Schweiz

Polizei-Schweiz am 19. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Ein 32-jähriger Mann muss nach einem Messerangriff notoperiert werden, eine 13-jährige Schülerin stürzt mehr als sechs Meter in die Tiefe und ein 18-jähriger Neulenker überschlägt sich mit einem Sportwagen, obwohl er seinen Führerausweis noch keine 24 Stunden besitzt: Der 19. September 2026 brachte mehrere besonders brisante Polizeimeldungen aus der Schweiz. Auch ein Grossbrand mit mehreren hunderttausend Franken Sachschaden sowie eine Unfallflucht nach der Kollision mit einem Fussgänger beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.

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Polizei-Schweiz am 19. September 2026: Die fünf brisantesten Meldungen des Tages

Eine Messerattacke mit einem Schwerverletzten, zwei Kilogramm sichergestelltes Kokain und schwere Unfälle prägten den 19. September 2026. Das sind die fünf brisantesten Schweizer Polizeimeldungen des Tages. Die Ereignisse reichen von einem mutmasslichen Gewaltdelikt in Zürich über einen schweren Sturz eines 13-jährigen Mädchens bis zur Unfallflucht nach der Kollision mit einem Fussgänger.

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Vermisste Person nach Suche verletzt gefunden

(Solothurn/Feldbrunnen SO). In der Nacht auf Samstag, 19. September 2026, fand in der Region Solothurn/Feldbrunnen eine Suchaktion mit einem grösseren Polizeiaufgebot statt. Die vermisste Person wurde schliesslich gegen Samstagmittag mit leichten Verletzungen aufgefunden und mit dem Rettungsdienst in ein Spital gebracht.

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Verbandspräsident Markus Schaaf blickt hinter die Kulissen der Kantonspolizei Zürich

Der Präsident des Verbands der Kantonspolizei Zürich erhielt heute am Verkehrsstützpunkt Neubüel spannende Einblicke in die vielseitige Arbeit der Kantonspolizei Zürich. Besonders gefreut hätten ihn die Grussworte von Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Polizeikommandant Marius Weyermann.

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Feuerwehrübung wird zum echten Einsatz

(Gommiswald SG). Am Samstagmorgen (19.09.2026) hat die Feuerwehr Gommiswald am Frohsinnweg im ehemaligen Feuerwehrdepot eine Übung durchgeführt und ein beabsichtigtes Feuer entzündet. Währenddessen fielen unerwartet mehrere Deckenisolationselemente auf das Feuer, wodurch dieses kurzzeitig grösser wurde als erwartet. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden und es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Dritte.

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Verkehrsstützpunkt öffnet heute seine Türen

Im Verkehrsstützpunkt Neubüel findet heute ein Tag der offenen Tür statt. Seit 10 Uhr ist das Festgelände für die Bevölkerung geöffnet.

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Sie wollte nur ihre Jacke holen – 13-Jährige stürzt sechs Meter tief

(Walzenhausen AR). Am Freitag, 18. September 2026, hat sich in Walzenhausen bei der Liegenschaft Dorf 98 ein Unfall beim Umklettern einer Baustellenabschrankung ereignet. Ein 13-jähriges Mädchen wurde schwer verletzt.

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Offizielle Messstellen erneut aktualisiert – vier semistationäre Radarstandorte veröffentlicht

(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei hat ihre offizielle Übersicht der aktuellen Tempomessungen erneut erweitert. Neu wird eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf der Autobahn A2 bei Uffikon aufgeführt. Insgesamt sind auf der offiziellen Standortseite derzeit vier semistationäre Messanlagen veröffentlicht. Die drei zuletzt gemeldeten Standorte in Rothenburg, Luzern und Sursee bleiben weiterhin aufgeführt.

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Unfallflucht – Polizei sucht schwarzen Audi

(Schaffhausen SH). Am Samstagmorgen (19.09.2026) kam es in der Stadt Schaffhausen zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Fussgänger. Anschliessend entfernte sich der Autofahrer pflichtwidrig von der Unfallstelle. Es werden Zeugen gesucht.

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Führerausweis keine 24 Stunden alt – 18-Jähriger überschlägt sich mit Sportwagen

(Othmarsingen AG). Am Freitagabend, 18.09.2026, kam es gegen 21.30 Uhr am Ortseingang von Othmarsingen zu einem schweren Selbstunfall. Ein 18-jähriger Neulenker aus der Region Baden verlor die Kontrolle über seinen Caterham Sportwagen und verunfallte. Sowohl er als auch seine 16-jährige Mitfahrerin wurden dabei verletzt.

