Blogparade: Freispruch für Kachelmann gerecht?

31.05.2011 |  Von  |  Allgemein
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Heute hat das Mannheimer Gericht den Moderator Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Damit geht ein spektakulärer Prozess zu Ende.

Der Kachelmann-Prozess hat nicht nur die gesellschaftliche Öffentlichkeit bewegt, sondern auch die Blogosphäre. Mit dieser Blogparade möchte ich alle Blogger einladen, ihre Meinung auf ihrem Blog zum Thema zu schreiben und hier im Kommentarbereich zu verlinken und/oder mich anzumailen (info@newsbloggers.ch).

Haltet ihr das Mannheimer Urteil für gerecht? Seht ihr euch im Glauben ans Rechtssystem bestärkt – oder nicht? Hatte Kachelmann einen Promimalus oder -bonus? Was bedeutet für euch „Freispruch 2. Klasse“? Usw.usf.

Ich bin schon ganz gespannt auf eure Meinungen!

Die Blogparade läuft bis zum 30. Juni.

 

Mein Beitrag zum Thema:

Jörg Kachelmann ist unschuldig. Ende eines bizarren Prozesses.

 

Titelbild: René Mettke / Wikimedia / CC


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2 Kommentare


  1. Meines Erachtens macht die frage keinen Sinn. Es geht im REchtswesen nicht um „Gerechtigkeit“…
    http://www.blogparadenblog.de/2011/06/06/blogparadengericht-freispruch-fur-kachelmann/

    • Hallo Peter,

      klar, Rechtssprechung und Gerechtigkeit sind zwei paar Schuhe.
      Trotzdem stellst ja auch du fest, dass es idealerweise eine Beziehung zwischen den beiden „Größen“ gibt („Die beste Rechtssprechung kann nur eine Annäherung an die Gerechtigkeit sein“).
      Klar ist doch, dass Divergenzen zwischen richterlichen Urteilen und Gerechtigkeitsempfinden nicht ausbleiben. Folgendes Beispiel zeigt dies:

      Kassiererin unterschlägt mutmasslich Pfandbons. Arbeitgeber kündigt sie darauf. Das Arbeitsgericht Berlin bestätigt: Die Kündigung war rechtens. Die Kritik, bspw. von Gewerkschaften, am Urteil reisst nicht ab: Das Urteil sei ungerecht. Mit deutlichen Worten formulierte das z.B. Wolfgang Thierse (SPD). Er nannte die Entscheidung des Gerichts damals „ein barbarisches Urteil von asozialer Qualität“. Kassiererin legt nun Verfassungsbeschwerde gegen ihre Kündigung ein. Das Bundesarbeitsgericht Erfurt entscheidet schliesslich: Die Kündigung war doch nicht rechtens.

      Was zeigt das? 1. Was „rechtens“ oder „nicht rechtens“ ist, steht nicht unverrückbar fest, denn Gesetze sind eben Auslegungssache. 2. Das Gerechtigkeitsempfinden kann sehr wohl eine treibende Kraft sein, um, wie du selbst schreibst, die Annäherung der Rechtssprechung an die Gerechtigkeit zu erreichen.

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