffeur/-innen-Treff auf die Raststätte Thurau eingeladen.
Rund 60 Chauffeurinnen und Chauffeure nutzten die Gelegenheit, bei Kaffee und Gipfeli mit Fachleuten der Verkehrspolizei ins Gespräch zu kommen.
Am Mittwochmorgen ist es auf der A6 in Heimberg zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Ein Autofahrer wurde dabei schwer verletzt, eine Autofahrerin wurde verletzt. Beide wurden mit je einer Ambulanz ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfall sind im Gange.
Ein Motorradfahrer kam auf der Böhlerstrasse ins Rutschen und geriet dadurch auf die Gegenfahrbahn.
In der Folge kollidierte er frontal mit einem Auto.
Für den Kanton Solothurn ist die Waldbrand-Gefahrenstufe von 5 (sehr gross) auf 4 (gross) zurückgestuft worden.
Damit zusammenhängend wird das seit dem 30. Juli 2026 gültige, absolute Feuerverbot im Freien aufgehoben.
Am Dienstagabend ist es bei der Autobahnausfahrt Sempach in Richtung Norden zu einem Selbstunfall gekommen.
Ein Motorradfahrer mit Sozia prallte bei der Ausfahrt gegen die Leitplanke. Die Sozia wurde dabei erheblich verletzt, der Fahrer leicht. Beide wurden vom Rettungsdienst 144 ins Spital gebracht. Die Autobahnausfahrt war für rund eine Stunde gesperrt.
Am Dienstagabend, 25. August 2026, hat ein Autofahrer in Oberarth eine Polizeikontrolle missachtet.
Auf der Weiterfahrt missachtete der 23-Jährige mehrere Vorschriften des Strassenverkehrs und gefährdete Drittpersonen. In Ried/Schwyz konnte der fehlbare Lenker gestoppt werden. Die Kantonspolizei Schwyz sucht Zeugen.
Am Mittwochmorgen, 26. August 2026, kam es an der Schaffhauserstrasse zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Velolenkerin verletzt wurde.
Die Stadtpolizei Winterthur sucht Zeuginnen und Zeugen.
In Chur ist es auf der Emserstrasse, kurz nach der Kreuzung Schützengarten, zu einer Kollision zwischen einem Sattelschlepper mit Auflieger und einem Personenwagen gekommen.
Alle Unfallbeteiligten blieben unverletzt.
Am Dienstagabend, 25. August 2026, ist an einer Laderampe in Neuendorf ein Lastwagen in Brand geraten.
Das Feuer griff leicht auf die Fassade des angrenzenden Gebäudes über. Verletzt wurde niemand. Als Brandursache steht ein technischer Defekt im Vordergrund.
In der Stadt Luzern ist es am frühen Sonntagmorgen zu mindestens zwei Raubdelikten und mehreren Raubversuchen gekommen.
Mehrere unbekannte Personen bedrohten die Geschädigten unter anderem mit einer Faustfeuerwaffe und forderten Bargeld. Zwei mutmassliche Täter konnten festgenommen werden. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (26.08.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen einen 19-jährigen Mann inflagranti beim Aufbrechen einer Kasse im Aussenbereich eines Betriebs festgenommen.
Der Mann versuchte beim Eintreffen der Polizei zu flüchten, konnte jedoch angehalten werden.
In Zusammenhang mit der Brandserie im Freiamt vom August 2025 hat die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten die Untersuchungshandlungen abgeschlossen.
Für den heute 31-jährigen Schweizer wird ein Antrag auf eine ambulante Massnahme beim Bezirksgericht Bremgarten eingereicht. Gemäss psychiatrischem Gutachten gilt der Mann als schuldunfähig.
Ein fahrunfähiger Autofahrer verursachte in der Nacht auf Mittwoch in Tuttwil einen Selbstunfall.
Verletzt wurde niemand. Der Fahrer musste seinen Führerausweis abgeben.
Mit einer Länge von 20 Kilometern stauten sich die Fahrzeuge am Gotthard so weit wie zuletzt im Jahr 2022.
Über die ganze Ferien-Saison gesehen, waren die Staus allerdings etwas kürzer als im Vorjahr. Im Herbst müssen Reisende verschiedene Nachtsperrungen beachten.
Mit einer mässigen südwestlichen Strömung gelangt heute Mittwoch stabiler geschichtete und zunehmend trockene Luft zum Alpenraum.
Am Donnerstag stellt sich eine starke Föhnströmung ein, wobei noch einmal heisse und mit Saharastaub angereicherte Luft aus Südwesten zur Schweiz geführt wird.
Am 24. August 2026 gegen 21.10 Uhr ereignete sich auf der Autobahn A16 zwischen dem Viadukt des Esserts und der Galerie von Develier ein Verkehrsunfall mit einer Autofahrerin.
Aus Gründen, die durch die Ermittlungen geklärt werden müssen, kam die Autofahrerin, die in Richtung Delémont unterwegs war, von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Signalisation sowie anschliessend mit der Böschung rechts ihrer Fahrtrichtung.
In Neuhausen am Rheinfall ist es am Dienstagvormittag (25.08.2026) kurz vor 11.00 Uhr zu einem Brand in einem Industriegebäude und an einem davor abgestellten Auto gekommen.
Verletzt wurde niemand.
Am Montag, 24. August 2026, gegen 02:20 Uhr, verliess die 39-jährige Maëlle D. ihr Zuhause in Saint-Maurice.
Zuletzt wurde sie zu Fuss auf der Grand-Rue gesehen.
