Tiefkühlgemüse gegen frisches Gemüse

04.09.2014 |  Von  |  Allgemein
Tiefkühlgemüse gegen frisches Gemüse
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[vc_row][vc_column][vc_column_text]Gemüse und Obst werden im Handel in verschiedenen Formen angeboten. Es stellt sich nun die Frage, welche Variante für die Verbraucher die meisten Vorteile bringt: Tiefkühlgemüse oder frisches Gemüse? Oftmals wird davon ausgegangen, dass frisch die beste Wahl sei; dies gilt allerdings nicht für alle Lebensmittel. Um die gesündeste Variante zu finden, müssen einige Punkte beachtet werden, dann entstehen köstliche und vitaminhaltige Gerichte.

Nicht immer ist frische Ware die beste Wahl, da hierbei Transportzeiten und Lagerzeiten beachtet werden müssen. Gehen dabei Vitamine und Mineralstoffe verloren, dann wäre ein Einfrieren für die Lebensmittel besser gewesen. Die Kenntnis über das Verhalten der einzelnen Gemüsesorten ist sehr wichtig, da der Verlust an wertvollen Inhaltsstoffen gross sein kann. Ein weiteres Kriterium ist der Geschmack, auch dieser sollte geprüft werden.

Der Vitamingehalt von Lebensmitteln

Die meisten Vitamine befinden sich in erntefrischen Produkten. Werden diese im eigenen Garten angepflanzt, dann enthalten sie den höchsten Anteil an gesunden Inhaltsstoffen. Sobald das Gemüse allerdings aufgehoben wird, beginnt der Abbau. Wenn Sie beispielsweise Brokkoli oder Blumenkohl im Kühlschrank aufbewahren, dann gehen jeden Tag Vitamine verloren. Werden diese Produkte im Supermarkt gekauft und im Kühlschrank gelagert, dann haben sie bereits einen weiten Weg hinter sich und verfügen nicht mehr über die ursprüngliche Vitaminmenge.

Blumenkohl und Brokkoli sollten daher eingefroren werden beziehungsweise tiefgefroren gekauft werden. Dann bleiben die gesunden Stoffe weitestgehend erhalten. Nach rund vier Monaten bauen sich nur circa 15 % der Vitamine ab, dies ist im Vergleich zu einem Kauf als frisches Produkt wenig.

Wichtig ist, dass die Lebensmittel schonend behandelt werden. Durch das Blanchieren und das Schockfrosten nach der Ernte wird der Abbau von Vitamin C verhindert und das Gemüse kann problemlos aufbewahrt werden. Bei Tiefkühlware besteht allerdings die Gefahr, dass verschiedene Beimischungen zum Einsatz kommen. Geschmacksverstärker, Fett oder Gewürze verändern den Geschmack und müssen nicht unbedingt gesund sein.

Da einige Gemüsesorten nach der Ernte eine relativ kurze Haltbarkeit haben und die Transportwege in die Schweiz und innerhalb des Landes lang sein können, kann das Gefrieren von Vorteil sein. Dadurch wird es möglich, auch empfindliches Gemüse zum Kunden zu bringen. Dieser erhält erntefrische Produkte, die moderne Gefriertechnik macht es möglich.

Tiefkühlprodukte: Die Lebensmittel sind auch ausserhalb der Saison erhältlich

Die Saison spielt bei der Entscheidung für frische Produkte oder Tiefkühlprodukte ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn ein Gemüse gerade in der Region geerntet wird, dann ist es frisch in einer grossen Menge erhältlich. Spargel beispielsweise wird im Frühling/Frühsommer geerntet und schmeckt in diesem Fall in frischer Form am besten. Wer auch im Winter Spargel essen möchte, der erhält dank Tiefkühlprodukten ebenfalls die Gelegenheit.