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Lieferwagen brennt auf der A18

(Aesch BL). Am Freitagnachmittag, 18. September 2026, um 16.20 Uhr, kam es auf der Autobahn A18 / Aesch BL, in Fahrtrichtung Laufen, zwischen der Ausfahrt Reinach Süd / Aesch und der Einfahrt Aesch, zu einem Fahrzeugbrand. Personen wurden nicht verletzt. Es entstanden Verkehrsbehinderungen.

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Feierliche Vereidigung: 31 neue Kräfte verstärken die Kantonspolizei

(Frauenfeld TG). 22 Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs 2024/26 sowie neun Polizistinnen und Polizisten, die im vergangenen Jahr zur Kantonspolizei Thurgau gekommen sind, wurden am Freitag mit einer feierlichen Zeremonie im Casino in Frauenfeld offiziell ins Korps aufgenommen. Gegenüber Regierungsrätin Ruth Faller Graf versprechen die neuen Polizistinnen und Polizisten, die Verfassung und die Gesetze zu achten, ihre Pflichten nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen und die Rechte der Bevölkerung zu achten und zu schützen.

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Bund gibt grünes Licht: Zwei Wolfsrudel dürfen teilweise reguliert und Jungtiere getötet werden

(Sitten VS). Am 28. August 2026 beantragte der Staat Wallis beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) die Genehmigung für die vollständige Entnahme von drei Wolfsrudeln sowie für eine Basisregulierung von zwei Rudeln, die es dem Kanton erlaubt, zwei Drittel der diesjährigen Jungtiere zu entnehmen. Die beiden Genehmigungen für die Basisregulierung wurden nun vom BAFU erteilt. Für die drei Anträge auf vollständige Regulierung stehen die Genehmigungen noch aus. Der Kanton setzt damit die Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV) um, die am 1. Februar 2025 in Kraft getreten ist.

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Blaulicht-Zeitreise: So sah Teamwork früher aus

(St.Gallen SG). #tbt – manche Einsätze funktionieren nur gemeinsam. Diese Aufnahme entstand irgendwann zwischen 1985 und 1992. Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Zu sehen ist aber etwas, das unsere Arbeit bis heute prägt: Wenn es darauf ankommt, greifen viele Zahnräder ineinander.

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Reisecar prallt auf A3 in stehenden Lastwagen

(Urdorf ZH). Bei einer Auffahrkollision zwischen einem Reisecar und einem Lastwagen sind am Freitagnachmittag (18.9.2026) auf der A3 bei Urdorf mehrere Personen verletzt worden. Kurz nach 14.30 Uhr fuhr ein Reisecar auf der A3 in Richtung Basel und kollidierte am Ende eines Rückstaus mit einem stehenden Lastwagen.

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Feuer in Geschäftshaus

(Canobbio TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass heute kurz nach 17 Uhr in der Via delle Scuole in Canobbio ein Brand ausgebrochen ist. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die Gegenstand der Ermittlungen sind, entstanden die Flammen in einem unterirdischen Raum eines Geschäftsgebäudes und erzeugten dichten Rauch, der sich in die angrenzenden Räume ausbreitete.

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Falsche Mediziner setzen Senioren unter Druck

(Thusis GR). Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass am 16.09.2026 ein 31-jähriger tschechischer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Tschechischen Republik festgenommen wurde. Der Mann wird verdächtigt, an Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen, den sogenannten "Schockanrufen", beteiligt gewesen zu sein, die in der Riviera und im Mendrisiotto verübt wurden.

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Raser-Kontrolle: Spitzenwert liegt bei 131 km/h

(Seegräben ZH). Im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle der Stadtpolizei Uster in Seegräben sind am Freitagmorgen 23 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker zu schnell gefahren. Basierend auf Hinweisen aus der Bevölkerung führte die Stadtpolizei Uster am Freitag, 18. September 2026, zwischen 07.30 Uhr und 11.00 Uhr auf der Steinbergstrasse in Seegräben (Ausserortsbereich) eine Geschwindigkeitskontrolle durch.

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Neue Radarkontrollen offiziell angekündigt: Standorte vom 21. bis 27. September 2026

(Kanton Tessin). Die Kantonspolizei Tessin und die kommunalen Polizeikorps haben die offiziellen Standorte ihrer mobilen und semistationären Geschwindigkeitskontrollen für die Woche vom 21. bis 27. September 2026 veröffentlicht. Die amtliche Mitteilung nennt Kontrollorte in den Bezirken Blenio, Bellinzona, Locarno, Lugano und Mendrisio. Zusätzlich sind drei Standorte für semistationäre Messanlagen aufgeführt. Konkrete Strassen, Messtage oder Uhrzeiten werden nicht bekannt gegeben.

