Schweiz

Orbe VD: 13-jährige Fussgängerin nach Unfall auf Route d’Arnex verstorben

Die 13-jährige ukrainische Fussgängerin, die am 23. Dezember 2025 auf der Route d’Arnex in Orbe in einen Verkehrsunfall verwickelt war, ist im Spital CHUV in Lausanne ihren schweren Verletzungen erlegen. Der Unfall ereignete sich am Dienstag gegen 13.20 Uhr.

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Vaduz (FL) / Sevelen SG: Obduktionen angeordnet nach Fund von vier Verstorbenen

Die Landespolizei Liechtenstein sowie die Kriminalpolizei der Kantonspolizei St. Gallen arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls rund um den Fund von vier verstorbenen Personen, welche am 24.12.2025 in Vaduz und Sevelen aufgefunden wurden. Die Ermittlungen dauern an.

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Bern BE: Autofahrerin rast mit 142 km/h durch 80er-Zone auf der A1

Am Donnerstagmorgen ist auf der A1 in Bern ein Auto mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden. Die Lenkerin konnte angehalten werden und wird sich nach den gesetzlichen Bestimmungen über Raserdelikte vor der Justiz verantworten müssen.

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Zürich ZH: Wohnungsbrand im Kreis 4 fordert Grossaufgebot und vier Spitaleinweisungen

Am Donnerstagmittag, kurz vor elf Uhr, ist ein Grossaufgebot an Rettungskräften in den Kreis 4 zu einem Vollbrand in einer Wohnung ausgerückt. Der Rettungsdienst untersuchte fünf Patienten und hospitalisierte vier davon.

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Basel BS: Polizei wünscht frohe Weihnachten und ist rund um die Uhr im Einsatz

Die Kantonspolizei Basel-Stadt wünscht der Bevölkerung ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie erholsame und ruhige Feiertage. Verbunden mit den Festtagsgrüssen weist sie darauf hin, dass sie auch über die Feiertage rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz steht.

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Beckenried NW: Grossbrand zerstört zwei Wohnhäuser und Stall vollständig

Heute Morgen kam es auf einer etwas abgelegenen Liegenschaft in Beckenried zu einem Grossbrand. Ein altes, leerstehendes Wohnhaus sowie das direkt daneben befindliche neue Wohnhaus und ein Stall brannten vollständig nieder.

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Arlesheim BL: Algerischer Einbrecher dank Diensthund "Gio" auf frischer Tat gefasst

Am Mittwoch, 24. Dezember 2025, kurz vor 17.45 Uhr, wurde an der Austrasse in Arlesheim BL in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge einen mutmasslichen Einbrecher auf frischer Tat mit Unterstützung von Diensthund "Gio" festnehmen.

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Kanton St.Gallen: Heiligabend mit zahlreichen Polizeieinsätzen – Alkohol, Streit und Brände

Die Kantonspolizei St.Gallen hatte in der Nacht von Mittwoch (24.12.2025) auf Donnerstag mit Einsätzen aller Art zu tun. Die Polizistinnen und Polizisten rückten an Heiligabend und in den frühen Morgenstunden wegen Ruhestörungen, Alkohol, zwischenmenschlichen Problemen und diversen weiteren Ereignissen aus.

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Liestal BL: Polizei dankt Bevölkerung und steht über Weihnachten im Einsatz

Während viele Menschen die Festtage im Kreise ihrer Liebsten verbringen, steht die Polizei Basel-Landschaft für die Sicherheit im Baselbiet im Einsatz. Die Polizei bedankt sich bei der Bevölkerung für das entgegengebrachte Vertrauen und wünscht frohe, ruhige und besinnliche Weihnachten.

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Olten SO: Unbekannte demolieren Buswartehäuschen an Aarburgerstrasse

An der Aarburgerstrasse in Olten hat eine derzeit unbekannte Täterschaft in der Nacht auf Mittwoch das Buswartehäuschen der Haltestelle "Sälistrasse" beschädigt. Die Polizei hat Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.

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Uster ZH: Stadtpolizei schliesst Schalter über Festtage, Patrouillen weiter unterwegs

Der Schalterdienst der Stadtpolizei Uster ist vom 24. Dezember 2025 bis am 4. Januar 2026 geschlossen. Die Streifenwagen der Stadtpolizei sind während der Festtage weiterhin im Einsatz und patrouillieren wie gewohnt auf dem Stadtgebiet.

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Hinwil ZH: Sicherheitsdirektor Fehr dankt Verkehrspolizei für Einsatz über Festtage

Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Kommandant Marius Weyermann haben heute Mitarbeitende des Verkehrsstützpunkts Hinwil, des Bezirks Uster, der Verkehrspolizei-Einsatzabteilung sowie verschiedener Abteilungen der Flughafenpolizei besucht. Sie bedankten sich bei ihnen stellvertretend für alle Mitarbeitenden der Kantonspolizei Zürich für ihren Einsatz während dem Jahr sowie über die Festtage und wünschten ihnen alles Gute für den speziellen Dienst.

