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Neue Fälle von HFM – schützen Sie Ihre Kinder vor einer Ansteckung

09.10.2014 |  Von  |  Gesundheit

In der letzten Zeit sind in der Schweiz wieder vermehrt Fälle von HFM, der sogenannten Hand-Fuss-Mund-Krankheit, aufgetreten. Diese Infektion wird von Mensch zu Mensch übertragen und wurde vermehrt bei Kindern unter zehn Jahren beobachtet.

Als erste Symptome treten in der Regel Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Abgeschlagenheit auf. Das charakteristische Zeichen der Krankheit sind Bläschen und Geschwüre, welche sich im Mund bilden. Ebenso entstehen an den Handinnenflächen und an den Fusssohlen Ausschläge.

Die Folgen von HFM sind unterschiedlich

Bei einem normalen Verlauf klingen die Symptome nach rund einer Woche wieder ab, die Bläschen können zuvor aufplatzen. Die Gefahr der Erkrankung besteht darin, dass sie vermehrt bei Kindern auftritt und auch Säuglinge zu den Patienten zählen. Hohes Fieber ist für Babys gefährlich, daher sollte versucht werden, eine Ansteckung zu verhindern.

Zu den Komplikationen von HFM zählen Lungenblutungen und Hirnhautentzündungen; diese sind allerdings selten. Wichtig ist, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und bei einer Erkrankung Familienmitglieder nicht anzustecken. Die Übertragung findet durch Speichel oder Wundsekret statt.

Hygienemassnahmen sind wichtig

Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, muss auf eine ausreichende Hygiene und eine Stärkung des Immunsystems geachtet werden. Da die Krankheitserreger durch Händeschütteln oder den Kontakt zu kontaminierten Gegenständen übertragen werden können, sollten Sie sich regelmässig die Hände waschen. Der Kontakt zu Infizierten sollte weitestgehend vermieden werden, da diese die Erreger unbeabsichtigt verbreiten. Besonders Eltern kleiner Kinder sollten vorsichtig sein.

Wie gross ist das Erkrankungsrisiko bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit?

HFM wird durch Viren ausgelöst und ist vor allem in Asien stark verbreitet. Seit einigen Jahrzehnten breitet sich die Krankheit auch in Europa aus; es werden immer wieder Perioden mit einer erhöhten Anzahl an Krankheitsfällen beobachtet, ähnlich wie bei der Grippe, welche im Winter vermehrt auftritt. In der Schweiz ist der Verlauf in der Vergangenheit eher harmlos gewesen.

In anderen Ländern, wie in Vietnam, wurden schwere Verläufe beobachtet. 2011 infizierten sich in Vietnam über 110’000 Menschen mit HFM. 116 Patienten starben an den Folgen, die meisten Opfer waren unter sechs Jahre alt. Junge Kinder besitzen ein erhöhtes Risiko, da ihr Immunsystem nicht so stark wie bei Erwachsenen ist.

Ähnlich wie in der Grippesaison besteht zu einigen Zeiten ein erhöhtes Risiko und es muss besonders auf den Schutz geachtet werden. Die Verschärfung der Hygiene ist die einzige Gegenmassnahme, eine gesunde Ernährung und Lebensweise kann zusätzlich das Immunsystem stärken. Dadurch wird der Körper widerstandsfähiger und kann gegen die Erreger ankämpfen.

 

Oberstes Bild: © UGREEN 3S – Shutterstock.com