Schlechtes Englisch: Kati Witts peinliche Sprachpanne

27.01.2012 |  Von  |  Allgemein

Schlechtes Englisch kann zu peinlichen Situationen führen. Das musste die deutsche Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kati Witt erfahren. Als Jurorin der britischen TV-Tanzshow „Dancing On Ice“ unterlief ihr ein folgenreicher Sprachschnitzer.

„You’ re a big woman“, attestierte sie der Kandidatin Chemmy Alcott (29). Übersetzt: „Du bist eine dicke Frau.“ Alcott musste sich zutiefst beleidigt fühlen.

Zuvor hatte die ehemalige deutsche Eisprinzessin der alpinen Skirennläuferin Alcott nach deren Eistanznummer abgeraten, jemals wieder eine Hebefigur zu machen. Und dann fielen die zwei Worte, die im Publikum für einen Eklat sorgten: „big woman“. Alcott habe geschockt reagiert und hinter den Kulissen sogar geweint.

Die Briten übergiessen Kati Witt nun mit Hohn und Spott. Dabei hatte sie doch eigentlich etwas ganz anderes gemeint, entschuldigte sie sich später. Sie hatte schlicht „tall“ = „gross“ mit „big“ = „dick“ verwechselt.

Stolperfallen der englischen Sprache

Sprachfallen lauern im Englischen jede Menge. Besonders heikel sind so genannte „false friends“ – Wörter, die im Englischen gleich klingen, aber etwas ganz anderes bedeuten.

Hier einige Beispiele von peinlichen Sprachschnitzern, die Sie sich als deutschsprachiger Tourist im englischsprachigen Ausland besser nicht erlauben.

– Neugewonnene englische Bekanntschaften bezeichnen Sie als „thick friends“ – weil sie ja schon so dicke Freunde sind. Tatsächlich fühlen sich Ihre Bekannten nun als „dumm/fett“ beleidigt. Korrekter englischer Ausdruck: „close friends“.

– Nach dem Aufziehen Ihres Rucksacks („backpack“) verkünden Sie, dass sie den „Bodybag“ umschnallt haben. Doch was wollen Sie bloss mit einem „Leichensack“?

– Um von Ihrer Reise („journey“) zu berichten, stammeln Sie auf „Denglisch“ etwas von einer angenehmen „fart“. Ihre britischen Bekannten rümpfen nun die Nase.

– Sie möchten sich beim Kellner nach Ihrem blutigen Steak erkundigen. So fragen Sie nach, wo denn das „bloody steak“ – das „verdammte Steak“ – bleibt. Seien Sie lieber höflich und erkundigen Sie sich nach dem „rare steak“.

– Sie laden Ihre britischen Freunde zum „Public Viewing“ ein. Doch diese scheinen darauf keine Lust zu haben. Denn wer geht schon gerne zu einer „öffentlichen Leichenschau“. Korrekter englischer Begriff: „big screen broadcast“.

– Bestellen Sie ein Würstchen in England nicht mit den Worten: „I become a sausage“. Denn: „to become“ = „werden“, „to get“ = „bekommen“.

 

Titelbild: Das blutige Steak ist genauso wenig bloody wie eine gross gewachsene Frau big ist. (© HLPhoto – Fotolia.com)


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