Schweiz

19 Polizeiangehörige ins Korps der Kantonspolizei St.Gallen aufgenommen

Am Freitagnachmittag (29.09.2023) sind vom Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St.Gallen, Herr Regierungsrat Fredy Fässler, 5 Polizistinnen und 14 Polizisten in Ausbildung (PiA) in einer feierlichen Brevetierung zu Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei St.Gallen befördert worden. Die neuen Polizistinnen und Polizisten haben am Ende der zweiten Ausbildungsphase die Berufsprüfung erfolgreich mit eidgenössischem Fachausweis abgelegt.

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Kapo Appenzell Ausserrhoden: Vereidigungsfeier

Am Donnerstag, 28. September 2023, sind je zwei Polizistinnen und Polizisten, durch Regierungsrätin Katrin Alder vereidigt und ins Korps der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden aufgenommen worden. Die je zwei Polizistinnen und Polizisten haben nach der einjährigen Grundausbildung an der Polizeischule Ostschweiz in Amriswil und dem anschliessenden Praxisjahr bei der Kantonspolizei AR, als Polizistin und Polizist in Ausbildung, die anspruchsvolle, eidgenössische Berufsprüfung erfolgreich abgeschlossen.

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Schönenwerd SO: Auffahrkollision nach gefährlichen Überholmanövern

Zwischen Schönenwerd und Wöschnau kam es am Donnerstagabend zu einer Auffahrkollision mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Nach derzeitigen Erkenntnissen mussten diese zwei entgegenkommenden Autos ausweichen, deren Lenker gefährliche Überholmanöver auf der Strecke durchführten und sich von der Unfallstelle entfernten. Die Polizei sucht Zeugen.

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A1 zwischen Luterbach und Härkingen SO: Mehrere Verkehrsunfälle

Auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich ereigneten sich im Verlauf des Donnerstagnachmittags zwischen Kriegstetten und Härkingen vier Verkehrsunfälle, die insgesamt erhebliche Verkehrsbehinderungen mit sich brachten. Am Donnerstag, 28. September 2023, gegen 14.20 Uhr, kam es auf der Autobahn A1 bei Oensingen zur einer Auffahrkollision zwischen einem Lieferwagen mit Anhänger und einem Lastwagen.

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Stadt Schaffhausen / Thayngen / Bargen SH: A4 wieder Schwerverkehr-Warteraum

Für den Schwerverkehr, der am Feiertag "Tag der Deutschen Einheit" (3. Oktober 2023) nicht vom deutschen Zoll an den Grenzübergängen Thayngen und Bargen abgefertigt wird, hat die Schaffhauser Polizei in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) entsprechende Warteräume eingerichtet. Hierfür ist in der Stadt Schaffhausen eine Voll- und Teilsperrung der Nationalstrasse A4 zwischen Schweizersbild und Mutzentäli vorgesehen.

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Frauenfeld TG: 36 Polizistinnen und Polizisten vereidigt

36 Polizistinnen und Polizisten sind am Donnerstag in Frauenfeld feierlich in die Kantonspolizei Thurgau aufgenommen worden. "Frau Regierungspräsidentin, ich verspreche es!" Acht Frauen und fünfzehn Männer, die erfolgreich die zweijährige Ausbildung zur Polizistin/zum Polizisten mit Eidg. Fachausweis absolviert haben, wurden im Rathaus Frauenfeld vereidigt.

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Seuzach ZH: 400 Fische sterben in Bach - Leitung in Kläranlage verstopft

Im Zusammenhang mit einer verstopften Leitung eines Überlaufbeckens oberhalb der Kläranlage Seuzach kam es am Donnerstag (28.09.2023) zu einer Gewässerverschmutzung im Chrebsbach, bei der mehrere hundert Fische verendeten. Kurz nach Mittag meldete ein Anwohner der Kantonspolizei Zürich mehrere tote Fische im Chrebsbach.

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Kapo Zürich: Vereidigung der Aspirantinnen und Aspiranten

Am Freitag (29.9.2023) sind im Fraumünster in Zürich 38 Polizeiaspirantinnen und Polizeiaspiranten (17 Frauen und 21 Männer) in feierlichem Rahmen durch den Sicherheitsdirektor vereidigt worden. Sicherheitsdirektor Mario Fehr betonte: „Das hohe Sicherheitsniveau im Kanton hat zu einem ganz entscheidenden Teil mit der Arbeit der Polizei, aller Polizistinnen und Polizisten im Kanton, zu tun.“ Er dankte den Aspirantinnen und Aspiranten, die sich mit ihrem Gelübde bereit erklärt haben, Verantwortung zu übernehmen: „Sie dürfen stolz sein auf das, was Sie bisher erreicht haben. Und ich bin stolz, Sie mit der Vereidigung ins Korps der Kantonspolizei Zürich aufzunehmen.“

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Kerns OW: Rennradfahrer (64) bei Selbstunfall verletzt

Gestern Morgen um ca. 10:15 Uhr fuhr ein 64-jähriger Fahrradfahrer mit seinem Rennrad auf dem Radstreifen entlang der Nordstrasse von Kerns her in Richtung Sarnen Dorf. Bei der Eisenbahn- und Strassenunterführung zwischen dem Kreisverkehr Socar-Tankstelle und dem Kreisverkehr Ei, stürzte er ohne Beteiligung von Dritten aus bislang unbekannten Gründen zu Boden.

