Vom 17. bis am 20. Juli 2023 weilt der Chef Kommando Ausbildung, Korpskommandant Hans-Peter Walser, am Viertagemarsch im niederländischen Nijmegen.
Sein Besuch gilt der Schweizer Delegation am Militärwettmarsch, dient aber auch dem informellen Austausch mit ausländischen Militärangehörigen.
Kennen auch Sie einen Nachbarsjungen, haben ein Gottemeitli oder selber Kinder im letzten Schuljahr?
Die Schweizer Armee bietet in über 30 Lehrberufen an rund 50 Standorten in der Schweiz freie Lehrstellen an.
Am 17. Juli 2023 brach oberhalb Bitsch ein Waldbrand aus. Ein grosses Einsatzdispositiv bekämpft das Feuer, welches sich rasch ausbreitet und noch nicht unter Kontrolle ist.
Die Löscharbeiten dauern an.
Angehörige des Lehrverbands Infanterie, der Logistikbrigade 1 und des Lehrverbands Genie/Rettung/ABC haben die Organisation des Basel Tattoo beim Auf- und Abbau von Infrastruktur und beim Transport von Material unterstützt.
Bei dieser mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden Veranstaltung, die vom 14. bis 22. Juli 2023 stattfindet, wird zum ersten Mal ein Rekrutenspiel in Brass-Band-Formation auftreten.
Vom 16.-20. August 2023 findet in Kloten-Bülach der Armeeanlass CONNECTED statt.
Mit Fokus auf die Themen Digitalisierung und Cyber gibt die Armee einmalige und spannende Einblicke in ihre Aufgaben, Leistungen und Fähigkeiten, du wirst staunen.
Seit Montag, 10. Juli 2023 weilen mehr als 50 Lernende aus dem ganzen Departement VBS im Lernendenlager in Andermatt.
Dieses Jahr nehmen auch Lernende aus den Departementen UVEK und EDI teil und kommen in den Genuss von verschiedenen Aktivitäten:
Auf dem Militärflugplatz Payerne wird am 14. Juli 2023 das neue Ausbildungszentrum für Brandbekämpfung der Luftwaffe mit modernen Simulatoren und Anlagen eröffnet.
Das Ausbildungszentrum „Phénix“ dient in erster Linie der Ausbildung des Berufs- und Milizpersonals der Armee auf den Schweizer Militärflugplätzen. Am Tag der Eröffnungsfeier bietet die Luftwaffe der Bevölkerung die Möglichkeit, sich das Zentrum mit dem weltweit grössten Simulator aus der Nähe anzusehen.
Die Patrouille Suisse nimmt ihren normalen Flugbetrieb wieder auf. Zwei Trainingseinheiten konnten erfolgreich durchgeführt werden.
Der Überflug der Kunstflugstaffel am 14. Juli 2023 am Basel Tattoo findet statt.
Die Schweiz beteiligt sich weiter am European Centre for Manual Neutralisation Capabilities (ECMAN), einem Programm der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) zur Schulung der manuellen Entschärfungstechniken bei Sprengsätzen.
Die Vereinbarung zur Verlängerung des Programms wurde gestern unterzeichnet.
Wenige Personen bleiben ihrem Arbeitgeber heutzutage ihr ganzes Leben treu.
Einer von ihnen ist Chefadjutant Erwin Züger, Leiter Marketing militärisches Berufspersonal.
Die von der Suva geführte Militärversicherung hat ihr Jahresergebnis 2022 publiziert.
Dienstleistende, die einen schweren Unfall oder Krankheit hatten, werden bei der sozialen und beruflichen Eingliederung umfassend betreut. Seit 2008 hat die Militärversicherung 72 Mio. Franken für die Eingliederung von Betroffenen aufgewendet.
Die zweite Rekrutenschule 2023 startet heute Montag, 3. Juli. Rund 8’231 Rekrutinnen und Rekruten starten ihre Grundausbildung. Diese ist stärker auf die Verteidigungsfähigkeit ausgerichtet.
Der Anteil der Frauen liegt insgesamt bei 4 Prozent.
Die Patrouille Suisse hat in Absprache mit den involvierten Instanzen entschieden, auf die Flugvorführung an den Flugtagen Speck-Fehraltorf am 1. Juli 2023 zu verzichten.
Dies aufgrund der wetterbedingten Absage des Trainings am 30. Juni 2023.
