Über 500 Grüselbeizen in Zürich – Namen bleiben geheim

01.05.2012 |  Von  |  Allgemein

Da bleibt einem der Bissen im Halse stecken: Von über 500 Lebensmittelbetrieben in der Stadt Zürich geht eine erhebliche bis grosse Gefahr für die Gesundheit der Konsumenten aus. Welche Betriebe das genau sind, bleibt aber unter Verschluss!

4452 Lebensmittelbetriebe – darunter Restaurants, Bars, Cafés, Marktstände, Kinderkrippen und Lebensmittelgeschäfte – hat der Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich im letzten Jahr inspiziert. Das schockierende Ergebnis: 12 Prozent der Betriebe (= 534) stellen eine „erhebliche“ (11 Prozent) oder „grosse“ (1 Prozent) gesundheitliche Gefahr dar. Eine Handvoll Betriebe musste in der Folge zwangsweise schliessen, 50 wurden verzeigt.

Immerhin eine „kleine“ Gefahr geht von weiteren 65 Prozent der kontrollierten Betriebe aus. Gerade einmal ein knappes Viertel durchlief die Tests der Lebensmittelkontrolleure ohne Beanstandung.

Ob verdorbene Lebensmittel, Schädlinge, Schimmel oder Dreck – die hygienischen Zustände in den Grüselbeizen, über welche die Lebensmittelkontrolleure berichten, lassen einem die Haare zu Berge stehen. Laut Aussage von Ferdinand W. Uehli, Leiter Gesundheitsschutz Zürich, ziehen sich die Ekelbetriebe quer durch alle Sparten – vom Take-Away über Res­taurants bis hin zum Nobelbetrieb.

Gerne wüsste der Konsument nun, welchen Dreckspatz er der Gesundheit zuliebe künftig meiden soll. Doch eine öffentliche Liste der Grüselbeizen soll es nicht geben, wie Uehli bestätigt. Es sei erst abzuwarten, ob der Bund eine Gesetzesänderung vornimmt. Geplant ist zwar, die Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen künftig öffentlich zu machen. Nicht gemeint sind damit aber Listen im Internet. Gedacht ist eher daran, dass der Konsument die Möglichkeit erhalten soll, in den Restaurants Auskunft über die Ergebnisse der Kontrollen zu bekommen.

Dabei wären Internetlisten ein wirksames Mittel, um Verbraucher künftig vor den Ekelküchen zu schützen. Wirksamer jedenfalls als das freiwillige Hygiene-Testat, welches im Jahr 2010 von vier Zürcher Gastro-Verbänden eingeführt wurde und das 250 Betriebe in Zürich bereits aufgehängt haben.

 

Quelle: Blick.ch
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