Der Geschmack der Lebensmittel entscheidet mit

Neben dem Vitamingehalt spielt auch der Geschmack eine entscheidende Rolle. Er ist bei erntefrischem Gemüse zwar besser als bei Tiefkühlkost, allerdings nimmt der Geschmack ab, je länger die Waren lagern. Auch hier ist die Lagerzeit wichtig. Werden Produkte aus dem Ausland in die Schweiz importiert, dann müssen sie einen weiten Weg zurücklegen und sind nicht mehr wirklich frisch. Wer die Möglichkeit hat, Lebensmittel aus seiner Region zu beziehen, erhält den besten Geschmack.

Somit hängt die Entscheidung „Tiefkühlkost oder frisches Gemüse“ auch von der Verfügbarkeit ab. Aber nicht jedes Lebensmittel kann eingefroren werden. Salat beispielsweise eignet sich nicht für die Tiefkühltruhe, da die Zellen zerstört würden und nur noch eine breiige Substanz übrig bliebe. In vielen Fällen entstehen Probleme, wenn das Gemüse einen zu hohen Wasseranteil besitzt.[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]

Obst als Tiefkühlprodukte. (Bild: Kostiantyn Ablazov / Shutterstock.com)

Obst als Tiefkühlprodukte. (Bild: Kostiantyn Ablazov / Shutterstock.com)

[/vc_column_text][vc_separator color=“grey“][vc_column_text]Obst als Tiefkühlprodukte

Nicht nur Gemüse ist tiefgefroren erhältlich, auch Obst wird schockgefroren. Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren sehen nach dem Auftauen allerdings nicht mehr frisch aus, sondern werden vorrangig für eine Sauce oder in pürierter Form verwendet. Der Geschmack ist bei den tiefgekühlten Beeren sehr gut, nur die Optik hat sich deutlich verändert, da die Form nicht gehalten werden kann. Bananen reifen auf dem Transport zum Supermarkt noch nach und werden daher frisch verkauft.

Bakterien lassen sich durch das Schockfrieren stoppen

Wird Gemüse gesäubert und direkt nach der Ernte eingefroren, dann ist es frei von Krankheitserregern. Durch das Gefrieren wird die Bildung von Pilzen und Bakterien gestoppt. Wichtig ist die Unversehrtheit der Kühlkette. Auf dem Weg vom Feld bis in die heimische Tiefkühltruhe darf es zu keinen Unterbrechungen gekommen sein. Daher ist es entscheidend, wo die Waren gekauft und wie sie nach Hause gebracht werden.

Die Zubereitung der Lebensmittel: Beide Varianten haben Vorteile

Die Zubereitung und der Komfort sind bei der Auswahl der Lebensmittel ebenfalls entscheidend. Frische Gemüseprodukte sind schnell klein geschnitten, sie müssen vorher allerdings noch gereinigt werden. Tiefkühlprodukte sind bereits gereinigt und in eine passende Form gebracht worden. Ist die Grösse für das geplante Gericht sinnvoll, dann werden einige Arbeitsschritte gespart. Problematisch wird es, wenn der Blumenkohl im Ganzen gekocht werden soll oder eine besondere Grösse bei den Möhren gewünscht ist. In diesem Fall sind frische Lebensmittel die bessere Entscheidung.

Tiefkühlgemüse besitzt naturgemäss eine niedrige Temperatur. Vor dem Garen oder dem Braten in der Pfanne muss das Produkt daher erst einmal erwärmt werden, dies dauert eine Weile. Auf der anderen Seite entfällt das Schälen. Bei einer Gemüsemischung werden mehrere Gemüsesorten in eine Packung abgefüllt. Besitzen diese unterschiedliche Garzeiten, dann ist dies beim Kochen oder Braten unpraktisch. Entscheidend sind das richtige Grössenverhältnis und eine optimale Abstimmung der benötigten Zeit.

Wenn Verbraucher Gemüse oder Obst kaufen, dann müssen sie auf den Zustand, die Lagerzeit und die Transportzeit achten. Direkt nach der Ernte schmecken die Lebensmittel am besten; je länger die Produkte im Supermarkt liegen, desto mehr Vitamine und Nährstoffe verlieren sie. Daher sind Tiefkühlprodukte eine gute Alternative, welche auch ausserhalb der Saison genutzt werden kann.

 

Oberstes Bild: © Bonchan – Shutterstock.com[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]


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