Im letzten Jahr hat der Sozialdienst der Armee (SDA) insgesamt 674'000 Franken an Angehörige der Armee, des Zivilschutzes und des Rotkreuzdienstes sowie an Militärpatientinnen und Militärpatienten und Hinterbliebene ausbezahlt.
Die Ausgaben des Sozialdienstes der Armee sind damit im 2022 leicht gesunken.
Die Schweizer Armee hat an der multinationalen NATO-Übung CWIX 23 teilgenommen und ihre Fähigkeiten in Bezug auf Interoperabilität und Informationsaustausch überprüft.
Die Übung mit Führungs- und Einsatzsystemen fand im Juni im NATO Joint Force Training Centre in Polen statt. Insgesamt haben 35 Nationen teilgenommen.
An seiner Sitzung vom 28. Juni 2023 hat der Bundesrat beschlossen, den Einsatz von Armeeangehörigen zum Schutz ausländischer Vertretungen und für Sicherheitsmassnahmen im Luftverkehr für die Jahre 2024 bis 2027 zu verlängern.
Ab 2024 werden Armeeangehörige zudem auch im Bereich des Personenschutzes eingesetzt.
Nach einem Erstflug in hoher Flughöhe setzt die Patrouille Suisse die schrittweise Wiederaufnahme ihres Flugbetriebes fort. Am 30. Juni 2023 führt sie ein Training über dem Flugplatz Speck-Fehraltorf durch.
Ob die Flugvorführung an den Flugtagen der Flugsportgruppe Zürcher Oberland am Wochenende stattfinden kann, ist noch offen.
Divisionär Rolf A. Siegenthaler, Chef der Logistikbasis der Armee, weilt vom 26. bis 28. Juni 2023 in Begleitung von Brigadier Meinrad Keller, Kommandant der Logistikbrigade 1, auf einem Arbeitsbesuch in Deutschland.
Die Reise findet im Rahmen eines Informationstreffens zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH-Länder) statt.
Der Chef Armeestab, Divisionär Alexander Kohli, absolviert vom 26. - 28. Juni 2023 eine Dienstreise nach London.
Er nimmt dabei an der Royal United Services Institute (RUSI) Land Warfare Conference 2023 teil.
Vom 26. bis zum 30. Juni 2023 befindet sich der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, auf Arbeitsbesuch in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Er besucht Militär- und Industriestandorte, um sich einen Überblick über den Zusammenbau und den Betrieb des Systems der bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite PATRIOT sowie des neuen Kampfflugzeugs F-35A und die systemspezifische Ausbildung zu verschaffen. Er trifft auch Vertreterinnen und Vertreter der amerikanischen Streitkräfte.
Ab dem 30. Juni 2023 ist der Entführungsalarm in die Alarmierungs-App Alertswiss und die Alertswiss-Website integriert. Der SMS-Alarm, den die Bevölkerung bislang abonnieren konnte, wird voraussichtlich per Ende 2024 ersetzt.
Mit Alertswiss steht künftig ein weiterer Kanal zur Verfügung, um im Fall einer Entführung möglichst rasch reagieren zu können.
Nach dem Zwischenfall über Baar (ZG) am 15. Juni 2023 nimmt die Patrouille Suisse den Flugbetrieb schrittweise wieder auf, zunächst mit einem Erstflug am Freitagnachmittag, 23. Juni 2023, ab dem Militärflugplatz Emmen.
Dies nachdem die zuständigen Experten die F-5 Tiger-Flugzeuge der Patrouille Suisse für den Flugbetrieb freigegeben haben. Ausgenommen davon sind die beiden Flugzeuge, die beim Zwischenfall beschädigt worden sind.
Die Anzahl der Frauen, die an den Orientierungstagen teilnehmen, sowie die Anzahl der in die Armee eingeteilten Frauen sind in den letzten Jahren ständig gestiegen.
In der Armee besitzen Frauen und Männer dieselben Rechte und Pflichten, sind also gleichberechtigt.
Am 22. Juni und 23. Juni 2023 besucht der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, die Armeeangehörigen, die in Kosovo und in Bosnien und Herzegowina militärische Friedensförderung leisten.
Dabei tauscht er sich auch mit dem Kommandanten der Kosovo Force KFOR aus.
Die Schweiz verstärkt ihre Zusammenarbeit mit Deutschland und Österreich in der Forschung und Entwicklung im Rüstungsbereich.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21. Juni 2023 eine entsprechende Absprache genehmigt. Im Vordergrund der Zusammenarbeit steht die gemeinsame Bearbeitung von Forschungsvorhaben.