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Rätselhafter E-Trottinett-Sturz – Lenker (51) schwer verletzt aufgefunden (Zeugenaufruf)

(Flumenthal SO). Auf der Kirchgasse in Flumenthal ist in der Nacht auf Freitag, 18. September 2026, der Lenker eines E-Trottinetts aus noch zu klärenden Gründen gestürzt. Dabei zog sich der Mann schwere Verletzungen zu. Zur Klärung des Unfallhergangs sucht die Polizei Zeugen.

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Nach Horror-Crash auf Rastplatz: Identität des Toten geklärt

(Mumpf AG). Am gestrigen Donnerstagnachmittag fuhr ein Automobilist auf den A3-Rastplatz Mumpf und prallte dort mit grosser Wucht ins Heck eines Sattelzugs. Die rechtsmedizinische Untersuchung hat nun ergeben, dass es sich bei der verstorbenen Person um einen 71jährigen Schweizer aus der Region handelt.

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23 neue Polizisten legen ihr Gelöbnis ab

(Winterthur ZH). Am Freitagnachmittag, 18. September 2026, wurden in der Stadtkirche 23 Polizisten feierlich vereidigt. Mit ihrem Gelöbnis verpflichten sie sich, Verantwortung zu übernehmen und sich rund um die Uhr für die Sicherheit in Winterthur einzusetzen. Gleichzeitig wurden 4 Zivilangestellte im Korps der Stadtpolizei Winterthur offiziell willkommen geheissen.

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Vermisster (58) tot in der Maggia gefunden

(Cavergno TI). Die Kantonspolizei teilt mit, dass am 17.09.2026 kurz nach 16 Uhr der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) das Verschwinden eines 58-jährigen Schweizer Bürgers mit Wohnsitz im Maggiatal gemeldet wurde. Daraufhin wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der die Kantonspolizei, die Stadtpolizei Locarno, die Schweizerische Alpine Rettung (SAS) und die REGA beteiligt waren.

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73-Jährige bei E-Bike-Unfall schwer verletzt

(Mels SG). Am Freitagmorgen (18.09.2026) ist eine 73-jährige Frau mit ihrem E-Bike gestürzt. Sie wurde schwer verletzt und nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort von der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.

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Baustelle dauert länger: Austrasse wird erst Ende 2027 fertig

(Basel BS). Das Bau- und Verkehrsdepartement hat den Terminplan für die laufende Erneuerung der Austrasse überarbeitet. Dies, nachdem das Basler Appellationsgericht die Rekurse gegen die Erneuerung der Austrasse rechtskräftig abgewiesen hat. Bau- und Verkehrsdepartement, BVB und IWB werden die Austrasse bis Ende 2027 erneuern. Von April bis Ende Juni 2027 muss die BVB die Bauarbeiten wegen dem Umleitungsverkehr der Erneuerung Steinenring weitgehend unterbrechen. Die Tramlinie 6 verkehrt dann kurzzeitig wieder durch die Austrasse. Danach wird die BVB die Linie bis Oktober 2027 erneut über den Steinenring umleiten.

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Mikrowelle sorgt für Feuerwehreinsatz in Betrieb

(Kirchberg SG). Am Donnerstagabend (17.09.2026) ist es in einem Betrieb zu starker Rauchentwicklung gekommen. Die aufgebotene Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich und entlüftete das Gebäude. Gemäss jetzigen Erkenntnissen entstand die Rauchentwicklung beim Erwärmen von Esswaren in einer Mikrowelle.

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Auffahrcrash im Feierabendverkehr – Lenkerin erheblich verletzt

(Ebnat-Kappel SG). Am Donnerstagabend (17.09.2026) ist es zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine 34-jährige Autofahrerin wurde erheblich verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.

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Vier Algerier nach Diebstahl festgenommen

(Wattwil/Sargans SG). Zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (18.09.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen in Sargans und Wattwil insgesamt vier Personen festgenommen. In Sargans wurde ein Mann im Zusammenhang mit einem Diebstahl aus einem unverschlossenen Auto festgenommen. In Wattwil wurden drei Jugendliche nach einem versuchten Diebstahl aus einem verschlossenen Auto festgenommen. Die Kantonspolizei St.Gallen tätigt die weiteren Ermittlungen.

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Mercedes kracht mit voller Wucht unter Sattelzug

(Mumpf AG). Am Donnerstagnachmittag fuhr ein Automobilist auf den A3-Rastplatz Mumpf und prallte dort mit grosser Wucht ins Heck eines Sattelzuges. Für den Lenker kam jede Hilfe zu spät. Die Umstände sind noch unklar.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.