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St.Gallen SG: Historischer Weihnachtsbaum auf Klosterplatz erinnert an 2011

Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum auf dem St.Galler Klosterplatz im Jahr 2011. Die Kantonspolizei St.Gallen wünscht der Bevölkerung weiterhin frohe Festtage.

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Diepoldsau SG: Auto prallt in Lärmschutzwand, fünf Insassen bei Selbstunfall verletzt

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (25.12.2025) ist es in Diepoldsau zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen. Alle fünf Insassen wurden verletzt, der 22-jährige Fahrer schwer. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

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Wetter am Donnerstag, 25.12.2025: Hochdruck bringt Sonne, Hochnebel, regional Schneefall

Am Donnerstag füllt sich das Tief über dem westlichen Mittelmeer allmählich auf. Gleichzeitig verstärkt das kräftige Hoch mit Zentrum bei Schottland seinen Einfluss auf den Alpenraum. In den Niederungen bleibt der feuchte Kaltluftsee weiter bestehen. In den nächsten Tagen bleibt das Hochdruckgebiet nahezu stationär und sorgt damit weiterhin für stabiles und trockenes Wetter bei uns.

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Weihnachten 2025: Polizei.news wünscht sichere und besinnliche Festtage

Während in den meisten Haushalten Kerzen leuchten, Familien zusammenkommen und die Weihnachtszeit geniessen, läuft der Einsatzbetrieb der Blaulichtorganisationen in der ganzen Schweiz auf Hochtouren weiter. Für Polizei.news ist dies der richtige Moment, innezuhalten, Danke zu sagen und den Blick auf die Sicherheit über die Festtage zu richten.

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Basel BS: Tatverdächtiger nach Sexualdelikt an fünfjährigem Kind festgenommen

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat am Sonntag, 21. Dezember 2025, einen Tatverdächtigen im Sexualdelikt festgenommen, das am vergangenen Donnerstag bei der Oekolampadmatte passiert ist. Das Zwangsmassnahmengericht hat Untersuchungshaft für sechs Wochen angeordnet. Für den Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung.

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Schweiz: Betrüger geben sich an Festtagen als "Chef" aus und fordern Geschenkgutscheine

Wenn sich der Chef kurz vor den Festtagen per Mail meldet und noch ein Geschenk oder eine kleine Aufmerksamkeit für einen Geschäftsfreund benötigt, kann diese Anfrage auch von Betrügern stammen. Hinter solchen Nachrichten steckt häufig die Betrugsmasche "CEO Fraud".

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Orbe VD: 13-jähriges Mädchen von Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt (Zeugenaufruf)

Am Dienstag, 23. Dezember 2025, ist es in Orbe auf der Route d’Arnex zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einer Fussgängerin gekommen. Die schwer verletzte Jugendliche musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

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Agasul ZH: Auto prallt gegen Starkstrommast – drei Personen verletzt

Bei einem Selbstunfall mit einem Personenwagen sind in der Nacht auf Mittwoch (24.12.2025) in Agasul drei Personen verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Brauistrasse in Richtung Agasul.

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Pomy VD: Mann (65) stirbt nach schwerem Unfall auf A1 – vier Mitfahrer verletzt

Am Dienstag, 23. Dezember 2025, ist es auf der Autobahn A1 zwischen Estavayer-le-Lac und Yverdon-les-Bains zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein Autofahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und verstarb noch auf der Unfallstelle.

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Möhlin AG: Auto fährt 83-jährige Frau im Elektrorollstuhl an und flüchtet

Am Dienstagabend wurde eine 83-jährige Frau auf ihrem Elektrorollstuhl im Bereich der Post von einem Auto angefahren. Die Fahrerin bzw. der Fahrer des Autos entfernte sich von der Unfallstelle, ohne mit der Angefahrenen Kontakt aufzunehmen.

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Wetter am Mittwoch, 24.12.2025: Kalte Bise, Schnee in den Alpen und Hochnebel

Die Schweiz liegt zwischen einem Tief über dem westlichen Mittelmeer und einem Hochdruckgebiet über Südskandinavien. Das Mittelmeertief lenkt aus Südosten anhaltend feuchte Luft zur Alpensüdseite. Auf der Alpennordseite frischt die Bise kontinuierlich auf und weht am Mittwoch mässig bis stark, wobei kältere Luft zur Alpennordseite gelangt. Am Donnerstag dreht die Höhenströmung auf Südost.

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Ruswil LU: Zwei Autos prallen im Gebiet Soppensee Usserhuus zusammen

Auf einer Nebenstrasse in Ruswil, im Gebiet Soppensee Usserhuus, kam es am Dienstag (23. Dezember 2025, kurz vor 07:30 Uhr) zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen. Eine Person wurde leicht verletzt und durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.