Die Armee möchte ihre Fitnessräume auf den Waffenplätzen modernisieren und vereinheitlichen, indem sie diese mit Geräten der neuesten Generation ausstattet.
Damit schafft sie die Bedingungen dafür, dass die Truppe eine gute körperliche Leistungsfähigkeit beibehält und einsatzbereit ist. Die Ausstattung der Räume soll ab 2025 erfolgen.
Rüstungschef Martin Sonderegger nimmt vom 19. bis am 21. Juni 2023 an der „International Paris Air Show – SIAE Le Bourget“ teil.
Nebst diversen Firmenbesuchen an der Messe finden Gespräche mit Delegierten der Rüstungsbeschaffungsbehörden von Frankreich, den USA und Israel statt.
Dieser Zug übt jedes Jahr im Wiederholungskurs das Gefechtsschiessen, damit er die Sicherheit des Stabs in jeder Lage gewährleisten kann.
Das Bataillon kann sich so auf seine Hauptaufgabe konzentrieren.
Der Cyber-Defence Campus des VBS führt auch dieses Jahr eine Cyber Startup Challenge durch. Unter dem Motto „Smartphone-Sicherheit“ werden innovative Lösungen im Bereich der Sicherheit von Smartphone-Anwendungen und deren potenziellen Bedrohungen gesucht.
Der Gewinner erhält einen Auftrag für einen Machbarkeitsnachweis und kann seine Lösung in einer realen Umgebung des VBS demonstrieren. Anmeldeschluss ist der 31. August 2023.
Im SWISSCOY Kontingent 48 besetzt Oberstleutnant i Gst Christian Hiltbrunner die Stelle des Chief Tactical Effects Center (C TEC) im Regional Command East (RC-E). Im Camp Bondsteel führt er das Team des TEC und verantwortet die Produkte zuhanden des US-amerikanischen Kommandanten des Regional Commands und seines Stabes.
Der Einblick in die Arbeit von Christian Hiltbrunner zeigt ihre Vielfältigkeit und ihre Herausforderungen. Gerade deshalb kann er als Berufsoffizier einiges für seine Arbeit in der Schweiz mitnehmen.
Anfang Juni 2023 hat armasuisse Immobilien die neue Holzschnitzel-Heizzentrale auf dem Militärflugplatz Locarno offiziell dem Militärflugplatzkommando zur Nutzung übergeben.
Der Neubau ersetzt eine erdölbetriebene Heizung und spart jährlich rund 75 000 Liter Heizöl ein.
Vom 7. bis 21. Juni 2023 trainieren Angehörige der Schweizer Luftwaffe mit drei Helikoptern des Typs Super Puma und Cougar in Beja (POR).
Die multinationale Helikopterübung „Hotblade“ dient dazu, die taktischen Fähigkeiten mit anderen Nationen zu vergleichen und weiterzuentwickeln sowie die Interoperabilität zu verbessern. Für die Schweiz ist die Teilnahme eine Premiere.
Ende Mai hat die Armee Führungskräfte aus Wirtschaft, Bildung und Politik nach Thun eingeladen, um die militärische Führungsausbildung persönlich zu erfahren.
Der Austausch war herzlich und engagiert.
Mit herzlichem Dankeschön für den Einsatz in der Truppe und für ihre Familien wünscht die Schweizer Armee allen Vätern im Dienst und im Zivilleben einen schönen Vatertag.
Hier ein paar Bilder.
Die Weiterentwicklung der Armee (WEA) hat sich bewährt. Das Ziel der Armee, sich modern und flexibel auf die Zukunft auszurichten, wurde mehrheitlich erreicht.
Dies ist das Ergebnis des Schlussberichtes zur Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee, den der Bundesrat in seiner Sitzung vom 2. Juni 2023 gutgeheissen und ans Parlament überwiesen hat. Der Bericht legt zudem dar, wie sich die Fähigkeiten der Armee in Zukunft entwickeln sollen und wie sie den weiterhin bestehenden Herausforderungen in den Bereichen Ausrüstung und Alimentierung begegnen will.
Diese internationale Reitsportveranstaltung findet vom 1. bis zum 4. Juni 2023 statt.
Die Armee nimmt am Anlass zudem selbst teil und präsentiert das Armeetiercamp sowie den Hufschmieddienst.