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Stadt St.Gallen SG: Herbstjahrmarkt 2023

Von Donnerstag, 12. Oktober, bis Sonntag, 22. Oktober 2023, finden in St.Gallen der Herbstjahrmarkt und die OLMA statt. Knapp 200 Marktstände werden am diesjährigen Jahrmarkt aufgestellt. Zudem sind 36 Schaustellungen auf dem Gelände anwesend. Die Stadtpolizei St.Gallen setzt im und rund um das Festgelände auf eine verstärkte Präsenz. Verkehrsteilnehmenden wird empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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Betrug: Vishing mit erfundenen Amazon-Bestellungen

Durch das Senden von E-Mails, die den Anschein erwecken, von Amazon zu stammen, versuchen die Betrüger die Mailempfänger zu überzeugen, dass eine angebliche Bestellung im Namen des Mailempfängers getätigt wurde. Die Cyberkriminellen erhoffen sich, dass das potenzielle Opfer auf die in der betrügerischen Bestellbestätigung angegebene Telefonnummer anruft.

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Obstalden GL: Unfall auf Autobahn A3 im Kerenzerbergtunnel

Am Donnerstag, 28.09.2023, 17.10 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 im Kerenzerbergtunnel in Obstalden ein Verkehrsunfall. Der Kerenzerbergtunnel wurde einspurig mit Gegenverkehr geführt. Die 45-jährige Lenker eines Personenwagens war in Fahrtrichtung Chur unterwegs, als er aus noch ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn geriet.

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Kantonspolizei Nidwalden ist auf mehr Personal angewiesen

In einem Vorstoss werden Bedenken zum Personalbestand der Kantonspolizei Nidwalden geäussert. Der Regierungsrat bestätigt, dass die Polizei einen Bedarf an zusätzlichem Personal aufweist. Erste Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplatzsituation sind eingeleitet worden, zudem arbeitet der Regierungsrat aktuell an einer strategischen Ausrichtung, welche auch die Personalentwicklung miteinbezieht.

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Kapo Obwalden: Vereidigung, Beförderungen und Verabschiedung

Am Dienstagabend wurden in einer kleinen Feier auf dem Landenberg Sarnen ein Polizist ins Polizeikorps Obwalden aufgenommen, ein langjähriger Mitarbeiter in die Pension verabschiedet und zwei Polizisten befördert. Nach zweijähriger Polizeiausbildung an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch und bei der Kantonspolizei Obwalden schloss Lukas Niederberger seine Ausbildung als Polizist erfolgreich ab.

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A2 / Quinto / Airolo TI: Wiederherstellung der Ausfahrt Airolo - einige Hinweise

Ab Montag, 2. Oktober 2023, wird die Ausfahrt Airolo nach dem Stalvedro-Tunnel wieder in ihre ursprüngliche Lage gebracht. Das Bundesamt für Strassen ASTRA teilt zudem mit, dass die Ausfahrtsspur Airolo/Passi CUPRA bis zum 22. Oktober 2023 an Samstagen und Sonntagen weiterhin befahrbar sein wird.

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Gewalttat in Stadt Basel BS: 74-Jähriger verletzt Mann (31) mit Stichwaffe

Am Mittwoch, 27. September 2023, kurz vor 23.00 Uhr, hat ein Mann einen 31-Jährigen in der Klingelbergstrasse mit einer Stichwaffe verletzt. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den Verletzten ins Spital. Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte den mutmasslichen Täter während einer umgehend eingeleiteten Fahndung anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel- Stadt festnehmen.

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A2 / A3 / A22: Notwarteräume für den grenzüberschreitenden Güterverkehr

Im Falle von Verkehrsüberlastungen, Ereignissen auf der Nationalstrasse, witterungsbedingten Einschränkungen oder Blockaden wie Feiertagen oder Streiks im angrenzenden Ausland dienen die Warteräume für den Schwerverkehr zur Pufferung und Dosierung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs. In der Nordwestschweiz auf der A2 und der A3 in Richtung Norden wurden zusätzliche Notwarteräume definiert, welche situativ und kurzfristig eingerichtet werden können.

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Schaffhauser Polizei: Inpflichtnahme von zehn neuen Polizistinnen und Polizisten

Am Mittwochnachmittag (27.09.2023) hat die Schaffhauser Polizei in Schaffhausen vier neue Polizistinnen und sechs neue Polizisten in ihr Korps aufgenommen. Gleichzeitig konnte sieben Aspirantinnen und sechs Aspiranten nach ihrem ersten Ausbildungsjahr zur bestandenen Prüfung der polizeilichen Einsatzfähigkeit (PEF) gratuliert werden.

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Stadt Chur GR: Mutmasslicher Einbrecher (Italiener, 23) in flagranti erwischt

In der Nacht auf Mittwoch konnten die Kantonspolizei Graubünden und die Stadtpolizei Chur einen Mann beim Verlassen des Tatobjekts anhalten. Der Mann wurde festgenommen. Die Alarmmeldung zu diesem Einbruch in einen Kiosk an der Felsenaustrasse ging kurz vor 1 Uhr in der Nacht bei der Einsatzleitzentrale ein.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.