Urlaubstipp: Entspannter Herbst an Hollands Küste

20.09.2011 |  Von  |  Allgemein
Urlaubstipp: Entspannter Herbst an Hollands Küste
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Sie suchen noch Anregungen für einen schönen Herbsturlaub? Warum nicht abwechslungsreiche Ferien an der niederländischen Küste verbringen: Die Provinzen Nordholland, Südholland und Zeeland sowie die Inseln im Wattenmeer haben viel zu bieten – seien es unberührte Natur, altholländische Städte oder Sternerestaurants.

Im Herbst kann man an der Küste frisch gefangene Muscheln essen, durch die kleinen Bilderbuchstädtchen radeln oder das Naturwunder Wattenmeer bestaunen.

Zeeland entdecken

Mit der südlichsten Küstenprovinz Zeeland verbindet man zunächst Baden am Strand – aber auch die kulinarischen Angebote der Region sind nicht ausser Acht zu lassen. Zeeland besteht zum grossen Teil aus dem Flussdelta um Rhein, Maas und Schelde. Mit insgesamt 650 Kilometern Küstenlinie ist die gesamte Provinz auf den Frischfang von Meerestieren (z. B. Austern, Muscheln und Hummer) spezialisert und kann mehrere Sterne-Restaurants vorweisen. Passend dazu bietet das Tourismusbüro Zeelands die „Salzige Route, vorbei an Muscheln und Austern“ an. Informationstafeln zum Fisch- und Muschelfang leiten den Fahrradfreund von Wegkreuzung zu Wegkreuzung und von Ort zu Ort.

Nach einer ausgiebigen Fahrradtour durstig gewordene Gäste können holländischen Wein auf dem zeeländischen Weingut „De Kleine Schorre“ kosten. Das Gut liegt auf der Insel Schouwen Duiveland – kurioserweise fünf Meter unter dem Meeresspiegel. Auf zehn Hektar Land werden unter anderem Grauburgunder, Rivaner und Auxerrois angebaut. Weinliebhaber und Interessierte können sich für eine Besichtigung des Guts sowie für eine Weinprobe anmelden.

Architektur und Geschichte im Norden

Wer auf der Suche nach dem klassischen Bilderbuch-Holland ist, findet es in der Provinz Nordholland. Auf der Halbinsel zwischen IJsselmeer und Nordsee lässt sich ein milder Herbstnachmittag mit einer Radtour entlang der zahlreichen Kanäle verbringen. Hier spürt man das altholländische Flair besonders. Im beschaulichen Huisduinen, einer Kleinstadt am nördlichsten Zipfel der Halbinsel, steht der höchste Leuchtturm Europas, „De lange Jaap“. Sein Lichtkegel kreist seit 1878 über dem Meer und weist Seefahrern bis heute in bis zu 54 Kilometern den Weg.

Wen es direkt ans Meer zieht, der stattet dem kleinen Callantsoog an der Nordseeküste einen Besuch ab. Der Strand ist hier einer der breitesten und weissesten der Niederlande, und der Badeort selbst ist ebenfalls einen Besuch wert. In der umliegenden Polderlandschaft gilt es, zahlreiche Rad- und Wanderwege zu erkunden. Auf der anderen Seite der Halbinsel, direkt am IJsselmeer, liegt das Zuiderzeemuseum in Enkhuizen. Vergangenheit und Gegenwart in Kunst und Kultur der Region treffen hier in den hübsch renovierten Gebäuden und in der Freilichtausstellung aufeinander.

Noch traditioneller geht es in Haarlem zu. Die Hauptstadt der Provinz Nordholland – selbst ernannte „Bloemenstad“ (Blumenstadt) – kombiniert niederländische Ikonen mit ihrer besonderen Geschichte und Architektur. Keinesfalls verpassen sollte man hier das Teylers-Museum, das Frans-Hals-Mudeum und die St.-Bavo-Kirche. Auf den gemütlichen Plätzen der historischen Innenstadt, zum Beispiel dem „Grote Markt“, reihen sich Cafés und Restaurants aneinander. Wer noch keine Pause braucht, schaut sich in den kleinen Einkaufsstrassen um oder radelt weiter die pittoresken Grachten entlang. Alternativ lassen sich diese bei einer 50-minütigen Tour vom Boot aus bewundern.

Spaziergang am Strand von Ameland.

Natur erleben im Wattenmeer

Unberührte Natur ist mitten im Wattenmeer zu erleben. Die Region ist seit 2009 UNESCO-Weltnaturerbe. Von den niederländischen Nordseeinseln aus lässt sich sowohl das eindrucksvolle Watt selbst als auch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt auf den Inseln am besten zu Fuss erkunden. Im Dünental De Slufter auf Texel gedeihen spezielle salzwasserliebende Pflanzen. Strandflieder und Salzgras wachsen zu Genüge und gestalten ein interessantes Landschaftsbild. Im Strandsee De Muy können insbesondere in den Herbstmonaten Löffelreiher und Graureiher beim Brüten beobachtet werden. Nach einer langen Wanderung durch die sanften Hügel der Dünenlandschaft locken Apfelkuchen und heisse Schokolade im Café-Restaurant De Slufter.

Die anderen Inseln im Watt sind kleiner als Texel, bieten aber genauso viel Natur. Auf Terschelling herrscht im Sommer sogar Wüstenklima, wodurch eine überraschende Pflanzenwelt entstanden ist. Eine informative Exkursion mit der Forstverwaltung ist auf Vlieland möglich. Außerdem lohnt sich der Aufstieg auf die mit 40 Metern höchste Düne der Insel. Ameland verfügt über 90 Kilometer Wanderwege in zwei völlig unterschiedlichen Dünengebieten: das dicht bewachsene Het Oerd mit hohen Dünen und feuchten Tälern sowie De Hon mit seiner langgestreckten Sandfläche, die sich immer wieder anders formt.

Weitere Informationen und Herbstangebote auf:

www.niederlande.de/meer

www.vvvzeeland.nl

www.noord-holland.com

www.nordseeinseln-holland.de

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