Letzte Worte von zu Tode Verurteilten

15.07.2013 |  Von  |  News
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In einer makaberen Online-Datenbank sammelt Texas die letzten Worte von zu Tode Verurteilten. Auf dem Web-Portal der Gefängnisbehörde (TDCJ) sind die „Last Statements“ aufgelistet, zusammen mit Angaben zu den Verurteilten und einer Kurzbeschreibung der ihnen vorgeworfenen Taten.

500 Menschen, die vom 7. Dezember 1982 bis 26. Juni 2013 in Texas hingerichtet wurden, sind in der Datenbank bis jetzt aufgeführt. Damit ist Texas trauriger Spitzenreiter unter den US-Bundesstaaten mit Todesstrafe (insgesamt 1338 Hinrichtungen seit 1976 in den USA).

Während manche zu Tode Verurteilte Reue zeigen oder die Todesstrafe anprangern, beteuern andere ihre Unschuld. Gut möglich, dass so manch einer unter ihnen die Wahrheit sagt, denn tödliche Justizirrtümer sind nie ausgeschlossen, wie zum Beispiel dieser Fall beweist. Erschütternd zu lesen sind die letzten Worte allemal.

Hier einige Beispiele (in Auszügen)
Ich will allen danken, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben. Reverend Campbell, für meine geistliche Führung; Aaron, dem Vater von Darrian, meinem Sohn; und Maurie, meinem Anwalt. Ich danke ihnen allen. Dies ist kein Verlust, das ist ein Gewinn. Ihr wisst, wohin ich gehe. Ich gehe nach Hause zu Jesus. Behaltet den Glauben. Ich liebe euch alle. Danke, Kaplan.

Kimberly McCarthy, 52, verurteilt wegen Raubmord, Exekution am 26. Juni 2013.
Das Leben ist der Tod, der Tod ist das Leben. Das Leben ist zu kurz. Ich hoffe, dass alle, die mir gegenüber negative Energie haben, diese lösen können. Das Leben ist zu kurz für Gefühle von Hass und Wut. Das war’s.

Richard Cobb, 29, verurteilt wegen Entführung, sexueller Nötigung und dreifachen Mordes, Exekution am 26. April 2013.

Hi Mam und Dad. Ich liebe euch alle. Wir alle müssen am Ende vor Gott stehen. Denke niemals, du bist perfekt, niemand von uns ist perfekt. Nur Gott ist perfekt. Jesus ist perfekt. Ich habe falsch gehandelt, nun bezahle ich dafür den ultimativen Preis, auch wenn es ein krummer Weg ist. Ich hasse euch nicht. Richtet nicht, ich richte auch nicht. Gott allein muss diese Menschen richten. Ich vergebe.

Carl Blue, 48, verurteilt wegen Mord, Exekution am 21. Februar 2013.

An die Opfer: Es tut mir sehr leid, was euch passiert ist. Ich bin nicht die bösartige Person, für die ihr mich haltet. Ich war damals wirklich dumm. Ich habe viele grosse Fehler gemacht. Was passiert ist, war falsch. Ich war ein Kind. Ich war durcheinander, und ich kann es nicht rückgängig machen. Ich war nicht alt genug, um zu verstehen. Bitte tragt nicht diesen Schmerz im Herzen herum. Ihr müsst einen Weg finden, diesen Hass loszuwerden. Glaubt mir, mich zu töten ist keine Lösung für euch, um einen Schlussstrich zu ziehen. Ich hoffe, ihr werdet dafür einen Weg finden. Lasst den Hass euch nicht auffressen.

Beunka Adams, 29, verurteilt wegen Raubmord, versuchter Entführung und sexueller Nötigung, Exekution am 26. April 2012.

 

Quellen:tdcj.state/initiative-gegen

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2 Kommentare


  1. Das ist schon harter Tobak am frühen Morgen :/
    Ich wüsste gar nicht was ich da sagen soll, wobei man wohl genug Zeit hat sich da irgendwie vorzubereiten. Die Tatsache finde ich fast schlimmer, dass man es weiß und noch Ewigkeiten vorher in des Todeszelle sitzt. Da muss man doch wahnsinnig werden…
    Mal abgesehen was man von der Todesstrafe hält, finde ich es persönlich nicht sinnvoll gleiches mit gleichem zu vergelten. Irgendwo ist das doch dann auch Mord…

    • Nicht nur irgendwie. Es ist ein Mord – ebenso wie der für den sie ermordet werden. Das ist auch vielen Menschen in den USA bewusst-weshalb sie gegen die Todesstrafe sind.
      Weiter muss man die Ungerechtigkeit der US-amerikanischen Justiz bedenken:
      Schwarze werden eben mal öfters umgebracht als Weiße.
      Das ist eine Tatsache.

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