Ex-Profi-Ruderin auf dem Sihlsee weiter vermisst

30.07.2012 |  Von  |  News
Ex-Profi-Ruderin auf dem Sihlsee weiter vermisst
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Das Verschwinden von Ex-Profi-Ruderin Andrea Ulrich auf dem Sihlsee im Kanton Schwyz gibt Rätsel auf: Nach vier Tagen wird die 36-Jährige immer noch vermisst. Nur ihr leeres Skiff-Boot konnte am Ufer gefunden werden. Intensive Suchaktionen von Polizei und Seerettung blieben bislang ergebnislos. Wo ist die Ruderin und was ist mit ihr passiert?

Am vergangenen Mittwochabend ging Andrea Ulrich (36) gegen 20.30 Uhr mit ihrem Skiff-Boot von Gross SZ aus auf dem Sihlsee rudern. Ihre Kollegen vom Ruderclub Sihlsee sahen sie noch, wie sie in Richtung unteres Seebecken hinausruderte.

Normalerweise gehen alle Ruderer gegen 19 Uhr zusammen auf den See hinaus, diesmal wollte Andrea Ulrich aber alleine losgehen, berichtete ein Ruderclubmitglied der Zeitung „Blick“. Sie wolle nur eine kleine Runde rudern, habe sie geantwortet, als ihre Kollegen meinten, dass es schon recht spät sei, um nochmals hinauszugehen.

Seither fehlt von der erfahrenen Ruderin jede Spur. Als sie nachts nicht nach Hause zurückkehrte, meldete ihr Freund sie vermisst. Sofort wurden Suchaktionen mit einem Helikopter der Rega, dem Seerettungsdienst Sihlsee und einem Boot der Kantonspolizei Schwyz eingeleitet. Noch in derselben Nacht konnte das leere Boot der Ruderin am Ufer im Bereich „Underem Birchli“ gefunden werden. Im Skiff befanden sich lediglich die Schuhe von Andrea Ulrich.

Leeres Boot trieb am Ufer

Kurz vor Donnerstagnachmittag führte ein Helikopter der Kantonspolizei Zürich einen Suchflug durch. Die Suche auf dem See wurde von der Kantonspolizei Schwyz am Freitag fortgesetzt. Gestern hielt der Seerettungsdienst 12 Stunden lang nach der vermissten Ruderin auf dem Sihlsee Ausschau, wobei sich die Suche auf die Ufergebiete des Stausees konzentrierte. Doch ohne Ergebnis.

Der Fall erscheint in mehrfacher Hinsicht rätselhaft: Die Vermisste ist eine geübte ehemalige Profi-Ruderin der tschechoslowakischen Ruder-Nationalmannschaft – sie lebt seit neun Jahren in der Schweiz und zog vor kurzem nach Gross SZ. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens herrschten gute Wetterbedingungen und es gab keine Sturmwarnung. Auch wenn ein Skiff-Boot kippt, geht es nicht unter – ein Ruderer kann sich dann am Boot festhalten, wie Ruderclubmitglieder erklären. Zudem befindet sich in einem Skiff stets eine Schwimmweste.

Andrea Ulrich könne „schwimmen wie ein Fisch“, gab ihr verzweifelter Freund gegenüber „20 Minuten“ an. Hatte sie möglicherweise ein ernsthaftes gesundheitliches Problem? Laut ihrem Partner war Andrea Ulrich stets top-fit, was ihre Tätigkeit als Fitnessinstruktorin in einem Studio auch erwarten lässt. Ihr Freund glaubt daher nicht, dass sie einen plötzlichen Schwächeanfall gehabt haben könnte. Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass seine Freundin es noch an Land geschafft hat und bald irgendwo gefunden wird.

 

Link: Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz
Oberstes Bild: © Bildagentur Zoonar GmbH – shutterstock.com

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