Am Montagabend, 24. August 2026, kam es in einem Autohandelsbetrieb an der Hauensteinstrasse in Rümlingen zu einem Einbruch.
Im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndung konnte ein mutmasslicher Täter angehalten werden.
Für Samstag, 29. August 2026, wird in Basel zu einer unbewilligten Demonstration unter dem Titel „Death to Zionism“ aufgerufen.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt beurteilt die Demonstration in der angekündigten Form als nicht grundrechtskonform und somit auch als nicht bewilligungsfähig. Die Kantonspolizei wird für den kommenden Samstag die erforderlichen Vorkehrungen treffen.
Beim Anschluss Egerkingen (A2) wird im August und Oktober 2026 die Autobahnüberführung Nord zurückgebaut.
Die nächtlichen Arbeiten führen zeitweise zu Sperrungen der Ein- und Ausfahrten und erfolgen im Rahmen des 6-Streifen-Ausbaus der A1.
In Langendorf ist es der Kantonspolizei Solothurn am Montagnachmittag gelungen, einen 19-jährigen Ukrainer im Zusammenhang mit einem versuchten Telefonbetrug anzuhalten.
Er wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.
Zwischen dem Coop und der Migros in Balsthal hat sich am Montagnachmittag, 24. August 2026, eine Kollision zwischen einer unbekannten Person auf einem Fahrrad und einer Schülerin ereignet.
Dabei wurde die Schülerin erheblich verletzt. Ohne sich um sie zu kümmern, entfernte sich die unbekannte Person von der Unfallstelle. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zur Identität der gesuchten Person machen können.
Am Freitag, 7. August 2026, wurde in Farvagny eine Bank überfallen.
Die Ermittlungen der Kantonspolizei führten zur Anhaltung des Tatverdächtigen, der von der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen wurde.
Bei der Kollision zwischen zwei Autos wurde am Dienstagmorgen in Frauenfeld eine Autofahrerin leicht verletzt.
Die genaue Unfallursache ist noch unklar.
Die Waldbrandgefahr im Kanton Uri hat sich in den vergangenen Tagen aufgrund der flächendeckenden Niederschläge und gesunkenen Temperaturen leicht entspannt.
Es besteht jedoch nach wie vor eine erhöhte Gefahr für Wald- und Flurbrände.
In der Nacht von Montag auf Dienstag (25.08.2026) hat der Hinweis eines Buschauffeurs zur Festnahme von zwei Männern bei einem Einbruch in eine Autogarage geführt.
Die Kantonspolizeien St.Gallen, Zürich und Schwyz standen gemeinsam im Einsatz.
Die Regionalpolizei Zofingen appelliert an alle Fahrerinnen und Fahrer, besonders in der Nähe von Schulhäusern und Kindergärten rücksichtsvoll und aufmerksam zu fahren.
Im Rahmen der nationalen Kampagne des TCS intensivierte sie die Schulwegüberwachung in 22 Gemeinden.
Heute stand für unseren Polizeinachwuchs Varro ein ganz besonderes Abenteuer auf dem Programm: Er durfte seinen zukünftigen Arbeitsplatz kennenlernen.
Seinen Platz im Polizeiauto hat er ganz genau unter die Lupe genommen.
Am Montagnachmittag (24.08.2026) ist es in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand gekommen.
Zwei Personen wurden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht, während die Feuerwehr das Feuer löschen konnte. Aufgrund des entstandenen Schadens sind mehrere Wohnungen vorerst nicht mehr bewohnbar.
Die lokal unterschiedlich ausgefallenen Niederschläge der vergangenen Tage konnten die Trockenheit leicht entschärfen – jedoch nicht in den Wäldern.
In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen und dem Feuerwehrinspektorat Kanton Luzern wird die Waldbrandgefahr deshalb von sehr gross auf gross zurückgestuft.
Jedes Jahr verunfallen zahlreiche Menschen auf Bergwanderwegen, einige davon tödlich.
Eine neue Erhebung der BFU zeigt: Viele Wandernde erkennen kritische Situationen zwar, treffen dann aber nicht die sicherste Entscheidung.
Im Rahmen der Vorarbeiten zum 2027 geplanten Projekt "Haag-Oberriet" sind Massnahmen an der Ausfahrt Oberriet notwendig, die nächtliche Sperrungen im September und Oktober 2026 erfordern.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA setzt ab 2027 den Autobahnabschnitt der A13 zwischen Haag und Oberriet umfassend instand.
Kurt Müller, Sachbearbeiter Infodienst im Amt für Kantonspolizei, und Toni Regli, Gruppenchef im Amt für Kantonspolizei, sind am 1. September 1986 in die Kantonsverwaltung eingetreten und erfüllen somit am 31. August 2026 das 40. Dienstjahr.
Bruno Herger, polizeilicher Sachbearbeiter im Amt für Kantonspolizei, Roger Furrer-Moser, Schichtchef im Amt für Kantonspolizei, und Erich Betschart, Facharbeiter Werkstatt/Stv. Leiter Werkstatt im Amt für Tiefbau, sind am 1. September 2001 in die Kantonsverwaltung eingetreten und erfüllen somit am 31. August 2026 das 25. Dienstjahr.
In der Nacht auf Dienstag beobachtete eine Drittperson, wie ein Mann versucht ein E-Bike zu entwenden.
Dieser flüchtete in der Folge mit einem E-Trotti, konnte aber kurz darauf durch die Polizei festgenommen werden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.