Babymörder auf der Flucht

07.03.2013 |  Von  |  Kriminalität
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Ein verurteilter Babymörder ist auf der Flucht: Am Montagmittag (4.3.2013) büxte der Straftäter während eines begleiteten Urlaubs in der Stadt Bern aus. Der 51-Jährige ist Eingewiesener des offenen Massnahmezentrums St. Johannsen bei Le Landeron NE. Wieder einmal sorgt die Anstalt damit wegen eines entflohenen Straftäters für skandalträchtige Schlagzeilen.

© Daniel Ernst – Fotolia.com

„Ich gehe jetzt.“ Mit diesen Worten soll sich der Häftling während eines Einkaufsbummels in Bern von seinem Aufpasser „verabschiedet“ und dann davongemacht haben, wie Blick berichtet. Laut St. Johannsen-Direktor Manfred Stuber habe der Betreuer noch versucht, den Mann am Arm festzuhalten – vergeblich; eine Waffe oder zumindest Pfefferspray hatte der Aufpasser nicht dabei.

Im offenen Massnahmezentrum St. Johannsen sollte der Eingewiesene auf seine bedingte Entlassung vorbereitet werden. Bisherige Vollzugslockerungen seien stets einwandfrei verlaufen, Anzeichen auf eine Flucht habe es keine gegeben, heisst es in einer Medienmitteilung der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern.

Die Flucht von René G. kein Einzelfall

Weitere Details zum Entflohenen gibt die Polizei nicht preis – die Fahndung erfolgt ohne Steckbrief. Blick hingegen präsentiert Einzelheiten zum Täter. Demnach handelt es sich um den Berner René G., der im Frühling 1999 zu acht Jahren Haft verurteilt wurde, weil er seinen vier Monate alten Sohn grausam tötete.

Während die Gutachter dem Kindermörder damals ein „hohes Gefährdungsrisiko für die öffentliche Sicherheit“ attestierten, sehen das die Berner Strafvollzugs-Experten heute offenbar anders: „Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr“, heisst es von behördlicher Seite über den Entwichenen.

Blick nennt weitere Fälle von Straftätern, denen die Flucht aus St. Johannsen gelang. So den Fall des Kinderschänders Yan H., der im Herbst 2009 beim Fischen davonschwamm, ein Mädchen missbrauchte und dann zur Therapie zurückkehrte. Oder den Fall des Serienvergewaltigers René I., der sich bis heute auf der Flucht befindet.

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