Das VBS wird dieses Jahr durch Botschafterin Pälvi Pulli, Chefin Sicherheitspolitik VBS, und Korpskommandant Thomas Süssli, Chef der Armee, am Shangri-La Dialogue (SLD) vom 2. bis 4. Juni vertreten.
Der SLD ist die führende sicherheitspolitische Konferenz in Asien und im Indopazifik mit jeweils hochrangiger Vertretung aus Verteidigungs- und Aussenministerien aus der ganzen Welt. Die Chefin Sicherheitspolitik und der Chef der Armee werden am Rande des SLD auch bilaterale Gespräche mit ihren Amtskollegen führen.
Spannungen und Auseinandersetzungen prägten die vergangenen Tage im Norden von Kosovo. Oberst i Gst Raoul Barca ist nationaler Kontingentskommandant des SWISSCOY-Kontingents 48, welches sich zurzeit im Einsatzraum befindet.
Im Interview beschreibt er, wie er und das Kontingent die aktuelle Situation wahrnehmen und damit umgehen.
Würde ein System nach dem andern ersetzt, wären die zuerst ersetzten veraltet, wenn die letzten erneuert würden, weil sich Technologien rasant entwickeln.
Deshalb modernisiert die Armee die Ausrüstung in drei Tranchen.
Am Freitag (26.05.2023) haben alle acht Absolventen der Pilotenklasse 18 ihr Militärpiloten-Brevet erhalten.
Die Brevetierung bildet für die angehenden Berufsmilitärpilotinnen und -piloten der Luftwaffe den krönenden Abschluss einer langen, intensiven und anspruchsvollen Ausbildung.
Vom 29. Mai 2023 bis 10. Juni 2023 trainieren Angehörige der Schweizer Luftwaffe mit bis zu sechs F/A-18 Kampfjets in Kallax (SWE).
Die internationale Luftverteidigungsübung „Arctic Challenge Exercise“ dient dazu, die eigenen Fähigkeiten mit anderen Nationen zu vergleichen und weiterzuentwickeln sowie die Interoperabilität zu verbessern.
Die Blindgängermeldezentrale der Schweizer Armee hat im Jahr 2022 aufgrund von 1003 Meldungen 250 Blindgänger beseitigt. Dies ist ein Anstieg um knapp 10 Prozent gegenüber 2021 (908 Meldungen). Die Anzahl Meldungen liegt damit deutlich (37 Prozent) über dem 10-Jahres Durchschnitt.
Im Jahr 2022 sind bei der Blindgängermeldezentrale der Armee 1003 Meldungen eingegangen. Diese führte zur Beseitigung von 3751 Objekten, wovon knapp 7 Prozent effektiv Blindgänger waren (250 Objekte). In 22 Prozent der Fälle ging es um Fundmunition (831 Objekte) und in 71 Prozent um Munitionsschrott (2670 Objekte).
Die Schweizer Luftwaffe will die Wirkung des militärischen Luftverkehrs auf das Klima senken. Deshalb testete sie einen nachhaltigen Flugtreibstoff.
Sie verspricht sich davon, die Menge an ultrafeinen Russemissionen, fossilem Kohlendioxid (CO₂) und weiteren, unerwünschten Klimaeffekten zu reduzieren.
Der Bundesrat unterstützt den Vorschlag der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats (SiK-N), 25 Kampfpanzer Leopard 2 ausser Dienst zu stellen.
Der Bundesrat hat die Chefin VBS, Viola Amherd, an seiner Sitzung vom 24. Mai 2023 ermächtigt, diese Unterstützung in der parlamentarischen Beratung der Armeebotschaft 2023 zu vertreten.
Vom 13. – 20. Mai hat armasuisse mit der Forschungsorganisation der NATO erstmalig ein gemeinsames Forschungsmessexperiment in der Schweiz durchgeführt. Der Fokus lag auf der Erkennung von Gefahren in überbauter Umgebung mit neuen akustischen und seismischen Mitteln.
Gemeinsam mit Forschenden aus den NATO-Ländern USA, Frankreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn führte der Kompetenzbereich Wissenschaft und Technologie (W+T) von armasuisse Mitte Mai Messexperimente in der Schweiz durch.
Das Bundesamt für Rüstung armasuisse hat die Störung bei einer Drohne des Aufklärungsdrohnensystems (ADS 15) behoben und die Ursache abgeklärt. Damit ist der Flugbetrieb auf dem Militärflugplatz Emmen wieder aufgenommen worden.
Am 4. April 2023 hatte die zuständige Schweizer Militärluftfahrtbehörde (Military Aviation Authority, MAA) aufgrund eines Vorfalls bei einer Drohne des Aufklärungsdrohnensystems (ADS 15) eine sogenannte Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive, AD) herausgegeben.
Die Schweizer Armee leistet einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in der Schweiz. Sie gilt als Symbol der nationalen Einheit.
Die Geschichte der Schweizer Armee
Bis zum Ende des Mittelalters waren jeder Ort und jeder Kanton in der Schweiz für die eigene Verteidigung zuständig. Während der Helvetischen Republik wurde zwischen 1798 und 1803 eine eidgenössische Armee aufgebaut, um sich gegen ausländische Angriffe zu schützen. Im Jahr 1815 wurde die Neutralität und die Unabhängigkeit des eidgenössischen Staatenbundes von den europäischen Grossmächten anerkannt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Armee zu einem festen Bestandteil des öffentlichen Lebens.
Der Auftrag der Schweizer Armee
Die Schweizer Armee übernimmt verschiedene Aufgaben:
• Sicherung der Landesverteidigung und Wahrung des nationalen Interesses
• Verteidigung des Landes im Fall einer Bedrohung
• Unterstützung der Zivilbehörden bei Katastrophen und Notfällen
• Stärkung des internationalen Friedens durch humanitäre Unterstützung und Teilnahme an Friedensmissionen im Ausland
• Ausbildung und Übung von Reservisten
Die Schweizer Armee sorgt für die Sicherheit der Schweiz. (Bildquelle: Schweizer Armee)
Der Aufbau der Schweizer Armee
Die Schweizer Armee basiert auf einem Milizsystem: Rund fünf Prozent der Armeemitglieder sind Berufs- oder Zeitsoldaten. Den grösseren Anteil machen Wehrpflichtige aus. Nach den Regelungen des Artikels 59 der Bundesverfassung ist jeder Schweizer verpflichtet, Wehrdienst zu leisten, alternativ ist ein ziviler Ersatzdienst abzuleisten. Die Wehrpflicht beginnt im Alter von 18 Jahren und endet mit 34 Jahren. Eine Grundausbildung von 19 Wochen ist zu absolvieren, danach besteht die Pflicht zur Teilnahme an Übungen und dem Dienst als Reservist. Schweizerinnen können freiwilligen Dienst leisten.
Die Schweizer Armee teilt sich in verschiedene Bereiche:
Die Schweizer Armee hat die Landesverteidigung zur Aufgabe. (Bildquelle: Schweizer Armee)
Der Armeestab der Schweizer Armee
Der Armeestab, kurz A Stab, ist für die Unterstützung des Chefs der Armee bei der Umsetzung politischer Vorgaben verantwortlich. Zudem verantwortet der Armeestab die gesamte Steuerung der Armee und kümmert sich um Entwicklung, Planung und Ressourcenzuteilung. Auch die Bereiche Ausbildung, Einsatz und Support obliegen dem Stab. Im Armeestab wird also die gesamte strategische Planung und die weitere Entwicklung der Schweizer Streitkräfte gesteuert.
Die Führungsunterstützungsbasis der Schweizer Armee
Die Führungsunterstützungsbasis, kurz FUB sorgt mit ihrer Arbeit dafür, dass Einsätze durchgeführt werden können. Dazu gibt es innerhalb der FUB die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnologie IKT. Anwendungen für Kommunikationssysteme oder der Betrieb geschützter Rechenzentren gehören zum Aufgabengebiet der FUB.
Mit dem Projekt Kommando Cyber gibt es einen besonderen Bereich, der sich um den Schutz der Informatiksysteme gegen Cyberangriffe kümmert. Nötige Massnahmen zum Schutz und die zukünftige Ausrichtung der Armee im cyber- und elektromagnetischen Raum sind Teil der Arbeit. Wichtig ist dabei nicht nur, sich den aktuellen Aufgaben zu stellen, sondern auch für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein.
Ein weiterer Bereich ist die Führungsunterstützungsbrigade 41/SKS, die für den Betrieb der Kommunikationsnetze innerhalb der Armee verantwortlich ist. Auch mobile System für die elektronische Kriegsführung unterliegen diesen Spezialisten.
Das Kommando Operationen
Geht es um die Planung und die Führung von Einsätzen und Operationen, unterliegt das dem Kommando Operationen. In diesem Armeebereich wird die Erreichbarkeit und die Alarmierung der Armee sichergestellt sowie die Durchführung der Mobilmachung verantwortet.
Ein Teilbereich ist der Militärische Nachrichtendienst MND, der für die nachrichtendienstlichen Aufgaben innerhalb der Armee verantwortlich ist. Unter anderem gehört die Beschaffung und Auswertung bedeutsamer Informationen aus dem Ausland zu den Aufgaben des MND. Auch bei der Planung und Führung von Einsätzen unterstützt der MND. Dabei arbeitet der Nachrichtendienst eng mit nationalen und kantonalen oder auch multinationalen Stellen zusammen.
Der Dienst für den präventiven Schutz der Armee DPSA gehört ebenfalls zum Kommando Operationen. Hier geht es darum, die Schweizer Armee vor Spionage oder Sabotage und anderen unrechtmässigen Handlungen zu schützen. Die DPSA arbeite eng mit Bund und Kantonen zusammen und ist unter anderem vor allem für die Beurteilung der militärischen Sicherheitslage und vorsorgliche Massnahmen für den Spionageschutz zuständig.
Das Heer setzt sich aus einem Miliz- und einem Profibereich zusammen. In diesen Bereichen sind unterschiedliche Fähigkeiten gefragt, sodass es eine Vielzahl verschiedener Ausbildungen gibt. Unter anderem gehören die Panzertruppen, die Artillerie, die Einsatzlogistik und die Sanität zu den einzelnen Bereichen.
Die Luftwaffe kümmert sich um militärische Einsätze im Luftraum, wobei der Schutz des Luftraums und der Transport zu den Aufgaben gehören. Die Luftwaffe sorgt mit passiver und aktiver Überwachung für die Lufthoheit. Die Luftaufklärung sorgt mittels Sensoren, Drohnen und Flächenflugzeugen für Sicherheit und kümmert sich um die Auswertung der Daten.
Das Kommando Spezialkräfte kümmert sich um den Schutz ziviler und militärischer Personen und besonders schutzwürdiger Sachen. Unter anderem übernimmt das Kommando Spezialkräfte Rettungs- und Befreiungsaktionen und die Rückführung von Personen. Dadurch, dass die Spezialkräfte dem Kommando Operationen unterstellt ist, kann die Landesregierung die Kräfte schnell einsetzen und alle profitieren von einer kurzen Befehlskette.
Die Luftwaffe sorgt für die Lufthoheit. (Bildquelle: Schweizer Armee)
Das Kommando Ausbildung
Unter dem Motto „Erfolg beginnt bei uns“ kümmert sich das Kommando Ausbildung um die Planung, Steuerung und Durchführung der Ausbildung. Möglich ist beispielsweise eine Tätigkeit in einer Rettungs- oder Sanitätstruppe oder auch in einer Kampftruppe. Die Möglichkeiten innerhalb der Schweizer Armee sind breitgefächert.
Für die Ausbildung von Führungskräften ist die Höhere Kaderausbildung HKA zuständig. Berufsoffiziere und Berufsunteroffiziere werden hier auf militärische Führungsaufgaben vorbereitet. In der Zentralschule ZS, die eil der HKA ist, geht es um die militärische Ausbildung von Einheits- oder Truppenkörperkommandanten. Weitere Führungslehrgänge runden in Kooperation mit zivilen Bildungsorganisationen die Ausbildung bei der Schweizer Armee ab.
An der Militärakademie MILAK erfolgt die Aus- und Weiterbildung der Berufsoffiziere. Die MILAK gilt als international anerkanntes Zentrum für Militärwissenschaften und ist die führende Institution in der Schweiz. Mit der Zentralschule, der Generalstabsschule und der Berufsunteroffizierschule gibt es weitere Einrichtungen für die Ausbildung bei der Schweizer Armee.
Motto des Kommandos Ausbildung: „Erfolg beginnt bei uns.“ (Bildquelle: Schweizer Armee)
Die Logistikbasis
Die Logistikbasis LBA kümmert sich um das Material und die Infrastruktur innerhalb der Schweizer Armee. Die Armeeapotheke gehört zu diesem Bereich und sorgt für eine bedarfsgerechte Versorgung in allen Lagen. Zu den Aufgaben gehört die Produktion definierter Arzneimittel, die als Ergänzung zum zivilen Markt dienen und die pharmazeutische Versorgung der Armee sicherstellen.